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    <title>Zehnthaus-Kolumne</title>
    <link>https://www.verein-zehnthaus.de</link>
    <description>Der Verein Zehnthaus e.V. hat über die Jahre zeitgeschichtliche Informationen und Bilder gesammelt und 2019 in der "Sammlung Zehnthaus" geordnet.
Um diese einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, erscheint seit April 2021 in der Heimatzeitung "Blick aktuell" regelmäßig die Zehnthaus-Kolumne. Die Beiträge werden auch hier in diesem Blog  veröffentlicht.</description>
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    <item>
      <title>Folge 90: Christliche Feste - Allerheiligen und Allerseelen</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/my-post</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_90_Allerheiligen.jpg" alt="" title="(Foto: Pixabay.com)"/&gt;&#xD;
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           Der Monat November ist in vielerlei Hinsicht ein Monat des Gedenkens. Er beginnt am 1. November mit einem Hochfest der katholischen Kirche: Allerheiligen. Hochfeste sind die höchsten Feste der katholischen Kirche. Sie rücken zentrale Glaubensinhalte oder bedeutende Heilige in den Mittelpunkt und haben Vorrang vor allen anderen kirchlichen Festen oder Gedenktagen.
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heilige sind entweder Märtyrer, die wegen ihres Glaubens den Tod erlitten oder Menschen, die ein besonders überzeugtes christliches Leben führten oder als Wundertäter verehrt wurden. Bereits seit dem ersten Jahrtausend gibt es die förmlichen Heiligsprechungs-verfahren, - Kanonisation -, durch die Personen zu „Ehren der Altäre“ erhoben werden. Das bedeutet, dass ihre sterblichen Überreste in oder unter Altären in Kirchen aufbewahrt und verehrt werden. Insgesamt kennt die katholische Kirche über 7.000 Märtyrer und fast ebenso viele Heilige und Selige. Für sie alle wird das Fest Allerheiligen gefeiert.
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    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Heiligenverehrung ist ein typisch katholisches Merkmal. Nur wenige Heilige sind allgemein bekannt oder besonders populär, etwa der heilige Sankt Martin, der heilige Nikolaus oder der heilige Franziskus. Die meisten hingegen kennt man weniger, und wer mehr über sie erfahren möchte sollte ein Heiligenlexikon zur Hand nehmen oder sie im Internet suchen. Dabei stößt man auf oft außergewöhnliche und mitunter auch befremdliche Lebensgeschichten, erfährt von besonderen Tugenden und erfährt von den Patronaten, die diese Heiligen übernehmen. In fast jeder katholischen Kirche finden sich Figuren von Heiligen, oft mit Heiligenschein und symbolischen Attributen dargestellt, eine Einladung zum Rätselraten. Heilige werden oft an ihrem Todestag verehrt. Ihre Verehrung bedeutet jedoch keine Anbetung, sondern die Würdigung ihres Lebens, die Anerkennung ihres vorbildlichen Handelns sowie die Bitte um ihre Fürsprache und ihren Beistand.
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der geschichtliche Ursprung des Allerheiligenfestes liegt in der Weihe eines ehemaligen heidnischen Tempels in Rom. Das Pantheon, ein Bauwerk aus dem 2. Jahrhundert war früher allen Göttern des Heidentums geweiht. Im Jahr 609 ließ Papst Bonifatius IV. das Gebäude in eine Kirche umwandeln und einweihen - mit einem jährlichen Gedenktag am Freitag nach Ostern. Über ein Jahrhundert später weihte Papst Gregor III. eine Kapelle in der Petersbasilika allen Heiligen und legte das Fest auf den 1. November fest. Die Wahl dieses Datums hatte praktische Gründe: Nach der Ernte und Weinlesezeit standen ausreichend Lebensmittel zur Verfügung, um ein festliches Mahl auszurichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist Allerheiligen auch ein Anlass, jener Menschen zu gedenken, die ein vorbildliches Leben führten, aber nicht offiziell als Heilige anerkannt wurden. Obwohl Allerheiligen ein christlicher Feiertag ist, wird er in Deutschland nicht in allen Bundesländern als Feiertag begangen. Nur in den überwiegend katholisch geprägten Ländern wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland ist er gesetzlich geschützt. Allerheiligen gilt zudem als „stiller Feiertag“, um dem religiösen Charakter gerecht zu werden. Öffentliche Musik und Tanzveranstaltungen sind an diesem Tag untersagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur einen Tag später, am 2. November, begehen katholischen Christen den Gedenktag Allerseelen, ein kirchlicher Feiertag, der dem Gedenken der Verstorbenen gewidmet ist. Mit ihm verbunden ist der Brauch der Gräbersegnung. Viele Menschen besuchen an diesem Tag die Ruhestätten ihrer Angehörigen. Allerheiligen und Allerseelen stehen somit in enger Beziehung zueinander, als Tage des Erinnerns, des Gedenkens und des stillen Gebets.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/my-post</guid>
      <g-custom:tags type="string">Allerheiligen,christlich,Allerseelen,Feiertag</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 89: NRW – Natur Heimat Kultur - Die NRW-Stiftung</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-89-nrw-stiftung</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Steinkauz.jpg" alt="" title="Rund die Hälfte aller Steinkauz-Paare in Nordrhein-Westfalen zieht inzwischen ihren Nachwuchs in Nistkästen auf. (Foto: Alois Grunewald, Magazin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Ausgabe 1/2025)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schönheit und den unverwechselbaren Charakter des Bundeslandes zu erhalten, das ist seit 1986 Aufgabe der NRW-Stiftung. Die Gründung erfolgte durch die Landesregierung. Vorsitzender im Stiftungsrat heute ist Ministerpräsident Hendrik Wüst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natur, Heimat, Kultur: Diesen Dreiklang zu bewahren, dafür setzt sich die Stiftung ein. Sie erwirbt deshalb schutzwürdige Flächen inmitten einzigartiger Landschaften. Wälder, Flussauen oder Berggipfel sollen auch künftig Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten sein. Auch von Menschen geschaffene Orte sind erhaltenswert. Was frühere Generationen erdachten, soll auch heute und morgen als Denkmal erlebbar bleiben. Geschichte wird greifbar – auf alten Zechenanlagen, auf prachtvollen Schlössern und traditionsreichen Bauernhöfen, aber auch inmitten sehenswerter Industriekultur, in restaurierten Bahnhofsgebäuden und Museen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um all die historischen Orte kümmert sich die Stiftung nicht allein – sie lebt vom Engagement der Menschen in NRW. In Vereinen, Verbänden und Organisationen setzen sie sich seit jeher für die Natur und Kultur in ihrer Heimat ein. Sie stoßen Projekte an, die dann von der NRW-Stiftung gefördert werden. Finanziert wird die Arbeit durch zweckgebundene Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen Spenden und Mitgliedsbeiträge des Fördervereins der NRW-Stiftung mit mehr als 8.500 Mitgliedern. Das Magazin der Stiftung informiert regelmäßig über neue Projekte und Ausflugsziele. Aus der Mitgliedschaft resultieren viele Vorteile, z.B. freien oder ermäßigten Eintritt in über 400 Museen. Hunderte Denkmäler, Landschaften und Gebäude sind äußerst sehenswert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von den Zuwendungen der Stiftung profitierten seit ihrer Gründung bereits mehr als 3.700 Projekte im Naturschutz und in der Heimat- und Kulturpflege. Jede Entscheidung ist für die zuständigen Gremien eine schwierige Abwägung, denn mit ihren begrenzten Mitteln kann sie längst nicht jedes Vorhaben unterstützen. Sie muss Prioritäten setzen. Dennoch schüttete sie seit 1986 mehr als 300 Millionen Euro aus und hat so an vielen Orten in NRW nachhaltig Spuren hinterlassen. Dieses Engagement ist bundesweit einmalig. Nur in Nordrhein-Westfalen gibt es diesen ganzheitlichen Einsatz für Landschaften, Denkmäler und kulturelle Vielfalt gleichermaßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Spanische+Flagge.jpg" title="Blühender Wasserdost (Eupatorium cannabinum) wirkt auf die Spanische Flagge wie ein Magnet. (Foto: Blickwinkel/W. Willner, Magazin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Ausgabe 1/2025)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt noch Rückzugsorte, in denen sich die Natur ungestört entwickeln kann und wo seltenen Arten ein Zuhause finden. Gerade früher militärisch genutzte Flächen sind heute wahre Paradiese und als Nationales Naturerbe geschützt. Acht dieser Flächen in Nordrhein-Westfalen sind in der Obhut der NRW-Stiftung, beispielsweise die Dover Heide im Kreis Düren, der Billiger Wald bei Euskirchen, die Steinheide im Rhein-Erft-Kreis oder die Buchenwälder am Petersberg. Die Stiftung veranstaltet Wanderungen, Fahrten zu Museen, Heimattouren als eintägige Ausflüge für Schulklassen, präsentiert sich im Internet und ist mit ihren Inhalten natürlich auch über eine App erlebbar.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Sammlung Zehnthaus /
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.nrw-stiftung.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           NRW-Stiftung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-89-nrw-stiftung</guid>
      <g-custom:tags type="string">NRW-Stiftung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Steinkauz.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Steinkauz.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 88: Römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-88-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_87_Kalkbrennerei_Zugang.jpg" alt="" title="Blick über den Bahndamm zum Schutzbau über den römischen Kalkbrennöfen (Foto: Walter Sölter)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schauen wir zurück auf die zeitliche Einordnung der Ereignisse. Von 135 bis 235 n.Chr. sind Inschriften zu verschiedenen Arbeitskommandos römischer Legionen bekannt. Die im Legationslager „Bonna“ stationierte 1. Legion mit dem Beinamen „Minerva“ war immer wieder in Iversheim eingesetzt. Am häufigsten war die 30. Legion mit den Beinamen „Ulpia Victrix“ beteiligt. Weiterhin ist bezeugt, dass die „Legion III „Cyrenaika“ hier von 260 bis 286 n.Chr. im Arbeitseinsatz war. Die Forschung geht davon aus, dass etwa 150 Jahre lang Kalk in verschiedenen Formen von Iversheim aus bis zu 200 Kilometer in alle Richtungen hin vertrieben wurde. Es ist davon auszugehen, dass im engeren Bereich der Fundstelle weitere Brennofenbatterien aufzufinden sind. Ab 300 n.Chr. ist eine weitere Kalkproduktion nicht mehr belegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von welchem Personaleinsatz muss man ausgehen? Gefundene Inschriften erwähnen einen „Architectus“ und einen „Magister Calcariorum“. Ersterer war wohl der Spezialist für die Herstellung der Produktionsstätten bei der Legion und nur bei technischen Problemen im Einsatz. Letzterer war der technische Leiter der Kalkbrennerei. Die „Calcari“ waren besonders geschulte Soldaten des „Vexillatio, des Arbeitskommandos. Der „Signifer“ leitete als Vertreter des Kommandanten die Durchführung der unterschiedlichsten Aufgaben des Kommandos. Die Legionäre lebten in der Produktionsstätte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_88_Kalkbrennerei_Weihestein.jpg" title="Weihestein eines Magister Calcariorum (Quelle: Eifel Tourismus GmbH – shapefruit)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach neueren Forschungen betrug die Stärke des Kommandos in der Regel 60 Mann. Diese waren in 4 Gruppen gegliedert: Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Steinschläger
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im Steinbruch, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Steinbrecher
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            für die Vorbereitung des Brenngutes, Beschickung und Leerung der Öfen und die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Brenner
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , d.h. Ofenheizer. In der vierten Gruppe arbeiteten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Handwerker
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wie Schmiede, Stellmacher, Schreiner, Küfer, Ofenbauer, Versorgungspersonal, Schreiber, Transportarbeiter und Sanitäter. Die Produktion erfolgte im Schichtdienst, da die Öfen ganztägig zu versorgen waren. Sicherlich kam weitere Hilfskräfte für das Heranschaffen der großen Holzmengen und die Versorgung der Transportgespanne hinzu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Anlage befindet sich im Eigentum der Stadt Bad Münstereifel. Der Dorfverschönerungs-Verein Iversheim (DVI) betreibt das Museum ehrenamtlich und arbeitet dabei eng mit der Tourist Information der Stadt Bad Münstereifel, dem VR-Landes Museum Bonn und der Nordeifel Tourismus GmbH zusammen. Das Denkmal finanziert sich ausschließlich über Spenden, u.a. von der Kalkindustrie. Die Anlage ist von Mai bis Oktober jeden Samstag von 13 – 16 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 11 – 16 Uhr.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Broschüre Dorf-Verschönerungsverein Iversheim e.V. “Die römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel Iversheim
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Zusammenfassung Walter Sölter
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 08:38:59 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Römer,Handwerk,Iversheim,Kalkbrennöfen</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 87: Römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-87-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-1</link>
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_87_Kalkbrennerei_Zugang.jpg" alt="" title="Blick auf die museale Kalkbrennerei (Foto: Eifel Tourismus GmbH – shapefruit)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chemie des Kalks und der Kalkkreislauf werden thematisch in der siebten Schulklasse behandelt. Bei einem Ausflug in die Römische Kalkbrennerei in Iversheim, dem musealen Ausbau einer antiken Kalkfabrik, kann man sein Wissen erweitern und den Produktionsprozess bestens kennenlernen. Das Bauwerk ist hervorragend erforscht und eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten aus der Römerzeit nördlich der Alpen. Als eingetragenes Bodendenkmal ist die Anlage seit 2021 Teil des UNESCO Welterbes Niedergermanischer Limes und damit auch ein Alleinstellungsmerkmal für den Kreis Euskirchen. Die Manufaktur ist nach Art und Größe eine europäische Rarität und in ihrer Bedeutung wohl nicht so ganz in das Bewusstsein der Bevölkerung gedrungen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1966 entdeckte man die Stätte beim Bau einer modernen Wasserleitung eher zufällig am Westhang der Erft unterhalb des Steinbruchs Hohe Ley. Die noch heute sichtbaren Dolomit-Vorkommen gehören erdgeschichtlich ins Mitteldevon und sind vor ca. 390 Millionen Jahren entstanden. Insgesamt wurden 6 Brennöfen ausgegraben sowie Fragmente einer Kantine und Grundmauern eines Arbeitsgebäudes. Die Öfen sind als Batterieblock angelegt in Reichweite zum höher gelegenen Kalksandsteinbruch. Die Hanglage war gewählt worden, damit der Materialtransport aus dem Steinbruch kräftesparend auf die oberhalb der Öfen liegende Einfüllgalerie erfolgen konnte. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_87_Kalkbrennerei_Brenn%C3%B6fen.jpg" title="Blick auf die Brennöfen (Foto: Eifel Tourismus GmbH – shapefruit)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Römer waren die ersten, die im heutigen Rheinland Bauten aus Bruchsteinen oder Mauerziegeln errichteten. Für die Mörtelherstellung brauchten sie große Mengen an Baukalk, der aus Kalkstein oder Dolomitkalk gebrannt werden musste. Die nördlichen Ausläufer der Kalkeifel bei Iversheim waren das nächstgelegene ergiebige Abbaugebiet im näheren Umfeld und im Einzugsbereich zahlreicher römischer Niederlassungen in Xanten, Neuss, Köln und Bonn. In diesen römischen Stätten und Militärlagern bestand ein hoher Bedarf an gebranntem Kalk.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Größere Mengen von ehemaligem Branntkalk und Aschereste, die in einem Ofen gefunden wurden, erlaubten der Wissenschaft Rückschlüsse auf Brennqualität und verwendete Holzarten. Ein Brennversuch in einem Original-Brennofen lieferte wissenschaftliche Erkenntnisse zu Brennstoffverbrauch und Brenndauer. Der geschätzte Brennholzverbrauch bei 16 Bränden pro Monat lag bei ca. 960 Raummetern an Weiden- und Pappelholz. Die Einfüllmenge an Dolomitkalkstein pro Ofen wurde mit ca. 25 Tonnen rekonstruiert. Das bedeutet pro Monat den Abbau von ca. 368 Tonnen Kalksandstein, die zerkleinert werden mussten und abzufüllen waren. Dazu bedurfte es kräftiger Legionärshände, denn hier war Handarbeit angesagt. Die über mehrere Tage konstant zu haltende Brenntemperatur lag bei ca. 1100 Grad Celsius. Die monatliche Produktion entsprach ca. 200 Tonnen. Über die Erft transportierte man das Baumaterial an den Rhein und von dort konnte die gesamte Provinz versorgt werden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Broschüre Dorf-Verschönerungsverein Iversheim e.V. “Die römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel Iversheim
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Zusammenfassung Walter Sölter
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 12 Aug 2025 10:17:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-87-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-1</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 86: Astropeiler Stockert (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-86-astropeiler-stockert-2</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_86_Astropeiler+Stockert_2.jpg" alt="" title="  Im Vordergrund 10-m-Radioteleskop Astropeiler Stockert (Foto: pixabay)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1972 nahm nahe dem 10 Kilometer entfernten Effelsberg in einer Talsohle eine Nachfolgeanlage des Astropeilers ihren Betrieb auf. Mit einem Spiegeldurchmesser von 100 Metern war dies fast 30 Jahre lang das größte bewegliche Radioteleskop der Welt. Damit wurde die Forschungsstätte auf dem Stockert zunehmend unattraktiv, zumal nahegelegene Radarstationen die Messungen immer stärker beeinflussten. Dennoch nutzten die Universität Bonn und das Max-Planck-Institut für Radioastronomie die Station weiter für die praktische Ausbildung von Studenten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1998 erfolgte der Verkauf der Anlage an einen privaten Investor, der u.a. das „Woodstockert“ Musikfestival durchführte. Nach Insolvenz des Unternehmens übernahm 2005 die Nordrhein-Westfalen-Stiftung als Eigentümer die lange vernachlässigte Anlage. Die Restaurierung wurde mit Mitteln der NRW-Stiftung energisch vorangetrieben, auch die Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat einen Beitrag geleistet, denn seit 1999 steht die Anlage als Industriedenkmal unter Denkmalschutz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Übernahme durch die NRW-Stiftung hatte der 1995 gegründete Förderverein Astropeiler Stockert e.V. initiiert. Zielsetzung des Vereins ist es, die Radioastronomieanlage auf ehrenamtlicher Basis zu erhalten und weiterzuentwickeln, nach Möglichkeit Beiträge zu aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen zu liefern und der Öffentlichkeit die Bedeutung der Astronomie nahezubringen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Zusammenarbeit mit Hochschullehrern bietet der Verein Ganztagsveranstaltungen an, die den Studenten der Physik die Grundlagen der Radioastronomie nahebringen sollen, insbesondere im Zusammenhang mit Vorlesungen zur Astronomie. Auch als außerschulischer Lernort ist die Anlage von Bedeutung. So werden Praktika für Schüler der Sekundarstufe I und II angeboten. Zentrale Punkte sind dabei die Durchführung von Messungen und von physikalischen Experimenten. Die Teilnehmer sollen die Faszination von Forschung, Astronomie und Physik durch eigenständige Beobachtungen erfahren und lernen, dass es elementare Fragestellungen der Physik gibt, die noch durch zukünftige Forschung zu klären sind. Wissenschaftlich tätige Astronomen, Hobby-Astronomen und Funkamateure unterstützen die Schüler während der Praktika.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von Mai bis Oktober bietet der Verein jeden Sonntag um 14.00 Uhr eine Führung durch den Campus an, bei der Besucher auch die weiteren Teleskope der Gesamtanlage kennenlernen. Demonstriert wird die Funktion des 25-m Teleskops, dabei werden radioastronomische Messungen durchgeführt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Astropeiler ist als astronomische Sehenswürdigkeit ein authentischer Ort großer Technikgeschichte und ein Denkmal, das durch das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder immer wieder mit Leben erfüllt wird. Die Geschichte des Astropeilers wird weitergeschrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 10:05:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-86-astropeiler-stockert-2</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 85: Astropeiler Stockert (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-85-astropeiler-stockert-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_85_Astropeiler+Stockert_1.jpg" alt="" title="25 m Radioteleskop Astropeiler Stockert (Foto: pixabay)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade zugezogen ins Rheinland möchte man sich doch möglichst bald mit den Sehenswürdigkeiten der Eifel bekannt machen und so plant die Familie einen Ausflug zum Radioteleskop Effelsberg, grobe Karte genügt, Navigationssysteme sind noch unbekannt, wird schon werden. Wir verlassen Odendorf auf der Landstraße 11 Richtung Kirchheim und fahren am Kesselsberg (287 m) südlich der Hardtburg leicht bergan. Gäbe es auf dem Scheitelpunkt der Bergkuppe eine Parkmöglichkeit, so möchte man verweilen, um eine der großartigen Panoramaszenen in der Eifel zu genießen, den Blick in das weite Erfttal um Bad Münstereifel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der anderen Seite des Tals in etwa 10 Kilometer Luftlinie erkennen wir sogleich das Radioteleskop, deutlich abgehoben gegen den Horizont auf der Bergkette. Einen besseren Navigationspunkt kann man sich nicht wünschen, also wird Peilung genommen und die Fahrt geht weiter. Wir passieren Iversheim und dann ist die Landmarke aufgrund der topografischen Verhältnisse nicht mehr sichtbar. Wir fahren im Blindflug, passieren den Schlangenberg und die Kalkkuppen bei Eschweiler, umkurven das Naturschutzgebiet Graumücke, müssen mehrfach umkehren, weil stabile Zäune den Weg versperren, das Radioteleskop kommt nicht in Sicht. Wir geben schließlich auf und bei der Rückfahrt sehen wir auf dem Kesselsberg im Rückspiegel wiederum auf der anderen Talseite das Teleskop am Horizont als Zeichen eines nicht nur gefühlten navigatorischen Missgeschicks.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es sind kenntnisreiche Nachbarn, die uns aufklären. Es handelte sich mitnichten um das Radioteleskop Effelsberg, sondern um den Astropeiler auf dem 435 Meter hohen Stockert, ein idealer Standort zur Beobachtung des Weltraums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Radioastronomie als ein Teil der Astronomie ist eine noch recht junge Wissenschaft. Erst 1933 wurde der Nachweis erbracht, dass wir auf der Erde Radiowellen aus der Milchstraße empfangen können. Wenige Jahre später baute ein Nachrichteningenieur einen allseitig schwenkbaren Parabolspiegel mit einem Empfänger im Brennpunkt. Es war das erste universelle Radioteleskop im heutigen Sinne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Beschluss zum Bau des Astropeilers wurde von der Universität Bonn gefasst und 1956 umgesetzt. Dieses erste frei bewegliche in Deutschland gebaute Radioteleskop gehörte mit einem Antennendurchmesser von 25 Metern und einem Gewicht von 90 Tonnen zu den größten seiner Art weltweit. Ein gigantisches Kugellager ermöglichte die Drehung nach allen Seiten. Das Sockelgebäude ist pyramidenförmig und steht auf einem Achteck als Grundriss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darin fanden Antriebstechnik und Messräume ihren Platz. Mit dieser Anlage präsentierte sich die junge Bundesrepublik, der die Alliierten derartige Messungen zunächst untersagt hatten, wieder konkurrenzfähig auf dem internationalen Sektor der Radio-Astronomie bzw. Astrophysik. Bis 1964 wechselten sich zivile und militärischer Forscher bei der wissenschaftlichen Arbeit ab.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 May 2025 10:00:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-85-astropeiler-stockert-1</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 84: Bauernmarktcafé und Swisttaler Bauernmarkt (3)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-84-bauernmarktcafe-und-swisttaler-bauernmarkt-3</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zeitgleich mit der Eröffnung des Bauernmarktes hat sich im unteren Saal des Zehnthauses das Bauernmarktcafé – auch Landfrauencafé genannt – mit großem Erfolg etabliert.  Die Damen des Organisationsteams, Monika Heck, Hannelore Kluge und Alice Stahl unter der Leitung von der Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel sind allesamt Mitglieder im Landfrauenverein, aus dieser Beziehung hatte sich die Idee für das Café entwickelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist ein beliebter Treffpunkt. Unter dem Motto „Klatsch und Sahnetorte“ treffen sich jeden Donnerstag vor allem ältere Menschen, Alt-Odendorfer, Neubürger und weitere Zufallsgäste finden zusammen. Man trifft sich nicht nur für eine Schwätzchen, sondern auch zu zeitlich ausgedehnten „Sitzungen“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für den Verkauf wird eine spezielle Theke gebaut. Das phänomenale Torten- und Kuchenangebot hat sich in der Region schnell herumgesprochen. Saisonale Backwaren zur Erdbeer- oder Pflaumenzeit und vererbte Hausrezepte sind die Basis für z.B. Stachelbeer-Baiser, Donauwellen, Sahne-Nuss oder gedeckten Apfel. Es gibt auch viele Variationen selbst gekochter Marmeladen und auf Wunsch auch Hochprozentiges – eine Rumbombe oder beschwipste Mokkatorte, mit einem roten Punkt gekennzeichnet, damit die Gäste Bescheid wissen. Gebacken wird in der Küche des Odendorfer Dorfsaals. Die Kombination von Markt und Café ist für beide Seiten vorteilhaft.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir springen einige Jahre vor. Beide Projekte – Bauernmarkt und Café - hatten rosige Aussichten und temporär großen Erfolg. Dennoch ist es kein Ausgang wie im Märchen geworden. Das Einkaufsverhalten der Menschen in Odendorf blieb über die Zeit leider nicht konstant. So nahm die Präsenz der Anbieter stetig ab, das Angebot verringerte sich entsprechend und spätestens mit einem fliegenden Händler für Gebrauchsmoden deutete sich das Ende an. So stellte der Bauernmarkt im August 2010 seinen Betrieb ein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Weiterführung des Cafés musste ein neuer Vertrag mit dem Verein Zehnthaus geschlossen werden. Das Angebot wurde weiter gut angenommen. Allerdings war für die Betreiberinnen des Cafés im Laufe der Zeit die Arbeitsbelastung zu groß, einige Mitstreiterinnen hatten das Team verlassen, bürokratische Hürden des Finanzamts mussten überwunden werden, und auch der Zuspruch ließ etwas nach. So wurde das Café im November 2014 geschlossen. Frau Dr. Burger verabschiedete die Damen als Vorsitzende des Vereins Zehnthaus mit einem Blumenstrauß und einem Restaurant-Gutschein als Dank für achteinhalb Jahre Engagement für die Gemeinschaft. Was bis heute bleibt, sind gute Erinnerungen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_84_Bauernmarkt+%283%29_Verabschiedung.jpg" title="Dr. Maria Burger verabschiedet das Team Landfrauencafé, von links: Elisabeth Kümpel, Monika Heck, Hannelore Kluge und Dr. Maria Burger (Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es geht weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit März 2015 gibt es mit Unterstützung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im katholischen Pfarrzentrum in Odendorf ein neues Café (Café für Dich), geöffnet an jedem 3. Donnerstag im Monat. Mittlerweile hat die katholische Kirche die Weiterführung als Kath. Gemeinde Café übernommen. Bekannte Namen bilden die Leitung: Elisabeth Kümpel und Monika Heck mit Ihren Helferinnen. Die Arbeit ist ehrenamtlich, Spenden aus Überschüssen gehen an lokale Vereine. Gut für Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Apr 2025 09:30:00 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_84_Bauernmarkt+%283%29_Erntedank.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 83: Rheinischer Bauernmarkt (2)</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_83_Bauernmarkt--282-29_Kuchentheke.jpg" alt="" title="Das Team vom Bauernmarktcafé, von links: Alice Stahl, Monika Heck, Hannelore Kluge und Elisabeth Kümpel (Foto Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Vorbereitungsphase zur Gründung des Rheinischen Bauernmarktes Swisttal gab es bei den Initiatoren keinen Zweifel über die Rolle des Zehnthauses bei diesem Vorhaben, war doch die Gemeinde Eigentümer des Denkmals und damit schien alles geklärt. Wie wurde das Projekt von Seiten des Vereins Zehnthaus betrachtet, der nach einem Nutzungsvertrag mit der Gemeinde die „Hoheitsrechte“ über das Gebäude besaß? Der Plan der Gemeinde kam für den Vorstand ohne jegliche Vorwarnung. Der 1. Vorsitzende, Dr. Eckart Stiehl, gerade wenige Wochen im Amt, war bei der ersten Einladung im März 2006 von einem eher symbolischen Zusammentreffen ausgegangen und somit im Hinblick auf die Thematik, deren mögliche Konsequenzen für den Verein und dem Fortschritt der Planung völlig überrascht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn auch die Grundidee positiv zu bewerten war, so musste zu diesem Zeitpunkt fairerweise doch drauf hingewiesen werden, dass die direkte Einbindung des Zehnthauses in das Projekt mit Blick auf die Vereinssatzung nicht unproblematisch war. Der Verein hatte die Gemeinnützigkeit erhalten, weil er ein Kulturerbe pflegt und Kulturarbeit leistet. Zu bewerten waren also die Themen Gemeinnützigkeit versus Kommerz, Denkmalschutz versus Dauernutzung, ideelles und materielles Engagement des Vereins versus Kooperation mit einem auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Projekt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde machte sich Dr. Stiehl auf den Weg nach Hamminkeln, um sich bei den für den Rheinischen Bauernmarkt Verantwortlichen einen persönlichen Eindruck von der Einrichtung zu verschaffen. Es folgten intensive Beratungen im Zehnthaus-Vorstand, die im Ergebnis alsbald zu einer Zustimmung zu dem beabsichtigten Projekt führten. Die Bereitstellung der Sanitäranlagen und die Vermietung des unteren Saals an das Bauerncafé standen der Vereinssatzung nicht entgegen und damit war die Gemeinnützigkeit nicht gefährdet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und so nahm der Bauernmarkt seinen positiven Verlauf. Da der Rheinische Bauernmarkt ein geschützter Begriff war und die Erzeugnisse nur aus einem Umkreis von 80 km kommen durften, musste der beliebte Fischhändler aus Bremerhaven seinen mobilen Stand am Zehnthofplatz aufgeben, sehr zum Bedauern der Odendorfer Bevölkerung. Nach zahlreichen Einwänden wurde der Rheinische Bauernmarkt in Swisttaler Bauernmarkt umbenannt. Damit war die strenge regionale Produktbeschränkung aufgehoben und zur Freude aller durfte der Fischhändler an seinen angestammten Platz zurückkehren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bereichert wurde der Markt in den Folgejahren durch zahlreiche Attraktionen. Großen Raum nahmen die Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen der „Treckerfreunde Rheinbach“ ein, zu denen auch die Odendorfer Familie Cramer gehörte. So waren u.a. ein Trecker „Eiche E 16“ aus dem Jahr 1950 mit 16 Pferdestärken zu bewundern, eine historische Dreschmaschine und andere landwirtschaftliche Geräte. Viel Aufmerksamkeit bekam die schwerste Mutterkuh Swisttals mit einem Schätzgewicht von ca. 14 Zentnern, dabei ihr vier Monate altes Kalb. Auch eine Tierschau mit handzahmem Federvieh war zu bewundern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einmal fand zum Auftakt des Erntedankfestes ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt, die „Hellije Mess op Platt“, gehalten von Pfarrer Michael Eschweiler und musikalisch gestaltet vom Fanfarenkorps Essig-Odendorf. Im Herbst gab es Wein und Zwiebelkuchen und zur Jahreszeit einen kleinen Weihnachtsmarkt. Alles war von einer wohlwollenden Grundstimmung getragen. Das Bauernmarktcafé entwickelte sich zu einem Zentrum dörflicher Kommunikation. Über das weitere Schicksal wird zu berichten sein.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 19:19:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-83-rheinischer-bauernmarkt-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 82: Rheinischer Bauernmarkt (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-82-rheinischer-bauernmarkt-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt--281-29_Hinweis.jpg" alt="" title="Hinweis auf den Bauernmarkt am Ortseingang von Odendorf (Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geschah im Jahre 2006. Die Gemeinde Swisttal hatte sich ein ehrgeiziges Projekt auf die Fahnen geschrieben. Ideengeber war Bürgermeister Eckhard Maack, unterstützt durch seinen Büroleiter Bernd Kreuer. Einmal wöchentlich sollte über das ganze Jahr hinweg im Ortsteil Odendorf ein Bauernmarkt stattfinden. Im März des Jahres stellten beide gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft und der Odendorfer Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel das Projekt im Rathaus vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorbild für das Konzept war der Rheinische Bauernmarkt in Hamminkeln-Loikum. Maack und Kreuer hatten den Markt besucht und entsprechende Informationen gesammelt, z.B. über Vermarktungsstrategie und Produktlisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im April lud die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung ins Odendorfer Zehnthaus ein. Tagesordnungspunkt: Der „Rheinische Bauernmarkt“ in Swisttal.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Aufruf war ein Erfolg. Mehr als 30 Interessierte aus Swisttal, Meckenheim, Rheinbach, Bornheim, Bonn und Euskirchen waren gekommen. 24 Personen hatten sich in eine Liste für die weitere Entwicklung der Idee eingetragen.  Die Zuversicht war groß, allerdings fehlte auch nicht der Hinweis, dass der Markt am Ende für die Aussteller auch wirtschaftlich interessant sein müsse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun ging es Schlag auf Schlag. Von April 2006 bis Februar 2007 fanden auf Einladung der Gemeinde sechs Sitzung zunächst im Zehnthaus und danach im Ratssaal der Gemeinde statt. Themen waren: Produktabstimmung, Marktbeschickung, Abstimmung mit den Kooperationspartnern, Marktordnung, Satzung, Vertragsentwurf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Angebot sollte eine reichhaltige Palette von regionalen landwirtschaftlichen Produkten von frischer, hochwertiger Qualität umfassen und durch regionale Spezialitäten wie zum Beispiel Backwaren und Konfitüre ergänzt werden. Ziel war eine festere Bindung zwischen den Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte und den Verbrauchern und damit gleichzeitig eine Stärkung der wirtschaftlichen Seite der traditionellen heimischen Landwirtschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zielgruppe für den Markt war der qualitätsbewusste Verbraucher, der sich mit der ländlichen Umgebung identifizieren will, der den Wunsch nach einer individuellen Bedienung hat und der auch gerne soziale Kontakte beim Einkauf sucht. Der Kunde sollte dem trauen, was in seinem Einkaufskorb landete. Für Odendorf sprach der Zehnthausplatz mit seinem besonderen Ambiente, auch wegen der guten Verkehrsanbindung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so gründete sich am 8. März 2007 der Verein Rheinischer Bauernmarkt Swisttal unter dem Vorsitzenden Karl-Josef Heck mit zwölf ordentlichen Mitgliedern. Bereits am 3. Mai folgte dann die offizielle Eröffnung des Marktes mit sieben Ständen. Als Öffnungszeiten wurden Donnerstag von 14 bis 18:30 Uhr festgelegt. Zeitgleich eröffneten die Landfrauen unter der Leitung von Elisabeth Kümpel im Zehnthaus das Bauerncafé als Kommunikations- und Anlaufstelle für die Marktbesucher.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt+%281%29_Eroeffnung_1.jpg" alt="" title="Bürgermeister Eckard Maack bei der Markteröffnung, rechts neben ihm Hans-Josef Heck, 1. Vorsitzender Rheinischer Bauernmarkt, links Johannes Brünker, Vorsitzender Bauernverband. ( Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 16 Feb 2025 12:03:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-82-rheinischer-bauernmarkt-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Zehnthausplatz,Bauernmarkt</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt+%281%29_Hinweis.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt+%281%29_Hinweis.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 81: Die Weihnachtskrippe</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-81-die-weihnachtskrippe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_81_Weihnachtskrippe_1.jpg" alt="" title="Darstellung der Heiligen Nacht in einer morgenländischen Landschaft (Bild: Pixabay, garten-gg)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Zeit vor Weihnachten werden vielerorts kunstvolle Krippen aufgestellt, die sich in der Anzahl der Figuren und auch im Material voneinander unterscheiden. Vielfach beginnt man damit bereits nach Totensonntag oder am ersten Advent. In diesem Fall startet das Krippenbild oftmals mit der Herbergssuche oder es stehen am Anfang nur die Hirten und Schafe in der Weihnachtskrippe. Das Bild ändert sich dann häufig bis Weihnachten. Es werden Mägde und Handwerker dazu gestellt, kurz vor dem Fest kommen ein Ochs und ein Esel hinzu, bevor schließlich am Heiligen Abend Maria und Josef im Krippenstall zu sehen sind. Kurz vor der Bescherung wird dann das Christuskind in die Wiege gelegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Weihnachten treten dann noch die heiligen drei Weisen aus dem Morgenland auf. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Aufstellung. Manche Familien beginnen bereits am ersten Weihnachtstag damit, andere wiederum stellen die heiligen drei Könige erst am 6. Januar aus, dem Tag des Besuchs der drei Weisen an der Krippe des neugeborenen Jesu in Bethlehem, so wie es das Evangelium erzählt. Es gib also viele gewachsene Traditionen innerhalb von Familien und bei der Entwicklung des Brauchtums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als eigentlicher Vater der Weihnachtskrippe gilt der Gründer des Franziskaner Ordens, der Heilige Franz von Assisi. Verbunden damit ist das Kloster Greccio, eine Einsiedelei im Rieti-Tal in der Region Lazio in Mittelitalien. Franziskus wollte im Jahre 1223 dort das Weihnachtsfest feiern. Er ließ für ein historisches Krippenspiel in einer Felsgrotte einen Stall aufbauen mit einem lebendigen Ochsen und Esel sowie einer mit Stroh gefüllten Krippe. Damit wollte er die Geburtsgeschichte Jesu vermitteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An diesem Ort wird heute auf mannigfache Weise an dieses Ereignis erinnert. Besonders eindrucksvoll ist die Mariengrotte, die Stelle, an dem Franziskus das Krippenspiel lebendig werden ließ. Diese neue Art, die Weihnachtsbotschaft zu verkünden, berührt die Menschen bis in unsere Tage. Die zahlreichen Krippendarstellungen geben davon ein beredtes Zeugnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 16. Jahrhundert fand die Weihnachtskrippe durch die Jesuiten eine europaweite Verbreitung. Als es später zur Zeit der Aufklärung in einigen Ländern zu Krippenverboten kam, bauten die Menschen insgeheim ihre Krippen in ihren Häusern und legten damit den Grundstein für die Entwicklung der Hauskrippe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Darstellung der Heiligen Nacht wurde bis ins späte 19. Jahrhundert in eine morgenländische Landschaft eingebettet. In der weiteren Entwicklung bildeten sich verschiedene neue Formen aus. Krippenbauer verlegten die Weihnachtsgeschichte in ihre Heimat. Die Geburt Christi fand zum Beispiel in einer Tiroler Berghütte inmitten der Alpen statt und nicht in exotischer Umgebung mit Sand und Palmen. Die Figuren kleidete man in der jeweiligen regionalen Tracht. Dahinter stand der Gedanke, die Geburt Christi in die Lebenswirklichkeit der Gläubigen zu übertragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Frohe Weihnachten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_81_Weihnachtskrippe+2.png" alt="" title="Bildquelle: pixabay, jeffjacobs1990"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 22 Dec 2024 17:25:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-81-die-weihnachtskrippe</guid>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_81_Weihnachtskrippe_1.jpg">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 80: Am Wegesrand - Gedenkstein für einen Zwangsarbeiter (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-80-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_80_Einweihung+Gedenkstein.jpg" alt="" title="Einweihung des Gedenksteins für Anton Wujciakowski am 9. 8. 2014  (Foto Gemeindearchiv Swisttal)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vernehmungen der zu Unrecht beschuldigten jungen Frau dauerte drei Tage und endeten ohne ein für die Gestapo zufriedenstellendes Ergebnis. Bei der Haftentlassung hieß es nur lapidar: „Da hast du ja noch einmal Glück gehabt“. An dem inhaftierten polnischen Zwangsarbeiter Anton Wujciakowski jedoch wurde ein Exempel statuiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Exekution, der kein Gerichtsverfahren vorausgegangen war, wurde durch die Staatspolizei, Außenstelle Bonn auf Anordnung des Reichssicherheitshauptamtes nach exakten Vorgaben durchgeführt. Nach der Exekution mussten die an der Hinrichtungsstätte zusammengeführten polnischen Zwangsarbeiter sämtlicher Gemeinden des Amtes Ollheim und Rheinbachs an dem Leichnam vorbeigehen und ihn berühren. Die sterblichen Überreste wurden zum Anatomischen Institut nach Bonn gebracht und anschließend auf dem Bonner Nordfriedhof beigesetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die strafrechtliche Aufarbeitung dieses Verbrechens kam erst in den 1960er-Jahren ins Rollen. 1959 ging beim Regierungspräsidenten in Köln eine Beschwerde zweier Ludendorfer Landwirte ein, die in einer strittigen Bauangelegenheit bei der Amtsverwaltung Ludendorf kein Gehör fanden und deswegen bei den Aufsichtsbehörden auf die vermeintlichen Missstände in der Amtsverwaltung aufmerksam machen wollten. Mit der im Beschwerdebrief gemachten Feststellung, dass während des Krieges in Miel ein polnischer Kriegsgefangener ermordet worden sei und die Verantwortlichen gerichtlich noch nicht belangt worden seien, wollten sie die Untätigkeit der Behörden unterstreichen. Ob sie mit ihrem eigentlichen Anliegen erfolgreich waren, ist nicht überliefert. Ihnen ist jedoch zu verdanken, dass das Landeskriminalamt NRW und die Bonner Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Unbekannt einleiteten, die sich über mehrere Jahre erstreckten. Ehemalige Bonner Gestapobeamte wurden vernommen, die jedoch jede Verantwortung von sich wiesen. Zu einer Anklageerhebung kam es letztlich nicht, weil die Verdächtigen aus Krankheitsgründen nicht mehr vernehmungsfähig waren oder während der Ermittlungen verstorben sind. Wer die Akten und Zeugenaussagen über diesen Fall liest, empfindet Scham und Abscheu über das, was in der damaligen Mieler Kiesgrube geschah.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sind zahlreiche weitere Fälle von Exekutionen ausländischer Zwangsarbeiter wegen des im Krieg verhängten Umgangsverbots mit deutschen Frauen im Raum Bonn/Rhein-Sieg bekannt geworden. Für das Gebiet der heutigen Gemeinde Swisttal stellt die Exekution von Anton Wujciakowskis nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes jedoch einen Einzelfall dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gedenkstele für Anton Wujciakowski wurde 2014 auf Initiative des Buschhovener Heimatforschers, Dr. Benno Willers, aufgestellt, der im Rahmen der Recherchen zu seinem Buch „Damals in Buschhoven 1939-1948“ auf das Schicksal des polnischen Zwangsarbeiters Anton Wujciakowski aufmerksam wurde und „ein Bollwerk gegen das Verdrängen und Vergessen“ schaffen wollte. Der Rheinbacher Historiker, Dr. Horst-Pierre Bothien hatte bereits 2007 über die Hinrichtungen von Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen im Raum Rheinbach-Euskirchen-Mechernich intensiv geforscht und angeregt, ein dauerhaftes Zeichen für die in der Region gewaltsam zu Tode gekommenen Zwangsarbeiter zu setzen. Die Gemeinde Swisttal folgte dieser Anregung mit einstimmigem Beschluss 2013.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am 09.08.2014 wurde im Rahmen einer feierlichen Gedenkveranstaltung in der Nähe des Exekutionsortes der Gedenkstein enthüllt. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Privatpersonen waren anwesend. Der polnische Vizekonsul erinnerte daran, dass im Zweiten Weltkrieg mehr als 12 Millionen Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt wurden, darunter ca. 2,8 Millionen aus Polen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letztlich sei es unser „aller Auftrag, die Lehren aus der Geschichte zu ziehen und sie nicht zu vergessen“. Auch Dr. Willers rief die unbegreiflichen Vorgänge jener Tage noch einmal in Erinnerung. Pfarrer Ernst Edelmann charakterisierte diesen Stein als ein Zeichen der Wachsamkeit und rief zum Engagement für Gerechtigkeit und zum friedlichen Miteinander auf. Mit einem Gebet des aus Polen stammenden Kaplans Pater Marek endete die Gedenk- und Einweihungsfeier. Die aus Spenden finanzierte Stele aus Anröchter Dolomit gestaltete der Swisttaler Steinmetz, Horst Bürvenich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Dr. Benno Willers „Damals in Buschhoven 1939 – 1948
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            NRW-Archiv v. 13. 8. 2014/Gemeindearchiv
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 07 Dec 2024 08:45:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-80-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 79: Am Wegesrand - Gedenkstein für einen Zwangsarbeiter (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-79-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Naturschutzgebiet SU-058 – Swistniederung bei Miel – erstreckt sich von Lützermiel aus an der Swist nach Süden Richtung Morenhoven auf rund 40 Hektar. Das Gebiet wurde 1998 unter Naturschutz gestellt. Ein Wander- und Fahrradweg durchquert das Gebiet. Wenn ein Wanderer oder Radfahrer an der B 56 gegenüber dem historischen Swistübergang Lützermiel und der RSAG-Entsorgungsanlage in Swisttal-Miel startet, findet er nach wenigen hundert Metern auf der linken Seite eine Gedenkstele. Darauf ist zu lesen:
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Zum Gedenken / Anton Wujciakowski / Zwangsarbeiter aus Polen / wurde hier vor den Augen vieler anderer Zwangsarbeiter von der Gestapo / am 9. August 1941 im Alter von 32 Jahren erhängt / ihm wurde zu Unrecht vorgeworfen / einer deutschen Frau zu nahe gekommen zu sein“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Besetzung Polens durch die Nationalsozialisten wurden hunderttausende polnische Volksangehörige als Kriegsgefangene oder als
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="null" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Zivilarbeiterinnen und -arbeiter“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ins De
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           utsche Reich verbracht, beinahe ausnahmslos Zwangsverschleppte. Hier wurden sie vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt. Eine Vielzahl von Anordnungen regelte ihre Lebensführung. Für eine „unsittliche“ Annährung zu einer deutschen Frau oder zu einem deutschen Mann, drohte ihnen die Todesstrafe. Das Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren hatten sie nicht, da in der nationalsozialistischen Rassenideologie die slawischen Völker als minderwertig galten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber, was am frühen Morgen des 09.08.1941 in der Nähe des damaligen Reichsarbeitsdienstlagers in der Kiesgrube bei Miel geschah, geben die im Landesarchiv NRW verwahrten Archivakten der Staatsanwaltschaft Bonn über ein 1964 eingeleitetes „Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Ermordung eines polnischen Kriegsgefangenen im Raume Miel im Frühjahr 1941“ Aufschluss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anton Wujciakowski, am 03.04.1909 in Tremessen (Kreis Mogilno im Regierungsbezirk Bromberg der Provinz Posen) geboren, war seit 1940 dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Abel in Hohn als „Fremdarbeiter“ zugewiesen. Zu diesem Zeitpunkt verlor er seinen Status als Kriegsgefangener und unterstand nun der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Von einem Zeitzeugen wurde er als zuverlässig, fleißig und ordentlich beschrieben. Zur gleichen Zeit arbeitete auf dem Gut Hohn eine junge Deutsche als Haushaltshilfe, die durch ihre Arbeit zwangsläufig auch mit den dort eingesetzten Zwangsarbeitern in Kontakt kam, da sie u. a. dafür zuständig war, ihnen Essen und Kaffee aufs Feld zu bringen. Eines Tages wurde Anton Wujciakowski ohne Wissen der Familie Abel von der Staatspolizei Bonn abgeholt und verhört, wenig später auch die junge Frau. Vermutlich aufgrund einer anonymen Anzeige wurde Wujciakowski beschuldigt, „verbotenen Umgang“ mit der deutschen Haushaltshilfe gehabt zu haben. Obwohl sich der erhobene Verdacht durch medizinische Untersuchung der in Verdacht geratenen Frau nicht erhärten ließ und beide die Anschuldigungen bestritten, wurde Anton Wujciakowski nach ca. vier Monaten Haft am 09.08.1941 in der Kiesgrube bei Miel durch Erhängen getötet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dr. Benno Willers „Damals in Buschhoven 1939 – 1948
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           NRW-Archiv v. 13.8.2014 / Gemeindearchiv
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 06 Dec 2024 08:47:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-79-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter</guid>
      <g-custom:tags type="string">Zwangsarbeiter,Gedenken,Gedenkstein,Miel</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_79_Gedenkstein+f%C3%BCr+Anton+Wujciakowski_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 78: Die Chorfenster der Odendorfer Pfarrkirche (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-78-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chorfenster der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Odendorf sind nicht nur Kunstwerke der Glasmalerei mit biblischen Themen, sondern senden auch verborgene weltliche Signale.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Detail zeigen die Chorfenster Auszüge aus der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), dem letzten Buch des Neuen Testaments.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Bei der Planung der Fenster hatte der damalige Pfarrer Emil Lukas großen Einfluss auf die Gestaltung der Motive. Er bat den Künstler, einen Fußballspieler darzustellen, da er die Männer mit dieser Darstellung tadeln wollte, gingen diese doch statt zur Heilige Messe am Sonntag lieber auf den Sportplatz, um Fußball zu spielen. Eine andere Erklärung zu dem „Fußballspieler“ besagt, dass es sich um einen Sünder handele und der „Fußball“ ein Zahnrad darstelle. Dieses treibe das Räderwerk der Hölle an und ziehe jeden Sünder in den Höllenschlund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Darstellung der Hure Babylon mit brennender Zigarette wurde auf Wunsch des Pfarrers in die Chorfenster eingebaut. Für den Priester war es eine Sünde, dass in seiner Pfarrgemeinde Frauen (in der Öffentlichkeit) rauchten. Diese Sünde wollte er durch dieses Bild den Gläubigen vor Augen führen. Er hatte aber durchaus noch Hoffnung auf Umkehr, trägt doch die Bardame mit Netzhandschuhen und langen Fingernägeln eine Kette mit Kreuz um den Hals. Der Klerus hat auch Humor.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Martin Effelsberg
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 09 Nov 2024 22:25:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-78-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Chorfenster,Oidtmann,Pfarrkirche,Kirchenfenster,Glasmalerei</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+_78_Odendorf+Pfarrkirche_rechtes+Chorfenster.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+_78_Odendorf+Pfarrkirche_rechtes+Chorfenster.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 77: Die Chorfenster der Odendorfer Pfarrkirche (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-77-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_77_Chorfenster_Odendorf_gesamt.jpg" alt="" title="Die Chorfenster der neuen Odendorfer Kirche St. Petrus und Paulus (Foto: Martin Effelsberg)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu der zerstörten Infrastruktur nach dem Zweiten Weltkrieges gehörten auch zahlreiche Kirchen. Die Chorfenster der neuen Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Odendorf waren ebenfalls beschädigt und mussten ersetzt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die künstlerische Gestaltung wurde der international bekannte Glasmaler Paul Weigmann gewonnen. Der Künstler (1923 – 2009) lebte in Leverkusen. Seine Werke mit apokalyptischen Themen finden sich vor allem in Sakralbauten, aber auch in profanen Gebäuden. Insgesamt gestaltete er über 300 Kirchenfensterzyklen. Allein in Leverkusen sind seine Buntglasbilder in 14 Kirchen zu finden, in Köln sind es fünf Gotteshäuser. Weitere Beispiele sind das Bonner Münster, die Dome von Worms, Mainz, Speyer und vielen weitere Städte. Auch in den Nachbargemeinden Oberdress und Straßfeld ist Weigmann vertreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst wurden 1952 die drei Chorfenster und 1973 die Seitenfenster ersetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hergestellt wurden diese Fenster durch die Firma Glasmalerei Oidtmann in Linnich. Es ist die älteste Werkstatt dieser Art in Deutschland, die bereits in der fünften Generation betrieben wird. Internationale Künstler, Architekten und Konservatoren schätzen die über 150jährige Fachkompetenz dieser Glasmalerei. Glaskunstobjekte aus diesem Unternehmen sind in der Sammlung des Vatikans und im Victoria &amp;amp; Albert Museum in London zu bewundern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt noch weitere große Werkstätten im Rheinland und Westfalen. Damit wurde die Glasmalerei zu einem historisch gewachsenen regionalen Kulturgut. Nordrhein-Westfalen nimmt damit bei der Geschichte und Entwicklung der modernen Glasmalerei eine Schlüsselstellung mit internationalem Einfluss ein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So entstand folgerichtig aufgrund einer Bürgerinitiative in Linnich in einer ehemaligen Getreidemühle das Deutsche Glasmalerei-Museum, eine deutschlandweit einzigartige Sammlung. Den Grundstock für die Dauerausstellung legten über 1200 Glasmalereien der Nachkriegszeit und eine Bibliothek als Schenkung aus dem Bestand der Firma Oidtmann. Die Besucher erwartet ein repräsentativer Überblick zur Geschichte der Glasmalerei vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chorfenster der Odendorfer Pfarrkirche sind folglich künstlerisch bedeutsam. Heute zeigen wir die Gesamtansicht der Chorfenster, Detailberichte folgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 19 Oct 2024 19:44:05 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 76: Am Wegesrand - Heiligenhäuschen an der Swist (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-76-am-wegesrand-heiligenhaeuschen-an-der-swist-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+76_Heiligenh%C3%A4uschen+2_Heimerzheim.jpg" alt="" title="Ein Platz der Besinnung – das Heiligenhäuschen (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Familie von Boeselager ließ von der Figurengruppe eine kleine Kopie fertigen, jedoch auch diese Gruppe hatte keine lange Verweildauer in diesem Kapellchen. Sie wurde aus Sicherheitsgründen nach Gut Capellen gebracht. Die neuen Figuren stammen aus dem Nachlass der Siegburger Abtei Michelsberg.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einwohner aus Heimerzheim hatten sich als Paten Jahrzehnte um die Erhaltung des Heiligenhäuschen gekümmert. 1991 wurde es in die Denkmalliste der Gemeinde -Swisttal eingetragen. Schon damals war die Bausubstanz durch eindringendes Regenwasser stark gefährdet und in der Folgezeit verschlechterte sich der bauliche Zustand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2018 übernahm Rainer Schmitz aus Heimerzheim die Initiative und gab diesem Bilderstock und dem Umfeld in einem mehrwöchigen Einsatz ein neues Gesicht. Unterstützung fand er beim Bauhof der Gemeinde Swisttal. Sach- und Geldspenden von Firmen halfen bei der Beschaffung der Bänke und bei der Gestaltung der Außenanlagen, engagierte Privatpersonen beteiligten sich an weiteren Kosten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine Herz-Jesu-Gruppe aus Gips bildete in den letzten Jahrzehnten das Herzstück der Kapelle. Als Wetterschutz brachte Schmitz deshalb hinter dem Gitter eine Plexiglasscheibe an. Die Figuren Jesus und Josef der Herz-Jesu-Gruppe aus dem Nachlass der Abtei Michelsberg tauschte er aus. Den Tafeltext hat Schmitz entziffert und übersetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bilderstock und Angebot für ein Gebet (Fotos: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch am Ausgang von Schillingskapellen befindet sich ein Heiligenhäuschen. Das Vieh, das über die heutige L 163 auf die Weide geführt wurde, sollte gesegnet und behütet sein und gesund wieder zurückkommen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Felder neben dem Heiligenhäuschen waren früher Weideflächen von Schillingskapellen und Gut Vershoven, das sich auf der anderen Seite der Swist befindet. Dort erkennt man noch die Furt, die über die Swist von Vershoven zum Dünstekovener Feld führte und durch die das Vieh getrieben wurde. In der Karte Nr. 101 Heimerzheim von Tranchot und Müffling (um1820) ist diese Furt bereits verzeichnet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist das Denkmal mit Bilderstock Teil einer kleinen gepflegten Parkanlage, ein Ort der Ruhe und Besinnung für Wanderer und Radfahrer. Und so mancher gläubige Christ sieht in dem Besuch auch eine kleine Pilgerreise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Broschüre Heiligenhäuschen von Rainer Schmitz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 27 Sep 2024 12:39:32 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 75: Am Wegesrand - Heiligenhäuschen an der Swist (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-75-am-wegesrand-heiligenhaeuschen-an-der-swist-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+75_Heiligenh%C3%A4uschen+1_Oase.jpg" alt="" title="Eine Oase an Swist – das Heiligenhäuschen (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo die B 56 an der Einfahrt zur Entsorgungsanlage der RSAG die Swist überquert, befindet sich der historische Swistübergang Lützermiel. Hier sind Reste eines Straßendamms zu finden, dessen unterste Schichten nach archäologischen Befunden zu einem römischen Straßendamm gehörten. Die historische Straßentrasse führte vermutlich über den Kottenforst bis nach Bonn und war eine wichtige Transportstrecke. Heute informiert dort der Ortsausschuss Morenhoven über historische Landkarten und weist die ideale Fahrradstrecke der Rheinischen Apfelroute aus.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer hier mit dem Fahrrad ankommt und Richtung Norden nach Heimerzheim weiterfährt, sieht nach wenigen Metern wie der Jungbach in die Swist mündet und entdeckt kurz darauf direkt am Bach gegenüber von Gut Vershoven eine gepflegte Denkmalstätte, die zum Verweilen einlädt: Das Heiligenhäuschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1823 wurde das Heiligenhäuschen von Ferdinand Trimborn und Franziska Scheiff erbaut. Eine Tafel auf dem alten Friedhof in Bonn erinnert an die beiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Steintafel am Bilderstock in Latein weist auf den Zeitpunkt der Erbauung des Denkmals hin. Auf einer weiteren Tafel steht der von Rainer Schmitz übersetzte Text:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Zur Ehre Gottes und der seligsten Jungfrau Maria haben dieses Denkmal aus den Steinen der Kirche zu Capellen die Bürger Ferdinand Trimborn und Franziska Scheiff im Jahre 1823 gebaut“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von dem Übersetzer wird später noch die Rede sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lateinische Inschrift am Heiligenhäuschen und Tafel mit der deutschen Übersetzung  (Fotos: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trimborn war Rentmeister des Grafen Belderbusch und später auch von Freiherr von Boeselager. Von Heimerzheim aus verwaltete er die Güter seiner Herrn.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dieses Heiligenhäuschen ließ Trimborn eine 106 cm große barocke Anna Selbdritt Gruppe aus dem ehemaligen Damenstift Schillingskapellen stellen. Die Gruppe zeigt Jesus zwischen Anna und Maria auf einer Bank sitzend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Ausdruck „Selbdritt“ ist ein altes Wort für „als Teil einer Dreiergruppe“ oder auch „zu dritt“ und bezeichnet in der christlichen Ikonographie die Darstellung der hl. Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. Der Bildtyp gehört zu den Andachtsbildern, die sich im späten Mittelalter im Rahmen von Heiligenlegenden besonders häufig und vielgestaltig entwickelt haben. Die heilige Anna spielt in der Heiligenverehrung des Mittelalters als Großmutter Jesu eine bedeutende Rolle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Figurengruppe, bei der Jesus zwischen Anna und Maria auf einer Bank sitzt, stand 134 Jahre in diesem Bilderstock und bot vielen Christen Gelegenheit zu einer stillen Andacht. Der Zeitverlauf hatte seine Spuren  hinterlassen und so übernahm das Rheinische Amt für Denkmalpflege 1957 die Aufgabe, das Kunstwerk grundlegend restaurieren lassen. Es bekam danach einen sicheren Platz in der Hauskapelle von Burg Heimerzheim. Die Steine dieses Heiligenhäuschens stammen von der ehemaligen Klosterkirche Schillingskapellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Broschüre Heiligenhäuschen von Rainer Schmitz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 13 Sep 2024 12:31:23 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 74: Archäologie - Sondengänger</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-74-archaeologie-sondengaenger</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg" alt="" title="Römische Schnalle mit Darstellung des Kampf von Herakles mit dem nemeischen Löwen,  3.-4. Jh. n. Chr., Fundort: Hilden, Kreis Mettmann (LVR-LandesMuseum, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In NRW gibt es Zehntausende von archäologischen Fundstellen. Tausende Bodendenkmale sind in den Denkmallisten eingetragen. Der Boden birgt jedoch noch weit mehr Zeugnisse der Vergangenheit, die auch von privater Seite auf Interesse stoßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zusammenarbeit zwischen amtlicher Bodendenkmalerpflege und privaten Suchern unter Einhaltung der Regeln ist durchaus erlaubt. Wer Sondengänger werden und die Denkmalpflege unterstützen will, für den sind einige Formalitäten bei der zuständigen Oberen Denkmalbehörde (Kreis) zu erledigen. In einem Informationsgespräch mit den Archäologen des Landschaftsverbandes wird sichergestellt, dass bestimmte Standards eingehalten werden und Bodendenkmäler keinen Schaden nehmen. Diejenigen, die sich wirklich für Archäologie und den Erhalt unseres kulturellen Erbes interessieren, erhalten dann nach Paragraf 15 Denkmalschutzgesetz NRW eine Grabungserlaubnis. Die Genehmigung gilt zeitlich begrenzt für ein festgelegtes Suchgebiet. Sie ist stets mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wachsender, zum großen Teil illegaler Markt für Antiken bietet finanzielle Anreize. Zudem ist die Suche mit Metalldetektoren in den vergangenen Jahren zu einer Freizeitbeschäftigung  geworden. Nur ein Bruchteil dieser Personen verfügt über das notwendige Fachwissen oder arbeitet mit der Denkmalbehörde zusammen. Bis heute werden Raubgrabungen häufig als „Schatzsuche“ bagatellisiert und als Kavaliersdelikt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was viele nicht wissen: Wer auf eigene Faust als Sondengänger mit Detektoren auf die Suche geht, kann Bodendenkmäler oder auch Fundstellen zerstören, damit geht wertvolles Wissen verloren. So geschehen in folgendem Fall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1999 entdeckten Raubgräber eine Bronzescheibe in der Nähe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt. Dieses einzigartige Artefakt ist 4000 Jahre alt und zeigt den Sternenhimmel mit Mondabbildungen sowie Angaben zum Stand der Sonne. Es ist die älteste bisher bekannte Himmelsdarstellung. Vermutlich diente die Scheibe astronomischen und religiösen Zwecken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der illegale Fund wurde für 700.00 DM an Hehler verkauft. Als der Schatz 2002 verschiedenen Museen angeboten wurde, stellte die Basler Polizei gemeinsam mit dem geständigen Finder das Objekt sicher. Räuber und Hehler wurden zu Haftstrafen auf Bewährung und Geldstrafen verurteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fund an sich war die positive Nachricht. Leider konnten Wissenschaftler den Fundort erst nachträglich untersuchen. Trotz Nachgrabungen im Rahmen eines Forschungsprojektes konnten die Deponierungsumstände der Scheibe und der Beigaben nicht zweifelsfrei offengelegt werden. Der Befundzusammenhang wurde durch die Raubgräber zerstört. Damit gingen wertvolle Erkenntnisse über die frühe Bronzezeit verloren. Die Originale gehören seitdem zur Schatzkammer des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+74_Sondeng%C3%A4nger_Schnurkeramischer+Becher-1976fcc1.jpg" alt="" title="Schnurkeramischer Becher und Silexklinge, 2.800 – 2.500  v. Chr., Fundort: Euskirchen-Großbüllesheim (LVR-LandesMuseum Bonn, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer also mit Hilfe der Suchgeräte ohne Genehmigung Artefakte aus dem Boden birgt und nicht meldet, macht sich strafbar. Das gilt ebenso für die Suche nach archäologischen Funden im Wasser. Es greifen zahlreiche Gesetze, die zu empfindlichen Strafen führen können. Auch das Magnetangeln in Gewässern ist genehmigungspflichtig. Hier gelten dieselben Regelungen wie für Sondengänger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wald und Wiese sind für Sondengänger in der Regel tabu. Entdeckte Funde sind zu kartieren und den LVR-Archäologen (Landschaftsverband) vorzulegen und gehen in das Eigentum des Landes über. Das gilt auch für zufällige Funde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Metalldetektoren (Magnetometer) spielen z.B. bei der Überprüfung von Fluggästen beim Einchecken, aber auch beim Suchen nach Lawinenopfern eine wichtige Rolle oder auch im Handwerk bei der Suche nach verborgenen Rohrleitungen und Stromkabeln. Alle Detektoren arbeiten nach einem Grundprinzip. Über eine Spule wird ein Magnetfeld generiert, das Reaktionen in metallenen Gegenständen hervorruft. So entsteht die Ortung. Je größer das Magnetfeld, desto größer ist der erfasste Radius.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 03 Aug 2024 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-74-archaeologie-sondengaenger</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Bodendkmalpflege,Archäologie,Sondengänger</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 73: Archäologie - Raubgrabung (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-73-archaeologie-raubgrabung-2</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg" alt="" title="Bronzebüste einer Venus, frühes 2. Jh. n. Chr., Fundort: Bonn (LVR-LandesMuseum, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer über Denkmalschutz spricht, denkt bei Bodendenkmälern und Bodenfunden auch an Grabräuber. Der Begriff trifft auch dann zu, wenn diese Personen nur nach Scherben oder Münzen suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Form des Grabraubes ist ein altes Phänomen. Wir kennen es schon seit der Vorgeschichte. Ziel der Suche waren die wertvollen Beigaben in Gräbern. Dies war in allen alten Kulturen der Fall.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten Funde kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ans Tageslicht. Durch den Landausbau entstanden neue Felder und Siedlungen. In der Folge haben die Bauern auf ihren neu angelegten Flächen bis heute zahlreiche vergrabene Wertgegenstände „ausgeackert“, es waren Zufallsprodukte. Seit einigen Jahrzehnten erleben wir hier eine Renaissance und damit auch einen Anstieg von illegalen Grabungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tatsächlich entstehen durch Raubgrabungen erhebliche Schäden am Kulturgut. Das fachfremde Graben ohne Dokumentation zerstört kulturhistorische archäologische Zusammenhänge. Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse werden verhindert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgrabungen in Deutschland sind von den Denkmalschutzbehörden der Länder streng reglementiert. So benötigt man überall eine Genehmigung für Grabungen, teilweise bereits für Nachforschungen. Alle Funde sind zu melden und gehen fast immer in Landeseigentum über, manchmal wird der Finder auch beteiligt. Auch bei Zufallsfunden besteht eine Meldepflicht. Dennoch sind Raubgrabungen auch in Deutschland an der Tagesordnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Pferdegeschirranh%C3%A4nger.jpg" alt="" title="Keltischer Pferdegeschirranhänger, 1. Jh. v. Chr., Fundort: Inden, Kreis Düren (LVR-LandesMuseum Bonn, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Höhepunkt in der Chronik der Grabräuberei war 2003 in Weilerswist zu verzeichnen. Auf einem Baugrundstück legten Archäologen mit einem Bagger Sondierungsstreifen an und fanden Relikte aus spätrömischer Zeit und die Fundamente eines römischen Gutshofes. Bei weiteren Grabungen stießen sie auf drei Steinsarkophage aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., sicherten die Fundstelle und bedeckten die Särge wieder mit Erde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tage danach musste man feststellen, dass Unbekannte über einen Tunnel die Steinsärge geöffnet, dabei massiv beschädigt und danach ausgeraubt hatten. Über den Wert der Beigaben wurde zunächst spekuliert, eine spätere Analyse ergab, dass die Sarkophage schon vor Jahrhunderten geplündert worden waren. Die neuzeitlichen Grabräuber hatten vermutlich nur Beutereste vorgefunden. Der Vorgang zeigt, mit welcher kriminellen Energie Banden sich Information beschaffen und rücksichtslos zu Werke gehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Jul 2024 16:08:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-73-archaeologie-raubgrabung-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 72: Archäologie - Raubgrabung (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-72-archaeologie-raubgrabung-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+72_Arch%C3%83-ologie+4_T%C3%83-rknauf.jpg" alt="" title="Prunk am Portal: römischer Türknauf, vor 69 n.Chr.. Fundort: Xanten, Legionslager Vetera I (LVR-Landesmuseum, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weltweit ist Kulturgut durch Raubgrabungen und Plünderungen gefährdet. Raubgrabungen sind in allen Kontinenten ein Phänomen. Das gilt auch für den illegalen Handel und den Erwerb von illegal ausgegrabenem und ausgeführtem Kulturgut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gesamtvolumen des internationalen illegalen Handels mit Kulturgut beträgt nach Schätzungen der UNESCO mehrere Milliarden Dollar jährlich. Damit stehe der illegale Handel mit Kulturgut nach dem internationalen Handel mit Waffen und Drogen an dritter Stelle der internationalen Kriminalität.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Militärische und politische Konflikte haben verheerende Folgen für Kulturgüter. In Syrien im Irak und Afghanistan sind bereits über einhundert archäologische Stätten beschädigt worden, darunter sechs, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählten, beispielsweise Palmyra und Aleppo.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verantwortlich sind dafür zum einen die ISIS-Terroristen, die aus ideologischen Gründen bewusst Kulturerbe vernichteten und zur Terrorfinanzierung Kulturstätten plündern. Zum anderen machten sich kriminelle Banden die unsichere Lage zunutze und plünderten mit hunderten angeworbenen Helfern und teils schwerem Gerät, wie Baggern und Bulldozern, in großem Stil archäologische Stätten und Museen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber auch militärische Einheiten sind aufgrund ihrer Einsatzdoktrin an der Zerstörung beteiligt. So ist auch US-Militär auf dem Gebiet des antiken Babylons stationiert gewesen und hat Teile der Ruine zerstört sowie achtlos archäologische Fundstücke zur Befestigung benutzt. Weniger bekannt aber ebenso bedrohlich sind Raubgrabungen in Afrika, Latein-Amerika und Südost-Europa.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wegen unzureichender gesetzlicher Bestimmungen war die „Kulturnation“ Deutschland bisher ein beliebter Umschlagplatz für antike Schätzen. „Die ‚UNESCO-Konvention zum Kulturschutz“ von 1970 wurde hierzulande erst 2007 ratifiziert. Erst nach dieser Resolution haben sich die Museen verpflichtet, keine Stücke unklarer Provenienz zu erwerben. Bei einem Kunstwerk oder Kulturgut sind im idealen Fall alle früheren Besitzverhältnisse bekannt und können offengelegt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine effektivere Strafverfolgung der Banden ist zwar wünschenswert, aber sehr aufwendig. Der bessere Weg ist es deshalb, bei möglichen Abnehmern anzusetzen. Experten, Museen, Auktionshäuser, Sammler und Händler müssten durch Bewusstseinsbildung und die bestehenden gesetzlichen Regelungen dazu gebracht werden, strenge Sorgfaltspflichten beim Erwerb von Kulturgut einzuhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die oft unrühmliche Vergangenheit der Archäologie der Anfangsjahre wirft jedoch lange Schatten. In Deutschland bestehen durch Kunstraub und Enteignung während des NS-Regimes besondere Herausforderungen bei der sogenannten Beutekunst bzw. Raubkunst. Erst in den vergangenen 10 Jahren hat eine Bewegung zur Rückgabe unrechtmäßig erlangter ausländischer Funde politisch an Einfluss gewonnen und führte zur Gründung einer jungen wissenschaftlichen Disziplin, der Provenienzforschung. Gegenstand der Forschung ist die Geschichte eines musealen Objektes, ein Teildisziplin der Kunstgeschichte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-72_Arch-C3-83-ologie-4_G-C3-83-rtelhaken.jpg" alt="" title="Keltischer Gürtelhaken, ca. 475 -350 v.Chr.. Fundort: Niederkassel, Rhein-Sieg-Kreis (LVR-Landesmuseum Bonn, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 18:40:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-72-archaeologie-raubgrabung-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Raubgräber,Raubgrabung,Bodendkmalpflege,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+72_Arch%C3%83-ologie+4_T%C3%83-rknauf.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+72_Arch%C3%83-ologie+4_T%C3%83-rknauf.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 71: Archäologie - Bodendenkmalpflege</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-71-archaeologie-bodendenkmalpflege</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_Arzt-Stempel.jpg" alt="" title="Stempel eines Augenarztes (2. Jh. n. Chr.). Fundort: Elsdorf-Heppendorf. LVR-Landesmuseum (Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist eine Aufgabe der Archäologie, die Spuren unserer Geschichte sichtbar zu machen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland schützt und pflegt die archäologischen und paläontologischen Denkmäler im öffentlichen Auftrag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Typische Bodendenkmäler sind Siedlungen, Gräberfelder, Heiligtümer unterschiedlicher Epochen, Befestigungsanlagen und Technische Bodendenkmäler, wie z. B. die römische Wasserleitung nach Köln. Versteinerte Pflanzen und Tiere sind paläontologische Denkmäler. Funde – wie Gefäße, Werkzeuge, Waffen, Schmuck, Bauteile oder Skelettreste haben ebenfalls Denkmalcharakter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Karten, Luftbilder und Oberflächenfunde auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sind einige der Quellen, die zu neuen Fundplätzen oder zu neuem Wissen über Bodendenkmäler führen. Sie sind die Basis für die traditionelle archäologische Denkmalpflege. Bodendenkmäler sind oft die einzigen Zeugen unserer Vergangenheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten archäologischen Ausgrabungen sind Notgrabungen bei Zufallsfunden. Ist ein Bodendenkmal zum Beispiel durch Bauarbeiten in seinem Bestand bedroht, dann erforschen, dokumentieren und bewahren die Archäologen die Spuren der Vergangenheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die wissenschaftliche Auswertung ist es wichtig, genau zu dokumentieren, wie die Fundstelle in allen Einzelheiten ausgesehen hat. Dafür wird die untersuchte Fläche abgesteckt und der Boden gleichmäßig abgetragen. Jeder frühere Eingriff in den Boden wie Pfosten oder Gruben hinterließ sichtbare Spuren, die als Befunde bezeichnet werden. Die genaue Lage und Beschaffenheit von Befunden und Funden dokumentieren die Grabungstechniker mit Hilfe von GPS-Daten-, Höhen- und Tiefenangaben, Zeichnungen und Fotografien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die geborgenen Gegenstände werden vorläufig konserviert, vorsichtig verpackt und nummeriert, um sie auch später ihrer Fundstelle genau zuordnen zu können. Die eigentliche Arbeit beginnt erst nach der Ausgrabung. Die Funde werden je nach Zustand in einem Zentralmagazin inventarisiert und aufbewahrt oder in den Werkstätten von Restauratoren konserviert, um den weiteren Verfall aufzuhalten. Restauratoren bewahren nicht nur die Zeugnisse unserer Vergangenheit vor dem Verfall. Sie sind auch als Spurenleser und Detektive auf der Suche nach Informationen: Sie lesen die Funde. Die aussagekräftigsten Funde werden gezeichnet und fotografiert.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt beginnt die eigentliche Auswertung. Auf der Grundlage der dokumentierten Daten werden beispielsweise Funde mit vergleichbaren Entdeckungen an anderen Orten abgeglichen, die Lage in den Schichten des Bodens wird analysiert, das Alter der entdeckten Artefakte wird anhand der wissenschaftlichen Literatur oder mit naturwissenschaftlichen Methoden bestimmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Funde, die Dokumentation und die wissenschaftliche Auswertung sind schließlich Gedächtnis und Archiv für das Bodendenkmal. Die gesammelten Informationen werden in Datenbanken erfasst. Inzwischen gibt es in NRW ca. 50 000 Fundstellen.  Mit Hilfe elektronischer Fundpunktverwaltung können Verbreitungskarten erstellt und Recherchen betrieben werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse erhalten andere Forscher und alle Interessierten Zugang zu den Erkenntnissen. Die wichtigsten Funde vermitteln in Museen einen Einblick in das neu erschlossene Wissen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der LVR veröffentlichte als Fund des Monats Juni 2024 eine Terrakotta-Statuette, die bei Grabungen im Vorfeld des Braunkohleabbaus in der Verfüllung eines Brunnens gefunden wurde. Sie stammt aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. und war damals eine modelgeformte Massenware. Heute sind nur noch eine Handvoll Exemplare überliefert.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_T%C3%83-llenkanne.jpg" alt="" title="Tüllenkanne mit 'wilden Männern', 12. / 13. Jh. n. Chr., Fundort: Brühl-Kierberg (LVR-Landesmuseum, Foto: M. Thuns)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 22 Jun 2024 10:19:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-71-archaeologie-bodendenkmalpflege</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Bodendkmalpflege,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_Arzt-Stempel.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_Arzt-Stempel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 70: Archäologie (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-70-archaeologie-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Knopfsichel.jpg" alt="" title="Knopfsichel und Ring aus Bronze. Späte Bronzezeit, um 1.000 v.Chr., Fundort: Odenthal-Erberich (LVR-Landesmuseum Bonn – Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Archäologie verbindet unterschiedliche Gebiete der Natur- und Kulturwissenschaften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neue Analysemethoden helfen den Archäologen, das Alltagsleben genauer zu rekonstruieren. Was früher kaum beachtet wurde – verbrannte Samen, menschliche Fäkalien oder die Reste am Boden eines Kochtopfes sind die neuen Schätze. Sie verraten den Forschern, was die Menschen aßen, mit wem sie Handel trieben und wo sie aufwuchsen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Radiokarbonmethode ermöglicht eine zuverlässige Zeitmessung zur Datierung von Funden. Satellitenbilder und Röntgenfluoreszenz erlauben es der Wissenschaft, Fundstätten und Artefakte zu untersuchen, ohne einen Spaten in die Erde zu stechen oder eine Probe aus einem wertvollen Museumsobjekt herauszuschneiden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch Luftbildprospektion können neue Fundstellen entdeckt werden. Mauern im Boden beeinflussen den Wuchs von Getreide. Solche und andere Veränderungen in der Landschaft, die durch verborgene Relikte der Vergangenheit beeinflusst werden, sind aus der Luft oftmals klar zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist auch das Airborne Laser Scanning zu erwähnen. Es dient zur Vermessung von Landschaftsoberflächen und Strukturen und lässt Rückschlüsse auf Veränderungen zu. Ein Beispiel dafür sind die römischen Übungslager im Kottenforst. Diese waren mit „traditionellen“ Methoden nicht zu erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch geophysikalische Prospektion kann man Strukturen wie Mauern und Gräben ohne Ausgrabung tief im Boden erkennen. Die Archäozoologie und Archäobotanik erforscht die Tierwelten und Pflanzen, die es einstmals gab. Anthropologen erforschen die menschlichen Überreste, können Aussagen etwa über Alter oder Ernährung treffen. Materialanalysen erlauben Rückschlüsse zur Herkunft von verwendeten Rohstoffen wie Metallen oder Gesteinen, Numismatiker können entdeckte Münzen zeitlich und regional einordnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schliemann gilt als Vater der Spatenarchäologie. Trotz aller Technik ist auch die Prospektion „zu Fuß“ wichtig, d.h. über den Acker laufen und kartieren. Feldbegehungen sind oft ein erster Schritt, um eine neue Fundstelle zu ermitteln oder von einem bekannten Platz detailliertere Informationen zu gewinnen. So wird heute Archäologie immer noch vor Ort betrieben, aber der Schwerpunkt liegt bei der Arbeit am Schreibtisch und im Labor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die revolutionärste Entwicklung der letzten Jahre ist sicher die Fähigkeit, genetisches Material aus alten Knochen zu gewinnen. Das bisher eher archäologisch begründete Bild der Geschichte der Menschheit wird dadurch auf eine genetische Grundlage gestellt und wir erhalten neue Informationen über die Beziehung zu unseren Vorfahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Moderne Archäologie ist hochspezialisiert. Experten aus verschiedenen Disziplinen arbeiten vor, während und besonders nach der Grabung zusammen. Archäologie ist Teamarbeit.  Aufgabe der Archäologie ist es nicht, vergrabene Schätze zu finden, sondern das Leben und Wirken von Verstorbenen in ihrer Zeit zu erklären.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Silberblechfibeln.jpg" alt="" title="Ostgotische Silberblechfibeln,  1. Hälfte 5. Jahrhundert n. Chr., Fundort: Bonn, Kölnstraße (LVR-Landesmuseum Bonn – Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Jun 2024 06:15:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-70-archaeologie-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Schliemann,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Knopfsichel.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Knopfsichel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 69: Archäologie (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-69-archaeologie-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-68_Arch-C3-83-ologie_1_Mithras-Altar.jpg" alt="" title="Terrakotta - Altar für den Mithraskult - Im ganzen Römischen Reich verbreiteter Mysterienkult 1./Anfang 2. Jahrhundert n. Chr. – Fundort: Bonn, Hatschiergasse Quelle: LVR-Landesmuseum Foto: Jürgen Vogel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Vortrag im Zehnthaus über archäologische Grabungen in Odendorf gibt Anlass, das Thema weiterzuführen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Suche nach verborgenen Kostbarkeiten hat viele Forscher lebenslang begleitet. Seit mehr als 2500 Jahren sammeln Reiche und Mächtige Altertümer, um sich im Glanz und Ruhm vergangener Zeiten zu sonnen. Römische Kaiser ließen ägyptische Obelisken über das Mittelmeer transportieren, um ihre Hauptstadt zu schmücken. Die Maya-Städte, die Terrakotta Armee, Pompeji oder die spektakulären Schätze aus dem Grab des Pharao Tutanchamun machten weltweit Schlagzeilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Europäische Ausgräber schwärmten bereits im 18. Jahrhundert über den ganzen Globus aus. Nur wenige waren ernste Wissenschaftler. Die meisten eher Diplomaten oder Geschäftsleute, die eng mit der kolonialen Expansionspolitik verbunden waren. Sie ließen ägyptische Mumien, assyrische Statuen, griechische Friese und vieles mehr in ihre Staatsmuseen oder Privatsammlungen schaffen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bleiben wir in Deutschland. Johann Winkelmann (1717 - 1768) schuf die Grundlagen für die Klassische Archäologie und die moderne Kunstgeschichte. Als Schriftsteller hat er dem breiten Publikum die antike griechische Kunst nahegebracht. Er gilt unter Archäologen als Stammvater dieser Wissenschaft. Außerhalb von Fachkreisen jedoch ist Winckelmann eher unbekannt. Als sich Anfang des 19. Jahrhunderts die Archäologie als neue Wissenschaft etablierte, läutete diese Disziplin eine beispiellose Ära an Entdeckungen ein, die das Verständnis für die Entwicklung der Menschheit revolutionierte.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Es war Heinrich Schliemann, der 1871 an der kleinasiatischen Küste auf dem Hügel Hisarlik mit seinen Ausgrabungen begann, um Troja zu finden. Er hatte einen märchenhaften Aufstieg vom Ladenburschen zum Multi-Millionär vollzogen und setzte enorme Summen für die Ausgrabungen ein. Schliemann hat immer behauptet, Troja gefunden zu haben. Ein archäologischer Beweis dafür ist bislang weder von ihm noch von seinen Nachfolgern erbracht worden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er fand nicht das, was er suchte. Er entdeckte eine bronzezeitliche Siedlung mit einer bis dahin völlig unbekannter Keramik. Bei den äußerst intensiven Grabungen durch verschiedene Siedlungsschichten kam schließlich ein Goldfund zu tage. Schliemann glaubte den Schatz des Priamos mit annähernd 8000 Gegenständen gefunden zu haben, den er vertragswidrig aus dem Osmanischen Reich nach Griechenland und später nach Deutschland schaffen ließ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach heutigem, allgemein anerkanntem Forschungsstand ist die Bezeichnung „Schatz des Priamos“ nicht korrekt, denn der Goldschmuck ist rund 1250 Jahre älter als das von Homer beschriebene Troja aus der Herrscherzeit von Priamos, dem letzten trojanischen König.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Schatz wurde 1885 im Völkerkundemuseum Berlin ausgestellt und nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst in die Sowjetunion gebracht. Der Aufenthaltsort blieb zunächst geheim, seit 1996 ist er im Moskauer Puschkin-Museum ausgestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schliemann war sehr auf Erfolgsmeldungen und auf Anerkennung aus, was ihm von wissenschaftlicher Seite viel Kritik einbrachte. Er hat sich nach heutiger Begriffswelt sehr gut vermarktet, auch weil er die Macht der Presse erkannte und als Mittel der Dokumentation die Photographie einsetzte. So ist Schliemann heute im Gegensatz zu Winckelmann der Öffentlichkeit unter den Stichworten Troja und Priamos ein Begriff. Sein Grabmal steht in Athen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausstellungskatalog: Dr. Heinrich Schliemann. Ausstellung im Akademischen Kunstmuseum der Universität Bonn (Bonn 1991)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Arch%C3%83-ologie_1_Muenzen.jpg" alt="" title="Solidus Constantins des Großen zu einem Anhänger umgearbeitet um 335 in Trier – Fundort: Niederrhein. Quelle: LVR-Landesmuseum Bonn, Foto: Jürgen Vogel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 25 May 2024 06:45:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-69-archaeologie-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Schliemann,Archäologie,Troja</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Arch%C3%83-ologie_1_Mithras-Altar.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Arch%C3%83-ologie_1_Mithras-Altar.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 68: Matronenheiligtum und merowingerzeitliche Gräber in Odendorf. Entdeckungen bei Lehrgrabungen der Universität Bonn – Teil 2</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-68-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf-entdeckungen-bei-lehrgrabungen-der-universitaet-bonn-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_1.jpg" alt="" title="&amp;quot;Heidentempel&amp;quot; bei Nöthen (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Heiligtum wurden den Matronen beschriftete und mit figürlichen Reliefs versehene Weihaltäre und vielleicht auch andere Kleinmonumente meist aus Kalk-, seltener aus Sandstein aufgestellt. Wie die Arten der aus regionaler Produktion stammenden Tongefäße zeigen, wurde im Heiligtum, wie es für viele antike Kulte bekannt ist, im Rahmen von Kultfeiern Essen zubereitet und verzehrt, außerdem gemeinsam getrunken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem das Heiligtum irgendwann nach dem ausgehenden 4. Jahrhundert – der Zeit, als die christlichen Kulte im Römischen Reich verboten wurden – aufgegeben worden war, trug man die Basilika bis in den Fundamentbereich hinein ab. Ähnlich wird es den anderen drei Bauten ergangen sein. Es ist aber nicht zu sagen, ob dies alles gleichzeitig in einer großen Aktion geschah oder über längere Zeit hinweg immer wieder brauchbares Steinmaterial – zumindest teilweise nach einer Überarbeitung vor Ort – sowie höchstwahrscheinlich auch Dachziegel und Holz abtransportiert wurden. Befund und Füllung des nördlichen, tieferen Grabens sprechen dafür, dass dort zwischen der Entnahme vermutlich von Palisadenhölzern und der Verfüllung mit scharfkantigem, also frisch zerschlagenem römischen Bau- und Votivdenkmälerschutt nur kurze Zeit verging.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Merowingerzeit, genauer gesagt von der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts bis ins späte 8. Jahrhundert, nutzte man die Ruinenstätte, wohl weil sie schlecht zu beackern war, als Bestattungsplatz für wahrscheinlich deutlich mehr als sechs Menschen. Sie waren wohl schon Christen, wie die Ausrichtung zweier Skelette und das Kreuzmotiv auf der einzigen gefundenen Beigabe vermuten lassen. Während von den mindestens vier Individuen innerhalb des Bereiches der ehemaligen Basilika jedenfalls zwei – eine Frau und ein Kind – ordentlich begraben worden waren, kann man bei den beiden wohl männlichen Skeletten, die außerhalb in tieferen Gruben angetroffen wurden, nicht von regulären Bestattungen sprechen. Dies und die abweichende Ernährung dieser beiden Individuen sprechen dafür, dass sie nicht derselben Gruppe angehörten wie diejenigen, die innerhalb der Basilika bestattet waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt also zwei wichtige Neuigkeiten: Erstens bestand beim heutigen Odendorf gut drei Jahrhunderte lang ein römisches Matronen-Heiligtum, das sich nach Baubestand und Größe zwischen die bekannten Matronenheiligtümer bei Nettersheim (sog. Görresburg) und Nöthen (sog. Heidentempel) einreiht. Zweitens sind die frühmittelalterlichen Gräber, die später auf dem Gelände angelegt wurden, für Odendorf die ersten nachgewiesenen merowingerzeitlichen Befunde.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_3.jpg" alt="" title="&amp;quot;Heidentempel&amp;quot; bei Nöthen - Ansicht und Grundriss der Basilika (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 May 2024 19:31:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-68-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf-entdeckungen-bei-lehrgrabungen-der-universitaet-bonn-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,#odendorf,Römer,Matronensteine,Matronenheiligtum,Basilika,Archäologie,Nöthen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_3.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_3.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 67: Matronenheiligtum und merowingerzeitliche Gräber in Odendorf. Entdeckungen bei Lehrgrabungen der Universität Bonn – Teil 1</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-67-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+67_Ausgrabungen_Odendorf_Basilika.jpg" alt="" title="Odendorf, Basilika Eingangsseite mit Ansatz einer Innenstütze (Foto: F. Rumscheid)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf einem Feld am östlichen Ortsrand von Odendorf fanden 2015 und 2019 mit zehn bzw. 15 Studierenden zwei vierwöchige Lehrgrabungen der Universität Bonn statt, die in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) durchgeführt wurden. Der Platz schien uns interessant, weil auf einem älteren LVR-Luftbild Grundriss-Strukturen zu erkennen und zudem bei Begehungen durch Dirk Tomalak, einen ehrenamtlichen Mitarbeiter des LVR, auffällig viele Scherben römischer Gefäße gefunden worden waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ich im Rahmen eines vom Verein Zehnthaus organisierten Vortrages am 10. April 2024 in Odendorf ausführlicher berichtet habe, wurden in mehreren unterschiedlich großen Grabungsschnitten vier römische Bauten sowie zwei Gräben und einige Bestattungen aus dem frühen Mittelalter nachgewiesen. Nachdem nun außer den Bodenbefunden auch die entdeckten Münzen, lateinischen Inschriften, skulptierten Steinfragmente sowie die Gefäßkeramik ausgewertet und die menschlichen Knochen durch Prof. Wolf-Rüdiger Teegen (LMU München) analysiert sind, lässt sich die Nutzungsgeschichte des Platzes wie folgt rekonstruieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frühestens irgendwann in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde der Platz als Heiligtum der Matronen eingerichtet, einer Dreiheit von Muttergottheiten, die in der Provinz Niedergermanien von Römern und Ubiern gemeinsam verehrt wurde. Mit dem Platz sind nun auch zwei Altarsteine zu verbinden, die den Matronae mit dem germanischen Beinamen Aserecinehae geweiht sind. Abgüsse der Steine, die bereits im späten 19. Jahrhundert bei Odendorf gefunden wurden, sind in der Nähe des dortigen Zehnthauses zu sehen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-27_Matronenstein_1-2dd24d4a.jpg" alt="" title="Replik eines Weihealtars gestiftet von Gaius Severinius Candidus, römischer Bürger. Eingelassen in die Mauer vor der alten Pfarrkirche St. Peter und Paul in Odendorf (Foto: Verein Zehnthaus)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann und gegebenenfalls in welcher Reihenfolge die vier Bauten errichtet wurden, ist nicht sicher zu sagen. Das dreischiffige, mit einem Obergaden versehene Gebäude 1 hatte einen quadratischen Grundriss von etwa 50 römischen Fuß (knapp 15 m) Seitenlänge. Diese Basilika, deren Innenwände in wohl einfacher Weise, aber immerhin mehrfarbig dekoriert waren, diente einer engen Parallele im Matronenheiligtum von Nöthen zufolge wohl als Versammlungsbau. Zusammen mit dem kleinen Rechteckbau 2 daneben – vielleicht einer Art Aedicula (Tempelchen) zur Behausung einer Kultbildgruppe – stand Gebäude 1 im rechten Winkel zum Versorgungsbau 3 und gegenüber von Baustruktur 4. Die vier Bauten säumten also denselben Platz, so dass sie zumindest eine Zeitlang gemeinsam  gestanden haben werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Im Heiligtum wurden den Matronen beschriftete und mit figürlichen Reliefs versehene Weihaltäre und vielleicht auch andere Kleinmonumente meist aus Kalk-, seltener aus Sandstein aufgestellt. Wie die Arten der aus regionaler Produktion stammenden Tongefäße zeigen, wurde im Heiligtum, wie es für viele antike Kulte bekannt ist, im Rahmen von Kultfeiern Essen zubereitet und verzehrt, außerdem gemeinsam getrunken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Apr 2024 07:30:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-67-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,#odendorf,Römer,Matronensteine,Matronenheiligtum,Basilika,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+67_Ausgrabungen_Odendorf_Basilika.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+67_Ausgrabungen_Odendorf_Basilika.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 66: Ein Haus geht auf Reisen (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-66-ein-haus-geht-auf-reisen-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kerner-Haus, links in Odendorf (Foto Käthe Kerner), rechts wiederaufgebaut in der Eifel (Foto Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Interview mit Frau Käthe Kerner - geführt von Klaus Peter Scholz, Teil 2
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zeit nach Kriegsende und Neubeginn für meine Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Kriegsende waren die Folgen im Dorf unübersehbar, um das Haus herum lagen Trümmer. Mein Vater Josef Kümpel kam 1945 mit einem Augenleiden aus dem Krieg zurück und arbeitete als Selbständiger im Bereich Elektroinstallation. Kundschaft gab es in der Eifel. Meine Mutter Anna Kümpel arbeitet mit auf dem Felde und teilweise in der Kundenberatung. Elektroherde waren damals etwas Hochtechnisches. Der Großvater starb 1951, damit hörte die Landwirtschaft auf. Der Stall wurde aufgegeben und in eine Werkstatt umgewandelt. Im Garten der Eltern errichteten mein Mann und ich 1961 für meine Familie einen Bungalow, der heute noch von der Familie meiner Tochter bewohnt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Haus auf Reisen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Elternhaus gehörte inzwischen meinem Bruder, der sich von dem „Altertümchen“ trennen wollte. Wobei dieser Begriff etwas schmeichelhaft ist, denn das Haus war wirklich in die Jahre gekommen. Unmittelbar daneben wurde ein neues Haus gebaut mit einem Abstand von 1,5 Metern. Beide Häuser standen eine Weile nebeneinander.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Hilfe eines Architekten kam es 1973 zu der Vereinbarung, das Haus abzubauen und das Ständerwerk an neuer Stelle in der Eifel wieder zu errichten. Das Traggerüst aus Holz wies keinerlei Schäden auf. Die Gefache bestanden aus einem Holz-Stroh-Lehmgemisch, das einfach rausgeschlagen wurde. Das Balkengerüst bekam vor dem Abtransport eine sorgfältige Nummerierung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Architekt hatte am neuen Standort einen Aushub für einen neuen Keller veranlasst. Darauf wurde das Balkenwerk im Original wieder errichtet und mit denkmalgerechtem Fachwerk versehen. Dort steht es noch heute. Es sind kleinere Veränderungen im Inneren des Hauses vorgenommen worden, seitlich wurde ein moderner Anbau angefügt, aber in der Grundsubstanz steht das Original unverändert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Besuch in der Eifel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Haus steht in Schmithof in der Nähe von Roetgen in der Eifel an markanter Stelle umgeben von Grün und Baumbestand. Inzwischen bewohnt die dritte Familie das Schmuckstück. Bei einem Besuch im Februar wurden wir sehr freundlich empfangen und waren von der Außen- und Innenwirkung des Hauses und dem baulichen Zustand stark beeindruckt. Es könnte wieder auf eine Reise gehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was bewegt Sie heute, wenn sie an jene Zeit denken?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit in Odendorf, an die ich sehr gerne zurückdenke Wir sind barfuß gelaufen und spielten am Orbach. Dort gab es damals einen großen Bestand von Akazienbäumen. Die Hühner und Gänse liefen einfach über die Straße, die Erwachsenen trafen sich vor dem Haus zum Plaudern. Andere Ablenkungen gab es kaum. Damals läuteten die Kirchenglocken morgens um 11 Uhr. Das war das Zeichen für die Bauern bei der Feldarbeit ins Dorf zurückzukehren zum Mittagessen. Es war eine völlig andere Zeit. Wir fühlten uns sehr frei und dennoch behütet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich freue mich sehr darüber, dass das von Hans Peter Sahs gebastelte Modell des „wandernden Hauses“ noch existiert. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+66_Kerner_Haus_Modell.jpg" alt="" title="Modell des Kerner-Haus, gebaut von Hr. Sahs  (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Modell des Kerner-Haus, gebaut von Hans Peter Sahs (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           P.S. Das Modell befindet sich im Zehnthaus. Es wird nach dem Interview an Frau Kerner übergeben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Apr 2024 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-66-ein-haus-geht-auf-reisen-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Fachwerkhaus,Dorfgeschichte,Translozierung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+66_Kerner_Haus_Eifel_1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+66_Kerner_Haus_Eifel_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 65: Ein Haus geht auf Reisen (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-65-ein-haus-geht-auf-reisen-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+65_Kerner_Haus_Arzdorf.jpg" title="Das Kerner-Haus, Zeichnung von R. Arzdorf"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kerner-Haus, Zeichnung von R. Arzdorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Interview mit Frau Käthe Kerner - geführt von Klaus Peter Scholz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war einmal ein Haus in Odendorf, das sich auf eine Wanderung begab... So könnte die Erzählung anfangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Ja, aber anders als im Märchen gab es dieses Haus wirklich! Und es existiert immer noch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über meine Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Geboren wurde ich in Lübeck. Mein Vater war Elektroinstallateur und arbeitete damals bei der Firma Dornier in Lübeck. Diese norddeutsche Episode währte nur kurz. Ich war ein Jahr alt, als meinen Eltern nach Odendorf zurückkehrten, wir zogen in das Haus meiner Großeltern Wilhelm und Elisabeth Kümpel, In der Freiheit 5.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Großvater war Landwirt. Neben dem Haus gab es Stallungen für Kühe, Schweine und das Federvieh. Über der Haustür stand die Inschrift ANNO 1686 28. May C*N*W*P*V XOR. Es war das älteste Haus in Odendorf. Hier bin ich aufgewachsen. Der Maler R. Arzdorf hat das Haus gezeichnet. Das Bild bekam ich zu meinem 60. Geburtstag geschenkt. Es ist noch heute im Besitz meiner Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+65_Kerner_Haus_Inschrift.jpg" alt="" title="Kerner-Haus Inschrift (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kerner-Haus Inschrift (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was kann man zur Ortslage sagen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Weg führte vom Orbach aus in einer leichten Steigung durch kräftigen Baumbestand nach oben zum Haus in Hanglage. Durch ein Tor gelangte man in den Innenhof zum Hauseingang. Hinter dem Haus war ein riesiger Garten für die Selbstversorgung. Danach war freie Sicht auf die Eifel, es war landwirtschaftlich genutztes Gelände. Die Felder gehörten meinem Großvater Wilhelm Kümpel, die Grundstücke wurden nach und nach verkauft. Heute ist alles bebaut bis zur Steinbachstraße. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie muss man sich die Hausaufteilung und das Familienleben vorstellen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Dachboden des Hauses wurde das Getreide gelagert. Das „Plumpsklo“ befand sich draußen beim Stall in der Nähe des Misthaufens. Das Wohnzimmer war eine Art Heiligtum, lediglich zu den großen Kirchen- und Familienfesten war die Familie dort versammelt. In diesem Raum gab es in der Mitte eine Luke die zum kleinen Keller führte. Bei der Kartoffelernte wurde diese geöffnet und der Erntesegen in den darunter liegenden Keller befördert. Danach war Großreinemachen angesagt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die große Küche mit dem Herd und Backofen war der zentrale Sammelpunkt der Familien. Hier wurde gekocht, gemeinsam gegessen, Geschichten erzählt, Handarbeiten gemacht und hier hielt ich mich auch mit meiner Tochter auf. Zur Ausstattung gehörte eine große Holzmulde für die Zubereitung der verschiedenen Teigwaren. Gebacken wurde in Steintöpfen. In einer Zentrifuge wurde die Milch zu Butter geschlagen. Das Getreide wurde in Kuchenheim gemahlen, von dort kam das Mehl zurück. Neben der Küche und der Räucherkammer hatte das Haus noch vier Schlafzimmer. Insgesamt lebten im Haus zeitweise elf Personen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teil 2 folgt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-65_Kerner_Haus_Foto.jpg" alt="" title="Aufgang zum Kerner-Haus (Foto: K. Kerner)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2024 07:43:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-65-ein-haus-geht-auf-reisen-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Fachwerkhaus,Dorfgeschichte,Translozierung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+65_Kerner_Haus_Arzdorf.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+65_Kerner_Haus_Arzdorf.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 64: Der Brunnen auf dem Zehnthofplatz (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-64-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_GA_neuer_Brunnen_Protest.jpg" title="Protest gegen den neuen Brunnen auf dem Odendorfer Zehnthofplatz: links: Leserbrief von Hans Lutterbeck im General-Anzeiger Bonn vom 08.08.2002, rechts Foto im General-Anzeiger Bonn vom 10.09.2002 (Foto: Volker Lannert)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Protest gegen den neuen Brunnen auf dem Odendorfer Zehnthofplatz: links: Leserbrief von Hans Lutterbeck im General-Anzeiger Bonn vom 08.08.2002, rechts Foto im General-Anzeiger Bonn vom 10.09.2002 (Foto: Volker Lannert)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits im Juli 2002 schrieb Herr Lutterbeck einen Brief an die Gemeinde Swisttal, in dem er sich gegen eine neue, größere Brunnenanlage aussprach:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wir, die „großen Deutschen“ neigen immer zu Größerem und Prächtigerem. Nicht nur die Hauptstadt Berlin steht kurz vor dem Ruin, auch die Länder und Kommunen klagen über leere Kassen und die Gemeinde Swisttal macht da keine Ausnahme. Da hat es mich schon gewundert, dass unser Brunnen auf dem Zehnthofplatz gegen eine größere Brunnenanlage ausgetauscht werden soll.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Er argumentiert schließlich für eine Restaurierung des alten Brunnens. Seine Meinung zum neuen Brunnen hat Herr Lutterbeck später auch in einem Leserbrief im General-Anzeiger am 8. August 2002 kundgetan.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich schlugen die Wellen auch bis zu den Mauern des Zehnthauses und damit zum Verein. Herr Spiegelhauer hatte bei dem Brunnenprojekt bildhaft gesprochen drei Hüte auf. Er war beruflich wissenschaftlicher Mitarbeiter im Amt für Denkmalpflege, er war Angehöriger der Auswahlkommission und er war Mitglied und Kulturwart im Verein Zehnthaus e.V.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr Lutterbeck hat das Verhalten von Herrn Spiegelhauer, der sich für einen neuen Brunnen eingesetzt hat, kritisiert und Unverständnis für seine Auffassung geäußert. Dadurch geriet der Verein Zehnthaus als Ganzes in die missliche Lage, scheinbar ebenfalls für einen neuen Brunnen zu votieren. Dazu hatte es vom Verein aber keine offizielle Verlautbarung gegeben. Herr Lutterbeck zog seine persönliche Konsequenz, in dem er seinen Austritt aus dem Verein Zehnthaus erklärte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die Brunnenplanung wurde umgesetzt. Die Gemüter hatten sich beruhigt. Den richtigen Rahmen für die Inbetriebnahme des neuen Dorfbrunnens auf dem Zehnthof-Platz bot das Dorffest 2002. Per Knopfdruck lief das Wasser über 4,8 Tonnen Basaltgestein, die Zuschauer applaudierten. Herr Lutterbeck demonstrierte mit Protest-Plakat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ist die Finanzierung gelaufen? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Heinrich Vornhagen hatte anlässlich seines 80. Geburtstags um Geldspenden gebeten. Dabei war eine Summe von 5.000 € zusammengekommen. Diesen Betrag stellte er für das Projekt zur Verfügung. Dazu kamen länger bewilligte Gemeindemittel für Dorferneuerungsmaßnahmen. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 20.000 bis 25.000 €.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute erzählt der Brunnen keine Geschichten mehr. Bei geeigneter Wetterlage plätschert sein Wasser und erfreut Klein und Groß. Die Sichtachse von der Straße aus und auch innerhalb des Zehnthofplatzes wird allerdings fast immer von parkenden Autos eingeschränkt. Schade. Vielleicht Zeit für einen neuen Protest?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_neuer_Brunnen.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der neue Brunnen auf dem Odendorfer Zehnthofplatz (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 09 Mar 2024 07:30:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-64-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Zehnthofplatz,Brunnen,Zehnthof,Dorfgeschichte,Lokalpolitik</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_neuer_Brunnen_Protest.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_neuer_Brunnen_Protest.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 63: Der Brunnen auf dem Zehnthofplatz (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-63-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_alter_Brunnen.jpg" title="Der alte Brunnen auf dem Zehnthofplatz (Foto: Meike Böschemeyer)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der alte Brunnen auf dem Zehnthofplatz, im Hintergrund das Zehnthaus (Foro: Meike Böschemeyer)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beschaffung und Aufbau des Brunnens haben eine lange planerische und teilweise auch kontroverse Vorgeschichte. Wir blicken zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits 1991 behandelte der Bau- und Vergabeausschuss der Gemeinde Swisttal das Thema im Zuge der vorgesehenen Umgestaltung des Ortskerns in Odendorf. Eine weitere Beratung folgte ein Jahr später mit dem Ergebnis, dass aufgrund der allgemeinen Haushaltssituation der Gemeinde das Vorhaben verschoben werden muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umgestaltung des Ortskerns in Odendorf gehörte 2001 erneut zu den Tagesordnungspunkten des Bau- und Vergabeausschusses. Nach Beratung in den Fraktionen gab der Ausschuss in seiner Sitzung am 5. Juni 2002 grünes Licht für den Neubau eines Dorfbrunnens und benannte die Mitglieder für eine Kommission, die den „Basaltlava Block mit Durchbohrungen für die Brunnenanlage“ aussuchen sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der alte, eher unscheinbare Brunnen mit dem Pumpenschwengel war in die Jahre gekommen. Der Pump-mechanismus war bereits seit fünf Jahren defekt und hätte 15.000 DM Reparaturkosten verursacht, auch weil der Brunnen mehrfach angefahren worden war. Gleichwohl hat er sich, wenn auch bescheiden, harmonisch in das Bild zwischen Kloster, alter Kirche und Zehnthaus eingefügt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Stein-Auswahlkommission mit Vertretern der Fraktionen, Ortsvorsteher Willi Kümpel und Dieter Spiegelhauer vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege sowie Vertretern der Verwaltung nahm nun ihre Arbeit auf. Ein Blickfang sollte es schon werden, mit einer Mindesthöhe von 1,50 Meter bis 1,80 Meter, damit er auch schon von der Straße aus optisch wahrgenommen werden könnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reparatur oder Installation eines neuen Brunnes? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Hinter dem Ratsbeschluss für die Neubeschaffung stand als treibende Kraft der frühere Ortsvorsteher Heinrich Vornhagen. Dieser musste sich von Teilen der Bevölkerung den Vorwurf gefallen lassen, er wolle sich mit dem Projekt ein Denkmal setzen, was Vornhagen allerdings dementierte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das neue Oldendorfer „Schmuckstück“ wurde also bereits im Vorfeld zum Zankapfel. Eine Odendorfer Bürgerinitiative, hauptsächlich in Person des Odendorfer Bürgers Hans Lutterbeck, argumentierte, das Geld könne beispielsweise sinnvoller für einen Wetterschutz an der Friedhofshalle verwendet werden, und man habe doch bereits einen schönen Brunnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einem Flugblatt, das Lutterbeck auf dem Zehnthofplatz an die Odendorfer Bürger verteilte, führte er unter anderem an:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Dieser Dorfbrunnen, ein Steinkoloss, ist keine Verschönerung. NEIN, das ist eine Verschwendung von Steuergeldern, die anderswo dringend und sinnvoller benötigt werden“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Flugblatt von Hans und Paula Lutterbeck von 2002:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_Flugblatt_Brunnen.jpg" alt="" title="Flugblatt von Hans und Paula Lutterbeck von 2002"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 24 Feb 2024 07:15:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-63-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Zehnthofplatz,Brunnen,Zehnthof,Dorfgeschichte,Lokalpolitik</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_alter_Brunnen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_alter_Brunnen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 62: Dorfgeschichte - Lehrerkorrespondenz (3)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-62-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-3</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+62_GA_Geleit_Golla_Juli+1965.jpg" title="Letztes Geleit für Lehrer Golla (Quelle: General-Anzeiger Bonn, Juli 1965)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letztes Geleit für Lehrer Golla (Quelle: General-Anzeiger Bonn, Juli 1965)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fortsetzung der Korrespondenz zwischen Lehrer Schuhmacher und dem avisierten Neuzugang, Lehrer Golla.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Odendorf, den 3. 8. 21.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geehrter Herr Golla!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entschuldigen Sie, daß ich Ihr Schreiben erst heute beantwortet. Hier waren die 14-tägigen Sommerferien, die ich zu einer Rheinhöhenwanderung benutzte. Ich kam erst dieser Tage an. Aufrichtig gesagt, an Sie hatte ich schon nicht mehr gedacht; glaubte, Sie säßen an einer Stelle, die Ihnen mehr zusagte. Seitens der Regierung ist auch schon seit dem 1.4. ein Lehrer auftragsweise hier angestellt, ein Rheinländer und Kriegsbeschädigter dazu. Der hatte schon geglaubt, er bekäme die Stelle. Wenn nun Berlin entscheidet, daß Sie hierher müssen, so ist eben nichts zu machen. Sie werden sich dann mit den hiesigen Verhältnissen vertraut machen müssen. Es mag für einen Ostländer ja schwierig sein, sich in unserer Art einzugewöhnen, aber mit etwas gutem Willen geht es doch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube übrigens, daß ich Ihnen damals so ziemlich alles schrieb, was Sie interessieren dürfte. Ihr Vertreter wohnt bei den 2 Damen u. ist sehr zufrieden mit seinem Quartier. Nur ist der Übelstand dabei, daß er mittags und abends dort nicht essen kann. Er hat nun die 2 Mahlzeiten bei mir eingenommen. Meiner Frau ist das nun auf die Dauer zu viel Arbeit. Sie müssen sich also nach etwas Anderem umsehen, was aber nicht schwer sein dürfte. Wohnen können sie jedenfalls auch bei den Fräuleins. Die Einreiseerlaubnis muss jedenfalls ihre vorgesetzte Behörde bei der Interrall. Kommission für Sie beantragen. Einen Pass bekommen Sie dann hier ausgestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier gibts gegen den 20. September herum noch einmal 25 Tage Ferien. Am besten fangen Sie dann den Unterricht hier nach den Ferien an, gegen den 20.10. herum. Ihr Befürchtnis, daß nichtrheinische Beamte ausgewiesen würden, scheint nicht zutreffend zu sein, denn hier hört man nichts mehr davon. Das gebe auch einen netten Wirrwarr. Denn wieviel nichtrheinische Beamte mögen wohl in unserem Rheinland sein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ob unser Klima hier milder ist wie auf Rügen, weiß ich nicht, möglich wäre es schon. Es stehen in unserem Bezirk eine ganze Menge ausgewiesener Lehrer, die sich an die hiesigen Verhältnisse ganz gut schicken. Unsere Schuljugend ist allerdings, wie sie alle sagen, viel lebhafter; das ist eben rheinischer Art. Sie brauchen also keine großen Befürchtnisse zu hegen. Nun, es wird sich alles finden, wenn Sie hier sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit bestem Gruß
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                                                                                                         Schumacher“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit endet die Darlegung der Korrespondenz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrer Johannes Golla, vorher Lehrer auf Rügen, trat seinen Dienst an der Odendorfer Schule im Oktober 1921 an. 1957 wird er nach 36 Jahren Schuldienst in Odendorf feierlich verabschiedet. Bis zu dieser Pensionierung unterrichtete er mehrere Generationen in Odendorf. Entsprechend würdevoll war die Feierstunde zu seiner Verabschiedung im Beisein von Prominenz aus Politik, Verwaltung, Kirche. Seine Schüler sorgten mit Gesangs- und Gedichtvorträgen für den festlichen Rahmen. Lehrer Golla verstarb 1965 in Odendorf.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 10 Feb 2024 12:50:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-62-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-3</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schule,#odendorf,Dorfgeschichte,Schulgeschichte</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 61: Dorfgeschichte - Lehrerkorrespondenz (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-61-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+61_Urkataster+mit+Schule.jpg" title="Lage der alten Schule (Quelle: Urkataster 1823, rekonstruiert 1984 Dieter Spiegelhauer)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lage der alten Schule (Quelle: Urkataster 1823, rekonstruiert 1984 Dieter Spiegelhauer)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dieser Ausgabe setzen wir die Korrespondenz des Odendorfer Lehrers J. Schumacher mit einem Antwortbrief fort. Er ist an Herrn Golla gerichtet, den zukünftigen Lehrer in Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Odendorf, den 29.3.21
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geehrter Herr Kollege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute morgen erhielt ich Ihr Schreiben, darauf möchte ich Ihnen folgendes erwidern: Für eine Wohnung ist schon gesorgt, wenigstens insoweit, daß ich mit einigen Dorfinsassen Rücksprache genommen habe. Zwei ältere Damen sind erbötig, Ihnen ein, auch, wenn Sie es wünschen, zwei Zimmer abzutreten. Die Mahlzeiten können Sie hier im Krankenhause
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bekommen. Dann sind aber auch noch andere Leute hier, die sie vielleicht in volle Pension nehmen. Da habe ich allerdings einige Bedenken, die ich Ihnen schriftlich nicht gern mitteilen möchte. Jedenfalls braucht die Wohnungsfrage sie nicht abzuhalten, zu uns in den Westen zu kommen. Was ich fürchte, ist etwas anderes. Vielleicht ging auch durch ihre Blätter die Nachricht, die Entente wolle alle nichtrheinischen Beamten aus dem besetzten Gebiete entfernen. Das wäre ja dann ein böses Ding. Bestimmtes weiß man nicht. Vielleicht ist es auch nur Zeitungsgeschwätz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hiesige 2. Stelle ist mit dem 1.4. freigeworden. Bis 1. Juli brauchen Sie nicht zu warten. Eine Einreiseerlaubnis müssen sie nicht haben, desgl. Paß. Im Übrigen wird die Passkontrolle kaum gehandhabt. So ganz billig wie auf Ihrem Rügen ist das Leben hier ja nicht. Alles aber ist zu haben. Die Lebensmittelpreise sind schon merklich gesunken. Vielleicht gefällt es Ihnen bei uns ganz gut. Wenn Sie hierherkommen, finden Sie eine Wohnung, und es wird Ihnen unser schönes Rheinland noch zu einer zweiten Heimat. Also keine zu großen Befürchtnisse. Wir fühlen uns hier ganz wohl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit bestem Gruß
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihr J. Schumacher."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrer J. Schumacher war von 1901 bis 1922 Lehrer und Küster in Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 26 Jan 2024 09:57:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-61-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schule,#odendorf,Dorfgeschichte,Schulgeschichte</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+61_Urkataster+mit+Schule.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+61_Urkataster+mit+Schule.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 60: Dorfgeschichte - Lehrerkorrespondenz (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-60-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+60_Odendorf_alte+Schule+mit+Orbach.jpg" title="Die alten Odendorfer Schulgebäude in der Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die alte Schule und Brücke am Orbach (Quelle: Chronik Schule am Zehnthof)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Waffenstillstandsabkommen im November 1918 wurde das links-rheinische Gebiet durch das Militär der Siegermächte besetzt. In diese Zeit fiel 1921 die Korrespondenz von J. Schumacher, von 1901 bis 1922 Lehrer und Küster in Odendorf, mit Herrn Johannes Golla aus Rügen, der auf eine Lehrerstelle in Odendorf abgeordnet war und diese am 20. Oktober 1921 auch antrat. Die nächsten Kolumnen enthalten den Schriftverkehr von Herrn Schumacher. Die Briefe von Herr Golla befinden sich leider nicht in der Sammlung Zehnthaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Odendorf. 21.3. 1921.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Werter Herr Kollege!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Habe heute Ihr Schreiben erhalten u. möchte Ihnen Nachfolgendes darauf mitteilen!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Unser Ort zählt rund 1000 Seelen (katholisch), die Schule ist 3-kl., 2 Lehrer und eine Lehrerin, Klassenzahl durchschn. 60 Kinder. Eine Wohnung werden Sie hier wohl bekommen können, zumal ein Zimmer Ihnen genügt. Hier ist ein Krankenhaus, das von Schwestern geleitet wird. Da können Sie auch essen. Im allgemeinen ist hier auch Wohnungsnot. Unser Bezirk hat französische Besatzung. Der Ort, wie überhaupt das flache Land sind davon frei. Die Lebens- u. Teuerungsverhältnisse sind nicht am günstigsten, aber das wird wohl überall sein. Wir sind in der niedrigsten Teuerungsklasse, doch besteht die Aussicht, dass wir höher kommen. Wir erhalten ja auch erhalten ja auch Besatzungszulage, 1080 M.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorf ist Bahnstation, Strecke, Bonn - Düren. Zwölf Minuten fahren Sie bis Euskirchen, eine Stunde bis Bonn und Cöln. Wir liegen im Verkehrszentrum. Hier sind auch viele Fabrikarbeiter, doch ist die Bevölkerung so übel nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das wäre in Kürze die Beantwortung Ihrer Fragen. Verschiedene Kollegen aus dem Osten sind in der Nähe. Ich kann mir ja lebhaft vorstellen, daß die Entfernung aus den ihnen vertrauten Verhältnissen Sie etwas schreckt. Land u. Sitte hiesigenorts sind ja etwas anders als die Ihren, aber gut Deutsch sind wir hier auch. Was ja die Zukunft bringt, so lässt sich da wenig sagen. Wir liegen auf der linken Rheinseite, also nicht gerade angenehm. Aber wir hoffen, dass wir Deutsch bleiben, trotzalledem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nehme an, daß Sie katholisch sind, nicht weil ich eine andere Konfession geringer einschätzte, aber es wäre doch peinlich, wenn ein Andersgläubiger hierher käme. Wir Rheinländer sind friedlicher Art, vielleicht etwas lebhafter wie im Osten, aber wie ich schon oben beschrieb, gut deutsch, wenn wir vielleicht auch nicht so preußisch fühlen. Wie Sie sich nun zur Sache stellen, muß ich Ihnen überlassen; schlimm ist es bei uns jedenfalls nicht. Ich bin schon 20 Jahre am hiesigen Ort. Fortbildungsmöglichkeiten stehen Ihnen auch genügend zu Gebote, da Bonn und Köln mit ihren Universitäten bequem erreichbar sind. Ihr Rügen mag landschaftlich sicher herrlich sein, aber unser Rhein ist auch wundervoll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Wie sie sich auch entschließen mögen, schreiben Sie bitte Bescheid; die 2. Stelle soll ja nach Ostern besetzt werden. Vielleicht kann ich Sie dann hier begrüßen. Ich bin verheiratet. Wir Lehrpersonen halten treu zusammen. Wenn sie ihre Fahrt hierher nehmen, müssen Sie bis Cöln fahren, dann auf Euskirchen u. von da nach Odendorf. Ich denke, daß Sie jetzt genügend orientiert sind. Weitere Aufschlüsse gebe ich jederzeit gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit bestem koll. Gruß.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
                                                                                                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                    Ihr. J. Schumacher“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 16:15:00 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 59: Dorfgeschichte - Schule am Zehnthof (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-59-dorfgeschichte-schule-am-zehnthof-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-59_Schule_Kunstausstellung_2-6957fcfb-3de95337.jpg" title="Die alten Odendorfer Schulgebäude in der Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Bunte Katzen" aus der Kunstausstellung Schule am Zehnthaus (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1889 führt der lokale Schulinspektor Breuer erneut Beschwerde über die Beengtheit und den Zustand der Schule, den fehlenden Schulbrunnen und über das undichte Dach in der Wohnung der Lehrerin. In dem alten Schulgebäude erhalten zu der Zeit in der Oberklasse 66 und in dem Anbau in der Unterklasse 76 Kinder Unterricht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die königliche Regierung in Köln drängt den Amtsbürgermeister zum Bau einer neuen Schule. 1891 akzeptierte Bürgermeister Esser die Pläne, den ersten Teil der zweigeschossigen Schule an der heutigen Flamersheim Straße als Backsteinbau mit zwei Klassenzimmern zu errichten. Die Unterklasse bestand aus dem 1. bis 4. Schuljahr, die Oberklasse aus dem 5. bis 8. Schuljahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um 1900 wurde bereits eine dritte Lehrerstelle genehmigt. Bei inzwischen 170 bis 180 schulpflichtigen Kindern drängte die königliche Regierung 1903 auf den Bau eines dritten Schulzimmers. 1904 beschließt der Bürgermeisterrat Odendorf-Essig den Erweiterungsbau für zwei weitere Klassen Richtung Flamersheimer Straße.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zahl der Einwohner lag bei der Errichtung der dritten Lehrerstelle bei 801, erreichte um 1924 die Grenze von 1041 und stieg bis 1942 auf 1121 Bewohner. Von 1900 bis 1947 blieb die Zahl der Lehrer konstant. Nun ließ der Flüchtlingsstrom die Schülerzahl ansteigen und eine vierte Lehrerstelle wurde eingerichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1957/1958 wurde das Backsteinschulgebäude bei der Renovierung verändert, erhielt eine Zentralheizung, neue vergrößerte Fenster, eine neue Toilettenanlage und den hellfarbenen Putz. Viel Lob fanden damals das neue Gestühl sowie erstmals bewegliche Tische und Stühle statt der starren Dreier- und Viererbänke. Mitte der 60er Jahre wird der neue Mittelbau mit 4 Klassen und Gymnastikhalle erstellt. Zehn Jahre später erfolgt erneut eine Erweiterung mit Mehrzweckraum, Verwaltungstrakt, zwei Klassen und zwei Gruppenräume für den Schulkindergarten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+59_Schule_Kunstausstellung_1.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Aquarium" aus der Kunstausstellung Schule am Zehnthaus (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die rege Bautätigkeit ab 1972 und die damit verbundene Zunahme der Bevölkerung führte zu beengten Verhältnissen an der Schule. Eine Klasse sollte im Jugendheim der katholischen Kirche Platz finden, eine weitere Klasse musste im Gymnastikraum untergebracht werden. 1973 setze die Planung für einen Erweiterungsbau ein, bereits 1976 fand die feierliche Einweihung statt. Folgende Räumlichkeiten konnten übergeben werden: Eine überdachte Pausenhalle mit Mehrzweckraum, der Verwaltungstrakt aus Lehrer-, Rektor- und Konrektorzimmer bestehend, zwei Stammklassen, zwei Gruppenräume für den Schulkindergarten, sowie zwei Fachräume im Kellergeschoss. Der Schulerweiterungsbau fand viel Lob und Bewunderung. Zwischen 1957 und 1978 steigt die Zahl der Lehrkräfte von vier auf dreizehn und die Odendorfer Einwohnerzahl erhöhte sich auf über 3000.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit März 1993 trägt die Gemeinschaftsgrundschule Swisttal-Odendorf den Namen „Schule am Zehnthof“. Mitentscheidend für diese Namensgebung war auch die Einbeziehung der Schulkinder in das Kulturprogramm des Zehnthaus Vereins. Unter Leitung von Ria Borgmann (seinerzeit 1. Vorsitzende des Vereins) fanden ab 1991 zwei Malwettbewerbe statt unter dem Motto „Das Zehnthaus in Odendorf“ und „Bäume und Pflanzen in Odendorf“. 1997 folgte eine archäologische Ausstellung „Odendorf vor den Römern“ mit Führungen für Schulklassen und Vorführung der Experimentellen Archäologie von Dirk Tomalak. 1999 folgte eine weitere Aktion “Odendorf zur Zeit der Römer“. Seit 2006 werden jährlich die dritten Klassen ins Zehnthaus eingeladen und erhalten eine kindgerechte Präsentation zur Geschichte des Zehnthauses und eine Führung vom Dachboden bis zum „Verlies“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zurzeit sind an der Schule 11 Lehrkräfte für 220 Schüler beschäftigt sowie zwei pädagogische und eine sozialpädagogische Fachkraft. Über den Schulbetrieb hinaus können Kinder in zwei Betreuungseinrichtungen angemeldet werden. Entweder in der Schule von „8 bis 1“ (hier können Schüler bis 13:45 Uhr in der Schule bleiben) oder in der OGS (Offene Ganztagsschule), die um 16:15 Uhr schließt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Odendorf leben rund 4100 Bürger. Am jetzigen Standort ist ein Neubau der Schule mit integriertem Dorfsaal in der Planung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Dec 2023 16:05:11 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 58: Dorfgeschichte - Schule am Zehnthof</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-58-dorfgeschichte-schule-am-zehnthof</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-58_Odendorf_alte-Schule.jpg" title="Die alten Odendorfer Schulgebäude in der Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das alte Schulgebäude von Odendorf, Orbachstraße 3, auf dem Foto das weiße Gebäude rechts neben dem Fachwerkhaus, das später als Lehrerwohnung diente. Steht heute unter Denkmalschutz, Swisttal, Lfd.Nr 10 v. 30. April 2001 (Foto: odendorf.org)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Kirchspiel und Gerichtsbezirk Odendorf, zu dem auch Essig und Ludendorf gehörten, hatten die Pfarrer bis ins 19. Jahrhundert die Lehre in den Schulen selbst inne. Zu ihrer Entlastung zogen sie Vikare und Küster heran. Seit dem 18. Jahrhundert nahmen sich Kirche und Gemeinde der Unterrichtung und der Erziehung an und übernahmen die Zuständigkeit für den Bau und den Unterhalt der Schule.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis 1874 blieb die Lehrerstelle noch mit dem Küsteramt verbunden. Das Gehalt bestand aus einer Garbenrente. Jeder Bauer musste dem Lehrer als sogenannte „Jura“ eine festgesetzte Zahl von Korn- oder Weizengarben als Brotgetreide liefern. Ab 1819 wurde das Gehalt durch einen von der Gemeinde zu erbringenden festen Geldbetrag ersetzt. Als erster überlieferter Küster, Statthalter („statt“ des Pfarrers) wird 1774 im Pfarrarchiv Heinrich Büttgenbach (Böttgenbach) genannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Verlauf des 18. Jahrhunderts hat es in Odendorf mit Essig angeblich bereits ein Schulgebäude gegeben, das auf der Stelle des späteren, bis heute erhaltenen Schulgebäudes in der Orbachstraße 3 entstanden sein könnte. Ein Nachweis findet sich in der topografischen Landesaufnahme durch Tranchot und von Müffling aus den Jahren 1808 und 1809. In dieser Karte ist in Odendorf am Orbach ein Gebäude an der Stelle zu erkennen, wo in dem 1823 mit der Hand aufgenommenen Urkataster von Odendorf ein Gebäude mit der Bezeichnung „Schule“ eingemessen ist, das heutige Haus in der Orbachstraße 3.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1771 stiftete der „Gemeinsmann“ (Mitglied des Gemeinderats) Jonas Mömerzheim
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „…240 Rheintaler zu einer freyen Schul für die Odendorfer Kinder, sowohl Reiche als Arme. Davon soll ein zeitlicher Magister jährlich die Pension genießen unter folgenden Bedingungen: Daß er auch den Sommer hindurch, Juli und August ausgenommen, zum wenigsten alle Tage eine Stunde morgens um 6 Uhr nach der Messe, nachmittags von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr, die Kinder im Lesen und Schreiben unterrichten soll, 2. soll er täglich mit den Kindern beten fünf Pater und Ave zu Ehren der Heiligen fünf Wunden Jesu Christi […] damit er Fleiß und Eifer in Unterweisung der Jugend haben möge“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1776 wird auf Veranlassung von Statthalter Büttgenbach das Schulgebäude am Orbach einschließlich der Erneuerung des Dachstuhls instandgesetzt. Die Materialkosten werden auf die beiden Ortschaften Essig und Odendorf im Verhältnis der Bevölkerungszahl beziehungsweise Häuser 1:6 umverteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bis heute immer wieder verputzte Fachwerkgebäude entspricht in seiner Bauweise dem am Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich und Preußen entwickelten Bautypus der ländlichen Schule. Er wurde nach 1800 verstärkt auch im Rheinland als einheitlicher Schulbau verwendet. Das bis heute erhaltene Schulgebäude in Odendorf ist also vor 1808/ 1809 entstanden. Es handelt sich damit um das älteste als Schule errichtete und erhaltene Gebäude im Rhein Sieg Kreis. In diesem ersten Schulbau Odendorfs war von 1803 bis 1831(?) der Küster, Magister und Kirchenrechner (Rendant) Johann Peter Büttgenbach tätig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1867 genehmigte die Königliche Regierung in Köln „…dem Beschluss der zuständigen Gemeindevertretung und des Schulvorstands von Odendorf entsprechend die Errichtung einer Mädchenklasse zu Odendorf sowie die Berufung einer Lehrerin…“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis 1869 ist auch der eingeschossige Erweiterungsbau fertig, der für den weiteren Klassenraum nach Süden anstelle des vorherigen Schulgartens angefügt wird (heute Orbachstraße 1). Im alten Schulhaus wurden zuletzt 120 Kinder unterrichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Nov 2023 06:41:49 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 57: Dorfgeschichte - Sankt Martin historisch</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-57-dorfgeschichte-sankt-martin-historisch</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_Willi+K%C3%BCmpel.jpg" alt="" title="St. Martin Willi Kümpel vor seinem ersten Ritt als Martin (Quelle: Schulchronik der Grundschule Odendorf)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heinrich Olzem war von 1972 bis 1990 Rektor an der Grundschule in Odendorf. Er hat in dieser Zeit handschriftlich die Schulchronik seines Vorgängers Fritz Trost weitergeführt, seine ganz persönlichen Schwerpunkte gesetzt und als Chronist über das Schul- und Dorfgeschehen berichtet. Am 11. November wird wieder der Martinstag begangen. Aus diesem Anlass schauen wir auf die Notizen, die Herr Olzem 1989 in der Chronik hinterlassen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Träger und Organisator des Martinsbrauchtums ist nominell der Sankt Martinsausschuss Odendorf-Essig. Die praktische Arbeit liegt fast ausnahmslos in den Händen der Schule. Die Zugordnung ist: Sankt Martin - Tambourkorps - erstes und zweites Schuljahr - Musikkapelle - drittes und viertes Schuljahr – Fanfarenzug - Eltern mit Kleinkindern. Aus praktischen Gründen ist in den letzten Jahren der gleiche Zugweg genommen worden. Er beginnt an der Schule, dann Raiffeisenstraße – Bendenweg - Odinstraße – Frankenstraße – Germanenstraße – Schornbusch – Steinbachstraße – Feuer am Sportplatz – Orbachstraße - Ende an der Schule.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Persönliche Anmerkungen zum Martinszug:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Jahrelange intensive Bemühungen der Schulleitung und der Lehrkräfte einen in etwa geordneten Schülerzug durch die Straßen ziehen zu lassen, ist von Jahr zu Jahr unmöglich geworden. Unmittelbar nach dem Start des Zuges drängen Erwachsene, teils Eltern, teils Freunde mit und ohne Kinder, Mütter mit Kinderwagen einfach in den Schulzug hinein. Nach einigen hundert Metern schwillt der Martinszug zu einem massiven Menschenstrom an. Von einem geordneten Schülerzug, von Klassen mit bestimmten Fackelmotiven, ist nichts mehr zu erkennen. Der Schreiber dieser Zeilen ist nach Jahren vergeblichen Bemühens zu dem einfachen Schluss gekommen: Was soll's? Sehen wir das Verhalten so vieler Mitbürger schlicht als Begeisterung zur Sache an. Denn, Begeisterung ist doch auch eine schöne Sache!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_1947.jpg" title="Sankt Martinszug 1947 (Foto: Kethe Kerner)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits sollte man die Beteiligung so vieler hundert Menschen, eine solche Anteilnahme von Jung und Alt am Martinszug sowie an der folgenden Weck-Verteilung und der Verlosung im Saal doch auch als etwas Positives ansehen. Für mich als Hauptverantwortlicher des Martinszuges ist es stets ein erhebendes Gefühl, wenn sich hunderte Menschen, Kinder und Erwachsene um das brennende Martinsfeuer sammeln und der Ansprache Sankt Martins lauschen und begeistert ein paar Martinslieder singen. Also doch: Begeisterung auf der ganzen Linie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Weckverteilung erfolgt nach dem Zug in drei Gruppen auf dem Schulgelände. Den Kleinkindern händigt der Sankt Martin die ein Pfunds schweren Wecken persönlich aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein letzter Höhepunkt am Martinsabend steigt im restlos über
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           füllten Dorfsaal am Bendenweg. Man kann den Eindruck gewinnen, ohne größere Anstrengungen über die versammelte Menschenmenge hinweggehen zu können. Trotzdem gelingt es beherzten jüngeren Feuerwehrleuten, die ausgelosten Preise schnell an die Gewinner zu bringen. Angesichts solcher Preise lohnt es sich schon, tüchtig Martinslose zu erwerben. Man könnte ja auch einmal gewinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_Preise.jpg" alt="" title="Preise bei der Verlosung zu Sankt Martin (Quelle: Schulchronik Grundschule Odendorf)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein letztes zum Martinsfest. Gemäß Beschluss des Martinsausschusses sollten mit Ausnahme eines soliden Polsters keine zu hohen Beträge angesammelt werden. Überschüsse, die in etwa 7000 DM übersteigen, sollten der Grundschule, als dem praktischen Träger und Ausrichter des Martinsbrauchtums, zugutekommen. In den letzten Jahren flossen der Grundschule Odendorf auf diese Weise rund 1500 DM pro Jahr als Spende zu. Ein Teil dieses Geldes konnte zur Unterstützung der sozial schwachen Schüler bei der Schulbuchbeschaffung oder bei Klassenveranstaltungen verwandt werden. Darüber hinaus wurde unsere Schule in die Lage versetzt, zusätzliche größere Beschaffungsmaßnahmen durchzuführen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 04 Nov 2023 11:39:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-57-dorfgeschichte-sankt-martin-historisch</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Sankt Martin,Dorfgeschichte,Martinszug,Grundschule</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_Willi+K%C3%BCmpel.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_Willi+K%C3%BCmpel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 56: Dorfgeschichte - Post (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-56-dorfgeschichte-post-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+56_Briefmarke_Dampferpost.jpg" alt="" title="Briefmarke zum Tag der Briefmarke 2006: Deutscher und Österreichischer Philatelistentag"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einrichtung der ersten Odendorfer Postagentur konnte bisher nicht genau ermittelt werden. Sie kann jedoch mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Bonn-Euskirchen 1880 in Zusammenhang stehen, denn nach der Fertigstellung der Strecke benutzte die Post sie von Anfang an zur Beförderung ihrer Sendungen, je viermal in ankommender und in abgehender Richtung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1880 erhielt Odendorf auch die erste Fernsprechstelle im Verbund mit der Postexpedition Kuchenheim, die 1877 eine Telegrafen-(Morse-)Stelle und 1878 die damals modernste Einrichtung der Post, eine Fernsprechstelle, erhalten hatte. Für 1892 ist ein Reichspoststempel Odendorf nachgewiesen, der eine „Agentur“ voraussetzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Postzustellungsurkunde von 1903 ist (Hermann) Metzmacher „...in meiner Eigenschaft als Postbote zu Odendorf ...“ genannt. 1894 wird sein Bruder Peter Josef Metzmacher in Kuchenheim für den Postdienst eingestellt. Der Enkel gleichen Vornamens, Hermann Metzmacher aus Odendorf, berichtet über seinen 1870 geborenen Großvater Hermann Metzmacher, dass er 1902 von Köln, wo er in der Postlehre gewesen sei, nach Odendorf gekommen sei und als Postillion oder Postbote bis 1920 in einem einspännigen „Cariol-Postwagen“ mit Kutschbock die Post und teilweise Personen mehrmals am Tag von Odendorf über Essig – (Dom-) Esch - Ollheim - Miel – Ludendorf befördert habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frau Margarethe Schmitz aus Odendorf erinnert sich, dass sie als Kind um 1910/14 nach der Schule die Post im Zehnthaus in einem Raum links neben der Haustür zur Straße abgeholt habe und dass dort auch der Telegrafenapparat gewesen sei. Zu dieser Zeit führte bereits Maria Sturm (geboren 1888, gestorben 1932) die Postagentur von Odendorf im Hause der Eltern Wilhelm Hubert und Anna Christina Sturm. Wilhelm Hubert Sturm hatte das Zehnthaus um 1879 erworben, es umgebaut und dabei das Haus mit der Tür zur Straße hin geöffnet. Er war vor und nach 1900 auch Ortsvorsteher in Odendorf und soll die Postagentur in seinem Wohnhaus, dem Zehnthaus, eingerichtet haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon vor 1932 half Margarete Hoven, die in Euskirchen bei der Post gelernt hatte, auf der Poststelle Odendorf im Zehnthaus aus. Sie übernahm dann auch nach ihrer Hochzeit im Jahr 1928 mit Johannes Hoven die Postagentur und führte sie in der gemeinsam betriebenen “Gemischtwarenhandlung und Drogenschrank“ in der heutigen Flamersheimer Straße 36 bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus. Als Johannes Hoven aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, gaben sie die Postagentur an die Familie Engels ab, die sie dann lange in dem früheren Haus Arentz in der Burgstraße, heute das Fachwerkhaus Orbachstraße 23, führte. Später wurde die Post zunächst in die Odinstraße verlegt, dann in der Frankenstraße noch einmal neu eingerichtet, bevor sie nach einer Zeit im fahrbaren Postwagen im sogenannten alten „Kloster/ Krankenhaus/Altenheim“ in der Orbachstraße 9 ein letztes Mal als selbständige Poststelle bestand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit 1998 wird die Postagentur in der Flamersheim Straße 12 geführt, zunächst im linken Hausteil (Schreibwarengeschäft Lexa) und ab 2005 im rechten Hausteil in der Raumausstattung Aussem.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 20 Oct 2023 06:35:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-56-dorfgeschichte-post-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Post,Dorfgeschichte</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 55: Dorfgeschichte - Post (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-55-dorfgeschichte-post-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+55_Briefmarke+100+Jahre+Kraftpost.jpg" title="Briefmarke zum Tag der Briefmarke 2005: 100 Jahre Deutsche Kraftpost"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit dem 17. Jahrhundert wurden die Postverbindungen zwischen größeren Städten wie Köln oder Bonn durch die „Original General Cöllnische Post Ordinantz“ oder durch ein „Thurn- und Taxis’sches Postamt“ durchgeführt. Das galt sowohl für die Personenpost als auch für die Briefpost.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Lande und abseits der nur begrenzt befahrbaren Straßen erfolgte die Beförderung von schriftlichen Dokumenten bis ins 19. Jahrhundert durch Landboten. Das waren vertrauenswürdige Personen, die in der Besoldung von Unterherrschaften oder Pächtern standen. Sie bestritten ihren Unterhalt aus einem zugewiesenen Stück Land, wie z.B. das vom Kloster Marienstern in Essig „Auf dem Pesch“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit der Einrichtung der preußischen Verwaltung ab 1815 wurden die Personen-, Brief- und Paketpost durch die „Königlich-Preußische Post“ organisiert, ab Januar 1828 auch für die Bewohner „auf dem platten Land“. In der Voreifel waren das für 11 Orte, darunter Rheinbach, Euskirchen und Flamersheim, sogenannte nach Klassen unterschiedene Postexpeditionen, Postämter kleinster Art. Sie wurden durch die Bonner „Cariol Post“ versorgt. Das war ein meist zweirädriger, einspänniger Wagen mit einem Kasten zur Beförderung der Post und einem Bocksitz für ein bis zwei Passagiere. Nach dem Ausbau der Bezirksstraße Bonn-Essig-Kuchenheim-Euskirchen wurde die Cariol Post ab 1838 durch eine Personenpost abgelöst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach der Verfügung der „Königlich Hochlöblichen Regierung“ vom 18.5.1846 sollten nach und nach Landbriefbestellungen für königlich Rechnung eingerichtet werden, um
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „... den Bewohnern des platten Landes im Umkreis der Postanstalten die Vorteile einer regelmäßigen und sicheren Briefbestellung zu verschaffen...“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-55_Odendorfer-Paketpostwagen-1939.jpg" title="Odendorfer Paketpostwagen 1939. Foto: W. Rüssel, Odendorf"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Landboten der Postanstalt Flamersheim bereisten verschiedene Ortschaften, ab 1847 unter anderem auch Odendorf. Die Briefzustellungen erfolgten am Montag, Mittwoch und Freitag. Sowohl die Laufzeiten als auch die Organisation der Postannahme und Verteilung änderten sich entscheidend mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Euskirchen-Bonn im Juli 1880. Die Zuständigkeit für Odendorf lag nun bei der Postexpedition I. Klasse in Kuchenheim.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kuchenheim und Euskirchen boten in dieser Zeit aufgrund der gewerblich-industriellen Entwicklung gute Arbeitsplätze. Das kam den Landbewohnern zugute, die nicht mehr von der Landwirtschaft leben konnten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 07 Oct 2023 12:50:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-55-dorfgeschichte-post-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Post,Dorfgeschichte</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+55_Briefmarke+100+Jahre+Kraftpost.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 54: Dorfgeschichte - Wasserversorgung (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-54-dorfgeschichte-wasserversorgung-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+54_Wasserwerk_Ludendorf_1.jpg" title="Das Wasserwerk in Ludendorf. Foto: e-regio GmbH, www.wasser-eu-sw.com"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 gründete sich der Wasserversorgungs-verband Euskirchen-Swisttal (WES). Zum Zuständigkeitsbereich der WES gehören die Flächen der Gemeinde Swisttal mit zehn Ortsteilen und die der Stadt Euskirchen mit 18 Ortsteilen. Versorgt werden ca. 76.000 Einwohner. Die wichtigsten Wassergewinnungs- anlagen stehen in Heimerzheim, Ludendorf und Nöthen. Das Wasser wird aus 15 eigenen Brunnen aus einer Tiefe von bis zu 250 Metern zu Tage gefördert. Es handelt sich überwiegend um Vertikalfilterbrunnen mit Tauchmotorpumpen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das zu Tage geförderte Rohwasser wird in Trinkwasseraufbereitungsanlagen (Wasserwerke) physikalisch aufbereitet. Diese befinden sich in Arloff, Heimerzheim und Ludendorf. Das gewonnene Grundwasser enthält aufgrund seiner geologischen Herkunft gelöstes Eisen und Mangan, natürliche Bestandteile der Erdkruste. Über Filteranlagen mit Quarzkies und Quarzsand können diese Stoffe entfernt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alle natürlich vorkommenden Wasser enthalten freies Kohlenstoffdioxid (CO2), das Wasser ist sauer. Die Entsäuerung erfolgt über Kreuzstrombelüfter. Hierbei wird das unerwünschte CO2 durch gleichmäßiges Einblasen von Luft aus dem Wasser entfernt. Im regulären Betrieb erfolgt eine prophylaktische Desinfektion in den Wasseraufbereitungsanlagen durch die Zugabe von Chlordioxid. Schließlich werden noch natriumbasierte Aufbereitungsstoffe zugesetzt, die korrosionshemmend wirken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein anderes Lebensmittel in Deutschland wird so engmaschig kontrolliert wie Trinkwasser. Unabhängige Labore überprüfend laufend die Qualität des Wassers aus den Brunnen. Die Untersuchung des Trinkwassers erfolgt bei der WES durch ein unabhängiges akkreditiertes Institut, das über eine entsprechende staatliche Zulassung verfügt. Unabhängig davon überwachen auch die Gesundheitsämter die Einhaltung der Qualitätsvorschriften.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wasserwerk Ludendorf, Blick in den Pumpenraum (links) und die Filterhalle (rechts).
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Fotos: e-regio GmbH,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.wasser-eu-sw.com/ueber_uns/wasserwerke/"&gt;&#xD;
      
           www.wasser-eu-sw.com
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Versorgungsgebiet der WES werden monatlich an über 30 mit den Genehmigungsbehörden abgestimmten repräsentativen Entnahmestellen Proben entnommen. Zusätzlich erfolgt quartalsmäßig eine Trinkwasser-Beprobung an den Wasserwerken. Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen hat der Trinkwasserschutz eine besondere Bedeutung. Im Rahmen von landwirtschaftlichen Kooperationen werden die beteiligten Landwirte durch qualifizierte Berater bei einer optimalen und gewässerschonenden Düngung fachgerecht unterstützt. Pro Jahr werden über 1000 Bodenproben untersucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig für die angepasste Dosierung der Waschmittel und die Einstellung technischer Geräte ist die Berücksichtigung des Härtebereichs von Trinkwasser. Die Wasserhärte wird in die Bereich 1 (weich), 2 (mittel = 8 bis 14 Grad Deutsche Härte) und 3 (hart) eingeteilt. Aufgrund der unterschiedlichen Herkünfte des Wassers unterscheidet sich der Härtegrad in den verschiedenen Ortslagen analog zur Zuordnung der Ortschaften zum Wasserwerk. Ludendorf liegt im Härtebereich 2 (mittel).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der durchschnittliche Tagesverbrauch an Trinkwasser pro Person beläuft sich in Deutschland auf 127 Liter pro Tag, das sind 46.000 Liter pro Jahr. Das Wasserwerk Ludendorf beliefert die Ortschaften Odendorf und Palmersheim über zwei Brunnen in einer Tiefe von 30 und 90 Metern. Ludendorf wird von Heimerzheim bedient.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Betriebsführung aller Anlagen liegt seit 2014 bei der e-regio GmbH in Kuchenheim.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 30 Sep 2023 11:18:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-54-dorfgeschichte-wasserversorgung-2</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+54_Wasserwerk_Ludendorf_1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+54_Wasserwerk_Ludendorf_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 53: Dorfgeschichte - Wasserversorgung (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-53-dorfgeschichte-wasserversorgung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Aquaedukt.jpg" title="Aquädukt (Quelle: pixabay.com)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die römische Wasserleitung von der Eifel nach Köln ist das bedeutendste technische Denkmal der Antike nördlich der Alpen. Die Gesamtlänge betrug 95 Kilometer. Der „Römerkanal“ lieferte täglich bis zu 20 Millionen Liter Wasser in die Provinzhauptstadt. Diese großartige Errungenschaft verfiel leider im Verlauf der Geschichte. Gemessen an dieser brillanten Ingenieurleistung der Römer waren die Wasserversorgung und damit hygienischen Verhältnisse bis ins Mittelalter eher als katastrophal zu bezeichnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts versorgte sich eine Straßengemeinschaft mit Trinkwasser über öffentliche Schöpf- und Ziehbrunnen. Später wurden aber auch kleinere Brunnen für den individuellen Bedarf auf den Grundstücken genutzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Bürgermeisterei Ollheim befindet sich die Nachweisung über Wasserentnahmestellen von 1905. Darin sind in Odendorf für 801 Einwohner und 168 Häuser/Höfe sechs öffentliche Brunnen und 48 Privatbrunnen aufgeführt. Sie waren teilweise schon mit Pumpen versehen, hatten eine Tiefe bis zu 15 Meter und führten eine gute Wasserqualität. An sonstigen Wasserentnahmestellen wird ein Teich, der das ganze Jahr Wasser enthält, und der Orbach angegeben, der aber monatelang trocken sein kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachdem Bonn bereits 1874 und Euskirchen 1887 mit dem Ausbau der zentralen Wasserversorgung begonnen hatten, versuchte der Landrat des Kreises Rheinbach im Frühjahr 1905 den Widerstand der Fabrikanten, Gewerbetreibenden und der einzelnen Gemeinden gegen den Bau einer Verbandswasserleitung zu überwinden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Herbst 1905 verhandelte der Bürgermeisterrat der Bürgermeisterei Ollheim in der Schule in Ludendorf und beschloss mit Stimmenmehrheit,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „...unter Zuziehung eines Technikers zu einer Prüfung der Frage einzutreten, ob für die Bürgermeisterei Ollheim eine zentrale Wasserversorgung mit Aussicht auf Rentabilität angelegt werden kann...“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Bürgermeister Esser nahm Verbindung zu dem Zivilingenieur Hermann Ehlert in Düsseldorf auf, der im Sommer 1906 einen „allgemeinen Entwurf eines Wasserwerks für die Bürgermeisterei Ollheim“ vorlegte. Zur Wasserentnahme wies er auf eine großes unteres und ein “oberes“ unterirdisches Staubecken zwischen Odendorf und Miel nahe Ludendorf hin.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Brunnen-90791556.jpg" alt="" title="DBrunnen im Mittelalter (Quelle: forum.rising-world.net)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das obere Staubecken würde teils durch Niederschläge, teils durch Wasser des Orbachs gefüllt, welches bei der Lappermühle versickert und unterirdisch durch die Sand- und Kieslager in das obere Staubecken bei Ludendorf fließt. Weiterhin empfahl er, einen 25 Meter hohen Wasserturm bei Odendorf an der höchsten bebauten Stelle der Gemeinde auf 175 Meter zu errichten. Dadurch sollte der für die Straßenhydranten notwendige Druck in den Leitungen erzeugt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1910 aber beschloss der Bürgermeisterrat Ollheim einen anderen Plan. Dadurch sollte die Versorgung der elf Gemeinden mit 5800 Einwohnern aus dem Rohrnetz der Bürgermeisterei Kuchenheim sichergestellt werden. Dieses Netz bezieht sein Wasser aus den Iversheimer Quellen und liefert es bei natürlichem Gefälle an die Hochbehälter auf 277 Meter am Watzenberg und 237 Meter an der Hardt. Nachdem im Januar 1911 der Bau des druckfesten Rohrnetzes in der Bürgermeisterei Ollheim begann, erhielten ab November dieses Jahres auch die Haushalte in Odendorf sauberes Wasser und die Feuerwehr konnte den Straßenhydranten ausreichend Löschwasser entnehmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1929 erfolgte der Zusammenschluss zum Zweckverband „Wasserwerksverband Kuchenheim-Ollheim“. Das war notwendig geworden, weil der Wassermangel in den unteren Druckzonen nur durch den gemeinsamen Bau des Pumpwerks in Ludendorf im gleichen Jahr behoben werden konnte. Dort wurde in einer Tiefe von 26 Metern das von Ehlert bereits 1905 aufgefundene umfangreiche Grundwasservorkommen im Orbachtal erschlossen, das schon beim ersten Versuch 4000 Kubikmeter Wasser pro Tag lieferte und unabhängig von der jahreszeitlichen Witterung war. 1956 bis 1966 wurde neben den Erneuerungen des Rohrnetzes weitere Wasservorkommen im Nöthener Tal genutzt. Nöthen liegt westlich von Bad Münstereifel auf 355 m Höhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 17 Sep 2023 06:55:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-53-dorfgeschichte-wasserversorgung</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Brunnen,Dorfgeschichte,wasserversorgung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Brunnen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Brunnen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 52: Dorfgeschichte - Voreifelbahn</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-52-dorfgeschichte-voreifelbahn</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+52_N%C3%BCrnberg_Ludwigseisenbahn_Kupferstich_Wiessner_1835.jpg" title="Nürnberg - Eröffnung der Ludwigseisenbahn, Kupferstich von Conrad Wießner (1835)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die erste deutsche Eisenbahnstrecke wurde 1835 eröffnet. Sie führte von Nürnberg nach Fürth auf einer Länge von sechs Kilometern. Bereits 10 Jahre nach dieser Jungfernfahrt wurden ersten Überlegungen für den Bau der Strecke von Euskirchen nach Rheinbach angestellt. Zunächst aber baute die Rheinischen Eisenbahngesellschaft zu Cöln in den 1860er die Linie Euskirchen – Düren. Erst ab 1870 wurden wieder konkrete Planungen für die Strecke Euskirchen-Bonn betrieben. Die Concessions-Urkunde für die „Wiederaufnahme“ der Aachen-Frankfurter Heerwegverbindung als Bahnstrecke wurde 1873 veröffentlicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Planfeststellung für den Bereich der Gemeinde „Cuchenheim“ erfolgte 1878. Zuvor war ein heftiger Streit zwischen dem Gemeinde-Vorsteher Pick von „Cuchenheim“ und der „Direction zu Cöln“ entbrannt. Es ging um den Verlauf der Strecke und die Lage des Bahnhofs, niedergelegt in seitenlangen Schreiben. Die bis 1880 private Rheinische Eisenbahn Gesellschaft wollte die Strecke südlich von Kuchenheim verlaufen lassen und den Bahnhof bei Palmersheim bauen. Der Gemeinde-Vorsteher Pick aus Kuchenheim plante die Streckentrasse und den Bahnhof Kuchenheim an der heutigen Stelle. Er erreichte sein Ziel durch einen finanziellen Beitrag für das Projekt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1879 erfolgte die Ausschreibung der Erdarbeiten für den Bau der eingleisigen Eisenbahnlinie. Im Januar 1880 verkehrten die ersten Arbeiterzüge, und die erste Bahnfahrt fand am 7. Juni 1880 zwischen Euskirchen und Bonn statt. Die Empfangsgebäude für Kuchenheim, Odendorf, Rheinbach und Meckenheim wurden als nahezu identische Typenbauten viergeschossig in Backstein errichtet. Die Entwürfe stammten von der Königlichen Eisenbahndirektion zu Köln. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-52_Voreifebahn-1_Paketpostwagen.jpg" alt="" title="Odendorfer Paketpostwagen 1939 (Foto: H. Hoven, Odendorf)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorfer Paketpostwagen 1939 (Foto: H. Hoven, Odendorf)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den größten Ausbau erreichte die Strecke zwischen 1930 und 1940, teilweise schon zweigleisig. Als Verkehrsweg war die Bahn im Zweiten Weltkrieg auch Ziel der alliierten Luftverbände. In den Nachkriegsjahren wurde das zweite Gleis dann wegen zu geringer Nachfrage in immer mehr Abschnitten entfernt und der Fahrplan ausgedünnt. Mittelfristig drohte sogar die Stilllegung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab 1979 stieg die Nachfrage wieder, das Angebot wurde deutlich verdichtet und der Halbstundentakt tagsüber eingeführt. Die Fahrgastzahlen stiegen sprunghaft. Schließlich gab es ab 1995 bis Rheinbach einen Viertelstundentakt. Nach der Erweiterung um vier Haltepunkte 2013/2014 zwischen Bonn und Euskirchen gibt es 12 Stationen. Die Linienlänge beträgt 34 km.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sparmaßnahmen, Rationalisierung und Personalabbau führten 1975 zum Abbruch des Odendorfer Bahnhofs, der Kuchenheimer folgte 1977. Erhalten sind die beiden identischen Bahnhöfe in Rheinbach und Meckenheim. Sie stehen seit 1989 auf Anordnung des Regierungspräsidenten Köln als zuständige Untere Denkmalbehörde für Bundes- und Landesbauten unter Denkmalschutz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Ausblick: 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nach der Hochwasserkatastrophe im Juni 2021 ist seit Mai 2022 auch der letzte Streckenabschnitt der Voreifelbahn (S 23) zwischen Odendorf und Euskirchen wieder in Betrieb. Vor allem in Odendorf hatte der reißende Orbach die Bahninfrastruktur in Mitleidenschaft gezogen. Etwa ein Kilometer Gleise waren stark beschädigt sowie Bahndämme und Weichen vollständig unterspült. Der gänzlich zerstörte Bahnübergang „Orbachstraße“ wurde komplett erneuert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie der General-Anzeiger 2022 berichtete, soll die Strecke bis 2026 elektrifiziert werden. Dieser Zeitplan gilt als sehr ambitioniert. Bislang war etwa für die Voreifelbahn als Zieljahr zur Elektrifizierung das Jahr 2033 angepeilt worden. Dass es nun deutlich schneller gehen könnte, liegt am Aufbauhilfegesetz des Bundes, das nach der Hochwasserkatastrophe in Kraft trat. Mit diesem Gesetz soll u.a. die Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken schneller möglich sein, da die Umweltverträglichkeitsprüfung entfällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kosten für die Elektrifizierung der Voreifelbahn werden mit ca. 100 Millionen Euro beziffert. In diesem Betrag ist der zweigleisige Ausbau allerdings nicht enthalten, dafür sind weitere Planungen notwendig. Die Zweigleisigkeit soll bei den Arbeiten zur Elektrifizierung aber bereits berücksichtigt werden. Nach dem geplanten Ausbau der Strecke wird Mitte der 30er Jahre zwischen Bonn und Euskirchen ein 20-Minuten-Takt entstehen, der in der Hauptverkehrszeit auf 10 Minuten verdichtet werden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Aug 2023 14:29:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-52-dorfgeschichte-voreifelbahn</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Voreifelbahn</g-custom:tags>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 51: Das Trostpflaster in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-51-das-trostpflaster-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+51_Plakette.jpg" title="Informationstafel am Trostpflaster"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen der alten kath. Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Odendorf und dem Zehnthaus finden wir eine freistehende Stele. Es ist ein Gedenkstein. Hier ist seine Geschichte von der Idee bis zur Umsetzung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es begann im November 2005. Barbara Hölscher war die damalige Sprecherin des Leitungsteam der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) St. Petrus und Paulus Odendorf/Essig. Die Zeitschrift „Rundgang“ des Bundesverbandes der kfd berichtete über einen Gedenkstein für verlorene Schwangerschaften und Totgeburten, der in Köln errichtet worden war. Für Barbara Hölscher war diese Information der erste Impuls auch eine solche Gedenkstätte für „verlorene Kinder“ in Odendorf zu errichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Information: Totgeburten und Fehlgeburten, auch Sternen-, Engels- oder Schmetterlingskinder genannt, wurden bis in die 1970er Jahre mit dem Krankenhausmüll entsorgt oder anonym zu einem toten Erwachsenen in den Sarg gelegt. Das Bestattungsgesetz erlaubte bis dahin keine Beerdigung, wenn das Menschlein weniger als 500 Gramm wog. Die Eltern hatten keinen Ort zum Trauern.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das damalige Leitungsteam stieß bei den Mitgliedern auf positive Resonanz und erweiterte das Anliegen auch auf im Krieg und auf der Flucht verloren gegangene Kinder. Schließlich bezog man noch die lebenden Kinder mit ein, mit denen man auch seine Not haben kann.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem der Beschluss feststand und Pater Antoni Trojak (†2019) als geistlicher Begleiter und der Kirchenvorstand am 10. April 2006 das Einverständnis dazu gaben, fand man in dem Siegburger Steinmetzmeister Markus Weisheit einen sensiblen Ansprechpartner für die Umsetzung. Mit ihm erarbeitete das Team die Gestaltung des Steines. Dieser sollte ein Sinnbild für Zuwendung und Trost werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wahl fiel auf einen bunten Sandstein aus dem Kylltal, der durch seine Maserung sehr lebendig wirkt. Den Standort an der alten Kirche wählte man deshalb aus, weil er jederzeit frei zugänglich ist und im Mittelpunkt des Dorfes liegt. Dieser Platz ist außerdem geweihte Erde, da hier früher der Dorffriedhof war. Aus bekannten Gründen sind die Kirchen nur zeitweise geöffnet. Das Trostpflaster dagegen ist rund um die Uhr zugängig, liegt zwischen den Kirchen, dem Zehnthaus, der Schule und den Kindergärten, also ein Ort, der ständig Leben um sich hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+51_Stele.jpg" alt="" title="Die Stele zwischen Zehnthaus und alter Pfarrkirche"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachdem auch die denkmalrechtliche Genehmigung vorlag, erledigte der Bauhof der Gemeinde Swisttal kostenlos die Erdarbeiten und stellte die Sitzbank auf. Die Firma Krüger aus Odendorf übernahm die Pflasterarbeiten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach sorgfältiger Überlegung einigte man sich auf den Namen „Trostpflaster“. Ein passender Name mit vielschichtiger Bedeutung. Die umgebende Pflasterung führt in Spiralform, bildhaft für den Kreislauf des Lebens, zur Mitte der Stele hin. In die Fugen wurden Worte geschrieben wie – Trost, Liebe, Segen, Halt, Vertrauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Fundament unter der Stele ist ein „Engel des Trostes“ eingelassen, im Pflaster ein Olivenholzkreuz aus Jerusalem. Die zweiteilige Form des farbenfrohen Steins, der sich gut in die Umgebung der historischen Gebäude einfügt, lässt bewusst mehrere Deutungen zu. Die einen sehen darin zwei geöffnete Hände, die etwas nicht Sichtbares umschließen. Die sehen anderen ein Paar, das einander umarmt, tröstet und hält. Dazwischen befindet sich ein Hohlraum, eine leere Stelle für das verlorene Kind, das fehlt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Ort lebt davon, dass man ihn nutzt. Im Stein sind Nischen eingelassen. Man kann etwas hineinlegen, z.B. einen schönen Stein, eine Feder, eine Muschel. Es ist auch möglich ein Teelicht darin zu entzünden. Ebenso kann man ein „Trostpflaster“ entnehmen. Dies ist ein kleiner aufbauender Spruch, der in einem Fach in der Stele für Jeden hinterlegt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die feierliche Einsegnung der Stele mit anschließendem Gottesdienst fand durch Pater Antoni Trojak und Pfarrer Ernst Edelmann am 21.10.2006 statt. Das Trostpflaster wurde nach der Einweihung zu einer Schenkung der kfd an die Pfarrgemeinde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 11 Aug 2023 19:40:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 50: Wege und Straßen (Teil 3)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-50-wege-und-strassen-teil-3</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+50_Orbachstrasse.jpg" title="Postkarte um 1935/40: Blick in die Bachstraße, früher Huttgasse, heute Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Siedlung Odendorf entstand in der Nähe eines frühen, seit der Jungsteinzeit gebildeten und von den Römern wieder aufgenommenen Erschließungsstrangs vom Köln-Bonner Raum über die Eifelhöhen nach Trier.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Die inneren Dorfstraßen im alten Ortskern von Odendorf waren durch den Orbach getrennt. Bis zum Bau der ersten befahrbaren Brücke im Verlauf der heutigen Odinstraße/Franken-straße und der nur begrenzt befahrbaren Brücke an der alten Schule war der Orbach mit Fahrzeugen nur durch Furten zu überqueren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In die Katasterkarten von 1823 sind durch die Geometer vom Hörensagen folgende Straßenbezeichnungen aufgenommen worden, die bis in dieses Jahrhundert gebräuchlich waren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Obergasse“:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           sind die beiden heutigen oberen Orbachstraßen zwischen den Brücken Odinstraße/ Frankenstraße und der alten Schule. Die westliche Obergasse führte über den Kirchhof und endete bis zum Straßendurchbruch im Jahre 1923 am heutigen Grundstück Orbachstraße 11 und an der alten Vikarie beziehungsweise an dem unteren Eingang zum ehemaligen Kranken- und Waisenhaus Orbachstraße 9. Von dort führte der „Kirchweg“ über eine Treppe bis an den Kirchhof und zur alten Pfarrkirche St. Petrus und Paulus. Die Obergasse wurde nach 1933 in Burgstraße umbenannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Hütt Gasse“: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           heute sind es die beiden unteren Orbachstraßen zwischen der Brücke Odinstraße/ Franken-straße und der Bahn. Der 1823 aufgenommene Name Hüttgasse wird als Gasse mit einfachen Behausungen (Hütten) gedeutet. „Hütt“ könnte aber auch mit „Hute“, „Hoit“, Hutung = Weideland/ Hüteplatz verglichen werden. Die Hütt Gasse wurde nach 1933 zur Bachstraße.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Flinken Gasse“: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           nach 1933 in den bis heute umstrittenen Namen Odinstraße geändert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+50_Gastwirtschaft+Andreas+Schaefer.jpg" alt="" title="Postkarte vor 1915: Gastwirtschaft und Handlung von Andreas Schaefer mit Blick in die Finkengasse, heute Odinstraße."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Poststraße“: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            die nach 1933 in Frankenstraße umbenannte weitere sehr alte Straße im Odendorf Ortskern. Ältere Oldendorfer gebrauchen für die frühere Poststraße bis heute auch den Namen Pützgasse. Beide Begriffe können identisch sein mit „Pütt“, „Pfütz“, „Pütz“, „Poett“ (lat. puteus gleich Brunnen) und in der Bedeutung mit Schöpf- oder Ziehbrunnen in Verbindung gebracht werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Kirchengasse“: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            der westliche Teil der heutigen Straße Am Zehnthof zwischen der Flamersheimer Straße und dem früheren Kirchhof um die alte Pfarrkirche., von der auch der alte Pfarrhof und der Kartäuser Hof mit den Zehnthaus zu erreichen waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Lennartz Gasse“:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die heutige Straße Schornbusch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Jacobsgäßchen“:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die heutige Jakobstraße.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Hülsgenweg“:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die heutige Germanenstraße.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Straßennamen dienen in erster Linie der Orientierung. Sie spiegeln aber auch die aktuellen und historischen Verhältnisse wider. Deshalb sind sie über lange Zeiträume eine Art Erinnerungskultur. Ereignisse und historische Personen werden im Verlauf der Geschichte unterschiedlich bewertet. So kam es in den vergangenen Jahren bundesweit immer wieder zu Diskussionen über Straßennamen, die aus heutiger Sicht Anlass zu Bedenken geben. Im Einzelfall führte das zu Umbenennungen. Gleiches gilt für Denkmäler. Auch im allgemeinen Sprachgebrauch finden sich Besonderheiten. Der Abschnitt „am Hang“ des Schornbusch in Odendorf wird „Gemüths-Berg“ genannt, nach dem leider nicht mehr vorhandenen Fachwerkhof der Familie Gemüth.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vergabe von Straßennamen obliegt der Gemeinde. Eine Straßenbenennung nach Personen wird äußerst restriktiv gehandhabt. In Odendorf sind Straßen nach Engelbert Zimmermann, Anna Casalter und Nikolaus Ehlen benannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Jun 2023 09:28:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-50-wege-und-strassen-teil-3</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 49: Wege und Straßen (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-49-wege-und-strassen-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+49_Tranchot_M%C3%BCffling.jpg" title="Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und v. Müffling 1803-1820, Blatt Nr. 101 Heimerzheim. Maßstab 1:25000"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An der „Straßenkreuzung“ in Essig wurde in der Zeit der verhängnisvollen Pestepidemien und der ansteigenden Pilgerscharen 1432 das Kloster Mariastern auf dem Essig mit der Errichtung eines Hospitals, eines Armenfriedhofs und einer Kapelle gegründet.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts betrieb Frankreich im besetzten linksrheinischen Gebiet den gezielten Ausbau der traditionellen Wegenetze.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen 1801 und 1814 wurden die von den Franzosen besetzten „Rheinlande“ auf Anweisung Napoleons topographisch aufgenommen. Die Leitung übernahm der französische Geograph und Oberst Tranchot. Dieser legte ein Dreiecksnetz über das Gebiet westlich des Rheins mit den Eckpunkten Saarbrücken im Süden und Kleve im Norden. Die Kartenblätter wurden mehrfarbig im Maßstab 1:20 000 gezeichnet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Befreiungskriege (1813 – 1815) beendeten die Arbeit der französischen Vermesser. Das Rheinland wurde nach dem Wiener Kongress 1815 dem Königreich Preußen zugeschrieben. Preußische Offiziere unter der Leitung des Generalmajors Freiherr v. Müffling setzten die Aufnahmen der linksrheinischen Gebiete fort. Die Karten waren ausschließlich der militärischen Nutzung vorbehalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In den sogenannten Tranchot - v. Müffling’schen Karten und in den preußischen Urkataster Aufnahmen von 1822/23 vereinigen sich die Straßen von Aachen nach Koblenz und von Luxemburg nach Bonn im Bereich des Klosters Essig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie wurden als Bezirksstraßen ausgebaut, d.h. verbreitert, mit Straßengräben versehen, gepflastert und je nach Bodenqualität beziehungsweise Wasserverhältnissen durch Straßenbäume ergänzt. Mit dem Ausbau werden sie auch gebührenpflichtig. Gleichzeitig wurde der Verlauf der Straße zwischen dem Kloster Essig und der Orbach-Brücke in Richtung Rheinbach begradigt. Heute entsprechen sie der B 56 und der B 266.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Ausbau der Essig-Flamersheimer Straße, des „Gemeindeweges I. Klasse“ zwischen Odendorf und Palmersheim, erfolgte 1854.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Tranchot - v. Müffling’schen Karten erfreuen sich heutzutage großer Beliebtheit als dekorativer Wandschmuck. Sie können über „GEObasis NRW“ unter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.tim-online.nrw.de"&gt;&#xD;
      
           www.tim-online.nrw.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            eingesehen und erworben werden. Die Originale befinden sich in der Staatsbibliothek – Stiftung Preußischer Kulturbesitz – in Berlin.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 24 Jun 2023 16:25:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-49-wege-und-strassen-teil-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 48: Wege und Straßen (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-48-wege-und-strassen-teil-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+48_Stra%C3%9Fen+und+Wege_Teil1_Flyer_Titel.jpg" title="Faltblatt Erlebnisraum Römerstraße (Hrsg. EuRegionale 2008 in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es waren die Römer, die die ersten befestigten Fernstraßen in den Gebieten nördlich der Alpen bauten. Unser heutiges Straßen- und Wegenetz basiert zum Teil auf diesen alten Verkehrswegen. Sie lösten die vorgeschichtlichen Naturwege ab, es waren ingenieurtechnische Meisterleistungen. Man brauchte diese Straßen nicht nur als Aufmarschweg für das Militär, sondern weit mehr noch für die Integration der neu eroberten Gebiete in das Imperium Romanum. Die Staats- bzw. Fernstraßen bildeten ein dichtes Netz und erreichten auch die entlegensten Winkel des Reiches. Schätzungen gehen dabei von mehr als hunderttausend Straßenkilometern aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In unserer Region, der damaligen römischen Provinz Germania inferior (Niedergermanien) gab es drei besonders wichtige Fernwege, die ihre Bedeutung bis in die Gegenwart beibehielten, denn noch heute verlaufen hier Bundesstraßen auf alten Wegetrassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst war es die Limesstraße, die am Rhein entlangführte und vorrangig die Kastelle miteinander verband. Heute ist die Deutsche Limes Straße eine touristische Route für Autofahrer. Sie folgt dem Verlauf des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer-, Obergermanisch-Raetischer- und Donau Limes – eine Strecke vom Niederrhein bis nach Passau an der Donau. Der 900 km lange Limes Radweg führt durch unterschiedliche Kulturlandschaften und trifft neben römischen Denkmälern auf viele Sehenswürdigkeiten anderer Epochen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Via Agrippa geht es um ausgebaute Heerstraßen, wobei die Bezeichnung „Agrippa-Straße“ erst in der Neuzeit üblich wurde. Das gallische Straßennetz mit dem Ausgangspunkt Lyon wurde unter Marcus Vipsanius Agrippa, dem Statthalter Galliens geschaffen. Eine Trasse führte über Trier und Lyon zur Mittelmeerküste, eine weitere von dort nach Aquitanien. Es gibt mehrere Verzweigungen. Für unsere regionale Betrachtung ist es die alten Römerstraße Köln – Trier.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die „Via Belgica“ stellte eine wichtige Ost-West Verbindung dar. Eine Straßenbezeichnung dieses Namens gab es zu römischer Zeit noch nicht, der antike Name ist nicht überliefert. Der heutige Name ist eine moderne Bezeichnung der Straßenforschung. Sie bezieht sich auf eine bedeutende, ca. 400 km lange Fernstraße, die vom heutigen Köln über Frechen, Jülich, Maastricht bis nach Boulogne-sur-Mer an der Atlantikküste führte und dabei die frühere römische Provinz Gallia Belgica durchquerte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle drei Straßen kreuzten sich in der Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien, in Köln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+48_Stra%C3%9Fen+und+Wege_Teil1_Flyer.jpg" alt="" title="Quelle: Faltblatt Erlebnisraum Römerstraße (Hrsg. EuRegionale 2008 in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teilstücke der Agrippa-Straße zwischen Köln und Dahlem und der Via Belgica zwischen Köln und Übach-Palenberg sind im Feld, im Wald und in städtischen Straßenzügen mehr oder minder gut erkennbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu unserer Region: Die bei Grabungen ermittelten Befunde bestätigen einen römischen Straßenkörper am Swistübergang bei Miel sowie einen ähnlichen Straßenkörper nordöstlich der Oststraße von Odendorf. Er liegt in unmittelbarer Nähe des dort festgestellten, vollständig erhaltenen Erdwerks der Michelsberger Kultur (jungsteinzeitlich um 4000 v. Chr.). Sie belegen die Anfänge einer Wegeführung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenfalls nahe Odendorf verlief, entsprechend der heutigen B 56 von Kuchenheim bis Essig und der B 266 von Essig nach Rheinbach, eine im frühen Mittelalter aufgenommen West-Ost Verbindung, die Aachen-Frankfurter Heerstraße.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die überregionale Wegeverbindungen werden seit dem Mittelalter gleichzeitig als Pilgerwege genutzt. Das gilt für die Wallfahrt von Köln über das Kloster Schillingskapellen und den Michelsberg nach Trier, sowie für die großen Wallfahrten aus Nord- und Ostdeutschland über den Köln-Bonner Raum nach Luxemburg, Frankreich und bis zum Grabe des Apostels Jakobus nach Santiago de Compostela in Spanien.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 02 Jun 2023 13:49:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-48-wege-und-strassen-teil-1</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 47: Schule im Zehnthaus (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-47-schule-im-zehnthaus-teil-2</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+47_Schule+im+Zehnthaus_Teil2_1.jpg" title="Erinnerung an die Bauruine Stand 1971 (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Errichtung des Zehnthauses 1726, damals hatte Odendorf rund 300 Einwohner, gab es eine sehr vielfältige Nutzung. Zunächst als Lagerort für den Zehnten. Als Folge der Politik Napoleons zur Klosterenteignung und zur Auflösung der Zwangsabgabe des Zehnten wurde das Haus 1810 an einen Einwohner in Essig verkauft, später als Poststelle genutzt und bis 1971 als Mietshaus bewohnt. Der Zehnthofplatz wurde von der Gemeinde als dörfliches Zentrum ausgebaut, das Zehnthaus jedoch – inzwischen als Baudenkmal eingestuft – war dem Verfall preisgegeben. Hier schließt sich der Kreis zur Gründung des Vereins Zehnthaus im Jahre 1974, der sich die Rettung des Baudenkmals auf die Fahne geschrieben hatte. Ziel ist die Restaurierung und die Nutzung des Hauses durch die Bevölkerung. Und siehe da: die Kinderschar ist gut informiert. Tauf-, Kommunions- und Konfirmationsfeiern, Hochzeiten und Familienfeste aller Art finden im Zehnthaus statt. Ein in der Region wohlbekanntes und geschätztes Mietobjekt! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich wird auch die Odendorfer Fahne vorgestellt, die der Bundesrepublik und die der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Wir haben bereits gelernt: Das Zehnthaus ist ein Baudenkmal. Das wird dokumentiert durch die an der Nordseite angebrachte Plakette und ist verbunden mit der Pflicht, das Haus in seinem ursprünglichen Zustand zu belassen. Veränderungen bautechnischer oder architektonischer Art sind nicht erlaubt. Außerdem muss der Erhalt des Hauses sichergestellt sein. Das bedeutet für den Verein eine große Verantwortung, auch finanzieller Art. Das verstehen Kinder sehr wohl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lernpädagogischer Schwerpunkt ist die Erinnerung an die Zahl 1726, das Jahr der Erbauung des Zehnthauses. Diese Zahl wird im Sprechgesang mehrfach wiederholt, um sie sich einzuprägen. Damit verbunden ist die Aufforderung, am Abend die Eltern nach diesem Datum zu fragen. Motto: Wir wissen mehr als unsere Eltern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es folgt die Begehung des Speichers. Die Treppe dorthin ist noch enger und steiler als die zum Kartäuser-Saal. Der Speicher bietet viel Platz, man kann uralte Balken bewundern, die scheinbar vom Holzwurm befallen sind, tatsächlich aber sind sie gut restauriert.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt vermittelt uns der Speicher eine etwas abenteuerlich eingefärbt Stimmung. Ein verlassenes Wespennest, ein präparierter Uhu und der diskrete Hinweis auf mögliche Fledermäuse erzeugen eine Mischung aus Interesse und leichten Bedenken. Man kann nie wissen – also Vorsicht. Im Vorstandszimmer (Archiv) gibt es dann zur Belohnung eine Auswahl an verschiedenen Präsenten, wobei Deutschland- Caps, Wasserpistolen und Sonnenbrillen der Renner sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind wieder im Erdgeschoss im Maria-Stern-Saal. Von hier beginnt der Abstieg in das „Verließ“ im Kellergewölbe. Vorsicht ist geboten, Köpfe einziehen und hinein in die Dunkelheit. Kerzenlicht erhellt den Raum, schwere Eisenringe lassen die Fantasie über die Nutzung spielen. Nein, es waren keine Gefangenen, die hier eingeschlossen waren, vermutlich wurde hier eher Wein gelagert. Um aufkommende Angstzustände zu überwinden, singt die Klasse mit Inbrunst das Schullied der Schule am Zehnthof. Das macht wieder Mut. Als wir wieder das Tageslicht sehen, kann man in einigen Gesichtern durchaus Erleichterung erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Abschied steht ein Klassenfoto vor dem Zehnthaus auf dem Programm. Der sprudelnde Brunnen auf dem Zehnthofplatz ist eine Versuchung. Im Nu sieht sich die Klassenlehrerin durch ihre Schüler einer Wasserpistolenattacke ausgesetzt. Sie nimmt es gelassen. Abmarsch wieder in Doppelreihe – bis zum nächsten Jahr!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 18 May 2023 17:43:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-47-schule-im-zehnthaus-teil-2</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 46: Schule im Zehnthaus (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-46-schule-im-zehnthaus-teil-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugegeben: Bezogen auf das Zehnthaus mag uns Erwachsenen der etwas effektheischende Titel überzogen erscheinen. Allerdings sieht das aus der Perspektive einer dritten Klasse der Schule am Zehnthof ganz anders aus. Das konnte der Vorstand des Vereins Zehnthaus in den vergangenen Jahren immer wieder erfahren, wenn es wieder hieß: Schule im Zehnthaus. Seit 2007 hat der Verein eine alte Tradition wiederbelebt, nämlich die dritten Klassen der Grundschule ins Zehnthaus einzuladen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es sind jeweils zwei bzw. drei Klassen, die Jahr für Jahr vor den Sommerferien oder im März im Rahmen einer Projektwoche für eine Unterrichtstunde das Zehnthaus in Begleitung der Klassenlehrerin besuchen und vom Keller bis zum Boden alles unter die Lupe nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klassen kommen in Doppelreihe (Verkehrssicherheit!) um die Ecke der Kirche St. Petrus und Paulus und werden auf der Kirchenseite in Empfang genommen. Hier löst sich die Ordnung in eine lockere Formation zur Begrüßung auf. Wir schauen auf das Zehnthaus und entdecken schmiedeeiserne Zeichen (Maueranker!) auf halber Wand-höhe, die alsbald als die Jahreszahl 1726 entziffert werden. Gut gemacht! Wir überqueren vorsichtig die Straße und versammeln uns vor den beiden Matronen-steinen zwischen dem Zehnthaus und der romanischen Kirche. Hier kommt es darauf an, in kurzer Form die Bedeutung von Matronen, so hießen einheimische Göttinnen, für den Glauben der Menschen im römischen Rheinland zu erläutern. Zum richtigen Verständnis gehört aber auch, dass die Steine vor ca. 130 Jahren beim Bau der Eisenbahn zwischen Bonn und Euskirchen in der Nähe von Odendorf gefunden wurden. Die Originale befinden sich im LVR-Landes Museum in Bonn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+46_Schule+im+Zehnthaus_Teil1_Vortrag.jpg" title="Lehrstunde über ein Denkmal (Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Weg zum Zehnthaus gilt es seit 2012 ein neues Objekt auf dem Zehnthof vorzustellen, nämlich den Offenen Bücherschrank. Bemerkenswert festzustellen, dass erst die Hälfte der Schülerinnen und Schüler schon einmal in den Bücherschrank geschaut hat. Grund genug, dafür Werbung zu machen. 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Im unteren Fach gibt es spezielle Jugend- und Kinderbücher, die jedermann ausleihen oder auch entnehmen und behalten darf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir gehen weiter zur Eingangstür. Über dem Türsturz entziffern wir wieder die Jahreszahl 1726. Die Tafel neben der Tür enthält einige grundlegende Informationen zum Zehnthaus, vorgelesen und verkündet durch einen Freiwilligen mit lauter Stimme. Wir merken uns die Stichworte: Kartäuser-Orden, Zehntabgabe. Dann geht es zum oberen Saal, dem Kartäuser-Saal. 46 Beine wollen gleichzeitig über die Wendeltreppe nach oben. Alle Besucher dürfen sich in das Gästebuch eintragen, das später mit einigen Bildern den Besuch dokumentieren wird. Stühle und Tafel sind vorbereitet und nun geht es in einem lockeren Gespräch um die Geschichte des Zehnthauses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei kommt es darauf an, den Zeit-Aspekt der geschichtlichen Entwicklung für den Blickwinkel von 9-jährigen zu öffnen. Was war der ‚Zehnte‘, wer musste ihn abliefern, wer erhielt den ‚Zehnten‘, wo wurde er gelagert? Aha, natürlich im Zehnthaus mit einer Mauerstärke von 58 cm. Die bietet Schutz gegen Hitze und Kälte und, wenn nötig, auch vor Räubern. Welche weiteren Themenbereiche werden behandelt? Welche Fragen werden gestellt und beantwortet? Zum Beispiel: Was ist ein Orden? Was ist der Kartäuser-Orden? Wer war Napoleon? Was ist ein Baudenkmal?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teil 2 folgt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 14 May 2023 16:08:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-46-schule-im-zehnthaus-teil-1</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 45: Die neue katholische Kirche in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-45-die-neue-katholische-kirche-in-odendorf</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+45_neue-kath-Kirche_Ansichtskarte.jpg" title="Die neue Pfarrkirche in Odendorf um 1930, Ansichtskarte des Verlags Willy Flächsner (Quelle: Gemeindearchiv Swisttal, Sammlung Matanovic)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während der Ursprung der alten Odendorfer Pfarrkirche auf die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückgeht, ist die neue Pfarrkirche St. Petrus und Paulus wesentlich jüngeren Datums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1901 wurden unter Pastor Karl Welter vom Kirchenvorstand entscheidende Beschlüsse über den Neubau einer Kirche in Odendorf gefasst. Die materielle Basis dafür bildete eine Erbschaft des 1886 verstorbenen, aus einer angesehenen Kölner Familie stammenden Pastors Nikolaus DuMont an die Kirchengemeinde Odendorf. Die fehlenden Mittel sollten durch „freiwillige Beiträge“ der Odendorfer Familien und durch Umlagen gedeckt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst nach Aufgabe der noch 1896 geplanten Kirchenerweiterung und eines Turmneubaus an der zu klein gewordenen alten Kirche ging die Planung eines Kirchenneubaus zügig voran. Die Leitung übernahm der Bonner Baumeister und Leiter der Kirchenbaufirma Becker &amp;amp; Böhm in Bonn, Jacob Stumpf (1875-1936).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem großzügigen Neubau, der Platz für 1500 bis 1600 Gläubige bietet und auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrgartens entstehen sollte, wurde mit dem ersten Spatenstich am 12.11.1901 begonnen. Die Vergabe der Bauarbeiten erfolgte im Januar 1902, die Grundsteinlegung im Mai 1902, die Einsegnung im November 1903. An der Flamersheimer Straße und an der heutigen Straße „Am Zehnthof“ erhielt die Kirche eine durchgehende Einfriedungsmauer mit Gitterstäben zwischen hohen Backsteinpfeilern, von der noch heute Reste als Sockel an der Flamersheimer Straße erhalten sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die eigentliche Weihehandlung (Konsekration), die dem Bischof vorbehalten ist, erfolgte 1906. Durch die Konsekration wurde der Kirchenbau dem weltlichen Gebrauch entzogen und in den alleinigen Dienst Gottes gestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stilrichtung ist neugotisch. Die dreischiffige Backsteinkirche hat einen vorgesetzten, 56 m hohen Westturm. Die Zimmerarbeiten wurden von dem Odendorfer Handwerker Prior, die Schreinerarbeiten von Arentz ausgeführt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der ursprünglichen Innenausstattung, die hauptsächlich aus den Einkünften der damals unbesetzten, aber bezahlten Vikariestelle beschafft werden konnte, sind noch erhalten (Auswahl):
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Orgelempore aus Holz mit dem neugotischen Prospekt der 1907 von Peter Welter gestifteten und
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            1908 mit 19 Registern von dem Bonner Orgelbauer Joh. Klais sen. als Opus 388 gebauten Orgel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der 1907 von dem Tiroler Bildhauer Martiner aus St. Ulrich gelieferte Kreuzweg
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Steinfiguren des hl. Petrus zur Linken und des hl. Paulus zur Rechten an den Säulen vor dem Chor
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die 1905 von Müllenbruck gelieferten Bänke.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ersten Chorfenster stiftete Theodor Keßel aus Odendorf, bekannt als „Brandwein-Brenner“, er war langjähriges Kirchenvorstandsmitglied. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie so stark beschädigt, dass sie nicht mehr erhalten werden konnten. Die jetzigen Chorfenster von 1952 sind das Erstlingswerk des Glasmalers Paul Weigmann, der in der Nachkriegszeit insgesamt über 300 Glasfenster für zerstörte Kirchen entworfen hatte. Seine Werke befinden sich u. a. in den Kölner Kirchen St. Severin, im Bonner Münster und in den Domen von Mainz, Speyer und Paderborn. Die neuen, im Oktober 1973 eingesetzten Fenster in der alten Kirche wurden ebenfalls von Weigmann entworfen. Die Neuanfertigung der Buntglasfenster für beide Odendorfer Kirchen übernahm die traditionsreiche Glasmalerei Oidtmann aus Linnich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Jahren 1993 bis 1996 erfolgte die letzte umfassende Restaurierung der neuen Pfarrkirche, die unter anderem die Erneuerung aller Gewölbe im Kirchenschiff und des kompletten Turmhelms umfasste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die neue Pfarrkirche erhielt dasselbe Patrozinium wie die alte Kirche, deren Schutzpatron zunächst St. Petrus und vermutlich erst seit der Barockzeit die Heiligen Petrus und Paulus waren. Das Patronatsfest wird am 29. Juni, dem liturgischen Gedenktag der Schutzpatrone begangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Die Eintragung in die Liste der Baudenkmäler erfolgte am 6. Mai 1992 unter der lfd. Nr. 4.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Information wurde zusammengestellt vom Verein Zehnthaus mit freundlicher Unterstützung des Archivs der Gemeinde Swisttal
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 20 Apr 2023 15:06:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-45-die-neue-katholische-kirche-in-odendorf</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 44: Wie die Engelbert-Zimmermann Straße ihren Namen bekam (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-44-wie-die-engelbert-zimmermann-strasse-ihren-namen-bekam-teil-2</link>
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  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Engelbert Zimmermann wurde
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            am
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="null" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           14. August 1898 in Odendorf als Sohn des Schmieds Thomas Zimmermann und seiner Ehefrau, Margaretha Zimmermann, geborene Hülz geboren.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er erlernte wie sein Vater das Schmiedehandwerk. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig zum Dienst und kam als Schmied zur Kavallerie. Nach dem Ersten Weltkrieg wollte er nicht als „abhängiger Angestellter“ arbeiten und meldete deshalb ein Reisegewerbe an. Er zog mit einem Rucksack und einem Koffer durch die Dörfer bis in die Eifel und bot Textilien feil.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zweiten Weltkrieg war er als Unteroffizier zunächst in Polen, dann in Frankreich und schließlich in Russland, wo er in Gefangenschaft genommen wurde. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft gelangte er stark unterernährt in ein Krankenhaus in St. Arnold bei Münster, wo er gesund gepflegt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit Ende 1948 engagierte sich Engelbert Zimmermann zunehmend in der Kommunalpolitik. Seit November 1948 bis zu seinem Tod im Jahr 1958 gehörte er der Amtsvertretung des Amtes Ollheim in Ludendorf und als SPD-Mitglied dem Gemeinderat der Gemeinde Odendorf an. Sein Wahlspruch lautete „Für Recht und Gerechtigkeit“. Von 1950 bis 1958 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Amtsbürgermeisters und von 1948 bis 1952 des stellvertretenden Bürgermeisters der Gemeinde Odendorf. Er war zudem jahrelang als Schiedsmann des Schiedsamtsbezirks Odendorf-Essig tätig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von November 1956 an bis zu seinem Tod im November 1958 war er Mitglied der Vertretung des Landkreises Bonn, zu dem das Amt Ollheim, 1961 in „Amt Ludendorf“ umbenannt, bis zur Kommunalen Neuordnung 1969 gehörte. (Die Gemeinde Swisttal ist Rechtsnachfolgerin des Amtes Ludendorf.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="null" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Engelbert Zimmermann war im Vereinsleben seines Heimatortes fest verankert.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er gehörte zu den ersten Mitgliedern des 1919 unter dem Namen „Sportverein Odendorf“ gegründeten Fußballvereins, des späteren TuS Odendorf 1919 e. V., dessen Vorsitz er Anfang der 1950er-Jahre innehatte. Er war aber auch aktives Mitglied der 1925 gegründeten Karnevalsgesellschaft Odendorf. 1950 wurden Engelbert Zimmermann und Ilse Esser zum ersten Prinzenpaar der 1949 wiedergegründeten und zeitweise in „Odinas Geister“ umbenannten KG proklamiert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="null" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus war er auch im Männergesangverein Odendorf aktiv, dessen Vorsitzender er zeitweise war.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Die Information wurde zusammengestellt vom Archiv der Gemeinde Swisttal
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein besonderer Dank gilt dem Neffen von Engelbert Zimmermann (geb. 1898), Herrn Engelbert Zimmermann aus Swisttal-Odendorf, von dem das Gemeindearchiv Swisttal wertvolle Informationen und persönliche Dokumente als Handschenkung erhielt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 08:15:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-44-wie-die-engelbert-zimmermann-strasse-ihren-namen-bekam-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#vereinzehnthaus,Swisttal,Engelbert Zimmermann,Swisttal-Essig,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+44_Wandergewerbeschein-Engelbert-Zimmermann.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+44_Wandergewerbeschein-Engelbert-Zimmermann.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 43: Wie die Engelbert-Zimmermann Straße ihren Namen bekam (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-43-wie-die-engelbert-zimmermann-strasse-ihren-namen-bekam-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+43_Bebauungsskizze_Zimmermann_Engelbert.jpg" title="Bebauungsskizze der Siedlung am Bendenweg in Swisttal-Odendorf 1949 (Quelle: GASwi_Akte AO 278 Bd. 1)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Früher war es ein „Niemandsland“, wie sich der Neffe des Namensgebers der Engelbert-Zimmermann-Straße erinnert. Das Stück Land zwischen der Eisenbahnstrecke und dem heutigen Bendenweg wurde bis zum Zweiten Weltkrieg hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt. 1938/1939 wurde auf der Fläche zwischen dem verlängerten Bendenweg und Palmersheim ein Feldflugplatz errichtet. Dieser Flugplatz Odendorf wurde von der deutschen Luftwaffe hauptsächlich für Nah- und Fernaufklärungsflüge sowie gelegentliche Jagdeinsätze im sogenannten „Sitzkrieg“ genutzt, in dem die deutschen und französischen Streitkräfte seit der Kriegserklärung des Vereinigten Königreichs und Frankreichs an das Deutsche Reich am 3. September 1939 verharrten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei dem Feldflugplatz handelte sich um eine unbefestigte Rasenfläche, umgeben u.a. von einer Kommandantur, einem Fahrzeugpark, Unterkunftsbaracken, einer Wetterwarte und einem Munitionslager an der Eisenbahnlinie. Die heutige Südstraße war die Rollbahn. Der Feldflugplatz und die Eisenbahnstrecke, die für den Nachschub an der Front sorgte, wurden mehrfach Ziele von Bombenangriffen alliierter Fliegerverbände. Am 10. Januar 1945 ging ein Bombenhagel auf Odendorf nieder, infolgedessen mindestens 11 Menschen starben und 11 Häuser im Ortskern zerstört wurden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da der Wohnraum in Odendorf der Nachkriegszeit knapp war und die Situation sich mit der Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten weiter verschärfte, musste dringend neues Siedlungsland in Odendorf geschaffen werden. Nach langen, schwierigen Grundstücksverhandlungen wurden ab 1948 die Grundstücke auf der 3,5 ha großen Fläche zwischen dem Bendenweg und der Bahnlinie im Zuge einer Umlegung neu geformt und von der sogenannten Teilnehmergenossenschaft Odendorf an die Gemeinde Odendorf verkauft.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im selben Jahr gründete sich die Siedler-Interessengemeinschaft e. V., die den Bau einer neuen Kleinsiedlung mit Nachdruck vorantrieb. Ihre Gründungsmitglieder waren Engelbert Zimmermann (Vorsitzender), sein Freund Heinrich Klein, Georg Schiffer, Peter Fuchs, Franz Josef Kessler und Anton (Toni) Bong. Als Bauland wurde der Siedler-Interessengemeinschaft die neu parzellierte Fläche zugeteilt, auf der 29 neue, aus Landesmitteln geförderte Kleinsiedlerstellen entstehen sollten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+43_Fragebogen_Zimmermann_Engelbert.jpg" title="GASwi_AO_278_Siedler-Fragebogen_Zimmermann_Engelbert"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Interessentinnen und Interessenten mussten ein relativ strenges Auswahlverfahren durchlaufen, bei dem u. a. die familiäre Situation und die finanzielle Leistungsfähigkeit geprüft wurden. Jede Siedlerin und jeder Siedler mussten zudem in der Lage sein, beim Hausbau einen gewissen Anteil in Eigenleistung zu erbringen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus 64 Bewerberinnen und Bewerbern wurden durch die Siedlungsberatungsstelle für den Regierungsbezirk Köln 29 geeignete Siedlerinnen und Siedler ausgewählt. Am 12.02.1949 wurden die Siedler-Grundstücke im feierlichen Rahmen an die einzelnen Siedlerinnen und Siedler durch ein Losverfahren im Saal der Gaststätte Winterscheidt (heute Raiffeisenbank) vergeben. Im Juni 1950 wurde mit den Bauarbeiten an den ersten 12 von insgesamt 29 Siedlerstellen begonnen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits zuvor wurden in Gemeinschaftsarbeit die Baugruben ausgehoben und die Keller gebaut. Jede Kleinsiedlerstelle sollte aus einem Wohngebäude, einem Wirtschaftsteil und einem großen Nutzgarten bestehen, um dem Kleinsiedler Teil-Selbstversorgung durch gartenbaumäßige Nutzung und Haltung von Kleintieren wie Hühnern und Kaninchen zu ermöglichen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Trägerschaft für die neue Siedlung übernahm die Gemeinde Odendorf. Das Amt Ollheim, zu dem die Gemeinde Odendorf damals gehörte, bemühte sich nach Kräften, die Genehmigungsverfahren und die Bewilligung finanzieller Mittel zu beschleunigen. Die Siedler-Interessengemeinschaft unter dem Vorsitzenden Engelbert Zimmermann setzte sich dabei immer wieder für eine schnelle und kostengünstige Umsetzung des Siedlungsvorhabens ein.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Teil 2 folgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Die Information wurde zusammengestellt vom Archiv der Gemeinde Swisttal
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 23 Mar 2023 19:16:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-43-wie-die-engelbert-zimmermann-strasse-ihren-namen-bekam-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#vereinzehnthaus,Swisttal,Engelbert Zimmermann,Swisttal-Essig,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+43_Bebauungsskizze_Zimmermann_Engelbert.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+43_Bebauungsskizze_Zimmermann_Engelbert.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 42: Das Wegekreuz am Essiger Ortseingang</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-42-das-wegekreuz-am-essiger-ortseingang</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+42_Trachytkreuz+in+Essig_Vorderseite.jpg" title="Das Trachytkreuz am Ortseingang von Essig, Vorderseite (Quelle: GA Swi Wegekreuz Essig B 56 Sternstr. 2 - 022)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Ortseingang des Swisttaler Ortsteils Essig, von Ludendorf kommend, begrüßt die Besucher ein altes Wegekreuz aus Trachyt, das je nach Lichtverhältnissen bisweilen etwas versteckt im Schatten eines Ahornbaumes auf zwei großen Steinplatten steht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem aufmerksamen Betrachter des rund 2,50 Meter hohen, 0,55 Meter breiten und 0,55 Meter tiefen Denkmals, das allerdings nicht unter Denkmalschutz steht, wird schon sicherlich aufgefallen sein, dass es sich bei dem Wegekreuz um ein wiederverwendetes Grabmal handelt. Am Fuße des Kreuzaufsatzes ist rückseitig die Inschrift „RUHESTAETTE des“ zu erkennen. Vorne auf dem Sockel liest man:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „P. I. Flink, geb. 8. Nov. 1776 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            † 21. Febr. 1856
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            30 Jahre Ortsvorsteher &amp;amp; der
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            A. Cath. Flink geb. Wilkens
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            † 2.März 1847
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            R.I.P.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Namen „Flink“ und „Wilkens“ sind untrennbar mit der Geschichte des benachbarten Odendorfs verbunden. Die heutige Odinstraße trug bis zu ihrer Umbenennung in den 1930er-Jahren noch den Namen Flinkengasse und an der heutigen Hausnummer 20 befand sich im 18. und 19. Jahrhundert ein stattlicher Hof der Eheleute Anna Catherina und Peter Joseph Flink, an den sich eine ausgedehnte Gartenparzelle entlang des Orbachs (heute Orbachstraße 27, 29 und 31) anschloss. Peter Joseph Flink war 30 Jahre Ortsvorsteher von Odendorf und seine Ehefrau, Anna Catherina, geb. Wilkens, war die Nichte von Heinrich Wilkens, des Gründers einer wohltätigen, nach ihm benannten Stiftung (s. unsere
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/folge-7-die-heinrich-wilkens-stiftung"&gt;&#xD;
      
           Zehnthaus-Kolumne Nr.7
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie das Grabmal der in Odendorf ansässigen Eheleute Flink den Weg nach Essig fand, lässt sich anhand eines im General-Anzeiger vom 29.12.1956 erschienenen Zeitungsartikels halbwegs rekonstruieren. Dem damaligen Gemeindebürgermeister von Essig, Johann Büser, gelang es, das ehemalige Grabmal, welches vom alten Odendorfer Friedhof stammt, für seine Gemeinde zu sichern. Gemäß dem Beschluss des Essiger Gemeinderates vom 09.11.1956 wurde das Wegekreuz nach einer von einem Buschhovener Bildhauer durchgeführten provisorischen Restaurierung am heutigen Standort aufgestellt. Einen Teil der dabei anfallenden Kosten übernahm ein anonymer Geldgeber, dessen Identität bis heute nicht geklärt werden konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+42_Trachytkreuz+in+Essig_Protokoll.jpg" title="(Quelle: GA Swi Beschluss der Gemeindevertretung Essig über die Aufstellung des Kreuzes, (Auszug) 2023-02-28-105759)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das neue Dorfkreuz sollte jedoch mitnichten an den ehemaligen Odendorfer Ortsvorsteher erinnern. So wurde damals die sich heute auf der Rückseite befindliche Inschrift angebracht:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „HERR STEHE BEI
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            IN JEDER NOT
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            BEWAHRE UNS
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            VOR JÄHEM TOD“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über einige Jahrzehnte war sie auf der Schauseite des 50 cm hohen Sockels zu lesen. Auf dem rund 1,50 Meter hohen Kreuz war anfangs noch ein steinerner Korpus des gekreuzigten Christus vorhanden, der in späterer Zeit durch einen filigraneren Korpus aus Grauguss und eine Tafel mit der Inschrift „INRI“ ersetzt wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Archivfotos beweisen, dass im Lauf der Jahrzehnte mal der Fuß des Kreuzaufsatzes und mal der Sockel um 180 Grad gedreht wurde. Ein 1989 bei der Bestandsaufnahme von Denkmälern der Gemeinde Swisttal entstandenes Foto zeigt das Kreuz mit abgenommenem Korpus, am Fuß des Kreuzaufsatzes die Inschrift „Ruhestätte des“ und darunter das kurze Bittgebet auf dem Sockel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute erinnert das Wegekreuz wieder an den langjährigen Odendorfer Ortsvorsteher Peter Joseph Flink und seine Ehefrau Anna Catherina Flink, geb. Wilkens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Informationen wurden zusammengestellt vom Verein Zehnthaus mit freundlicher Unterstützung des Archivs der Gemeinde Swisttal
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 Mar 2023 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-42-das-wegekreuz-am-essiger-ortseingang</guid>
      <g-custom:tags type="string">Wilkensstiftung,Essig,#vereinzehnthaus,Swisttal,Wegekreuz,Swisttal-Essig,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-42_Trachytkreuz-in-Essig_Vorderseite-cff2108f.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-42_Trachytkreuz-in-Essig_Vorderseite.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 41: Neue Pfade</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-41-neue-pfade</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+41_Neue+Pfade_Aufarbeitung+Fenster_2.jpg" title="Werner Gerhards, Gründer der Neuen Pfade (Foto Klaus Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werner Gerhards, Gründer der Neuen Pfade
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erinnerungskultur - Fleißige Hände im Zehnthaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Verein Zehnthaus e.V. steht unter anderem in der Verantwortung für den materiellen Erhalt des Gebäudes. Die Gemeinde Swisttal ist Eigentümerin des Denkmals. Täglich stellt sich die Frage, wie in Zeiten knapper kommunaler Kassen diese Aufgabe bewältigt werden kann. Hier lohnt ein Blick in die Vergangenheit und auf helfende Hände, die ein Teil der Problemlösung gewesen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Georgsring e.V. wurde 1969 in Rheinbach gegründet mit dem Ziel, die Georgspfadfinder, Stamm Antoine de Saint-Exupéry, ideell und auch materiell zu unterstützen. Von 2003 bis 2019 engagierte sich der Verein mit der Initiative „Neue Pfade“ in besonderer Weise. Diese Initiative widmete sich jungen und erwachsenen Arbeitslosen sowie Geflüchteten aus allen Herkunftsregionen mit dem Ziel der Reintegration in das Berufsleben. Berufserfahrene Ehrenamtler führten zurück auf den Weg zu geordneten Tagesstrukturen und bereiteten die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Teilnehmer durch handwerkliche Arbeit auf Ausbildung und Beruf vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier einige wenige beispielhafte Projekte aus Rheinbach:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anstreicharbeiten am Hexenturm und Innenanstrich an Schulen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufmauern der alten Stadtmauer am Himmeroder Wall
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Forstarbeiten im Rheinbacher Stadtwald
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufstellung einer Grenzsteinsammlung in der Grundschule Bachstraße
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So führte der Weg auch zum Zehnthaus in Odendorf. Für die „Gewerke“ fiel kein Arbeitslohn an, die Materialkosten musste der Verein Zehnthaus e.V. jedoch übernehmen. Der Vorstand war für das Angebot sehr dankbar, konnten doch so wesentliche Instandhaltungsmaßnahmen in einem günstigen Kostenrahmen erledigt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben der Renovierung der Säle waren die rot-weißen Klappläden ein besonders ins Auge fallendes Projekt, denn sie sind charakteristisch für das Zehnthaus. Sie wurden komplett ausgebaut, in der Schreinerei der Neuen Pfade aufgearbeitet oder erneuert und schließlich mit dem rot-weißen Farbanstrich versehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Ansprache beim Neujahrsempfang 2019 im Zehnthaus wurde das Engagement der Neuen Pfade in Anwesenheit des Gründers, Herrn Werner Gerhards, besonders erwähnt und mit einer Spende gewürdigt. Nur kurze Zeit später mussten nach 16 Jahren äußerst erfolgreicher Tätigkeit die handwerklichen Projekte eingestellt werden, weil die staatliche Unterstützung gestrichen wurde. In der Bevölkerung stieß diese Entscheidung auf großes Unverständnis. Seit 2003 konnten auf diesem Weg über 3000 Menschen zu einem geordneten Tagesablauf und hin zur Teilnahme am ersten Arbeitsmarkt begleitet und gefördert werden, eine großartige Leistung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Georgsring e.V. ist heute noch in anderen Feldern im Sozialbereich tätig. So wird ein Möbellager betrieben, es besteht eine Fahrradwerkstatt und ein Reparaturcafé. 2022 wurde der Verein mit dem Klimaschutzpreis der Westenergie ausgezeichnet, weil er durch sein Engagement zahlreichen Gegenständen, die sonst auf dem Müll gelandet wären, ein zweites Leben verschafft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 24 Feb 2023 15:39:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-41-neue-pfade</guid>
      <g-custom:tags type="string">Anna Casalter,Straßennamen,#vereinzehnthaus,Bahnhof,Swisttal,Edeka,Bahnhofsgaststätte,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+41_Neue+Pfade_Aufarbeitung+Fenster.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+41_Neue+Pfade_Aufarbeitung+Fenster.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 40: Wie die Anna-Casalter-Straße zu ihrem Namen kam, Teil 3</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-40-wie-die-anna-casalter-strasse-zu-ihrem-namen-kam-teil-3</link>
      <description>In dieser Folge löst sich das Rätsel um die Namensgebung.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+40_Anna-Casalter_Teil+3_Grabstein.jpg" title="Familiengrab Casalter / Heider auf dem Odendorfer Friedhof  (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Familiengrab Casalter / Heider auf dem Odendorfer Friedhof
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dieser Folge löst sich das Rätsel um die Namensgebung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als die an der Essiger Straße gelegene Steinbaracke, die zuvor der Luftwaffe als Lichtbildstelle gedient hatte, aufgrund der nach dem Krieg herrschenden Wohnungsnot zu Lehrerdienstwohnungen umgebaut werden sollte, stellte sich heraus, dass sich das Grundstück, auf dem die Baracke 1938/1939 errichtet wurde, noch in Privatbesitz befand. Da das Amt „unter keinen Umständen“ auf die Baracke verzichten wollte, wurde zwischen der Grundstücksbesitzerin, Frau Anna Casalter, und der Amtsverwaltung am 07.01.1948 zunächst folgende Vereinbarung getroffen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das Grundstück, auf welchem die Wehrmachtsbaracke (frühere Bildstelle) in Odendorf von der früheren Wehrmacht errichtet worden ist, verpachtet Fräulein Casalter der Amtsverwaltung Ludendorf bzw. der Gemeinde Odendorf zu dem mit der Militärverwaltung vereinbarten Pachtpreis von 200,- RM jährlich. […] Fräulein Casalter gestattet, dass die jetzt aufstehende Steinbaracke von der Amtsverwaltung bzw. der Gemeinde Odendorf instandgesetzt und zu mehreren Lehrerdienstwohnungen ausgebaut wird. Der Teil des Grundstückes, der hinter der Steinbaracke liegt, gehört zu dem von Fräulein Casalter an die Amtsverwaltung bzw. Gemeindeverwaltung zu verpachtenden Grundstück, und wird als Kleingarten für die Einwohner der Steinbaracke verwendet (bis an die Bäume).“ 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Jahr später, am 31. Januar 1949, übertrug Anna Casalter das Grundstück unter einigen Auflagen an das Amt Ollheim und die Gemeinde Odendorf. Mithilfe eines Darlehens aus öffentlichen Mitteln und eines Zuschusses der Bezirksregierung Köln baute die Gemeinde Odendorf die Baracke schließlich in drei Lehrerdienstwohnungen um, die von der Gemeinde Swisttal noch bis 1993 vermietet wurden. 1993 wurde das Grundstück zwecks Errichtung eines EDEKA-Marktes verkauft und die alte Steinbaracke abgerissen. Die neu entstandene, an den EDEKA-Markt angrenzende Straße im Erschließungsgebiet „Essiger Straße“ wurde zur Erinnerung an die großzügige Schenkerin durch einstimmigen Beschluss des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses vom 25.01.1994 Anna-Casalter-Straße benannt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+39_Anna-Casalter_Teil+3_Vertrag.jpg" title="Abschrift des Übertragungsvertrages, geschlossen zwischen Anna Casalter und der Gemeinde Odendorf 1949 (Quelle: Archiv der Gemeinde Swisttal)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschrift des Übertragungsvertrages, geschlossen zwischen Anna Casalter und der Gemeinde Odendorf 1949
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Quelle: Archiv der Gemeinde Swisttal)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anna Casa
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lter fand auf dem Friedhof in Odendorf im Familiengrab Casalter ihre letzte Ruhe. Die Gemeinde Swisttal ist zur Erhaltung und Pflege dieses Ehrengrabes durch den Schenkungsvertrag verpflichtet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Informationen wurden zusammengestellt vom Verein Zehnthaus mit freundlicher Unterstützung des Archivs der Gemeinde Swisttal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 10 Feb 2023 16:43:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-40-wie-die-anna-casalter-strasse-zu-ihrem-namen-kam-teil-3</guid>
      <g-custom:tags type="string">Anna Casalter,Straßennamen,#vereinzehnthaus,Bahnhof,Swisttal,Edeka,Bahnhofsgaststätte,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+40_Anna-Casalter_Teil+3_Grabstein.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+40_Anna-Casalter_Teil+3_Grabstein.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 39: Wie die Anna-Casalter-Straße zu ihrem Namen kam, Teil 2</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-39-wie-die-anna-casalter-strasse-zu-ihrem-namen-kam-teil-2</link>
      <description>Bevor wir uns dem Straßennamen „Anna-Casalter-Straße“ widmen, blicken wir noch kurz auf die Geschichte der Bahnhofswirtschaft Odendorf zurück.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumnde+39_Anna-Casalter_Teil+2_Karte-und-Luftbild.jpg" title="links: Ausschnitt aus einer Liegenschaftskarte, Essiger Straße 10-12; Früherer Standort der ehemaligen Lichtbildstelle der Luftwaffe, später Lehrerdienstwohnungen, heute EDEKA-Markt, rechts: Luftbild des selben Areals"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           links: Ausschnitt aus einer Liegenschaftskarte, Essiger Straße 10-12; Früherer Standort der ehemaligen Lichtbildstelle der Luftwaffe, später Lehrerdienstwohnungen, heute EDEKA-Markt, rechts: Luftbild des selben Areals
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor wir uns dem Straßennamen „Anna-Casalter-Straße“ widmen, blicken wir noch kurz auf die Geschichte der Bahnhofswirtschaft Odendorf zurück.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Bahnhofsgaststätte wurde, wie aus dem Adressbuch der Kreise Euskirchen und Rheinbach von 1893 hervorgeht, bereits früh nach ihrer Entstehung von der Familie Casalter (Witwe Bartholomäus Casalter) betrieben. Im Sommer 1910 erhielt Anna Casalter die Genehmigung zur Fortführung der Bahnhofswirtschaft ihrer im Februar desselben Jahres verstorbenen Mutter, Gertrud Casalter. Zwischen 1932 und 1944 kam es zu einem Pächterwechsel. Auf Joseph von Sturm, der laut Gewerbeakten ab Dezember 1944 keinerlei Gewerbetätigkeit mehr in den Räumen der Bahnhofswirtschaft ausgeübt haben soll, folgte ab Dezember 1948 der Invalide Paul Ratz, der die „Bahnhofswirtschaft Odendorf“ bis 1957 weiterführte. Die letzte Pächterin der Bahnhofsgaststätte war seine Tochter. 1974 wurde das Bahnhofsgebäude bis auf einen kleinen Teil, in dem sich heute „Pizza Pan Express“ befindet, abgebrochen. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumnde+39_Anna-Casalter_Teil+2_Grundriss+Lehrerwohungen.jpg" title="Grundriss zum Umbau einer Baracke in drei Lehrerwohnungen in der Essiger Straße 10-12  in Odendorf 1949 (Quelle: Archiv der Gemeinde Swisttal)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+39_Anna-Casalter_Teil+3_Baracke.jpg" title="Ehem. Lichtbildstelle der Luftwaffe, später Lehrerdienstwohnungen und Mietwohnungen kurz vor dem Abriss 1993 (Foto: Hans Lutterbeck)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Benennung einer Straße in Odendorf nach Anna Casalter geht jedoch nicht, wie man vermuten könnte, auf ihre langjährige Tätigkeit als Bahnhofswirtin zurück. Vielmehr hängt sie mit der Wohnungsnot der frühen Nachkriegszeit und einer großzügigen Schenkung zusammen. Der Bürgermeister des Amtes Ollheim, zu dem Odendorf früher gehörte, Carl von Jordans schildert die damaligen Verhältnisse in einem Schreiben an den Amtsdirektor Franz Naumann vom 14. Dezember 1948 wie folgt:  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Als ich im April 1945 die hiesigen Amtsgeschäfte übernahm, stand die ganze Gegend noch unter den Nachwirkungen der eben abgeschlossenen Kampfhandlungen. In und um den Flugplatz Odendorf standen mehrere Baracken, meistens solche aus Zementplatten, die durch Beschuss und Verbrennung erheblich beschädigt waren, zudem fehlten Türe, Fenster und Dachbedeckung, die die Bevölkerung (vor meinem Dienstantritt) zwecks Beseitigung von Kriegsschäden an ihren Häusern, entfernt hatten. Es standen dort auch mehrere Geschütze, deren Rohre gesprengt waren. Endlich lagen am Rande des Flugplatzes die Trümmer von 2 Munitionszügen, die in die Luft gegangen und abgebrannt waren, so dass sie ein wüstes Trümmerfeld darstellten. Die von diesem Zustand unterrichtete Abwicklungsstelle der Reichsvermögensverwaltung Bonn sandte 2 Vertreter heraus, mit denen ich persönlich an Ort und Stelle die Sache beaugenscheinte. […] Wir kamen […] überein, dass die vorgenannten Sachen, kaufweise für das Amt Ollheim übernommen und die noch brauchbaren Sachen zur Beseitigung der Kriegsschäden der Gemeinde verwendet werden sollten. […] In vorstehender Abmachung war nicht enthalten, die mitten im Ort Odendorf stehende Baracke, genannt „Bildstelle“. Auch sie war aus Schwemmsteinen mit Zementverputz und Zementdielen errichtet und durch Kriegseinwirkung und Plünderung stark beschädigt. Daher war sie nicht abzutransportieren und wurde später durch das Amt von der Reichsvermögensverwaltung für 3.000 RM gekauft und an die Reichsvermögensverwaltung bezahlt, so dass auch diese Baracke (bestimmt, die Wohnungsnot in Odendorf zu lindern) in das rechtmäßige Eigentum der Gemeinde übergegangen [ist].“ 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch als die ausgediente Steinbaracke in Lehrerdienstwohnungen umgebaut werden sollte, kam die Amtsverwaltung zu einer überraschenden Erkenntnis. Dazu mehr in Folge 3.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Informationen wurden zusammengestellt vom Verein Zehnthaus mit freundlicher Unterstützung des Archivs der Gemeinde Swisttal.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 27 Jan 2023 16:45:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-39-wie-die-anna-casalter-strasse-zu-ihrem-namen-kam-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Anna Casalter,Straßennamen,#vereinzehnthaus,Bahnhof,Swisttal,Edeka,Bahnhofsgaststätte,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+39_Anna-Casalter_Teil+3_Baracke.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+39_Anna-Casalter_Teil+3_Baracke.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 38: Anna-Casalter-Straße (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-38-anna-casalter-strasse-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumnde+38_Anna-Casalter_Teil+1_Stra%C3%9Fenschild.jpg" title="Straßenschild der Anna-Casalter-Straße in Odendorf  (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Straßenschild der Anna-Casalter-Straße in Odendorf
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Straßennamen dienen nicht nur der Orientierung. Sie erzählen auch Geschichten, erinnern an besondere Ereignisse und ehren wichtige Persönlichkeiten. Sie geben also auch Zeugnis über die Geschichte einer Ortschaft. Meistens gehen wir achtlos an den Straßenschildern vorbei. Aber es lohnt sich genauer hinzusehen und nachzuforschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der häufigste Straßenname in Deutschland ist „Hauptstraße“. Schiller- und Goethestraße finden wir auf Platz 12 und 14, Mozart und Beethoven landen auf Platz 35 und 44. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass weibliche Persönlichkeiten bei der Benennung von Straßen deutlich unterrepräsentiert sind. Im Durchschnitt sind nur etwa zwei bis fünf Prozent der Straßen nach Frauen benannt, bei Männern hingegen liegt der Anteil bei ca. 80 Prozent.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Odendorf gibt es 46 Straßenbezeichnungen, eine davon erinnert an eine Frau. Gegenüber vom Odendorfer Traditionscafé von Sturm zweigt von der Essiger Straße eine unscheinbare Straße ab, die rechts am Edeka-Markt Hüffel vorbeiführt und dahinter nach links abknickt, die Anna-Casalter-Straße. Wer war die Frau, nach der diese Straße 1994 benannt wurde?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anna Maria Theresia Casalter wurde als Tochter des Gastwirts Johann Peter Barthel Casalter und Gertrud Casalter, geb. Heider am 16. September 1871 in Köln-Müngersdorf geboren. Ihr Vater stammte aus Bonn und ist bereits 1886 mit nur 48 Jahren in Odendorf verstorben. Ihre Mutter, Gertrud Casalter, die am 19. Februar 1910 im Alter von 72 Jahren in Odendorf verstorben ist, stammte aus Odendorf. Ihre Eltern waren der Schmied Johann Heider und Anna Margareta Heider, geb. Klein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumnde+38_Anna-Casalter_Teil+1_Ansicht+Bahnhof.jpg" alt="" title="Odendorfer Bahnhofsgebäude mit Gaststätte auf einer Postkarte um 1919 (Quelle: Sammlung Matanovic, Archiv der Gemeinde Swisttal)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorfer Bahnhofsgebäude mit Gaststätte auf einer Postkarte um 1919
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Sammlung Matanovic, Archiv der Gemeinde Swisttal
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über Anna Casalters Leben weiß man nicht allzu viel. 1910 übernahm sie die Führung der Odendorfer Bahnhofsgaststätte von ihrer Mutter. Sie soll eine großzügige Person gewesen sein, unterstützte gerne andere Menschen und die Odendorfer Vereine. Trotz einer langjährigen Verlobung blieb sie ledig und wohnte bis ins hohe Alter in der Odinstraße 7 in Odendorf. Am 28. November 1955 zog sie in das von der katholischen Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen betriebene Altersheim in der damaligen Burgstraße 26 um, in dem sie am 16. April 1957 im Alter von 85 Jahren starb. Das Gebäude am Zehnthofplatz ist heute als „das Alte Kloster“ bekannt und beherbergt die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie kam es dazu, dass im Jahre 1994 Anna Casalter eine Straße in Odendorf gewidmet wurde? Was hat den Gemeinderat zu dieser Namensgebung bewogen? Um dieser Frage nachzugehen, muss man in die 1940er-Jahre und auf das Ende des Zweiten Weltkrieges in Odendorf zurückblicken. Dazu erfahren wir mehr in der zweiten Folge dieser Kolumne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Informationen wurden zusammengestellt vom Verein Zehnthaus mit freundlicher Unterstützung des Archivs der Gemeinde Swisttal.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 18:48:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-38-anna-casalter-strasse-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Anna Casalter,Straßennamen,#vereinzehnthaus,Bahnhof,Swisttal,Bahnhofsgaststätte,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumnde+38_Anna-Casalter_Teil+1_Stra%C3%9Fenschild.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumnde+38_Anna-Casalter_Teil+1_Stra%C3%9Fenschild.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 37: Die Orbach-Krippe</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-37-die-orbach-krippe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+37_Orbach-Krippe.jpg" title="Die Krippe in der Orbachstraße 11 (Foto: Tina Kurth)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Krippe in der Orbachstraße 11
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (Foto: Tina Kurth)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es wäre so schön gewesen, könnte man auch in diesem Jahr in der Weihnachtszeit an eine schon fest etablierte Tradition in Odendorf anknüpfen und bei der Familie Lutterbeck, Orbachstraße 11, bei Glühwein, Gebäck und offenem Feuer einkehren, um mit vielen Bekannten aus dem Dorf zu plaudern und das entscheidende Objekt zu bewundern, die Weihnachtskrippe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Krippe wird in diesem Jahr nicht zu besichtigen sein. Die Figuren der Krippe sind durch die Flut nur leicht beschädigt worden. Allerdings ist die gesamte Elektrik durch den Wasserschaden nicht mehr einsatzfähig und müsste durch einen Fachbetrieb instandgesetzt werden. Die Entscheidung darüber ist offen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So bleibt heute nur die Erinnerung an die Geschichte der Krippe und an die vielen schönen Stunden, die die Dorfbewohner und Anwohner von Swisttal in gemeinsamer Runde verbracht haben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieses Gedenken wollen wir wachrufen durch ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gespräch mit Daniel Lutterbeck
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , der die Verantwortung für die Krippe von seinem Vater, Hans Lutterbeck, übernommen hat. Bilder und Dokumente zur Krippe sind ein Opfer der Flut geworden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr Lutterbeck, wie kam es zu dem Krippenfund?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem ehemaligen Kloster lebten die Franziskanerinnen von der Heiligen Familie. Das Kloster wurde 1961 aufgelöst und die Krippe, große Figuren aus Gips, wurden zunächst im Katholischen Kindergarten aufbewahrt, der die Räumlichkeiten übernommen hatte. Der dortige Keller war das neue zu Hause. Bei einer unbedachten Entrümpelungsaktion wären die Figuren fast auf der Deponie gelandet, hätte mein Vater, Hans Lutterbeck, sie nicht gerettet und zunächst zu Hause in der Garage aufbewahrt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In welchem Zustand waren die Krippenfiguren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Art der Aufbewahrung und die Absicht, die Figuren zu entsorgen, hatten natürlich deutliche Spuren hinterlassen. Mein Vater hatte Kontakt zu zwei Spezialisten in Oberdrees und Rheinbach, die mit großer Sorgfalt den ursprünglichen Zustand wieder herstellen konnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie war dann die weitere Entwicklung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Aufbau der Krippe begann zunächst in der Scheune, später erfolgte die Verlegung in die Garage. Im Laufe der Zeit wurde der Bestand erweitert und etliche Figuren kamen hinzu, u.a. drei geschnitzte Engel aus Holz. Einen großen Gloria-Engel hat mein Vater in Kevelaer gekauft, ebenso eine Nick-Figur. Sie war über Jahrzehnte die ideale Sammelbüchse für die Spenden der Besucher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wofür wurden die Spenden verwendet?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst muss ich sagen, dass wir immer überrascht und dankbar waren über die Spendenbereitschaft. Pro Jahr kamen zwischen 1.200 und 2.000 € zusammen. Die Beträge wurden an das SOS-Kinderdorf in Lüdenscheid übergeben. Die letzte Krippenöffnung fand 2018 statt. Während der Corona-Zeit 2019 und 2020 konnten wir nur am Heiligen Abend öffnen, ohne dies offiziell anzukündigen. Im Flutjahr 2021 mussten wir ebenso wie in diesem Jahr aus technischen Gründen auf eine Präsentation verzichten. Konkrete Pläne für die Zukunft bestehen noch nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr Lutterbeck, vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Klaus Peter Scholz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           P.S. Am 8. Januar 2023 ist Krippentag – „Kreppche luure“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 20 Dec 2022 06:58:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-37-die-orbach-krippe</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 36: Die Orgel in der Odendorfer Pfarrkirche St. Petrus und Paulus</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-36-die-orgel-in-der-odendorfer-pfarrkirche-st-petrus-und-paulus</link>
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  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Orgel der Odendorfer Pfarrkirche St. Petrus und Paulus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (Foto: Nicole Prinz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der im Jahre 1908 erbauten Klais-Orgel verfügt die „große“ katholische Kirche in Odendorf über ein besonderes Zeugnis spätromantischer Orgelbaukunst, das im Folgenden kurz vorgestellt werden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Töne einer Orgel werden ähnlich produziert wie bei Blasinstrumenten. Ein Luftstrom, der bei Orgeln heute von einem Motor, früher von sogenannten „Kalkanten“ (Balg- oder Bälgetreter) erzeugt wird, gelangt in einen Klangkörper (bei der Orgel „Pfeife“ genannt), der wiederum einen hörbaren Ton erzeugt. Während die Länge des Luftstromes im Klangkörper (und somit die erzeugte Tonhöhe) bei einer Blockflöte durch verschiedene Griffe variiert werden kann, steht in einer Orgel für jeden Ton eine Pfeife einer bestimmten Länge zur Verfügung. Eine weitere Tonvariation wird durch die „Register“ erzeugt: Für jede Tonhöhe sind verschiedene Pfeifen vorhanden, die sich nicht in der Länge, dafür aber in der Bauart unterscheiden und so unterschiedliche Klangfarben eines Tones gleicher Höhe produzieren. Die Odendorfer Orgel umfasst 19 solcher Register.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein komplexes technisches System sorgt dafür, dass je nach Kombination des verwendeten Registers und der gedrückten Tasten der vom Motor erzeugte „Spielwind“ in die entsprechende Pfeife gelangt und diese zum Klingen bringt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das meistverwendete Übertragungssystem ist die sogenannte „mechanische Traktur“ Dabei sind die Registerzüge und die Tasten durch „Abstrakten“ aus Holz mit Ventilen unter den Pfeifen verbunden. Diese werden durch Drücken der Tasten bzw. Ziehen des Registerzuges geöffnet, wodurch der Spielwind in die Pfeifen gelangen kann.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+36_Orgel_Peter+und+Paul_2.jpg" alt="" title="Spieltisch der Odendorfer Orgel in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus (Foto: Nicole Prinz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spieltisch der Orgel in der Odendorfer Pfarrkirche St. Petrus und Paulus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Nicole Prinz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Odendorfer Orgel befindet sich ein anderes System, das für ihre Entstehungszeit typisch ist, die sogenannte „pneumatische Traktur“ (griech. Pneuma = Luft). Hierbei werden die Ventile nicht durch einen mechanischen Zug, sondern durch den sogenannten „Arbeitswind“ geöffnet, der nach dem Drücken einer Taste bzw. dem Ziehen eines Registerzuges durch kleine Rohre („Kondukte“) fließt. Die pneumatische Traktur hat gegenüber der mechanischen Traktur den Vorteil, dass der Druck, den man beim Drücken einer Taste ausüben muss, nicht mit einer zunehmenden Zahl an gezogenen Registern steigt. Als Nachteil ist zu vermerken, dass der Zeitraum zwischen dem Drücken einer Taste und dem Erklingen eines Tones länger ist als bei der mechanischen Traktur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese technischen Gegebenheiten der Orgel haben auch Auswirkungen darauf, welche Musikstücke besser oder schlechter spielbar sind. So lässt sich beispielsweise ein Großteil der barocken Orgelliteratur, bei der oftmals feine Details beim Anschlag der Taste in schnellen Passagen entscheidend sind, weniger gut auf der Odendorfer Orgel darstellen als romantische Orgelliteratur, bei der es häufig auf eine gute und ausgewogene Mischung verschiedener Register ankommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Finanziert wurde die Klais-Orgel (Opus 388) damals mit ca. 8.000 Reichsmark durch den Odendorfer Bürger Peter Welter. Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass die Orgel ursprünglich nicht für die Odendorfer Pfarrkirche erbaut wurde. Einige an der Rückwand der Orgel befindliche Türen wurden aus Platzgründen zerschnitten. Auf einer erhaltenen Planungszeichnung der Orgel sind zwei Spitzbogenfenster im Hintergrund eingezeichnet, obwohl sich in Odendorf nur ein einzelnes Rosettenfenster hinter der Orgel befindet. Zudem ist auf einer Holzpfeife der Hinweis „Heiligenstadt“ erkennbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1997 wurde die Orgel durch die Orgelbaufirma Weimbs restauriert. Da dabei nur Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden, ist der originale Pfeifenbestand noch erhalten. Dies macht die Orgel zu einem wichtigen historischen Denkmal. Der neugotische Prospekt der Orgel – also die sichtbare Pfeifenreihe – besteht aus Teilen des Registers Violon 16‘. Damit ein Lichteinfall durch das rosettenförmige Fenster möglich wurde, hat man die Orgel freischwebend ohne Untergehäuse errichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 02 Dec 2022 11:20:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-36-die-orgel-in-der-odendorfer-pfarrkirche-st-petrus-und-paulus</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 35: Sankt Martin, Teil 2 - Brauchtum</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-35-sankt-martin-teil-2-brauchtum</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sankt Martin, mittelalterliches Relief Portal
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (Fotograf: Henryk Nistrój, Quelle: Pixabay, freie Nutzung)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um 400 wurde in Ligugé, dem Ort seiner ersten Klostergründung, der beginnende Verehrungskult des Heiligen Martin von Tours dokumentiert. Während der Französischen Revolution erfuhr die Grabstätte erheblich Verwüstungen. Im 19. Jahrhundert begann eine neue Blütezeit der Martinsverehrung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die erste Martinsumzüge im Rheinland mit Musikkapellen und Kindergesang gab es 1867. Ein symbolischer Martin, der den Zug mit dem Pferd anführte, kam erst später hinzu. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Umzüge im gesamten Rheinland üblich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Umgebung von Bonn, rheinaufwärts bis Koblenz und in der Eifel wurde St. Martin durch mächtige Bergfeuer geehrt. Dafür sammelte die Jugend schon Wochen vorher entsprechende Brennstoffe. Eine bemerkenswerte Begleiterscheinung war die Bildung von Parteien unter den „Mertes Jungen“. Jede Partei sammelte für sich, machte Feuer für sich und suchte das andere „Kriegslager“ in der Größe des Feuers zu übertreffen oder dessen Brennvorräte zu rauben. Auch zog man mit langen Pechfackeln über die Höhen. Diese Parteigruppierungen führten häufig zu heftigen Ausschreitungen und Prügeleien. Durch das Einwirken der Schulen und durch den gemeinsamen Marsch der Kinder zu einem zentralen Martinsfeuer sind diese Auswüchse heute nicht mehr zu beobachten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In viele Städten und Regionen gibt es heute den Martinimarkt. So hat sich das ursprünglich rein christliche Martinsfest zu einem Volksfest entwickelt. Die Märkte haben in Bad Honnef und Bonn-Endenich Tradition und gehen auf das mittelalterliche Marktrecht zurück. Der Martinstag markiert den Beginn des bäuerlichen Jahresablaufs, an dem Pachten, Zehnten und Zinsen fällig wurde, Verträge neu geschlossen oder gekündigt wurden. Die ländliche Bevölkerung deckte sich auf dem Markt vor dem Wintereinbruch vor allem mit Wäsche und Schuhen ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Umzug der Kinder am Martinstag beginnt bei Einbruch der Dunkelheit, begleitet von Eltern, Lehrern, Musikkapellen und der Feuerwehr. Das „Laternelaufen“ der Kindergärten, Grundschulen und Kirchengemeinden (…ich geh‘ mit meiner Laterne…) bezieht sich auf eine Lichterprozession, mit der Martins Leichnam seinerzeit nach Tours überführt wurde. Der Höhepunkt eines Umzugs ist das Martinsfeuer. Dafür gibt es legendarische Erklärungen. So soll Martin einst in seiner Zelle beinahe Opfer einer Feuersbrunst geworden sein. Auch das von ihm veranlasste Verbrennen gottloser Schriften auf einem Feuerstoß gilt als Grund für das Abbrennen der Feuer. Die Wissenschaft geht allerdings davon aus, dass die heutige Form des Ablaufs ursprünglich auf vorchristliche Feuer- und Lichterbräuche zurückzuführen ist. Das Feuer sollte böse Geister vertreiben. Das Christentum übernahm auch hier die alten Bräuche und interpretierte sie im Sinne der eigenen religiösen Vorstellungen neu.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+35_Sankt+Martin+in+Odendorf.jpg" alt="" title="Brauchtum in Odendorf (Sammlung Zehnthaus, Fotograf unbekannt)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brauchtum in Odendorf
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (Sammlung Zehnthaus, Fotograf unbekannt)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Abschluss gibt es den Martinsweck, auch Weckmann genannt. Er besteht aus Hefeteig und hat die Form eines Männchens. Es hält eine Tonpfeife in der Hand. Die Augen und Jackenknöpfe sind aus Rosinen. Die heutige Pfeife war ursprünglich ein Bischofsstab, der im 17. und 18. Jahrhundert durch die Reformation beeinflusst in eine Tonpfeife umgewandelt worden war, um religiöse Bilder zu verweltlichen. In einigen Regionen gibt es den Weckmann noch mit dem Bischofsstab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Umzug ziehen die Kinder zum Martinssingen von Haus zu Haus und bitten um Gaben, heutzutage sind dies Süßigkeiten oder Obst. Eine solche Spende soll an St. Martin erinnern und die Großzügigkeit der Menschen bezeugen. In Odendorf gehen die Kinder „schnörzen“, in Köln heißt es „kötten“, im Siebengebirge nennt man es „dotzen“. Die Lieder, die dabei gesungen werden, zeigen trotz örtlicher Verschiedenheit eine deutliche Verwandtschaft: Es geht inhaltlich immer um „D’r hellije Zinter Mätes“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           St. Martin ist bei zahllosen kirchlichen und weltlichen Einrichtungen der Namensgeber. Die Karibikinsel St. Martin wurde am 11.11.1493 durch Kolumbus entdeckt. Es war der Namenstag des heiligen Martin und so erhielt die Insel seinerzeit den Namen Isla de San Martin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 19 Nov 2022 13:12:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-35-sankt-martin-teil-2-brauchtum</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 34: Sankt Martin, Teil 1 - Historie</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-34-sankt-martin-teil-1-historie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-34_Sankt-Martin.jpg" title="Der heilige Martin Holzstich aus: P. W. Auer, Heiligen-Legende für Schule und Haus (München 1890)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Gedenktag an den Heiligen Martin von Tours ist der Martinstag, oft nur einfach Sankt Martin genannt. Er ist einer der bekanntesten katholischen Heiligen. Der christliche Festtag wird jedes Jahr am 11. November begangen, dem Tag der Grablegung. Der Wochentag verschiebt sich damit jährlich. Sankt Martin 2022 fällt auf Freitag, den 11. November.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geboren wurde Martin um 316/317, damals Martinus genannt. Als Sohn eines römischen Offiziers war er zum Militärdienst verpflichtet. Er wurde mit 15 Jahren eingezogen und diente in der berittenen kaiserlichen Leibgarde. Bereits nach kurzer Dienstzeit wurde er Offizier.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um 334 war der achtzehnjährige Gardeoffizier in Amiens stationiert (150 km nördlich von Paris). Die Episode der Mantelteilung ist in dieser Zeit angesiedelt. An einem kalten Wintertag begegnete Martin auf dem Pferd am Stadttor einem ärmlich bekleideten Mann. Außer seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. Er teilte seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit 34 Jahren wurde er vom Bischof Hilarius von Poitiers getauft. Darauf hatte sich Martin intensiv vorbereitet. Sein Wesen entsprach nicht dem damaligen Typus eines rauen Soldaten. Vielmehr galt er als geduldig, bescheiden, sein Verhalten war von großer Nächstenliebe geprägt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Kampf gegen die Alemannen verweigerte er 356 die Teilnahme an einer Schlacht mit dem Hinweis, er sei nun nicht mehr ein Soldat des römischen Kaisers, sondern ein Soldat Christi. Im Alter von 40 Jahren wurde er nach 25jährigen Dienstzeit aus dem Heerdienst entlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst ließ er sich von Bischof Hilarius unterweisen, ging dann als Einsiedler auf eine Insel bei Genua. Da ihm viele Anhänger folgten, sah er sein weiteres Ziel in der Christianisierung und so gab er dieses Leben auf und kehrte zurück nach Gallien. 361 errichtete er in Ligugé (Nähe Poitiers) das erste Kloster. Diese Abtei Saint-Martin de Ligugé ist heute eine Benediktinerabtei und das älteste bestehende Kloster Europas. Martin gilt als Begründer des abendländischen Mönchtums.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+34_Grabst%C3%A4tte+Martin+von+Tours.jpg" alt="" title="Grabmal in Saint-Martin de Tours  (Foto: Tipoune, Tombeau de Saint-Martin de Tours, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grabmal in Saint-Martin de Tours 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tipoune" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wikipedia.de,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tipoune" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Tombeau de Saint-Martin de Tours
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , gemeinfrei,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tipoune" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Details s. Wikimedia Commons
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum Bischof von Tours wurde er 397 geweiht. Eine Überlieferung besagt, dass er sich für das Amt nicht würdig genug befand. Deshalb soll er sich vorher in einem Gänsestall versteckt haben. Die Gänse verrieten aber seine Anwesenheit durch lautes Geschnatter und so musste er das Bischofsamt annehmen. Daher stammt der Brauch zum Fest des Heiligen eine Martinsgast zuzubereiten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Martin ließ heidnische Kultstätten zerstören, baute Klöster und Gotteshäuser und war überaus erfolgreich, auch der Landbevölkerung den christlichen Glauben nahe zu bringen. Als Nothelfer und Wundertäter erlangte er in der Touraine (Großraum Pariser Becken) einen hohen Bekanntheitsgrad.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am 11. November 397 wurde Martin im Alter von 81 Jahren zu Grabe getragen und später heiliggesprochen. Er ist der erste Heilige, der nicht den Märtyrertod gestorben ist, sondern durch sein vorbildliches Leben ein Beispiel gab. Ausgehend von Frankreich breitete sich seine Verehrung schnell aus. Er ist der Schutzpatron Frankreichs und der Slowakei und der Schutzheilige zahlreicher Berufsgruppen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 09 Nov 2022 21:54:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-34-sankt-martin-teil-1-historie</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 33: Die Ehlenstraße in Odendorf</title>
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  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Nikolaus-Ehlen-Siedlung in Odendorf muss man eine außergewöhnliche Personengruppe und zwei bemerkenswerte Personen in Verbindung bringen. Zunächst sind es die Frauen und Männer, die in Selbsthilfe den handwerklichen Aufbau der Siedlung gemeistert haben. Danach ist der Odendorfer Arzt Dr. Johann Bayer zu nennen, der die Initialzündung für das Projekt gab und sich vehement und engagiert für die Realisierung eingesetzt hat. An erster Stelle steht jedoch der „Deutsche Siedlungsvater“ Nikolaus Ehlen, nach dem die Ehlen-Straße benannt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nikolaus Ehlen wurde 1886 geboren und trat nach dem Abitur in ein Priesterseminar ein. Er änderte jedoch seine beruflichen Pläne, studierte Mathematik, Physik, Chemie, Philosophie und promovierte zum Dr. phil. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Leutnant teil. 1919 wurde er dann am Gymnasium in Velbert als Studienrat eingestellt. Er blieb bis zu seiner Pensionierung im Schuldienst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nikolaus Ehlen gilt als Pionier des Selbsthilfebaus. Das Ehlen-Prinzip heißt: Bauen in Gemeinschaft und in Eigenleistung. Mindestens 12 bis 15 Familien mussten sich zusammenschließen. Schon 1925 sorgte er dafür, dass in Velbert eine erste Siedlung für Kinderreiche entstand. Diese Tätigkeit sollte sein weiteres Lebenswerk begleiten, sodass er schon bald als „Siedlungsvater“ bezeichnet wurde. Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann Ehlen mit der Fortsetzung begonnener Mustersiedlungen. Über die Grenzen Velberts hinaus verbreitete sich der Selbsthilfegedanke durch die Gründung von Siedlergemeinschaften. 1948 gründete er den Ring Deutscher Siedler. Zahlreiche Straßen sind im westdeutschen Raum nach ihm benannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ehlen war in der katholischen Jugendbewegung sehr engagiert. Vor 1933 bekleidete er wichtige Positionen im Internationalen Versöhnungsbund und im Friedensbund deutscher Katholiken. Nach der Machtergreifung verfasste er in seiner Zeitschrift „Lotsenrufe“ wiederholt Artikel gegen das NS-Regime. Er wurde kurzzeitig vom Schuldienst beurlaubt, später musste er sogar einige Tage in Haft. Guten Freunden mit Beziehungen hatte er seine Entlassung zu verdanken. Wegen seiner pazifistischen und auf Völkerversöhnung ausgerichteten Haltung erhielt er Schreibverbot.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ehlen ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt Velbert und wurde mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Aus seiner Ehe mit Maria Ehlen entstammen acht Kinder. Er verstarb 1965 in Essen im Alter von 78 Jahren. Eine posthume Ehrung erfuhr er 1982, als seine ehemalige Arbeitsstätte den Namen Nikolaus-Ehlen-Gymnasium bekam.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Oct 2022 17:00:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-33-die-ehlenstrasse-in-odendorf</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 32: Machtübernahme und 2. Weltkrieg</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-32-machtuebernahme-und-2-weltkrieg</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_32_4-953fd3df.jpg" title="Ochsengespann mit Selbstbindermaschine in den Odendorfer  Benden, August 1942"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 erlebte Odendorf einschneidende Veränderungen. In den Gemeinderat zogen zwei NSDAP-Mitglieder ein. Der gewählte Gemeindevorsteher Josef Mager sen. wurde zwar wiedergewählt, aber von den neuen Machthabern nicht bestätigt. An seiner Stelle wurde der Stützpunktleiter der NSDAP in Odendorf, Josef von Sturm, am 23. Juni 1933 mit der Bezeichnung Bürgermeister im „Parteilokal“ Hansen in sein Amt eingeführt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das dörfliche Leben war geprägt von Gleichschaltung und Anweisungen der Partei: Anschaffung von Hakenkreuzfahnen, Geldsammlungen, monatlicher Eintopfsonntag, Werbung zum Beitritt in nationalsozialistische Organisationen, Ernennung eines Ortsbauernführers, Indoktrinierung der Schuljugend, Straßenumbenennungen. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Die Flamersheimer Straße wurde zur Adolf-Hitler-Straße, die Essiger Straße zur Claus-Clemens-Straße, die Pützgasse zur Frankenstraße, die Huttgasse zur Orbachstraße, die Obergasse zur Burgstraße und Berg wurde zu In der Freiheit umbenannt. Kirchliche Jugendgruppen wurden aufgelöst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit der Anlage des Fliegerhorstes (Einsatzflughafen) 14 in Odendorf 1938/1939 beherrschte die Luftwaffe das Straßenbild. Später kamen Angehörige des Reichsarbeitsdienstes hinzu. Der Fliegerhost spielte dann im Mai 1940 kurzzeitig eine wichtige Rolle als Zubringerflugplatz für Hitlers Führerhauptquartier „Felsennest“ in Münstereifel-Rodert und als Stützpunkt für die Stukas des Kampfgeschwaders 2 (Immelmann).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist hier nicht der Ort, das ganze Unglück und Elend, welches der 2. Weltkrieg mit sich brachte, zu schildern. Nur so viel sei gesagt, dass Odendorf seit 1944 selbst im Kriegsgebiet lag und unter einzelnen Bombenabwürfen und Beschuss der alliierten Tiefflieger zu leiden hatte. Am 10. Januar 1945, am Ende der Ardennenoffensive, wurde der Ort von einem Bombenteppich getroffen, bei dem 13 Einwohner und drei Soldaten den Tod fanden. Elf Wohnhäuser wurden zerstört und 35 Familien innerhalb von fünf Minuten obdachlos. In der Nacht vom 4. zum 5. Mai 1945 erreichten U.S.Truppen Odendorf auf ihrem Vorstoß nach Südosten. Sie nahmen nicht von ungefähr ihren Weg auf der „Alten Heerstraße“ über Rheinbach – Meckenheim – Sinzig nach Remagen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vgl. Gert Wirtz, Broschüre „Swisttal Odendorf“, Hrsg. Verein Zehnthaus e.V., 1999,  S. 16ff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 22 Sep 2022 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-32-machtuebernahme-und-2-weltkrieg</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 31: Odendorf - Krieg und Besetzung</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-31-odendorf-krieg-und-besetzung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_31_Krieg+und+Besetzung_Landsturmwache+Bahnhof+Odendorf_2.jpg" title="Landsturm Wache am Bahnhof Odendorf 1914 (Archiv Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der 1. Weltkrieg bedeutete das Ende der „guten alten Zeit.“ Am 1. August 1914 nachmittags wurde die Mobilmachung in Odendorf „ausgeschellt“. Reservisten und Landsturmmänner wurden von ihren Angehörigen mit Gesang und Begeisterung zum Bahnhof gebracht, um rechtzeitig am Gestellungsort zu sein. Männer des Landturms übernahmen die Bewachung der Bahnstrecke. Da Erntezeit war, mussten ältere Leute, Frauen und Kinder die Ernte einbringen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 3. Dezember 1914 wurden die ersten Verwundeten von der Flandernfront in das Lazarett im Kloster eingeliefert. Für sie spendeten die Odendorfer großzügig „Liebesgaben“. Die Kriegswirtschaft machte die Rationierung von Lebensmitteln nötig, es gab Lebensmittelkarten. 32 Odendorfer fielen im Krieg oder gelten als vermisst, vier sterben noch Jahre danach an den Folgen des Krieges.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Waffenstillstand am 11. November 1918 hatte zur Folge, dass die Odendorfer Zeugen wurden, wie die Truppen der Westfront drei Wochen lang diszipliniert, aber unterernährt und abgerissen Richtung Rhein zurückfluteten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 6. Dezember 1918 erschienen britische Besatzungstruppen, zuerst Kanadier. Sie bedeuteten Einschränkungen, frühe Polizeistunde (ein Schlag für die Gastwirte), nächtliches Ausgehverbot, Grußpflicht gegenüber den englischen Offizieren, Einquartierungen, aber auch Anregungen, es ihnen im Sport gleichzutun.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_31_Krieg+und+Besetzung_Postkarte+Gastwirtschaft+Andreas+Sch%C3%A4fer.jpg" alt="" title="Gastwirtschaft und Handlung von Andreas Schaefer mit Blick in die Flinkengasse, heute Odinstraße. Postkarte vor 1915"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Archiv Verein Zehnthaus e.V.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1919 wurde der TUS Odendorf gegründet. Im Januar 1919 lösten Franzosen die Briten ab und blieben bis Spätherbst 1919. Im Herbst 1920 kehrten die beiden letzten Odendorfer Kriegsgefangenen, Peter Schneider und Wilhelm von Sturm, zurück und wurden vom ganzen Dorf am Bahnhof empfangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Höhepunkt der Besatzungszeit war das Jahr 1923 mit der Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen und Belgier. Die Reichsregierung verkündete den passiven Widerstand und die Bahnbediensteten, auch im Odendorfer Bahnhof, hielten sich daran. Stationsvorsteher Krämer und seine Kollegen weigerten sich, für die französisch verwaltete Reichsbahn zu arbeiten. Sie wurden im März 1923 mit ihren Familien in das nicht besetzte Gebiet ausgewiesen und kehrten erst im Juli 1924 heim.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorf hatte 1925 177 Wohnhäuser, 225 Haushaltungen und 956 Einwohner. Davon waren 955 Katholiken, ein Einwohner war evangelisch. Juden wohnten keine im Ort. Am 30. Juni 1930 war die Besatzungszeit zu Ende. Dieses Ereignis wurde in Odendorf mit der Kirmes groß gefeiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vgl. Gert Wirtz, Broschüre „Swisttal Odendorf“, Hrsg. Verein Zehnthaus e.V., 1999,  S. 16ff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 09 Sep 2022 12:29:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-31-odendorf-krieg-und-besetzung</guid>
      <g-custom:tags type="string">Odinstraße,#vereinzehnthaus,Flinkengasse,Swisttal,1.Weltkrieg,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_31_Krieg+und+Besetzung_Landsturmwache+Bahnhof+Odendorf_2.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_31_Krieg+und+Besetzung_Landsturmwache+Bahnhof+Odendorf_2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 30: Ortsnamen in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-30-ortsnamen-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_30_Ortsnamen-Odendorf_Brunnen-Zehnthof.jpg" title="Steinbrunnen Zehnthofplatz in Odendorf (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man kommt wahrscheinlich leicht auf den Gedanken, den Namen Odendorf auf die germanische Gottheit „Odin“ zu beziehen. Jedoch wäre diese Erklärung falsch, denn nur in der nordischen Form war der Name Odin gebräuchlich. Im Niederdeutschen nannten ihn die Germanen Wotan oder Wodan mit einer dialektischen Umwandlung als Godan oder Gudan.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon Professor Dr. Gerhard Mürkens, ein bekannter Ortsnamenforscher, hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass der Name Odendorf nicht von Odin abgeleitet werden könne.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ein Auszug aus einer seiner Arbeiten (undatiert):
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Im Prümer Güterverzeichnis von 983 heißt der Ort Odendorpt. Seine Bedeutung ist „Dorf des Odo“. Der germanische Personenname Odo besagt etwa “Mann mit reichem Erbbesitz“. Für die Zurückführung des Namens auf Odo spricht auch die um 800 in den ältesten Urkunden des Bonner Cassiusstiftes vorkommende Namensform Odigedorp für Odingadorf. Das bedeutet „Dorf der Odinga“, mit anderen Worten „Dorf der Sippe des Odo“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem war gerade der althochdeutsche Personenname Odo, hochdeutsch Oto oder Otto bei unseren Vorfahren sehr beliebt. So steckt er auch in anderen Ortsnamen wie Oedekoven. Nach einem Stifter Odo ist auch Odenkirchen benannt – Kirche des Odo. Hier käme keiner auf den Gedanken, den Ort als Odinkirche zu deuten.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Prof. Mürkens hat seinen Lebensabend in Odendorf verbracht. 1954 schrieb er in einem Brief an eine Lokalzeitung: „In Odendorf heißt seit der Hitlerzeit die Hauptstraße Odinstraße, und ich meine, es würde sich empfehlen, diesen anstößigen Namen bald durch eine andere Benennung zu ersetzen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            1992 war im Zuge der Ortskerngestaltung nach einem Ideenwettbewerb die Möglichkeit ins Auge gefasst worden, auf dem Zehnthof einen „Odinsbrunnen“ als Blickfang zu gestalten. Der damalige Ehrenvorsitzende des Vereins Zehnthaus e.V., Dr. Johann Bayer, schrieb dazu 1992 in einem Brief an die Ratsfraktionen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Diesem Vorschlag liegt ein großer Irrtum zugrunde. Geleitet von den Wahnvorstellungen einer germanisch-völkischen Vergangenheit beschloß in den Jahren 1936/1937 die Nazi-Prominenz von Odendorf, alte Straßennamen zu ändern. Die Tagung hierzu fand in der damaligen Gaststätte Winterscheidt statt. Dort allerdings zum letzten Mal, weil die Partei sich entschlossen hatte, zur gegenüberliegenden Gaststätte Hansen, später Esser, heute Gaststätte Zum Adler, zu wechseln. Die Winterscheidts waren keine Parteimitglieder.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Auf dieser letzten Sitzung fielen alte und historische Straßenbezeichnungen wie Flinken- und Pützgasse dem germanischen Kultgedanken zum Opfer. So wurde u.a. beschlossen, die Flinkengasse in Odinstraße umzubenennen. Odendorf – dies ist der sprachlich wie historische Irrtum – hat mit der germanischen Gottheit ebenso wenig zu tun, wie etwa das benachbarte Rheinbach mit dem Rhein. [ …] Die Gemeindeväter würden gut daran tun, zu überlegen, ob die Wiedereinführung eines alten Straßennamens nicht ein Stück Rehabilitation und ein Stück wirklicher Dorferneuerung sein könnte. Auf dem Platz vor dem historischen Zehnthaus und im Angesicht der Alten Pfarrkirche einen Odinsbrunnen zu errichten, hieße der Nazi-Dummheit noch eine weitere hinzuzufügen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie wir wissen, haben sich aus diesem Brief keine Konsequenzen ergeben. 2002/2003 wurde der jetzige Steinbrunnen auf dem Zehnthofplatz errichtet. Er trägt keinen Namen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Eckgaststätte Velten/Winterscheidt fiel 1978 einem Brand zum Opfer. An gleicher Stelle wurde die Zweigstelle der Raiffeisenbank errichtet und 1985 eingeweiht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_30_Ortsnamen+Odendorf_Winterscheidt.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem Saal Winterscheidt, Blick in die Flinkengasse, heute Odinstraße
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Verein Zehnthaus e.V.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 26 Aug 2022 06:39:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-30-ortsnamen-in-odendorf</guid>
      <g-custom:tags type="string">Odinstraße,#vereinzehnthaus,Flinkengasse,Swisttal,Zehnthof,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_30_Ortsnamen+Odendorf_Brunnen+Zehnthof.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_30_Ortsnamen+Odendorf_Brunnen+Zehnthof.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 29: Unser Orbach ohne "h", Teil 2</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/unser-orbach-ohne-h-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+29_Orbach+ohne+h_Teil+2_3.jpg" title="Schild Orbach (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MULNV) veröffentlicht Gefahren- und Risikokarten für die Flussgebiete in NRW. In dem Kartenblatt Steinbach GKZ 27426 sind an unterschiedlicher Stelle ebenfalls beide Schreibweisen mit und ohne „h“ angeführt - Stand 2022.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nummerierung_von_Gew%C3%A4ssern" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Gewässerkennzahl (GKZ)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist ein Identifikator, mit dem in Deutschland alle Gewässer sowie ihre Einzugsgebiete und Niederschlagsgebiete nummeriert werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Zur Geografie:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Der Steinbach ist ein 21 km langer linker Nebenfluss der Swist. Die Quelle befindet sich auf dem Gebiet von Bad Münstereifel zwischen den Ortschaften Rodert und Scheuren. Der Bach wird in der Steinbachtalsperre gestaut und fließt von dort in Richtung Schweinheim. Hier vereinigt er sich als Hauptzufluss mit dem Sürstbach, in den auch die Madbachtalsperre entwässert. Der Sürstbach ist mit 7 km zwar kürzer, hat aber das größere Einzugsgebiet und auch den größeren mittleren Abfluss. Der Steinbach hat insgesamt 13 Zuflüsse mit Bachcharakter, von den wir im Alltag in der Natur kaum etwas bemerken. Sie führten aber unter anderem zu der Überflutung im Sommer 2021 mit den katastrophalen Folgen. 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+29_Orbach+ohne+h_Teil+2_1.jpg" alt="" title="Straßenschild &amp;quot;Am Jungbach&amp;quot; (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Schweinheim an nimmt der Bach den Namen Orbach an und passiert die Ortschaften Odendorf, Essig, Ludendorf und Miel. Auf diesem Weg wandelt er sich im Unterlauf zum Jungbach. In Miel unterquert er die A 61 und mündet bei Lützermiel in den Erft-Zufluss Swist. Auf seinem Weg erfährt der Bach ein Gefälle von 252 Metern. Die Swist entwässert über die Erft und den Rhein in die Nordsee.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch der Schießbach spielt für Odendorf eine wichtige Rolle. Er entspringt als Ellenbach in Kirchheim am östlichen Ortsrand von Euskirchen. Als Flämmerbach durchquert er Flamersheim und heißt danach Rodderbach. Er passiert Palmersheim, Odendorf und Ollheim, unterquert die A 61 und mündet schließlich südlich von Heimerzheim in die Swist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rodderbach fällt im Frühling und Sommer überwiegend trocken. Bei der Flutkatastrophe 2021 jedoch war auch sein Hochwasser für die Schäden in Odendorf verantwortlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bezirksregierung Köln betreibt zur Früherkennung von Hochwassergefahren einen Hochwassermeldedienst für die Gewässern Sieg, Agger, Erft und Rur. Die aktuellen Wasserstände der Pegel an der Swist werden auf der Internetseite des LANUV NRW als Gangliniendiagramm und in Tabellenform angezeigt. Der Orbach wird auf den offiziellen Seiten nicht erwähnt.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+29_Orbach+ohne+h_Teil+2_2.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           angliniendiagramm der Swist bei Morenhoven von April 2021 bis April 2022.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Der Pegelstand der Swist beim Hochwasser im Juli 2022 stößt an den maximal messbaren Wert von 2.20m.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Quelle:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            lanuv.de
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 12 Aug 2022 12:44:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/unser-orbach-ohne-h-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#vereinzehnthaus,Orbach,Ohrbach,Swisttal,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-29_Orbach-ohne-h_Teil-2_3.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-29_Orbach-ohne-h_Teil-2_3.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 28: Unser Orbach ohne "h", Teil 1</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/unser-orbach-ohne-h-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+28_Ohrbach+oder+Orbach_3.jpg" title="Ausschnitt aus der Digitalen Topographischen Karte, Maßstab 1:10.000 (Quelle: geoportal NRW)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In aktuellen Karten finden sich beide Schreibweisen für den O(h)rbach, s. oberer Bildrand
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nördlich von Schweinheim
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausschnitt aus der Digitalen Topographischen Karte, Maßstab 1:10.000. Quelle: geoportal NRW
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die unterschiedliche Schreibweise für den „Orbach bzw. Ohrbach“ fällt immer wieder ins Auge. Damit kann man leben, aber es ruft doch so manches Stirnrunzeln hervor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Frage hat auch den Gemeindedirektor der Gemeinde Swisttal umgetrieben. Und so stellte er 1984 eine Anfrage an Herrn Norbert Zerlett unter dem Betreff: „Schreibweise das Bachnamens: Ohrbach“.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Auszug aus der Anfrage:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Der Anlaß zu meiner Frage ist, daß wir in Odendorf eine Straßenbezeichnung „Orbachstraße“ kennen und nunmehr danach gefragt wird, warum die Straßenbezeichnung abweichend von den in amtlichen Karten ausgedruckten Bachnamens „Ohrbach“ ist.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Wir haben keine Unterlagen drüber, wie das zustande gekommen sein könnte, ab wann das evtl. so ist. Können Sie uns da weiterhelfen, evtl. Quellen nennen, in denen man so etwa nachlesen kann. Als einzigen Anhaltspunkt kann ich nur Einträge im Kataster anführen, die Einträge „Orbach“ enthält und aus dem Jahre 1951 stammt, basierend auf der Umlegung von 1939.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer war dieser sachkundige Bürger Zerlett? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Er wurde 1911 in Bornheim geboren und war später Standesbeamter und Leiter des Garten- und Friedhofsamtes seiner Stadt.  Bereits in jungen Jahren widmete er sich der Geschichte seiner rheinischen Heimat. Für seine historischen Ausarbeitungen erhielt er viele Auszeichnungen. Er trug jahrelang Material zusammen, das als Fundament für seine eigene Arbeit als Lokalhistoriker diente und das noch heute von Forschern aus der ganzen Region häufig genutzt wird - die Sammlung Zerlett im Bornheimer Stadtarchiv. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier die Antwort von Herrn Zerlett:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „auf Ihre Anfrage vom 5. 7. 84, teile ich mit, daß die richtige Schreibweise „Orbach“ und „Orbachstraße“ ist. […]. 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Weil nun der Bachnahme „Ohrbach“ in der Topographischen Karte 5307 Rheinbach in unrichtiger Schreibweise eingetragen ist, wird nach dem unrichtigen Vorbild dieser Karte der Name stets falsch wiederholt. Die verschiedenen Schreibweisen sind auf die Kataster-beamten zurückzuführen, die um 1820-30, beim Anlegen der Karten und Kataster nach dem Volksmund den Namen eintragen mußten. […]. Oft haben damals die Geometer auch Namen geprägt, wo die Dorfbewohner versagten […]. Sehr oft findet man, daß ein Bach in den früher kleinen Anliegergemeinden einen anderen Namen hat. So heißt der Orbach sogar Klosterbach, Steinbach und Jungbach. […].
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Orbach ist gleichzusetzen mit „Urbach“. Es handelt sich um den Namen für den Bach nahe seinem Ursprung, der Quelle. Damit ist die Schreibweise des Namens eigentlich geklärt. Die Vorsilbe „Or“ oder auch „Ar“ entstammt aus dem Keltischen und ist die Bezeichnung für ein fließendes Gewässer. Daher die zahlreichen Gewässernamen auf „Ar, Aar, Or, Our“ und dergleichen im deutschen Sprachraum. 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das „h“ als vermeintlicher Dehnungslaut ist später gekommen. Ein Beamter, der sich mit der Wortherkunft näher befasst hatte, dürfte 1951 den Eintrag richtiggestellt haben. Die Berichtigung hat nun den Zweifel über die Schreibweise ausgelöst, denn die Bevölkerung empfindet jedes gedruckte Wort als Glaubensstück.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit das Glaubensbekenntnis eines renommierten Heimatforschers. Andere Quellen, die zur endgültigen Klärung beitragen könnten, sind derzeit nicht bekannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 28 Jul 2022 16:18:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/unser-orbach-ohne-h-teil-1</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+28_Ohrbach+oder+Orbach_3.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 27: Die Matronensteine am Zehnthaus</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-27-die-matronensteine-am-zehnthaus</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-27_Matronensteine-in-der-Mauer.jpg" title="Die in der Mauer zwischen alter Kirche und Zehnthaus eingelassenen Repliken der Matronensteine"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die in der Mauer zwischen alter Kirche und Zehnthaus eingelassenen Repliken der Matronensteine
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Verein Zehnthaus)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen dem Zehnthaus und der alten Kirche in Odendorf befinden sich die Nachbildungen zweier Matronensteine. Sie sind in die dortige Bruchsteinmauer eingelassen. Die Originale dieser Altarfragmente wurden 1883 beim Bau der Eisenbahnlinie Bonn-Euskirchen 300 Meter südöstlich von Odendorf dicht an der von Palmersheim kommenden Römerstraße gefunden. Sie befanden sich zunächst in Privatbesitz, ehe sie 1895 dem Provinzialmuseum – heute LVR LandesMuseum - in Bonn zugeführt werden konnten. Heute gehören sie zum Bestand des LVR-Depots in Meckenheim.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Verein Zehnthaus hat diese Repliken durch das Landesmuseum anfertigen lassen. Sie wurden anlässlich der Wiederherstellung und Neueröffnung des Zehnthauses am 19. Juli 1981 der Gemeinde gestiftet und in die Bruchsteinmauer zwischen alter Kirche und Zehnthaus eingelassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Matronae sind weibliche Gottheiten. Die Weihaltäre sind diesen Gottheiten gewidmet. Sie wurden gestiftet, um Schutz für die Familie, Fruchtbarkeit oder beruflichen Erfolg zu erbitten, oder als Dank für die Errettung von einer Gefahr oder Krankheit. Über die konkrete Form dieses Matronenkults gibt es wenig Hinweise. Ihre Verehrung ist nicht ursprünglich römisch, sondern keltisch oder germanisch. Dieser Kult wurde von der einheimischen Bevölkerung, aber auch von Zuwanderern aus anderen Regionen und sogar von hohen römischen Offizieren und ihren Frauen übernommen. In den Inschriften werden die Göttinnen als Matronae bezeichnet und führen einen weiteren Namen, z.B. in Odendorf Acerecinehae. Die Darstellung erfolgt zumeist in Form von drei Frauen in einheimischer Kleidung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben dem Namen Acerecinehae gibt es fast hundert weitere Namen für rheinische Matronen. Die Weihe-Inschrift beinhaltet jeweils den Namen der Matrone, den Namen des Stifters und die Weiheformel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden Odendorfer Weihaltäre wurden von Gaius Severinius Candidus und Lucius Appianius Tertius gestiftet. Beide waren, wie ihr Name zeigt, römische Bürger (Vorname, Familienname und Beiname).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus / H. Lehner, Die antiken Steindenkmäler des Provinzialmuseums Bonn (Bonn 1918), S. 125 f.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 15 Jul 2022 07:45:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-27-die-matronensteine-am-zehnthaus</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 26: Wegekreuz an der Katholischen Kirche Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-26-wegekreuz-an-der-katholischen-kirche-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-26_Wegekreuz_kath.-Kirche-Odendorf_2.jpg" title="Wegekreuz an der Katholischen Pfarrkirche in Swisttal-Odendorf (Foto: Klaus Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wegekreuz an der Katholischen Pfarrkirche in Swisttal-Odendorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1481 erwarb das Trierer Kartäuserkloster St. Alban den Blankenheimer Hof in „Odendorph“, den späteren Kartäuserhof. 1726 erbaute das Kloster auf diesem Hof das Zehnthaus zur Lagerung des Zehnten, einer Natural-Abgabe der Landpächter an die Kartause und den Pfarrer des Dorfes. Unter dem Patronat des Kartäuserklosters St. Alban in Trier wurde von den Pastoren Wilhelm Cleven und Jakob Claren (beide um 1723) die barocke Ausstattung der alten romanischen Pfarrkirche St. Peter und Paul begonnen. In Odendorf gab es damals ca. 230 Gläubige.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus jener Zeit stammt das heute an der Straßenecke neben der katholischen Kirche stehende Kreuz. Es ist ein aus Trachyt geschlagenes, für die Zeit des Barocks typisches Wegekreuz. Errichtet wurde es zu Ehren von Johann Eberhard Dick.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser wurde am 14. April 1726 Pastor in Odendorf und war bis zum Jahre 1768 in diesem Amt. Sein Vater war der Oberdreeser Justizbeamte Ignatius Dick. Dessen Bruder, Hilger Dick, stiftete das Wegekreuz mit der Jahreszahl 1724. In diesem Jahr wurde Pastor Dick zum Priester geweiht. Hilger Dick stiftete auch das Altarbild in der alten Kirche zu Odendorf, die Zahl 1724 finden wir dort in der Widmung des Bildes. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kreuz lässt neben der Jahreszahl 1724 auch ein Wappen im Sockel mit einer Wolfsangel und einem Herzen mit Kleeblatt erkennen. Unterhalb des Wappens kann in der oberen Zeile der zweizeiligen Inschrift noch der Name „… Hilger Dick …“ gelesen werden, die untere Zeile ist unleserlich. Darüber steht ANNO 1724. Das Wappen ist vermutlich die Hausmarke der Stifter-Familie. Es stimmt mit dem Altarbild in der alten Kirche überein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-26_Wegekreuz_kath.-Kirche-Odendorf_3.jpg" alt="" title="Das Wegekreuz an der Katholischen Pfarrkirche in Swisttal-Odendorf, Detail (Foto: Klaus Scholz)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wegekreuz an der Katholischen Pfarrkirche in Swisttal-Odendorf, Inschrift
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kreuz hatte vermutlich seinen ersten Standort nicht weit entfernt von dem heutigen Platz. Damals lag allerdings auf der Fläche der 1902 – 1904 errichteten neuen Pfarrkirche der große Pfarrgarten. An der Stelle des 1833 erbauten Pfarrhauses, der späteren Vikarie (heute Katholische Öffentliche Bücherei), befand sich, unmittelbar an den alten Kirchhof anschließend, der Pfarrhof. Die Straße am Zehnthof endete unter dem damaligen Namen „Kirchengass“ kurz hinter dem Zehnthaus vor den Toren zum Pfarrhof und zum Kirchhof.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die neugebaute Pfarrkirche erhielt nach dem Verständnis dieser Zeit eine Umfriedung mit einem Zaun aus einer Sockelmauer mit aufstehendem Gitter. Diese Mauer schloss sich beidseitig fest an das Kreuz an. Heute sind noch Überreste der Sockelmauer vorhanden zwischen denen sich das Barockkreuz befindet. Vor diesem Kreuz befand sich lange Zeit ein durch einen Stein hervorgehobener Standort für die Bekanntgabe von Ankündigungen der damaligen Gemeinde Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kreuz, das im Laufe von Jahren zunehmend Steinzerstörungen aufwies, wurde auf Anregung des Verein Zehnthaus e.V. und mit dessen finanzieller Unterstützung sowie mit Hilfe der Gemeinde Swisttal und der katholischen Kirchengemeinde restauriert und im Jahre 1988 wieder aufgestellt. Dieses Wegekreuz konnte so der Nachwelt erhalten bleiben (Liste der Baudenkmäler Gemeinde Swisttal Nr. 5). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Sammlung Zehnthaus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Jun 2022 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-26-wegekreuz-an-der-katholischen-kirche-odendorf</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 25: Das "Stumpfe Kreuz" (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-25-das-stumpfe-kreuz-teil2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der teilweise vagen geschichtlichen Überlieferung und dem Beschluss des Gemeinderates Odendorf von 1955 gibt es noch eine weitere schriftliche Quelle, die sich auf die Geschichte des Stumpfen Kreuzes bezieht: eine Akte des Amtes Ludendorf aus dem Jahr 1967 im Archiv der Gemeinde Swisttal. Aus diesem Archivale geht hervor, dass der Odendorfer Lebensmittelhändler Hubert Winterscheidt nach einem Vorgespräch mit dem Bürgermeister Heinrich Merzbach in einem Antrag an die Gemeinde Odendorf die Errichtung eines Wegekreuzes am „Stoompe Krüzche“ anregt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Originaltext der Anfrage vom 29. Mai 1967:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Meine Schwiegermutter, Frau Gilliam, hatte die Absicht, für die Kirche einen Kunstgegenstand, Figur, Paramente o. ä., zu beschaffen. Mich persönlich interessierte schon länger die Errichtung eines Wegekreuzes am „Stoompe Krüzche“. (Die alte Flurbezeichnung würde wieder einen Sinn bekommen, und Odendorf ist nicht überreich an geschichtlichen Zeichen und Kunstdenkmälern). Meinen Vorschlag, das Kreuz am „Stoompe Krüzche“ errichten zu lassen, hat meine Schwiegermutter angenommen und mir übertragen. Das Kreuz ist nach beiliegendem Entwurf der Kunstwerkstätten Maria Laach gedacht. Die Bezahlung des Wegekreuzes würde von mir geregelt. Die Kosten für Fundament, Bepflanzung und Pflege müssten von der Gemeinde, in deren Besitz das Kreuz übergeht, getragen werden. […]
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Mit guten Wünschen Hubert Winterscheidt.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In einem Protokoll über die nichtöffentliche Gemeinderatssitzung vom 29. Mai 1967 ist die Genehmigung zur Aufstellung des Kreuzes festgehalten. Der Ratsbeschluss war einstimmig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ﻿
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das imposante Wegekreuz aus Basaltlava wurde von den Kunstwerkstätten Maria Laach gefertigt und im Dezember 1968 fertiggestellt. Der Gemeindedirektor Dieter Lütjohann hielt in einem Vermerk vom 30. September 1969 fest, dass das Kreuz Anfang 1969 aufgestellt wurde. Das Relief zeigt Jesus als Auferstandenen und thronenden Weltenherrscher vor einem stilisierten Strahlenkranz, welcher dem Wegekreuz seine ungewöhnliche Form verleiht. Das heutige Stumpfe Kreuz trägt die Inschrift „ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN“. Dieser Bibelvers stammt aus einer Abschiedsrede Jesu an seine Jünger (Joh. 14,6), in der er deutlich macht, dass wer sich an ihm orientiert, den Weg bereits kennt, der zu Gott führt. Auf der Rückseite der Steinmetzarbeit sind die Namen der Stifter eingraviert – Hubert und Maria Winterscheidt, geb. Gilliam. Ansonsten gibt es an dieser Stelle keinen Hinweis auf die Vorgeschichte des Kreuzes. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diesem Mangel hat 2010 der Ortsausschuss Odendorf abgeholfen. Er ließ eine Tafel entwerfen, die den Hinweis auf die beiden schon erwähnten Überlieferungen zum Kreuz gibt - den Tod des Josef Stumpf 1617 und den Tod eines napoleonischen Soldaten. Die Tafel ist am Fuße des Wegekreuzes angebracht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Die Einweihung erfolgte zum Volkstrauertag, am Sonntag, 13. November 2011. Nach dem Totengedenken am Kriegerdenkmal zog die Versammlung unter den Klängen des Tambourcorps „Loreley“ Odendorf von 1908 zum Einweihungsort. Professor Horst Pippert hielt die Festrede und Pfarrer Franz Winterscheidt, der Sohn des Stifterehepaares, segnete das Kreuz. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 18 Jun 2022 13:24:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-25-das-stumpfe-kreuz-teil2</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-25_Stumpe-Kr-C3-BCtzje_Stifterehepaar_Winterscheidt.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-25_Stumpe-Kr-C3-BCtzje_Stifterehepaar_Winterscheidt.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 24: Das "Stumpfe Kreuz" (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-24-das-stumpfe-kreuz-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben den bei der Gemeinde Swisttal eingetragenen Bau- und Bodendenkmälern gibt es in Odendorf eine überschaubare Zahl von Bauten und Objekten mit historischer Aussagekraft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Ortsausgang von Odendorf Richtung Palmersheim oberhalb des Orbachs finden wir etwas zurückgesetzt von der Landstraße 11 ein Objekt mit orts- und heimatgeschichtlicher Bedeutung – das „Stumpfe Kreuz“. Das Wegekreuz firmiert umgangssprachlich auch unter „Stoompe Krüz“, „stumpe Krüzche“, „stuppe Krüzche“ oder „tumpen Kreuz“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Quellenlage zur Entstehungsgeschichte des Kreuzes ist nicht sehr ergiebig und teilweise auch widersprüchlich. Nach einer älteren Überlieferung soll 1617 ein Bürger Namens Josef Stumpf an dieser Stelle gestorben sein und den Erzählungen nach, nicht nur um Mitternacht, hier ein Geist sein Unwesen getrieben haben. Anderen Überlieferungen zufolge soll ein Holzkreuz zum Gedenken an einen hier zu Tode gekommenen römischen oder napoleonischen Soldaten errichtet worden sein. Die Errichtung des Kreuzes könnte also in die Zeit zwischen 1794 und 1814 zu datieren sein, als das Rheinland unter französischer Herrschaft stand. Der ursprüngliche Grund für die Aufstellung eines Gedenkkreuzes zwischen Odendorf und Palmersheim lässt sich anhand der verfügbaren Quellen leider nicht mehr ermitteln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges soll hier ein einfaches Holzkreuz mit der aufgemalten Inschrift „Hier ruht ein französischer Soldat“ gestanden haben. Nach 1918 musste das Kreuz wegen völliger Verwitterung erneuert werden. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg jedoch überrollt, sodass der Ortsausgang nach Kriegsende 1945 eine Zeitlang ohne Kreuz blieb. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+24_Stumpe+Kr%C3%BCtzje+in+Odendorf+vor+1937.jpg" title="Das &amp;quot;Stumpfe Kreuz&amp;quot; vor 1937 (Foto: Sammlung Michels)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das "Stumpfe Kreuz" vor 1937
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Sammlung Michels)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Quellenlage zur jüngeren Ortsgeschichte ist schon wesentlich besser und erlaubt detailliertere Einblicke in die Entwicklungsgeschichte dieses Denkmals. Am 16.03.1955 fand in der Gastwirtschaft Esser eine Sitzung des Odendorfer Gemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Heinrich Merzbach statt. Auf der Tagesordnung stand u.a. der Antrag von Josef von Sturm auf Wiedererrichtung des „Stumpfen Kreuzes“ an der Flamersheimer Straße zwischen den Gemeinden Odendorf und Palmersheim.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Original-Beschluss:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Auf Anregung des Josef von Sturm beschließt die Gemeindevertretung einstimmig, das „Stumpfe Kreuz“ an der Flamersheimer Straße wieder herstellen zu lassen. Die Ausführung soll in Akazienholz sein und mit der Aufschrift „Heute mir, morgen Dir“ versehen sein. Nach alter Überlieferung soll dieses Kreuz, welches schon früher am selben Platz stand, bei einem römischen Heerzug einem an dieser Stelle tödlich verunglückten römischen Soldaten mit der gleichen Aufschrift errichtet worden sein.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kreuz wurde also rund zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs am historisch verbürgten Standort wiedererrichtet. 1962 sollen die Odendorfer an derselben Stelle ein T-förmiges Holzkreuz zur Mahnung errichtet haben. Dazu lässt sich kein Quellenmaterial finden. Es könnte sich hierbei um das Kreuz gehandelt haben, dessen Errichtung man 1955 beschlossen hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 07 Jun 2022 18:00:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-24-das-stumpfe-kreuz-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-24_Stumpe-Kr-C3-BCtzje-in-Odendorf-vor-1937-9152b727.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-24_Stumpe-Kr-C3-BCtzje-in-Odendorf-vor-1937.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 23: UNESCO-Welterbetag am 5. Juni 2022</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-23-unesco-welterbetag-am-5-juni-2022</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_23_Welterbetag_3.jpg" title="UNESCO-Welterbetag am 5. Juni 2022 ( © Deutsche UNESCO-Kommission)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tag des Offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat einen hohen Bekanntheitsgrad. Er findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht der UNESCO-Welterbetag, den die Deutsche UNESCO-Kommission 2005 in Deutschland etabliert hat. Fester Termin ist der erste Sonntag im Juni.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1972 verabschiedeten die Vereinten Nationen das Übereinkommen zum Schutz des Natur- und Kulturerbes der Welt. Der geläufige Begriff lautet „UNESCO-Welterbekonvention“.  Auslöser für diese Initiative war der Bau des ägyptischen Assuan-Staudamms in den 1960er Jahren. Dadurch drohte dem Tempel Abu Simpel die Überflutung. Die UNESCO rief seinerzeit in einer beispiellosen Hilfsaktion zu internationaler Solidarität auf. Spendengelder ermöglichten die Zerlegung des Tempels und den Wiederaufbau an einer höher gelegenen Stelle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inzwischen umfasst die Welterbeliste 1.154 Stätten, davon 51 in Deutschland. Es ist wenig überraschend, dass der Kölner Dom dazugehört oder die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in unserer Region. Wenn andere Namen fallen, dann kann man die Stätten schnell aus der Erinnerung hervorholen. Es tauchen aber auch überraschende Namen auf wie z.B. Alte Buchenwälder im Müritz-Nationalpark oder Höhlen und Eiszeitkunst in der Schwäbischen Alb. Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland fünf Welterbestätten dazu – darunter der Niedergermanische Limes, der von der Nordsee bis nach Remagen reichte. Auch Fundstellen im Kottenforst und Iversheim zählen dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_23_Welterbetag_1.jpg" alt="" title="UNESCO-Welterbetag am 5. Juni 2022 ( © Deutsche UNESCO-Kommission)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2022 ist ein Jubiläumsjahr. Mit dem Motto „50 Jahre Welterbekonvention: Erbe erhalten – Zukunft gestalten“ will die Organisation auf die Bedeutung und den Inhalt der Konvention verweisen. An allen Welterbestätten in Deutschland werden Aktionstage stattfinden. Führungen, Vorträge, Mitmachaktionen und Interviews bieten Einblicke in die täglichen Herausforderungen, die die Welterbestätten zu bewältigen haben. Details dazu kann man der lokalen Presse und dem Internet (z.B. unter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.unesco-welterbetag.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.unesco-welterbetag.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ) entnehmen.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bleibt zu erwähnen, dass unter dem Dach der UNESCO seit 2003 auch das immaterielle Kulturerbe unter Schutz steht. Deutschland ist dieser Konvention 2013 beigetreten. Ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/verzeichnis-ike" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           bundesweites Verzeichnis
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergeben werden. Darin sind 117 Kulturformen eingetragen, z.B. Morsetelegrafie, Volkstanz, Kaspertheater, Sternsingen, Flößerei, Genossenschaftsidee, Orgelbau, Ringreiten, Ostfriesische Teekultur.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ferner sind 14 Modellprogramme gelistet, z.B. das Bauhüttenwesen, Sagenerzählen oder das Zusammenleben von Minderheiten im deutsch-dänischen Grenzgebiet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was die Italiener schon lange wussten, ist seit 2017 offiziell: Die Kunst der neapolitanischen 'Pizzaiuolo' ist immaterielles Kulturerbe der Menschheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_23_Welterbetag_2-b79db375.jpg" title="© Deutsche UNESCO-Kommission"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 20 May 2022 14:14:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-23-unesco-welterbetag-am-5-juni-2022</guid>
      <g-custom:tags type="string">UNESCO,Welterbetag,Welterbe</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_23_Welterbetag_1-4537b92e.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_23_Welterbetag_1-4537b92e.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 22: Das Naturschutzgebiet (NSG) Dünstekoven</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-22-das-naturschutzgebiet-nsg-duenstekoven</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+22_NSG+D%C3%BCnstekoven_1.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im NSG sind über 100 kleine Teiche vorhanden- kostbare Lebensräume für zahlreiche Arten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (Foto: Peter Meyer, NABU Bonn)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die am Rande des Kottenforstes gelegene ehemalige Kiesgrube in Swisttal Dünstekoven ist eines der wichtigsten Naturschutzgebiete im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Das etwa 50 Hektar große Gebiet wird seit 1999 von der NABU Kreisgruppe Bonn betreut. Zu dem Areal gehören auch das Naturschutzzentrum am Kottenforst, die Geschäftsstelle des Vereins und die angrenzende Naturschule mit Werkstatt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stillgelegte Kiesgruben sind wertvolle Rückzugsgebiete für viele Tier- und Pflanzenarten. Sie haben früher Kulturlandschaften bereichert, sind aber heute kaum noch zu finden. Das NSG Dünstekoven ist im Vergleich zu den strukturarmen Agrarflächen im Umland ein echter Brennpunkt der Artenvielfalt. Das Gelände wurde nach Beendigung des Kiesabbaus im Jahr 1995 unter Schutz gestellt, um einen ungestörten Ersatzlebensraum für die vielen dort lebenden Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Schon während des Kiesabbaus hatte sich hier ein kleinräumiges Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen entwickelt: offene Wiesen und Rohbodenflächen, sandige Steilwände, Teiche und Tümpel sowie kleinräumige Gehölzinseln. Die unmittelbare Nähe des Kottenforstes begünstigt noch zusätzlich die Ansiedlung immer neuer Arten. Über 40 Libellenarten, über 40 Tagfalter und 15 Amphibienarten kommen heute hier vor und finden in den unterschiedlichen Arealen ideale Nahrungs- und Fortpflanzungsbedingungen. Mehr als 120 Vogelarten dient das Gebiet als regelmäßiger Brutstandort, Rastplatz oder Überwinterungsquartier.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um diese Artenvielfalt zu erhalten, sind regelmäßige Pflegemaßnahmen erforderlich, die die alten landwirtschaftlichen Nutzungsformen der extensiven Landwirtschaft weiterführen und so die natürlichen Besiedlungsversuche durch Bäume und Sträucher immer wieder unterbinden. Dazu gehören die regelmäßige Mahd, gezielte Öffnung des Bodens, extensive Beweidung von einzelnen Arealen durch Rinder, Ziegen und Schafe sowie der jährliche Rückschnitt aufkommender Gehölze. Auch die für die Tierwelt so kostbaren Feuchtgebiete und Kleingewässer, die im NSG Dünstekoven auf staunassem Untergrund zum Teil schon immer vorhanden waren, werden von den NABU Aktiven regelmäßig bearbeitet. Dadurch bleiben sie als Laichgewässer für Amphibien und Wasserinsekten zugänglich. So können sich gerade die seltenen Arten wie Laubfrosch, Kreuz- und Wechselkröte hier auf Dauer erfolgreich vermehren. Und auch die spektakulären sandigen Steilwände, die während des Kiesgrubenbetriebes entstanden waren, werden immer wieder nachgebessert, um sie dauerhaft zu erhalten. Neben vielen auf solche sandigen Flächen spezialisierten Insektenarten hat selbst der farbenfrohe, aus dem Süden eingewanderte Bienenfresser in dem Gebiet schon erfolgreich gebrütet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-22_NSG-D-C3-BCnstekoven_3.jpg" alt="" title="Der Laubfrosch ist die seltenste Amphibienart im Naturschutzgebiet  (Foto: Peter Meyer, NABU Bonn)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das NSG Dünstekoven ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das Gebiet kann jedoch auf einer Rundwanderung von verschiedenen Aussichtsplattformen von außen eingesehen werden. In der NABU Naturschule finden verschiedene Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene statt. Auf dem beliebten NABU Sommerfest ermöglicht der Verein alljährlich allen naturinteressierten Mitbürgern einen Einblick in das geschützte Areal und die Naturschutzarbeit des NABU Bonn. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 03 May 2022 18:06:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-22-das-naturschutzgebiet-nsg-duenstekoven</guid>
      <g-custom:tags type="string">Naturschutzgebiet,Dünstekoven,Naturschutz,Swisttal</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+22_NSG+D%C3%BCnstekoven_1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+22_NSG+D%C3%BCnstekoven_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 21: Der Pütz in Essig</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-21-der-puetz-in-essig</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_21_2_Puetz+in+Essig_komplett.jpg" title="Die Schwengelpumpe des Pütz in Essig (Bild: R. Ostrovsky)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor 1922 gab es in unseren Dörfern keine öffentliche Wasserversorgung durch Rohrleitungen. Jedes Dorf hatte daher einen oder mehrere öffentliche Brunnen, den sogenannten Pütz. Nur in wenigen Häusern waren eigene Brunnen vorhanden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In Essig befindet sich heute noch ein solcher Pütz in der jetzigen Sternstraße, der früheren Bonn-Schleidener Bezirksstraße. Die jetzt um Essig herumführende Bundesstraße 56 wurde erst in späteren Jahren gebaut.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über diese alte Verkehrsstraße zogen einst die Hauderer. Es waren Fuhrunternehmer mit eigenem Gespann, die Stückgut, Holz, Kartoffeln und andere lebensnotwendige Dinge aus der Eifel mit ihren Pferdefuhrwerken bis nach Bonn transportierten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn diese Hauderer, die oft tagelang unterwegs waren, durch Essig kamen, dann hielten sie dort an. Gegenüber der alten Dorfpumpe befand sich ein Wirtshaus, das auch eine Übernachtungsmöglichkeit bot. Die Pferde der Hauderer kannten diese Stelle genau und machten unaufgefordert bei der Fahrt durch Essig an dieser Pumpe halt. Hier war ihre Tränke und gegenüber die der Hauderer. Dieses alte Gasthaus in der Sternstraße 29 wurde bis 1911 von Frau Lenchen Hohn bewirtschaftet. Sie wurde seinerzeit überraschend im Hause tot aufgefunden und die Überlieferung erzählt, sie sei möglicherweise nicht eines natürlichen Todes gestorben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           1911 ging das Haus in den Besitz der Familie Habbig über, gekauft von dem Schreiner Johann Heinrich Schmitz, Großvater des heute in Euskirchen wohnenden Dr. Johannes Habbig. Zu dem Haus gehörten eine Scheune und Stallungen. Die Schreinerei erhielt damals als erste im Dorf Anschluss an das Stromnetz. Von 1929 bis 1965 war dort eine Poststelle mit öffentlichem Fernsprecher untergebracht. 2016/2017 wurde das Haus abgerissen und ein vierzeiliges Neubau-Reihenhaus errichtet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über dem 13 Meter tiefen Brunnenschacht erhebt sich eine etwa 4 Meter hohe Pumpensäule mit Schwengel. Die Schachttiefe von 13 Metern war notwendig, weil erst ab 11 Meter Tiefe das Grundwasser erreicht wurde. Heute sind alle Brunnen in der Region trocken. Der Grundwasserspiegel ist erheblich unter die 11-Meter-Marke gesunken infolge der tiefen Gruben, die im nahegelegenen Braunkohlerevier durch Tageabbau entstanden sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Brunnenschacht war ursprünglich mit einem Deckel aus Basaltsteinen verschlossen, in den ein schmiedeeiserner Ring mit Blei eingelassen war. Bei den späteren häufigen Messungen des Grundwasserspiegels wurde dieser Deckel zerbrochen und durch einen gusseisernen ersetzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Pumpe stehen rechts und links je ein Basaltstein von etwa 80 cm Höhe, in denen oben ein Ring eingelassen ist. An diesen wurden die Pferde während der Rast befestigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_21_1_Puetz-in-Essig_Pferderast.jpg" alt="" title="Der Pütz in Essig: Basaltstein mit eingelassenem Ring zum Anbinden der Pferde (Foto: Klaus Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zeitzeugen erinnern sich an die bitterkalten Kriegswinter 1944/1945, als die Bevölkerung mit Schlitten zu diesem Pütz kamen, um Wasser zu holen. Andere Brunnen in der Region waren schon eingefroren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Pütz ist äußerlich noch gut erhalten. Er wurde im Jahre 1987 auf Anregung und mit finanzieller Hilfe des Vereins Zehnthaus und der Gemeinde Swisttal restauriert. Gleichzeitig bekam der Platz um den Brunnen ein Kleinsteinpflaster. Damit trennte man den historischen Teil vom übrigen Bürgersteig ab.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So ist der Pütz in Essig ein geschichtliches Kleinod und eine der wenigen noch erhaltenen Dorfbrunnen unserer Heimat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Apr 2022 10:40:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-21-der-puetz-in-essig</guid>
      <g-custom:tags type="string">Pütz,Swisttal-Essig</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_21_2_Puetz+in+Essig_komplett.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_21_2_Puetz+in+Essig_komplett.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 20: Das Naturschutzgebiet Orbach/Jungbach, Teil 2</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-20-das-naturschutzgebiet-orbach-jungbach-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_20_1_NSG-Orbach_B-C3-A4ume-aus-dem-Bachbett.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           abgeholzte Baumbestände aus dem Bachbett des Orbachs nach der Flut im Sommer 2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Laufe der Jahrzehnte hat sich durch Hochwasserereignisse der Bachlauf des Orbaches immer wieder verändert. Aufgrund der durch Unwetter verursachten Überflutung Ende Juli 2014 wurden Teile der Uferböschung im Naturschutzgebiet unterspült. Diese Unterspülung verursachte schon damals ein Abrutschen der Uferböschung, die Wege wurden daher teilweise gesperrt. Durch die Verwaltung erfolgte eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dem Erftverband, der unteren Landschaftsbehörde und dem Landesbetrieb Wald und Holz. Eine neue Wegführung in der Orbach-Aue stand in der Planung. Ein weiteres wichtigstes Ziel war die Neugestaltung des Orbachs im Längsverlauf des Baches im Ort. Das rund 700 Meter lange Betonkastenprofil aus den Jahren 1969/1970 sollte wieder geöffnet werden, um das Gewässer erlebbarer zu gestalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am südlichen Ende des Naturschutzgebietes „Im Klinkert“ befand sich eine baufällige und nicht mehr standsichere Brücke über den Orbach. Der materielle Zustand führte schließlich zur Sperrung des Übergangs. Ohne die Querungsmöglichkeit über den Orbach war der Orbach-Rundweg unterbrochen. Die Überführung war Teil der lokalen Wanderoute und hatte besondere Bedeutung für die Nah- und Feierabenderholung der Anwohner. Bereits 2014 wurde der Neubau der Brücke beantragt und genehmigt. Aufgrund finanzieller Engpässe in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Gemeinde Swisttal konnte das Projekt nicht umgesetzt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Planung für den Neubau der Rad- und Fußgängerbrücke setzte 2018 ein. Die Abbrucharbeiten der alten Brücke begannen im Januar 2021, im Frühjahr wurden die Widerlager für die Fundamente gesetzt. Mit der Flut endete vorläufig die Brückenplanung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_20_2_NSG-Orbach_Aufr%C3%A4umarbeiten+im+Bachbett+des+Orbach.jpg" title="Aufräumarbeiten im Bachbett des Orbach nach der Flut (Foto: Klaus Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das war eine Beschreibung aus der Vergangenheit. Der Bachverlauf ist nach der Flut nicht wiederzuerkennen. Zeitweise bestand ein Betretungsverbot, da eine Reihe von Bäumen unterspült waren und unkontrolliert umzustürzen drohten. Außerdem war von einer Kontaminierung des Bodens auszugehen. Inzwischen ist das Bachbett freigeräumt und der Baumbestand dort, wo Gefährdung bestand, abgeholzt worden. Die Baumstümpfe und das Wurzelwerk bleiben zur Stabilisierung der Böschung erhalten. Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde beim Rhein-Sieg-Kreis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In NRW gibt es 3280 ausgewiesene Naturschutzgebiete, 126 davon befinden sich im Rhein-Sieg-Kreis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Natur wird sich erholen, die Orbach-Aue wird ein neues Gesicht erhalten. Es bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft das Areal auch wieder begehbar wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_20_3_NSG-Orbach_Abgrenzungen+des+NSG+Orbach-Jungbach-76db10e8.jpg" alt="" title="Das Naturschutzgebiet Orbach/Jungbach (SU-072). Quelle: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 07 Apr 2022 16:10:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-20-das-naturschutzgebiet-orbach-jungbach-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Naturschutzgebiet,Flut 2021,Orbach,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_20_1_NSG-Orbach_B%C3%A4ume+aus+dem+Bachbett.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_20_1_NSG-Orbach_B%C3%A4ume+aus+dem+Bachbett.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 19: Das Naturschutzgebiet Orbach/Jungbach (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-19-das-naturschutzgebiet-orbach-jungbach-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_19_1_NSG-Orbach_nach+der+Flut.jpg" alt="Bachbett des Orbachs nach der Flut im Sommer 2021" title="Bachbett des Orbachs nach der Flut im Sommer 2021 (Foto: Klaus-Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bachbett des Orbachs nach der Flut im Sommer 2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus-Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schreckensbilder der Flutkatastrophe sind noch lebendig. Menschenleben sind zu beklagen, Existenzen wurden vernichtet, wir registrieren enorme materielle Schäden. Es waren Naturgewalten, die uns in ihren Auswirkungen sprachlos zurücklassen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Natur selbst hat auch Schaden genommen. Deshalb ein Rückblick auf das Naturschutzgebiet (NSG) im Orbachtal südlich von Odendorf. Es ist die letzte unbegradigte Bachstrecke unmittelbar am Ortseingang von Odendorf. Die Fläche umfasste ca. 10 Hektar. Die Einstufung als NSG erfolgte aufgrund der weitgehend naturnahen Ufer- und Sohlstruktur des Baches und seiner landesweiten Bedeutung für den Biotopverbund. Das Gebiet galt als bedeutender Lebensraum für Pflanzen und Tiere in der ansonsten strukturarmen Agrarlandschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass es sich dabei um ein Naturschutzgebiet handelte. Die Orbach-Aue ist im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) seit 1998 als Naturschutzgebiet Ohrbach/Jungbach (SU-072, Kennung BK-5307-006) ausgewiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über die Schreibweise O(h)rbach mit und ohne „h“ gibt es keine einheitliche Regelung. Beide Versionen werden in der Literatur verwendet und beziehen sich meistens auf einen spezifischen örtlichen Verlauf des Baches.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_19_1_NSG-Orbach_Juli2020.jpg" alt="ausgetrocknetes Bachbett des Orbachs im Sommer 2020" title="ausgetrocknetes Bachbett des Orbachs im Sommer 2020 (Foto: Klaus-Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgetrocknetes Bachbett des Orbachs im Juli 2020
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Klaus-Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beschreibung des Gebiets nach LANUV:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Der mäandrierende Bachlauf wird von einer Reihe alter Pappeln gesäumt. Die Sohlenbreite des naturnahen Bachlaufs beträgt örtlich bis zu 8 Meter. Die Sohle ist steinig, Sand- und Kiesbänke sind eingelagert. Die Talsohle und die steilen Talhänge sind mit alten Robinien- und Silberweidenbestände bestückt. Darunter entwickelt sich eine naturnahe Kraut- und Strauchschicht. Höher gelegene Flächen wurden mit Ahorn und Linde aufgeforstet. Randlich wächst eine Hecke aus überwiegend Weißdorn und Holunder. Zum Ortseingang Odendorf um die Sport- und Tennisplätze breiten sich aufgrund früherer Müllablagerungen Brennesselreinbestände aus.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fläche ist Bestandteil des Swisttal-Auen-Programms. Im Gebiet kommen verschiedene Biotoptypen vor. Als Pflanzenarten sind beispielhaft zu nennen: Aronstab, Berg-Ahorn, Springkraut, Sternmiere, Hopfen, Hundsrose, Nelkenwurz, Efeu, schwarzer Holunder. Als Tierarten sind zu erwähnen der Eisvogel, die Mehl- und Rauchschwalbe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gebiet wurde früher stark durch Spaziergänger, Wanderer, Jogger und auch Reiter genutzt. Neben den vormals vorhandenen Wanderwegen gab es auch diverse Trampelpfade. Der Rundkurs um den Orbach war eine ideale Laufstrecke. Eine gut ausgebaute Grillhütte ist in früheren Jahren dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Am Ortseingang von Odendorf endet die naturnahe Fließstrecke in einer Betonrinne. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 26 Mar 2022 11:32:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-19-das-naturschutzgebiet-orbach-jungbach-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Naturschutzgebiet,Naturschutz,Orbach,Swisttal,Burg Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_19_1_NSG-Orbach_Juli2020.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_19_1_NSG-Orbach_Juli2020.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 18: Archäologische Grabung in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-18-archaeologische-grabung-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+18_Odendorf_Grabung_1.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Archäologische Ausgrabung in Swisttal-Odendorf 2015
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (Foto: Gisela Hein)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tonscherben römischen Ursprungs auf Odendorfer Ackerböden sind keine Besonderheit. Die lössbedeckten, weitgehend ebenen Flächen der rheinischen Börde, zu der auch Odendorf gehört, wurden schon seit der Jungsteinzeit besiedelt und landwirtschaftlich genutzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am Ortsrand hatten Luftbilder mit „verdächtigen Flecken“ Hinweise auf Bodenverdichtungen gegeben und so führte 2015 die Abteilung Klassische Archäologie der Universität Bonn mit zehn Studenten an der Odendorfer Oststraße eine Lehrgrabung durch. Diese Ausgrabungen erregten kein großes Aufsehen und wurden auch von der Bevölkerung kaum wahrgenommen.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Wozu die Geheimniskrämerei? Es galt zu verhindern, dass Unbefugte sich außerhalb der Grabungszeiten an der Stätte zu schaffen machen und dabei wertvolle Spuren zerstören oder gar Funde entfernen. Erst später kam es zu einer medialen Berichterstattung. 2016 haben der Grabungsleiter, Prof. Frank Rumscheid, und seine Assistentin, Dr. Marlis Arnhold, in einem Vortrag über die Grabung und die gewonnenen Erkenntnisse im Zehnthaus in Odendorf berichtet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Arbeitsschritt war das Abtragen der Pflugschicht. Dann wurden gezielte Testschnitte vorgenommen. Dabei lernten die Studenten in praktischer Arbeit Erdschichten zu „lesen“. Die einzelnen Schnitte führten bis knapp einen Meter tief ins Erdreich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Befunde konnten als Überreste römerzeitlicher Bauten identifiziert werden. Bei der zentralen Grabungsstelle lassen die Fundamentreste der Außenwände auf ein quadratisches Gebäude von ca. 15 mal 15 Metern Grundfläche schließen. Im Inneren weisen Fundamente von in zwei Fünferreihen angeordneten Stützen darauf hin, dass es sich um ein massives dreischiffiges Gebäude mit vermutlich durchfenstertem Obergeschoss gehandelt hat. Typische Kleinfunde, die bei der Datierung helfen, waren Scherben römischer Tongefäße sowie 28 Münzen, davon 15 bestimmbare. Weiterhin wurde ein menschliches Skelett gefunden – ob es ebenfalls aus römischer Zeit stammt, blieb mangels Beigaben unklar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+18_Odendorf_Grabung_2.jpg" title="Ausgrabung in Swisttal-Odendorf 2015 - römische Fundamentreste (Foto: Gisela Hein)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Funde lassen auf eine intensive Benutzung des Geländes im Zeitraum zwischen etwa 50 und 400 n.Chr. schließen. Das Gebäude selbst scheint nicht vor dem späten 3. Jh. n. Chr. errichtet und im 4. oder 5. Jh. n. Chr. gezielt abgetragen worden zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Mehrfarbige Putzfragmente erlauben den Schluss auf aufwändig dekorierte Wände. Bruchstücke römischer Dachziegel deuten auf ein Ziegeldach mit geneigter Fläche hin. Es muss sich um ein repräsentatives Gebäude gehandelt haben, eine Villenanlage oder ein Heiligtum. Viele Fragen sind noch offen. Aufgabe der Wissenschaftler ist es nun, über Analogien zu bekannten Hallen den Nutzungszweck und die funktionalen Zusammenhänge der Anlage zu deuten. Tatsächlich gibt es durch die anthropologische Untersuchung der entdeckten Skelettreste und vor allem durch die zweite Grabungskampagne 2019 eine Fülle neuer Erkenntnisse.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die generelle Fundauswertung, der Grabungsplan in mehreren Schichten und der schriftliche Bericht sind so weit gediehen, dass im Spätsommer 2022 mit einer Veröffentlichung in den Fachmedien gerechnet werden kann. Prof. Rumscheid hat sich bereit erklärt, danach über die Ergebnisse im Zehnthaus vorzutragen. Wir werden den Termin im Zehnthaus-Jahresprogramm wiederfinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 15 Mar 2022 18:13:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-18-archaeologische-grabung-in-odendorf</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Römer,Swisttal,Archäologie,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+18_Odendorf_Grabung_1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+18_Odendorf_Grabung_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 17: "Burg" Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-17-burg-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+17_Odendorf_Burg_gesamt.jpg" title="Odendorfer Burg, Ansicht von der gegenüberliegenden Orbachseite aus  (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorfer Burg, Ansicht von der gegenüberliegenden Orbachseite
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die „Burg“ Odendorf ist nach der alten katholischen Pfarrkirche St. Petrus und Paulus das zweitälteste Gebäude Odendorfs. Es handelt sich um das Wohnhaus einer Hofanlage. Zum Hof gehörten große Ländereien rund um Odendorf. Bereits 1655 ist das Grundstück mit Aufbauten in das Rentenregister der Trierer Kartause aufgenommen worden. Nach den zu Zahlen ausgeformten Ankersplinten an der Straßenseite zu urteilen wurde die Burg in dem heutigen Umfang 1678 fertiggestellt. Es war ein repräsentatives, an den Vorstellungen des ländlichen Adels ausgerichtetes Herrenhaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bauwerk ist sehr solide. Der Unterbau besteht aus Bruchstein, aufgemauert wurde mit Backsteinen. An der Straßenseite befinden sich rechts und links des Hauses in der Hofmauer jeweils durchgiebelte Tordurchfahrten. Diese bestehen aus Drachenfelser Trachyt, aus dem auch der Kölner Dom gebaut wurde. Der Stil der Durchfahrten erinnert noch an die Renaissance, obwohl zur Bauzeit bereits der Barock vorherrschte. Der nahezu quadratische Bau des Herrenhauses wird von einem Zeltdach gedeckt. Die Abmessungen des Gebäudes waren von Anfang an durch die beiden flankierenden Mauern bestimmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An der Rückseite erreicht man über eine Freitreppe das barocke Portal, das mit einem Oberlicht versehen ist. An der Westecke zur Straße befindet sich ein reichhaltig ausgestatteter Saal. Die dort original erhaltene reich mit Stuck verzierte „Kölner Decke“ ist nicht nur ein historisch wertvoller Bestandteil des Hauses, sondern auch Zeugnis für die repräsentativen Ansprüche der Erbauer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-17_Odendorf_Burg_Detail_Fenster.jpg" alt="" title="Burg Odendorf - Fenster zur Orbachstraße"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der als Bauherr erwiesene Zweig der Familie von Sturm ist seit 1852 indirekt und seit 1922 nicht mehr im Besitz der Burg. Eine Seitenlinie dieses Zweiges ist nach wie vor mit Odendorf verbunden. Eigentümer und Bewohner folgten einer wechselvollen Geschichte. In den Notzeiten nach dem Krieg lebten bis zu 17 Familien in der als Mietwohnhaus genutzten Burg. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1970 wurden mit der Aufstellung des Bebauungsplanes „Odendorf Germanenstraße“ die noch zur Burg gehörenden vier Morgen Land in die Bebauung einbezogen. Um das zwar noch bewohnte, aber teilweise verfallene Burghaus verblieb ein Grundstück in der Straßenbreite des Burghauses in der Tiefe bis zu den neuen Grundstücken am Keltenring. Der nördliche Torbogen ging zusammen mit dem neuen Fußweg von der Orbachstraße in das Baugebiet Germanenstraße in Gemeindeeigentum über.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die das Restgrundstück erbenden Kinder des letzten Eigentümers sahen sich nicht in der Lage, das verfallene und letztlich nicht mehr bewohnbare Burghaus ohne durchgreifende Sanierung zu erhalten. Sie lösten sich 1974 durch Verkauf an zwei neue Eigentümer von dem belastenden Besitz. Diese restaurierten und sanierten das Gebäude in den Folgejahren bis 1981 für eigene Wohnzwecke und Mietwohnraum und veräußerten es 2004.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+17_Odendorf_Burg_Postkarte_1903.jpg" title="Burg Odendorf, Postkarte von 1903"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute präs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           entiert sich die „Burg“ Odendorf zum Orbach unverändert, während die rückwärtigen früheren Nebengebäude verloren sind. Der ursprünglich freie Blick über die Rheinbacher Börde bis zur Tomburg ist durch die Neubausiedlungen nur noch vom zweiten Obergeschoss möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Burg hat sich bei der extremen Flut im Sommer 2021 als standfest erwiesen. Jedoch wurde neben dem überfluteten Keller auch das Erdgeschoss über dem Unterbau in Mitleidenschaft gezogen und ist zurzeit nicht bewohnbar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland sind ca. 750.000 Baudenkmäler registriert. Eines davon ist die Burg in der Orbachstraße 24. Die Eintragung in die Denkmalliste erfolgt 1985. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 02 Mar 2022 17:25:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-17-burg-odendorf</guid>
      <g-custom:tags type="string">Swisttal,Burg,Burg Odendorf,Odendorf</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+17_Odendorf_Burg_Postkarte_1903.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+17_Odendorf_Burg_Postkarte_1903.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 16: Das Odendorfer Kriegerdenkmal (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-16-das-odendorfer-kriegerdenkmal-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_16_Odendorf_Kriegerdenkmal_Namenssteine.jpg" title="Steintafeln zum Gedenken an die im 2. Weltkrieg 110 gefallenen Odendorfer"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Zweiten Weltkrieg sah sich die Odendorfer Bürgerschaft mit der Frage konfrontiert, in welcher Form der in den Jahren von 1939 bis 1945 gefallenen und vermissten Soldaten aus dem Dorf gedacht werden sollte. 1951 wurde dazu ein Bürgerverein gegründet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Den Kriegsopfern der Gemeinde ein ewiges Gedenken zu sichern und ein Mahnmal für die Nachwelt zu schaffen ist die vornehmste Aufgabe des ... Bürgervereins Odendorf schon seit dem Gründungstag gewesen“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , schrieb damals die Lokalpresse. Zahlreiche Bürger unterstützten gemeinsam mit Bürgermeister Heinrich Merzbach und dem Gemeinderat diese Pläne. Unter mehreren Entwürfen wählte ein Gremium die vom Gartenarchitekt Beinlich (Ippendorf) geplante Anlage aus. Den Eingang der zwischen dem Kirchen- und dem Schulgrundstück liegenden Ehrenstätte flankieren neue Bruchsteinmauern. Über eine breite Treppe gelangt man auf das aus 18 wuchtigen Kissensteinen aus sauerländischer Grauwacke bestehende Feld der symbolischen Gräber. 110 Namen der im Kriege von 1939 bis 1945 gefallenen Odendorfer sowie eine besondere Inschrift zum Gedenken an die Vermissten und Gefallenen von ortsansässigen Flüchtlingen und Evakuierten sind in die Steine gemeißelt. Zu den Baukosten von etwa 8.000 DM brachte der Bürgerverein nahezu 1.000 DM durch Spenden auf, den Rest finanzierte die Gemeinde in Form eines zinslosen Darlehns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einweihungsfeier fand am 31. Mai 1956 statt. Bei den Festreden wurden der Vorsitzende des Bürgervereins, Hubert Komp, und dessen Geschäftsführer, Hauptlehrer a. D. Johann Lutterbeck, besonders hervorgehoben. Beide hatten sich um das nun vollendete Werk verdient gemacht. Pfarrer Emil Lucas (Odendorf) nahm für die katholische Kirche die Weihe vor, Pfarrer Gerhard Hoffmann (Rheinbach) hielt als Vertreter der evangelischen Kirche eine Ansprache. Der Männergesangverein Odendorf, ein Blasorchester und das Tambourkorps Loreley umrahmten die Feier. Hinzu kamen noch vier auswärtige Tambourkorps. Die Festveranstaltung fand mit der formalen Übergabe der Anlage durch den Bürgerverein an die Gemeinde ihren Höhepunkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_16_Odendorf_Kriegerdenkmal_Kranz.jpg" alt="" title="Kranz des Ortsauschusses Odendorf e.V. am Odendorfer Kriegerdenkmal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Zuständigkeit für die Erhaltung des Denkmals lag zunächst bei der Gemeinde Odendorf. 1932 übernahm der Odendorfer Kriegerverein die Pflegschaft für das Gedenkkreuz. Am 3. März 1943 wurde der Kyffhäuser Bund mit seinen angeschlossenen Verbänden bis auf Kreisebene verboten. Auch der Kriegerverein Odendorf existierte nur noch unter der Kontrolle von Hoheitsträgern der NSDAP. Nach dem Zweiten Weltkrieg war wieder die Gemeinde Odendorf, jetzt die Gemeinde Swisttal, für die Pflege des Denkmals in der Pflicht. Diese Aufgabe wurde später vom Ortsverband Odendorf des VdK Sozialverbandes übernommen. In den letzten Jahren hat sich die ehemalige Ortsvorsteherin, Elisabeth Kümpel, sehr engagiert um das äußere Erscheinungsbild des Denkmals gekümmert. Sie wurde unterstützt von der Küsterin der katholischen Kirche und von der Fa. Blumenherz in Odendorf. Aktuell übernimmt die Gemeinde die Unterhaltungspflege. Damit werden allerdings nur grobe Reinigungsarbeiten erledigt. Der im Amt befindliche Ortsvorsteher, Jürgen Bröhl, hat sich das Thema zu eigen gemacht und kümmert sich persönlich um den Zustand des Denkmals. Blumenschmuck wird über den Ortsausschuss finanziert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alljährlich ist am Volkstrauertag das Odendorfer Kriegerdenkmal Mittelpunkt des Gedenkens. Die Organisation obliegt dem Ortsausschuss Odendorf e.V.  Abordnungen der Ortsvereine marschieren zum Ehrenmal, musikalisch begleitet durch das Fanfarenkorps Essig-Odendorf und das Tambourkorps Loreley. In diesem Jahr hielt Frau Dr. Arletta-Marie Kösling die Ansprache, die Vorsitzende des Ortsausschusses. Die Feierlichkeit wurde umrahmt durch Beiträge des Pfarr-Cäcilien-Chors St. Petrus und Paulus. Das Gebet und die Fürbitten sprach P. Gregor Krezel CSMA von der katholischen Kirche. In früheren Jahren war stets eine Ehrenwache von Soldaten der Tomburg-Kaserne in Rheinbach angetreten. Die Bundeswehr hat ihre Beteiligung jedoch eingestellt. Auch Repräsentanten der Freiwilligen Feuerwehr Odendorf waren in der Vergangenheit als Mahnwache für das Totengedenken am Denkmal präsent. Abgesehen von den Abordnungen einiger Vereine und der Gemeindevertreter ist das individuelle Interesse der Bevölkerung an dieser Gedenkfeier wenig ausgeprägt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 27 Nov 2021 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-16-das-odendorfer-kriegerdenkmal-teil-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_16_Odendorf_Kriegerdenkmal_Namenssteine.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 15: Das Odendorfer Kriegerdenkmal (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-15-das-odendorfer-kriegerdenkmal-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_15_Odendorf_Kriegerdenkmal_gesamt.jpg" title="Das Kriegerdenkmal in Swisttal-Odendorf (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anfang der Dreißigerjahre ist in Odendorf ein Denkmalausschuss eingesetzt worden, der die Errichtung eines Kriegerdenkmals vorantreiben sollte. Vorsitzender war Heinrich Flink, wohnhaft in der Odinstraße. Der Ausschuss kümmerte sich um die Finanzierung des Vorhabens und schrieb einen Ideenwettbewerb aus, den der Bildhauer Jakobus Linden für sich entscheiden konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Finanzierung wurde der Kriegerdenkmalfonds gegründet, Kassierer war Josef Klein. Die Zahlungseingänge stammten sowohl aus Spenden wie auch aus Zahlungen verschiedener Schiedsverfahren. Der Odendorfer Kriegerverein im Kyffhäuserbund (heute Sportschützen Odendorf 1897 e. V.) steuerte laut eigener Festschrift zum 100jährigen Bestehen einen erheblichen Betrag bei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da das Ehrenmal in direkter Nähe zur Kirche stehen sollte, musste vom Generalvikariat in Köln als Grundeigentümer eine Zustimmung für die Errichtung eingeholt werden. Von dort wurde grundsätzliches Einverständnis signalisiert, verbunden mit einer Reihe von Bedingungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daraufhin fasste der Odendorfer Gemeinderat am 9. September 1932 folgenden Beschluss:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Gemeinderat von Odendorf übernimmt von dem Denkmal-Ausschuss das Kriegergedächtnismal nach dessen Fertigstellung und verpflichtet sich, das Denkmal und den Denkmalplatz zu pflegen. Das Denkmal darf in seinem äußeren Aufbau weder politisch noch religiös Anstoß geben. Das Denkmal steht auf dem Grundbesitz der kath. Kirchengemeinde. Das Eigentumsrecht am Denkmalplatz, sowie das Hausrecht der Kirchengemeinde wird anerkannt. Es ist den Vereinen und Privatpersonen gestattet Kränze niederzulegen und Ehrungen der Gefallenen zu veranstalten. Politische Kundgebungen, Kranzniederlegungen mit politischen Abzeichen, sowie Kundgebungen, die das katholische oder allgemeine religiöse Empfinden verletzen, dürfen an demselben nicht stattfinden. Ebenso dürfen keine Kundgebungen stattfinden, die den gewöhnlichen Gottesdienst stören. Wenn das Denkmal entfernt werden sollte, muss der Platz in seinen früheren Zustand hergestellt werden.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das war die Basis für die Zustimmung aus Köln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lindens Entwurf sah ein schlichtes Denkmal aus Eifeler Lavabasalt in Form eines Altartisches vor. Auf dem Altartisch liegt ein Stahlhelm auf einem Lorbeerkranz. Auf der Vorderseite der Altarplatte findet sich die Inschrift „DEN HELDEN von 1914 = 1918“. Auf den seitlichen Reliefs werden der Auszug und die Heimkehr der Soldaten dargestellt. Zur Linken sieht man in den Krieg ziehende Soldaten, verabschiedet von zwei Frauen und einem Kind, alle gezeichnet vom Schmerz des Abschieds. Rechts sind vier zurückkehrende Soldaten abgebildet, die einen fünften stützen. Sie sind stark gealtert, teilweise mit Bärten, niedergeschlagen und ausgezehrt. Sie werden empfangen von einer trauernden Frau.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinter dem Altartisch ragt ein schlichtes Kreuz hoch empor. Auf zwei Tafeln links und rechts am Fuß des Kreuzes stehen die Namen der 36 Gefallenen und Kriegstoten des Ersten Weltkriegs aus Odendorf. Auf der Fußplatte des rechten Reliefs stehen die Signatur des Bildhauers J. Linden und die Jahreszahl 1932.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ungünstige Herbstwitterung verzögerte den Bau des Denkmals, so dass die Weihe erst am Sonntag, 4.12.1932, stattfinden konnte. Die Häuser waren mit Fahnen und Tannengrün geschmückt. Dem Festzug der Ortsvereine gaben eine Musikkapelle und 32 Trommler und Pfeifer des Tambourkorps Loreley den musikalischen Rahmen. Die Fahnen der Vereine umstanden das Ehrenmal. Pfarrer Gottfried Klein nahm die kirchliche Weihe vor. Ausschussvorsitzender Heinrich Flink übergab das Denkmal in die Obhut der Gemeinde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Nach Kranzniederlegungen der Vereine wurde das Deutschlandlied angestimmt und Hauptlehrer Johann Lutterbeck sprach das Schlusswort. Es folgte der Parademarsch, dann ging es zu einer „Nachfeier“ in den Saal Winterscheidt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 13 Nov 2021 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-15-das-odendorfer-kriegerdenkmal-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Swisttal,Volkstrauertag,Kriegerdenkmal,Odendorf</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 14: Home es, wo d'r Stän es: In Essig (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-14-home-es-wo-d-r-staen-es-in-essig-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_13_2_Essig-Josef-Bienentreu-Haus_Aussen.jpg" title="Das Josef-Bienentreu-Haus von außen (Foto: Bürgerverein Essig)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Karnevalssong der Band Kasalla
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Home es, wo d’r Dom es"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wird gerne auf Essig mit seinem schönen Stern-Wappen umgeschrieben:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Home es, wo d’r Stän es"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Auch in diesem Song kommt das Grundgefühl von Heimatliebe und Geborgenheit zum Ausdruck, wie es damals die Römer und heute Kasalla für die Kölner ausdrücken: "Wo ich mich wohl fühle, ist meine Heimat." Und mit dem Wort Home für Heimat wird unsere Zeit, besonders die jüngere Generation, gut angesprochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Geschichte von Essig ist eng verbunden mit der Geschichte des Klosters Marienstern, von dem es den Stern für sein Wappen übernommen hat. Im 15. Jahrhundert, in der Zeit einer vorreformatorisch-innerkirchlichen Erneuerung, zogen Pilgerströme durch Europa. Die alte Römerstraße von Bonn nach Trier und die Aachen-Frankfurter Handels-, Heer- und Krönungsstraße wurden jetzt auch bedeutende Pilgerwege, z.B. zu den Heiligtümern nach Aachen und Trier sowie weiter auf dem Jakobsweg zum Hl. Jakobus in Santiago di Compostela. Den Pilgern auf diesen Straßen, die in dieser Zeit eher befestigte Wege waren, sollte mit dem 1432 gegründeten Hospital und Kloster mit Kapelle Betreuung und Versorgung auf ihrem Weg gewährt werden. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1804 versteigert und 1889 kaufte die Familie Brauweiler das Gut Kloster Essig und ist bis heute Eigentümer (Baumschule Brauweiler).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Leben in Essig wird geprägt durch guten menschlich-nachbarschaftlichen Zusammenhalt. In und nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021 hat sich das sehr stark gezeigt. Der Bürgerverein Swisttal-Essig 1979 e.V. und das Josef-Bienentreu-Haus als Begegnungsstätte leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Die Veranstaltungen in Essig bieten vielfältige Möglichkeiten: Karneval, Maifest, Sommerfest, Musik- und Kneipenabend, Skatturnier, Martinszug, Kranzniederlegung am Ehrenmal, Dankeschön-Abend, Adventszauber, Nikolausfeier, Lebendiger Adventskalender und Dinner for One. Weitere Möglichkeiten bieten Seniorenkaffee, Spielabende, Gymnastikkurse und Arbeitseinsätze vor Ort.           
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Verbindungen zu Odendorf und Ludendorf sind gut: in Vereinen, Jugendbetreuung, Seniorenheim und Initiativen, als katholische und evangelische Kirchengemeinde, Friedhof, Grundschule, sowie als Grundversorgungszentrum mit Geschäften, Ärzten, Apotheke, Gaststätten, Handwerkern und Fahrdiensten. Der Bahnanschluss von Odendorf nach Bonn und Euskirchen, nach Köln, an den Rhein und in die Eifel ist sehr wichtig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielfältige Informationen über Essig und seinen Bürgerverein, über unsere Nachbarn und die Region sind zu finden unter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.swisttal-essig.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.swisttal-essig.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Der Bürgerverein hat die Geschichte und Geschichten dokumentiert in dem Buch “Auf dem Essi(n)g“ (1999) und in einer “Festschrift anlässlich des 30-jährigen Jubiläums“ (2009). Der Ortsausschuss Odendorf-Essig und die Zusammenarbeit mit Ludendorf tragen zu einem guten Zusammen unter dem Slogan "LEO" bei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen Essig und Ludendorf gab es einen sehr schönen Bolzplatz, eine Skaterbahn und weitere Freizeitgelegenheiten, die wohl nach der Flutkatastrophe in neuer, noch schönerer Form wieder eröffnet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 30.10.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 43/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 30 Oct 2021 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-14-home-es-wo-d-r-staen-es-in-essig-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kloster Maria Stern,Bürgerverein Essig,Swisttal,Josef-Bienentreu-Haus,Swisttal-Essig</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_13_2_Essig-Josef-Bienentreu-Haus_Aussen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 13: Ein Stern, der deinen Namen trägt: Essig (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-13-ein-stern-der-deinen-namen-traegt-essig-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_13_1_Essig_Stern.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Lied „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ wurden schon viele Feste in Essig gefeiert:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Seit Jahren schon da leb‘ ich hier
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und ich danke Gott dafür,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dass er Dich uns gegeben hat!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Essig, da spielt unser Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Dich, da würd‘ ich alles geben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Geschenk für alle Ewigkeit!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Lied steht in enger Verbindung mit dem Wappen von Essig: dem Stern. Das Wappen stellt einen silbernen siebenstrahligen, in der Mitte durchbohrten Stern auf blauem Hintergrund dar. Er bezieht sich auf den Stern des ehemals bedeutenden Frauenklosters Marienstern in Essig. Die Farben Silber und Blau sind die Marienfarben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Ort ist ein historischer Ve
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           rkehrsknotenpunkt: Schon zur Zeit der Römer im Rheinland wurde Essig von einem bedeutenden Verkehrsweg berührt, der Römerstraße, die von Bonn über Miel, Essig, Kuchenheim, Billig (Belgica) nach Trier führte. Im Mittelalter führte die Aachen-Frankfurter Heerstraße, die Krönungsstraße, von Frankfurt über Sinzig, Rheinbach, Essig, Düren nach Aachen. In Urkunden des 9. Jahrhunderts wird Essig unter den Namen “essinghoua“ und “hesengahoua“ erwähnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Deutung des Ortsnamens Essig konnte bisher noch nicht abschließend geklärt werden und lässt viel Raum für Interpretationen. Der Begriff “Esch“ bezeichnete ursprünglich ein zum Ackerbau bestimmtes, nicht eingefriedetes Feld, welches von mehreren Berechtigten gemeinschaftlich genutzt wurde. In unserer Region ist die Lautform “Essisch“ (in der Mundart “äßisch“) weit verbreitet und bezieht sich auf Kreuzungen mehrerer Wege, an denen ein Wendeplatz entstanden ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einheimische sprechen von 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dem Essig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            und sagen: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Ich jon op de Eissig"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Die Geschichte von Essig ist eng verbunden mit der Geschichte des Klosters Marienstern. V
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           on daher hatte Essig auch lange den Ortsnamen „Kloster Essig“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_13_1_Essig+Ortseinfahrt.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Essig liegt an der Kreuzung bedeutsamer Verkehrswege (Foto: Michael Gadow)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Besiedlung und historische Entwicklung von Essig und der Region stehen in engem Zusammenhang mit den fruchtbaren Lössböden der Zülpicher Börde und dem günstigen Klima. Hinzu kommt die erwähnte Lage von Essig an der Kreuzung bedeutsamer Straßen, heute der Bundesstraßen B56 und B266.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Ortseingang von Odendorf nach Essig wird geprägt durch einen im Jahr 2012 gebauten und durch den Bürgerverein Essig schön gestalteten Kreisel, der zugleich Einfahrt von Euskirchen in den Rhein-Sieg-Kreis und die Gemeinde Swisttal ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Zweiten Weltkrieg trat in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Grundgesetz im März 1953 eine Gemeindeordnung in Kraft, die den Gemeinden eine Amtsordnung mit Gemeinderat und Bürgermeister gab. Die selbstständige Gemeinde Essig, mit eigenem Rat und Bürgermeister, gehörte zum Amt Ollheim, später Amt Ludendorf. Im Jahr 1816 hatte Essig 80 Einwohner, im Jahr 1946 waren es genau 100 Einwohner. Die kommunale Neuordnung, die zum 1. August 1969 in Nordrhein-Westfalen in Kraft trat, war die Geburtsstunde der Gemeinde Swisttal mit zehn Ortschaften, davon Essig als kleinster Ortschaft mit 184 Einwohnern im Jahr 1969.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_13_1_Essig+Luftbildplan+2021.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Luftbild der Ortschaft Essig (Foto: Landesvermessungsamt NRW)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat mit zwei Ereignissen stark in die Entwicklung unserer Region eingegriffen: Zuerst führte die Entscheidung für die Bundeshauptstadt Bonn zu einem starken Zuwachs an Einwohnern: Essig wuchs von 100 Einwohnern im Jahr 1946 auf den bisherigen Höchststand von 454 Einwohnern im Jahr 1999. Nach der Entscheidung für Berlin hat Essig aktuell
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Januar 2021) 380 Einwohner.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Essig ist die kleinste Ortschaft von Swisttal. Es ist ein angenehmer, familienfreundlicher Wohnort mit einem schönen Spielplatz und dem Josef-Bienentreu-Haus im Mittelpunkt. Von den umgebenden Feldern und Blühstreifen hat man einen guten Blick auf die Eifelhöhen und das Siebengebirge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Lied kommt das Grundgefühl von Heimatliebe und Geborgenheit zum Ausdruck, wie es schon die Römer ausgedrückt haben: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Ubi bene, ibi patria“ - “Wo ich mich wohl fühle, ist meine Heimat / mein Zuhause.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 16.10.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 41/2021
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 16 Oct 2021 18:59:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-13-ein-stern-der-deinen-namen-traegt-essig-teil-1</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_13_1_Essig_Stern2.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 12: Denkmäler und Denkmalschutz (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-12-denkmaeler-und-denkmalschutz-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_12_Burg-Odendorf.jpeg" title="Odendorf Burg (Foto: Reinhardhauke, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/3.0)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Torbogen der Burg Odendorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             (Foto:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Reinhardhauke" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Reinhardhauke
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Odendorf_Burg_37.JPG" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Odendorf Burg 37
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           CC BY-SA 3.0
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Karl Friedrich Schinkel (1781 – 1841) war ein preußischer Baumeister, Architekt und vielseitiger Künstler. Als Architekt des Königs von Preußen hat er fast alle staatlichen Bauvorhaben mitgestaltet und überprüft. Seine Bauwerke prägen noch heute das Stadtbild der Mitte Berlins. Schinkel veröffentliche 1815 eine Denkschrift „über die Erhaltung aller Denkmäler und Alterthümer unseres Landes“. Das war der Beginn der staatlichen Einflussnahme auf die Erhaltung von Denkmalen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2023 wird das Rheinische Amt für Denkmalpflege sein 120jähriges Bestehen feiern. Bei der Vorläuferorganisation wurde bereits 1898 in einem Inventarwerk Odendorf erwähnt. Neben den damals beim Bau der Eisenbahn entdeckten römischen Funden wird dort die katholische Pfarrkirche Petrus und Paulus gewürdigt. Außerdem genannt werden der zweigeschossige unverputzte Bruchsteinbau Zehnthaus und das Burghaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist der Denkmalschutz in NRW in einem Landesgesetz von 1980 geregelt. Darin ist festgelegt, dass diese Aufgabe der kleinsten Verwaltungseinheit in NRW obliegt. Die Aufgabe der „Unteren Denkmalbehörde“ ist somit im Rathaus Ludendorf angesiedelt. Die Gemeinde handelt eigenständig, holt aber vor jeder Entscheidung den Sachverstand des Amtes für Denkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) oder des Amtes für Bodendenkmalpflege ein. Dort sitzen die Fachleute, die sich mit rheinischen Wasserburgen, barocken Kirchen, römischen Villen oder steinzeitlichen Siedlungen auskennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+12_Wegekreuz_Ludendorf_Escher+Str.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wegekreuz Ludendorf Escher Straße
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Prof. emeritus Hans Schneider (Geyersberg), 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ludendorf_Wegekreuz_Escher_Stra%C3%9Fe_(01).png" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ludendorf Wegekreuz Escher Straße (01)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           CC BY 3.0
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer an einem eingetragenen Denkmal Veränderungen vornehmen möchte, benötigt hierzu die Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde, also der Gemeinde. Das kann für die Instandhaltung von Baudenkmalen eine große Hürde bedeuten. Bei der Bauerhaltung müssen sowohl die verwendeten Materialien dem Original des Denkmals entsprechen wie auch architektonische Fragen berücksichtigt werden. Daraus ergeben sich in der Regel höhere Kosten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Obere Denkmalbehörde“ ist der Rhein-Sieg-Kreis. Er beaufsichtigt und unterstützt die Tätigkeit der Gemeinden auf dem Gebiet des Denkmalschutzes. Wer nach Bodendenkmälern graben oder diese bergen will, braucht hierzu eine Erlaubnis, die die Obere Denkmalbehörde erteilt. Sie genehmigt auch Darlehen für die Erneuerung von selbst genutzten Wohngebäuden in Baudenkmalen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem Bereich ist die Obere Denkmalbehörde immer erste Ansprechpartnerin. Dies gilt für Schatzsucher und Sondengänger mit Metalldetektor. In Nordrhein-Westfalen ist „Schatzsuche“ nicht verboten, aber es gibt Spielregeln, die einzuhalten sind. Die Bestimmungen sind in den einzelnen Bundesländern allerdings unterschiedlich. Die Genehmigung zum „Sondengehen“ wird auch nicht generell, sondern nur für eine konkrete Fläche erteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Dienstaufsicht über den Denkmalschutz führt die Oberste Denkmalbehörde im Ministerium für Heimat, Kommunales und Bau des Landes NRW. Dort wird auch über Fördermittel des Landes entschieden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 2.10.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 39/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 02 Oct 2021 19:50:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-12-denkmaeler-und-denkmalschutz-teil-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 11: Denkmäler und Denkmalschutz (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-11-denkmaeler-und-denkmalschutz-teil-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-11_Buschhoven_Grenzsteine.png" title="Grenzsteine in Buschhoven (Foto Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im deutschen Sprachgebrauch gibt es keinen einheitlich definierten Denkmalbegriff. Aufgrund einer künstlerischen, historischen oder kulturellen Bedeutsamkeit kann ein öffentliches Interesse bestehen, die Erinnerung zu bewahren und ein Denkmal zu benennen. Denkmäler sind Zeugnisse der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Im Rahmen der Erinnerungskultur wird ihnen aus vielfältiger Sicht ein besonderer Wert zugesprochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allgemein bekannt sind die Hauptkategorien Baudenkmäler und Bodendenkmäler. Der Begriff Baudenkmal erklärt sich selbst. In Deutschland sind etwa 750.000 Baudenkmäler registriert. Zu Bodendenkmälern gehören unterirdische bauliche Anlagen, Reste oberirdischer baulicher Anlagen sowie Zeugnisse tierischen und pflanzlichen Lebens aus der geologischen Vergangenheit. Funde wie Scherben gehören auch dazu. Zu erwähnen sind auch Kulturdenkmäler, Literatur- und Sprachdenkmäler, Kunstdenkmäler oder das UNESCO-Welterbe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenso bedeutsam sind Natur- und Gartendenkmäler wie historische Gärten, Parks, Friedhöfe, Alleen oder geschützte Bäume.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht zu vergessen sind die Kleindenkmäler. Sie erinnern an eine Person oder erfüllen einen besonderen Zweck. Dazu gehören beispielsweise Brunnen, historische Wegweiser oder Pflaster, Pegelhäuschen, Gedenksteine oder Statuen. Diese Kleindenkmäler stehen nicht immer unter Denkmalschutz. Deshalb ist die genaue Anzahl aller Objekte in Deutschland nicht bekannt. Da sie oft eine nachrangige Bedeutung haben, kommen oft gemeinnützige Vereine, Gemeinden oder Privatpersonen für die Unterhaltung auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+11_Wegekreuz_Essig-5b0d3b1e.png" alt="" title="Wegekreuz in Essig (Foto: Prof. emeritus Hans Schneider, Geyersberg, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/3.0)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wegekreuz in Essig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Prof. emeritus Hans Schneider (Geyersberg), 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Essig_Wegekreuz_B_56_Sternstra%C3%9Fe_(01).png" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Essig Wegekreuz B 56 Sternstraße (01)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           CC BY 3.0
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1988 erhielt die Gemeinde Swisttal vom Amt für Denkmalpflege eine entsprechende Aufstellung. Teil A verzeichnet die Baudenkmäler, Teil B die Bodendenkmäler. Die Eintragung in diese Denkmalliste kann auf unterschiedliche Art erfolgen. Der Antrag erfolgt vom Landschaftsverband oder von Eigentümern von Bauwerken. Allerdings besteht bei Eigentümern kein Rechtsanspruch auf Eintragung. Klagen hätten keine Aussicht auf Erfolg.Denkmalschutz war und ist nachhaltig, denn Denkmäler sind Klimaschützer. Die meisten historischen Gebäude zeichnen sich durch langlebige, natürliche Materialien und eine positive Gesamtenergiebilanz aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schaut man in die Liste der Bau- und Bodendenkmäler in Swisttal, so ist die Anzahl doch überraschend. Für Baudenkmäler Buschhoven gibt es in Buschhoven 26 Eintragungen, für Dünstekoven acht, für Essig fünf, für Heimerzheim 30, für Ludendorf 12, für Miel 16, für Morenhoven 23, für Odendorf 20, für Ollheim 24 und für Straßfeld neun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Anzahl der Bodendenkmäler ist dagegen überschaubar. Für Buschhoven sind zwei, für Miel acht, für Morenhoven eins und für Straßfeld ebenfalls eins eingetragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 18.9.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 37/2021
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 18 Sep 2021 19:37:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-11-denkmaeler-und-denkmalschutz-teil-1</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 10: Tag des offenen Denkmals 2021</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-10-tag-des-offenen-denkmals-2021</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne10_DSDS_Veranstaltung_TdoD.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinter Denkmalfassaden verbergen sich faszinierende Geschichten. Dies erleben alljährlich Millionen Besucher beim Tag des offenen Denkmals, den die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Auch 2021 laden Denkmaleigentümer und haupt- und ehrenamtliche Denkmalpfleger am 12. September interessierte Besucher in ihre Denkmäler ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Motto für 2021 lautet
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Sein und Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Damit rückt die Handwerkskunst der Illusion in den Mittelpunkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur alltäglichen Erfahrung im 21. Jahrhundert gehören retuschierte Bilder. Wirklichkeit und Täuschung lassen sich kaum unterscheiden. Dabei ist der gekonnte Einsatz des „Scheins“ nicht neu. Im Barock wurden Decken, Fenster und Fassaden „vorgetäuscht“. Flächige Dekorationsrahmen wurden mit feinsten Stuckarbeiten an die Wände gebracht und zierten Fassaden und Decken. Damit die Räume noch größer wirken konnten, wurden häufig Spiegel angebracht und sogar ganze Spiegelsäle geschaffen. Mit dieser Architektur haben die geistlichen und adligen Herrschaften damals versucht, dem Leid und Elend in der Bevölkerung zu begegnen. Während Krankheiten und Hungersnöte tobten, ließen sie immer größere Burgen und Schlösser errichten. Der geistliche und weltliche Adel repräsentierte mit dieser Baukunst ein eigenes Lebensgefühl.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ob Blendfassade oder Quaderputz - illusionistische Techniken sind also keine moderne Erscheinung. Sie aufzuspüren, vorzuführen und zu erläutern ist das Aufgabenfeld am Tag des offenen Denkmals 2021. Im Fokus steht die Frage, was Rekonstruktion und pure Fassadenerhaltung mit der Denkmalpflege zu tun haben.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne10_Plaketten_Denkmal_Bayer.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denkmalplakette am Odendorfer Zehnthaus und Erinnerungstafel an Dr. Bayer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denkmäler sind vieles: Wissensspeicher, Geschichtenerzähler, Hingucker, Wohn- oder Lernort. Menschen wohnen oder arbeiten darin, Handwerk wird an ihnen erlernt, angewendet und weitergegeben. Sie zu erhalten und zu bewahren, macht Denkmalpflege zu einem gesellschafts-relevanten Engagement. Voraussetzung dafür ist die Pflege der Substanz und nicht nur der Erhalt der äußeren Erscheinung. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit dem 30. Juli 2021 gibt es in Bonn in der Schlegelstraße, dem Sitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, eine multimediale Wanderausstellung zu sehen. In sechs interaktiven Stationen macht die Ausstellung die „Baustelle Denkmal“ lebendig. Die Ausstellung ist bis zum 20. September 2021 geöffnet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der Situation nach der Flut-Katastrophe hat der Verein Zehnthaus in diesem Jahr auf eine Teilnahme am Tag des offenen Denkmals verzichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.tag-des-offenen-denkmals.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.tag-des-offenen-denkmals.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 4.9.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 35/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 04 Sep 2021 19:28:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-10-tag-des-offenen-denkmals-2021</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 9: Deutsche Stiftung Denkmalschutz</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-9-deutsche-stiftung-denkmalschutz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+9_DeutscheStiftung+Denkmalschutz_Sitz.jpg" title="Sitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in der ehemaligen Bayerischen Landesvertretung (Foto: Roland Rossner)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in der ehemaligen Bayerischen Landesvertretung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Roland Rossner)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde 1985 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Sie ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Die Stiftung setzt sich bundesweit und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmäler aller Art ein. Das Aufgabenspektrum reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmäler über pädagogische Schul- und Jugendprogramme bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich vor allem dank der aktiven Mithilfe und den Spenden von über 200.000 Förderern. Bereits für rund 6.000 Denkmäler wurde eine denkmalgerechte Restaurierung realisiert. Für diese Arbeit wurden mehr als eine halbe Milliarde Euro eingesetzt. Bundesweit sind mehr als 500 Ehrenamtliche in über 85 Ortskuratorien vertreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der „Tag des offenen Denkmals“ (ToD) ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Er soll Deutschlands reiche Denkmallandschaft für die breite Öffentlichkeit zugänglich machen. Jedes Denkmal ist ein wahrer Wissensspeicher, in dem eindrucksvolle Geschichten stecken. Es gibt Einblicke in sonst verschlossene Bereiche. Bei Denkmälern, die ganzjährig geöffnet sind, schafft ein Rahmenprogramm besondere Anreize. Alle Vereine und Stiftungen, die Verantwortung für ein Denkmal tragen, werden aufgefordert, als Botschafter den kulturellen Wert und die gesellschaftliche Bedeutung ihres Denkmals zu vermitteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals. Er findet europaweit statt. Die 50 Vertragsstaaten des Europäischen Kulturabkommens erleben den Tag als European Heritage Day.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+9_DeutscheStiftung+Denkmalschutz_Denkmale+digital+erleben.jpg" title="Denkmale digital erleben (Foto: Viola Hasse)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denkmale digital erleben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Viola Hasse)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben den EU-Mitgliedsstaaten beteiligen sich an diesem Kulturevent u.a. Island, Norwegen und die Türkei. Die Stiftung eröffnet diesen Tag jedes Jahr feierlich gemeinsam mit einer Gastgeberstadt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt einen festgelegten, sich wiederholenden Termin. An jedem zweiten Sonntag im September öffnen viele tausend Monumente ihre Pforten, die ansonsten nicht zugänglich sind. Mehrere Millionen Besucher brechen auf zu Streifzügen durch die Vergangenheit. Weit mehr als 7.500 Denkmale sind für diese kostenlose Veranstaltung geöffnet. Der Tag macht spürbar, was für eine große Rolle Denkmäler in unserem Leben spielen und wie sie die Gegenwart prägen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2020 war aufgrund der Pandemie ein virtueller ToD. Das Jahres-Motto lautete: „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten“. Neu denken“. Dieses Motto hat der Verein Zehnthaus auf seiner Internetseite (www.verein-zehnthaus.de) in einem Wort- und Bildbeitrag umgesetzt. Auch in den vergangenen Jahren war das Zehnthaus am Tag des offenen Denkmals für Besucher geöffnet. Die Teilnehmer erlebten Führungen und hörten Kurzvorträge zur Geschichte des Hauses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Motto für 2020 beinhaltete indirekt auch den Begriff Nachhaltigkeit. Ob eine gotische Kirche oder ein Fachwerkhof – ihnen gemeinsam ist die Verwendung von natürlichen und regionalen Baustoffen. Daher fällt die Ökobilanz bei Denkmälern überwiegend positiv aus. Das war seinerzeit eher unfreiwillig und auch nicht flächendeckend so. Heute gibt es deshalb gelegentlich Schwierigkeiten, Bauten denkmalgerecht energetisch zu ertüchtigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.denkmalschutz.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.denkmalschutz.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 21.8.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 33/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 21 Aug 2021 19:18:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-9-deutsche-stiftung-denkmalschutz</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+9_DeutscheStiftung+Denkmalschutz_Denkmale+digital+erleben.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 8: Alte katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-8-alte-katholische-pfarrkirche-st-petrus-und-paulus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleich zwei katholische Pfarrkirchen stehen in der Odendorfer Ortsmitte, beide unter dem Namen der Patrone Sankt Petrus und Paulus. Die zwischen 1901 und 1903 gebaute neugotische Backsteinkirche ist zwar die optisch dominierende, die kleine und ältere Kirche aber das eigentliche Kleinod.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die erste Nennung der alten Kirche finden wir in dem Liber valoris, einem Steuerverzeichnis der Kölner Erzbischöfe, zum Ende des 13. Jhd. Durch die Bauweise als dreischiffig Pfeilerbasilika und die stilgerechten Formen ist sie ein bedeutendes Dokument der Dorfkirchen des 12. Jhd. in unserer Region und damit vermutlich noch etwas älter als schriftlich belegt. Anzunehmen ist ein Vorgängerbau aus dem 9. Jhd. auf dem Hügel, der damals bis zum Orbach reichte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kirchenbau weist romanische und spätgotische Baustile auf. Im 17. Jhd. erhielt die Kirche eine Barock-Ausstattung, von der noch einige Heiligenfiguren erhalten sind. Dazu gehören die beiden Titelheiligen Petrus und Paulus, die auf Konsolen aufgestellt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als der Blankenheimerhof 1481 an die Kartause St. Alban zu Trier verkauft wurde, ging auch das Patronatsrecht über die Kirche dorthin. Aus dieser Zeit stammt die gotische Ausmalung der Kirche, von der sich noch Reste in den Bogenleibungen der beiden mittleren Arkaden erhalten haben. Hier finden wir die seltene Szene der Seelenwaage unter Beistand der Muttergottes. Der Erzengel Michael trägt am Tag des Jüngsten Gerichts eine Balkenwaage, mit der er Gut und Böse abwägt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mauerwerk der Kirche und die inneren Säulen enthalten als Baumaterial teilweise Kalksinterablagerungen aus der römischen Eifelwasserleitung. Das ist besonders an der Außenfassade erkennbar.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele bauliche Veränderungen und Nutzungsmöglichkeiten ergeben. Die Kirche wurde z.B. mit Backstein aufgestockt und auch der Turm nachträglich aufgesetzt. Dass die romanische Kirche erhalten blieb, ist ihrer "Umnutzung" zu verdanken. Nach dem Bau der neuen Kirche wurde an die alte Pfarrkirche ein Krankenhaus angebaut, das von Augustinerinnen, später von Franziskanerinnen geleitet wurde. Das Mittelschiff wurde abgetrennt, der Fußboden angehoben und eine Zwischendecke eingezogen. In den oberen Räumen befanden sich drei Schlafräume für die Schwestern. Der Chorraum diente als Kapelle und in den unteren Räumen waren ein Kindergarten sowie eine Nähschule untergebracht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umgeben war die alte Kirche von einem Wehrfriedhof, der um 1896 geschlossen wurde und heute nur noch zum Teil erkennbar ist. Dieser Friedhof dehnte sich auf einem Hügel bis zum Orbach hin. Als er 1923 aufgegeben wurde, beseitigte man einen Teil des Friedhofshügels. Jetzt erst konnte ein Weg längs des Orbachs angelegt werden. Vorher führte der Weg über den Friedhof. Auch die Straße am Zehnthof entstand in dieser Zeit. Der heutige vom Orbach kommende Aufgang zur Kirche ist dem alten Wehrgang nachempfunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letztlich ist es dem Erzbistum Köln und dem Preußischem Denkmalschutz zu verdanken, dass die Kirche schon im 19. Jhd. als erhaltenswertes Gebäude eingestuft wurde. Der damalige Pfarrer hatte sich mehrmals vergeblich um den Abriss bemüht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von 1970-1976 wurde die alte Pfarrkirche von Grund auf saniert und in den jetzigen Zustand versetzt. Von der ursprünglichen Ausstattung ist nur noch der Taufstein aus Basaltlava erhalten. Er soll aus karolingischer/romanischer Zeit (ca. 750-1130 n.Chr.) stammen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute wird die alte Kirche wieder regelmäßig für Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten genutzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 7.8.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, Ausgabe 31/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 07 Aug 2021 18:42:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-8-alte-katholische-pfarrkirche-st-petrus-und-paulus</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+8_Alte+katholische+Pfarrkirche_Foto+von+der+Orbachstra%C3%9Fe.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 7: Die Heinrich-Wilkens-Stiftung</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-7-die-heinrich-wilkens-stiftung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+7_Wilkensstiftung_Stra%C3%9Fenschild.jpg" title="Straßenschild Wilkensstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nordwestlichen Teil von Odendorf befindet sich die Wilkensstraße. Die jeweiligen Straßenschilder sind mit einer kleinen Zusatzplakette versehen, auf der sich der Schriftzug „Heinrich Wilkens, Landwirt aus Odendorf“ befindet, ergänzt durch Geburtsdaten und einem Stiftungshinweis. Wer war dieser Mann, aufgrund welcher Lebensleistung hat die Gemeinde eine Straße nach ihm benannt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Der „Ackerwirth“ Wilhelm Heinrich Wilkens lebte von 1808 bis 1878 in Odendorf. Er verfasste insgesamt drei Testamente in den Jahren 1876, 1877 und 1878. Die beiden letzteren Testamente dienten der Ergänzung des Testamentes von 1876 und können vernachlässigt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem sehr umfangreichen Haupt-Testament (kirchenrechtlich als Stiftung bezeichnet) findet sich die Verfügung an die Katholische Kirchengemeinde in Odendorf, die bis heute Grundlage der entsprechenden Vermögensverwaltung durch die kath. Pfarrgemeinde ist und zur Finanzierung einiger wichtiger Einrichtungen entscheidend beigetragen hat. Deswegen sei im Folgenden die noch heute wichtige Passage aus dem Testament von 1876 zitiert: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Zum Universalerben meines Nachlasses ernenne ich die katholische Pfarrkirche zu Odendorf, mit der Bestimmung, dass der Ertrag oder Revenüen meines Vermögens nach Abzug der Verwaltungskosten verwand werden, zur Pflege und Unterstützung armer Waisenkinder, armer Kranken und hilfsbedürftigen Greise beiderlei Geschlechts und zwar ohne Unterschied der Confession, in der Gemeinde Odendorf“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wilkens-Vermögen besteht u.a. aus Grundstücken, die überwiegend verpachtet sind oder im Erbbauwege abgegeben wurden. Besonders sind hier drei Gebäude zu nennen, die auf solchen Grundstücken errichtet wurden und die für das allgemeine Leben in Odendorf große Bedeutung haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum einen sind hier die Seniorenwohnungen zu erwähnen, die die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Rhein-Sieg-Kreises erstellt hat. Das Grundstück ist im Erbbauvertrag der Gesellschaft 1976 zur Verfügung gestellt worden. Diese Wohnungen stehen „jedermann“ zur Verfügung, also z.B. „ohne Unterschied der Confession“, wie es bereits im Testament von 1876 gefordert worden war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+7_Wilkensstiftung_Heinrich-Wilkens-Haus.jpg" alt="" title="Das Heinrich-Wilkens-Haus in Odendorf (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Heinrich-Wilkens-Haus in Odendorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sodann ist das so genannte Heinrich-Wilkens-Haus zu nennen. Es wurde im Jahr 1983 eröffnet und diente zunächst als Alten-Tage-Begegnungsstätte. Heute wird das Heinrich-Wilkens-Haus Verwendungen zugeführt, die mit den grundlegenden Zielen des Heinrich Wilkens zu vereinbaren sind.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Generell ist festzuhalten, dass die zitierte wörtliche Formulierung im Wilkens-Testament auf die heutige Zeit nicht mehr anzuwenden ist. So sind z.B. unsere Senioren längst keine „armen und alten Greise“ mehr, und auch unsere Kleinen sind kaum mehr „arme Waisenkinder“. Deshalb musste sich der Kirchenvorstand mit der Frage einer „zeitgemäß angepassten Leseart“ natürlich immer wieder beschäftigen und trifft im Einzelfall, ggf. nach Absprache mit dem Erzbistum Köln, „angepasste“ Entscheidungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit sind wir bei dem dritten Gebäude, das auf Wilkens-Grund steht und auch mit Geldern aus dem Wilkens-Vermögen erbaut wurde: 1979 wurde der Kindergarten (heute Kindertagesstätte und Katholisches Familienzentrum) in Odendorf eröffnet und 2012 erweitert. Wenn auch öffentliche Gelder zur Finanzierung hinzukamen, konnte dieser Kindergartenbau 1979 letztlich nur durch das Wilkens-Testament ermöglicht werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die drei erwähnten Gebäude bilden einen geschlossenen Komplex um das katholische Familienzentrum in Odendorf, Orbachstraße 19.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Schluss soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch ein finanzieller Anteil beim Bau des Kath. Pfarrzentrums der Pfarrgemeinde St. Petrus u. Paulus in Odendorf (eröffnet 2010) aus dem Wilkens-Vermögen stammt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           So steht auch heute noch der Name Heinrich Wilkens für ein großes soziales und christliches Engagement, dem sich der Kirchenvorstand der Kath. Pfarrgemeinde St. Petrus u. Paulus in Odendorf stets verbunden fühlt. So verwaltet er nicht nur die genannten Einrichtungen und Ländereien, sondern verwendet immer wieder Erlöse aus den Erträgen und Zinsen des Kapitalvermögens für caritative Hilfen im Einzelfall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 10.7.21 in Blick Aktuell, Journal Rhein-Sieg-Kreis, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://epaper.blick-aktuell.de/?issueid=7432&amp;amp;pageno=22" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausgabe 27/2021
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 10 Jul 2021 18:29:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-7-die-heinrich-wilkens-stiftung</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+7_Wilkensstiftung_Stra%C3%9Fenschild.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 6: Beethoven-Stele in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-6-beethoven-stele-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+6_Beethoven-Stele_Odendorf_Vorderansicht.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beethoven-Stele auf dem Odendorfer Zehnthofplatz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Im Hintergrund die alte Pfarrkirche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Herbst 2019 hat die Bonner Beethoven Jubiläumsgesellschaft auf dem Zehnthofplatz vor der alten Pfarrkirche in Odendorf eine Beethoven-Stele installiert. Zusammen mit 21 weiteren Stelen im Rhein-Sieg-Kreis und im Bonner Stadt-gebiet bildet sie den Beethoven-Rundgang, das zentrale Projekt von BTHVN2020 zum Schwerpunktthema „Bonner Weltbürger“. Der multimediale Rundgang mit Stationen zu unterschiedlichen Themen und Aspekten des Künstlers soll das Leben von Ludwig van Beethoven im öffentlichen Raum lebendig werden lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So auch in Odendorf. Im März 2020 wurde die Stele Nr. 14 auf Initiative der Gemeinde den Bürgern im Rahmen einer Feier-stunde auf dem Zehnthofplatz vorgestellt. Gastredner war Dr. Stephan Eisel, der Initiator des Projektes. Er ging besonders auf das Leben und Wirken Beethovens in der Region ein und erläuterte die Systematik des Rundgangs (siehe hierzu auch: https://beethoven-rundgang.bonn.de). Die musikalische Untermalung der Veranstaltung gestaltete ein Trompeten-Quartett der Musikschule Meckenheim-Rheinbach-Swisttal. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der örtliche Bezug wird auf der Stele unter dem Titel “Am Klavier in Odendorf“ unter anderem wie folgt erläutert: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ludwig van Beethoven erinnerte sich zeitlebens an die schöne Gegend, in der ich das Licht der Welt erblickte“, wie er 1801 an seinen Freund Wegeler schrieb. Sein Vater Johann besuchte mit ihm hier gern musikbegeisterte Freunde und Bekannte. [...] Auf den Musikausflügen machten sie unter anderem Station bei Pfarrer Hilger Joseph Dick in Odendorf, wo sie, wie der Bonner Bäckermeister Fischer berichtete, „auch Ehr empfinnge“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+6_Beethoven-Stele_Odendorf_R%C3%BCckansicht.jpg" alt="Rückseite der Odendorfer Beethoven-Stele. Im Hintergrund das Zehnthaus" title="Rückseite der Odendorfer Beethoven-Stele. Im Hintergrund das Zehnthaus (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rückseite der Odendorfer Beethoven-Stele.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Hintergrund das Zehnthaus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beethoven war damals zehn Jahre alt. Seine Beziehung zu Odendorf hatte sich durch den damaligen Vermieter der elterlichen Wohnung in Bonn, den Bäckermeister Gottfried Fischer, ergeben. Dessen Schwager Hilger Josef Dick, ein großer Musikliebhaber, war von 1767 bis 1810 Pfarrer in Odendorf. In einem Kreis mit anderen Kunstfreunden verkehrte man regelmäßig miteinander.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der offiziellen Vorstellung der Stele hatte die Gemeinde zu einem Empfang ins Zehnthaus gebeten. In ihrer Ansprache betonte die Bürgermeisterin, Frau Petra Kalkbrenner, dass man nun stolz sein könne auf den formalen Nachweis, dass Beethoven tatsächlich in Odendorf war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anschließend hatte der Zehnthausverein im Rahmen seines Jahresprogramms zu einem Vortrag über den Bonner Beethoven eingeladen. Referent Dr. Eisel trug über die ersten 22 Jahre des Künstlers in der Residenzstadt vor. Mit Schwung und Humor folgte er akribisch den Spuren Beethovens in Bonn und Umgebung. Ludwig van Beethoven wurde, so Eisel, in einem Umfeld erwachsen, in dem hohes musikalisches Niveau, der offene Geist der Aufklärung und persönliche Freundschaften eng miteinander verwoben waren. So reifte er in Bonn zu einer Persönlichkeit, erhielt seine musikalische Ausbildung, sammelte wichtige Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker und entwickelte sich zu einem außergewöhnlichen Pianisten und Komponisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           E
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           rschienen am 26.6.21 in Blick Aktuell, Ausgabe 25/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 26 Jun 2021 16:11:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-6-beethoven-stele-in-odendorf</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+6_Beethoven-Stele_Odendorf_R%C3%BCckansicht.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 5: Das Zehnthaus heute</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/das-zehnthaus-heute</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um den Zehnthofplatz finden wir mit den beiden Kirchen, dem ehemaligen Kloster und dem Zehnthaus ein ansprechendes architektonisches Ensemble, das gewissermaßen auch den Ortsmittelpunkt bildet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche Bedeutung hat das Zehnthaus heute für die Menschen in der Region? Das denkmalgeschützte Haus ist Begegnungsstätte für alle Bürger. Hier können sich Altbürger mit der Tradition der Gemeinde identifizieren, Zugezogene in die Gemeinschaft der Gemeinde integrieren und beide Gruppen können sich am Kulturangebot und am Miteinander erfreuen. Die Vereinsführung legt besonderen Wert darauf, den Bürgern der Gemeinde ein vielfältiges kulturelles Angebot zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grun
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dlage für die Vereinsarbeit ist der Satzungszweck. Dieser wird besonders verwirklicht durch die Pflege des Hauses, durch Vorträge im Zehnthaus über Kultur, Brauchtum und Geschichte sowie durch Konzerte und Ausstellungen. Weiterhin gehören dazu Fahrten zu kulturhistorischen Stätten und die Erforschung und Dokumentation der Geschichte des Zehnthauses und der Orte Odendorf und Essig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der Grundlage eines Nutzungsvertrages zwischen der Gemeinde Swisttal und dem Verein kann das Zehnthaus von Privatpersonen, Parteien und Vereinen für ihre Veranstaltungen angemietet werden. Das Flair in den modernisierten historischen Räumen ist überzeugend und die Räumlichkeiten erfreuen sich besonders bei privaten Anlässen großer Beliebtheit. Die beiden Säle können für Familienfeiern, Jubiläen oder Empfänge selbst gestaltet werden. Auch eine voll ausgestattete Küche steht zur Nutzung bereit. Die Räume im Erd- und Obergeschoss bieten Platz für jeweils bis zu 58 Personen. Weiterführende Hinweise sind unter www.verein-zehnthaus.de zu finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen des Kulturauftrags sind seit der Eröffnung des Hauses 122 Vorträge gehalten worden. Weiterhin fanden 80 Musikveranstaltungen und 97 Exkursionen statt. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Lediglich bei musikalischen Darbietungen und Exkursionen wird ein Unkostenbeitrag erhoben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit vielen Jahren belegt auch die Volkshochschule mit diversen Kursen Räume. Hinzu kommen private Gymnastikkurse. Einmal jährlich erleben die dritten Klassen der Schule-am-Zehnthof im Rahmen des Heimatkundeunterrichts das Zehnthaus. Bei einer ausgiebigen Führung vom Vorratskeller - dem „Verlies“ - bis zum Dachboden wird Geschichte lebendig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Verein Zehnthaus e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerabzugsfähig. Der Jahres-Mitgliedsbeitrag beträgt für Einzelpersonen 15 EUR und für Ehepaare 20 EUR. Der Verein hat zurzeit 282 Mitglieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neue Mitglieder sind immer willkommen. Unterstützen Sie den Erhalt des Zehnthauses und die lokale Kulturarbeit!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werden Sie Mitglied!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 12.6.21 in Blick Aktuell, Ausgabe 23/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 12 Jun 2021 15:57:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/das-zehnthaus-heute</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Zehnthaus-Kolumne+5_Vortrag_Becker.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 4: Das Zehnthaus und seine Geschichte (Teil 2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-4-das-zehnthaus-und-seine-geschichte-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Einweihung_Collage.jpg" title="Eröffnung des Zehnthauses Odendorf am 19.7.1981 nach erfolgreicher Restaurierung. Redner: Dr. med. Johann Bayer  Fotos: Verein Zehnthaus e.V.)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eröffnung des Zehnthauses Odendorf am 19.7.1981 nach erfolgreicher Restaurierung. Redner: Dr. med. Johann Bayer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Fotos: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorhergehenden Teil haben wir den Weg von den historischen Wurzeln des Zehnthauses bis zu seinem Bau und der Gründung eines Vereins zur Rettung des Zehnthauses beschrieben. Heute setzen wir die Geschichte fort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1981
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            konnte das Zehnthaus nach sieben Jahren kostenintensiver Restaurierung am 19. Juli unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im Rahmen einer Feierstunde für die Nutzung durch den Verein Zehnthaus und die Bürger freigegeben werden. Die Eröffnungsreden hielten der Gründer des Zehnthaus-Vereins, Dr. med. Johann Bayer, und der Ortsvorsteher, Heinrich Vornhagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2000 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wurde nach Beschluss des Gemeinderats mit der Dachsanierung und Neueindeckung des Zehnthausdaches in Schiefer begonnen. Unter denkmalpflegerischen Vorgaben wurden die Deckenbalken und der Dachstuhl restauriert, teilweise erneuert und die Decke über dem ersten Obergeschoss wieder mit einem Lehm/Stroh-Verbundputz versehen. Mit dieser umfangreichen Dachsanierung wurde Dank der einmütigen Unterstützung des Gemeinderats das Baudenkmal Zehnthaus erneuert und für die nächste Generation in seiner Bausubstanz gesichert. 2006 kamen die letzten Arbeiten zur Sanierung des Dachstuhls durch Einbringung einer Dämmschicht und eines begehbaren Holzfußbodens zum Abschluss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2007 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erlebte die Bevölkerung in Odendorf ein Novum. Im Zehnthaus wurde das Landfrauencafé eröffnet. Engagierte Damen unter Leitung der Ortsvorsteherin boten wöchentlich selbstgebackene Tortenkreationen an, die sich alsbald großer Beliebtheit erfreuten. Zeitgleich startete der Rheinische Bauernmarkt auf dem Agrar-Erzeuger Qualitätsprodukte anboten. Zum Bedauern vieler haben beide Veranstaltungen wieder schließen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2009 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           realisierte der Verein in Eigenleistung mit finanzieller Unterstützung von Sponsoren eine Rampe für den barrierefreien Weg ins Zehnthaus. Auch in den folgenden Jahren fanden weitere Renovierungsarbeiten und technische Verbesserungen statt. Über eine örtliche Biogasanlage erfolgte 2011 der Anschluss an ein Nahwärmenetz. 2012 erzielte der Einbau von Spezialplatten im Bereich der Kölner Decke (Deckenbalken sind mit Putz überzogen) eine deutliche Verbesserung der Akustik im Gebäude.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZHEinweihung003-7221141f.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zehnthaus Odendorf zur Eröffnung 1981 (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis 2019
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            führten die ‚Neuen Pfade‘ des Georgsrings Rheinbach über viele Jahre zahlreiche Malerarbeiten im Innenbereich sowie Stuckarbeiten aus und restaurierten die Schlagläden des Zehnthauses. Ziel des Modells ‚Neue Pfade‘ war es, insbesondere arbeitslose Jugendliche auf eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Trotz großer Erfolge bei der Vermittlung von Arbeitsplätzen musste das Projekt nach der Streichung von öffentlichen Mitteln 2019 eingestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2019 und 2020 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wurden die in nahezu vier Jahrzehnten angesammelten Dokumente, Bücher und Schriften in ein eigenes Archiv überführt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weitere Aktivitäten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Zu Gast war auch die ‚Jugendhilfe Köln‘, die bei Schülern mit einer schwierigen Schullaufbahn Potentialanalysen im Hinblick auf die anstehende Berufswahl durchführten. Auch ein Kinderbibeltag fand im Zehnthaus statt. Für Veranstaltungen des Ortsausschusses oder der Gemeinde steht das Haus immer zur Verfügung. Das gilt beispielsweise für das Maiansingen, das Weihnachtsbaumaufstellen und natürlich für das Dorffest. Traditionell ist der Zehnthaus Verein mit drei Ständen beim Dorffest aktiv. Im Zehnthaus kann bei diesem Anlass die Ausstellung Schülerkunst der Schule am Zehnthof bewundert werden und auch das Kasperle zeigt sich dort für die jüngeren Besucher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das 40. Jubiläum der traditionellen herbstlichen Kunstausstellung im Zehnthaus war nur durch die Einschränkungen der Pandemie verhindert worden. Ebenso kommt seit 2016 eine Veranstaltung der Swisttaler Lesetage im Zehnthaus zu Gehör.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2020 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           brachte die Pandemie das Kulturprogramm nahezu zum Erliegen. Der Vorstand hat diese Zeit für eine Vielzahl interner Arbeiten genutzt, z.B. für die Zusammenführung von diversem Bildmaterial zu einem Fotoarchiv.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch in den ersten Monaten 2021 musste das Kulturprogramm wegen Corona leider ruhen. Die Hoffnung liegt jetzt auf einer baldigen Öffnung des gesellschaftlichen Lebens. Ganz besonders freuen wir uns auf die geplante Jubiläumsveranstaltung anlässlich der Eröffnung des Zehnthauses vor 40 Jahren. Diese Feier soll, so hoffen wir, im September 2021 stattfinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 29 May 2021 14:39:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-4-das-zehnthaus-und-seine-geschichte-teil-2</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZHEinweihung003-7221141f.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 3: Das Zehnthaus und seine Geschichte (Teil 1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-3-das-zehnthaus-und-seine-geschichte-teil-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Bereich des Zehnthofplatzes im historischen Ortskern von Odendorf finden wir eine Reihe klerikaler und profaner Bauten, die sich zu einem sehenswerten Ensemble zusammenfügen. An den Platz grenzen das Zehnthaus, die alte katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus, das ehemalige Kloster (heute Kita Villa Kunterbunt) und die neue katholische Kirche St. Petrus und Paulus. Unweit davon liegt die Odendorfer „Burg“. Von der Geschichte dieser Gebäude wollen wir in den nächsten Folgen berichten und beginnen heute mit dem Grundbesitzerwerb der Kartäuser in Odendorf und dem 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zehnthaus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1481 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erwarb das Trierer Kartäuserkloster St. Alban den Blankenheimer Hof der Herren von Dollendorf, Blankenheim, Schleiden und Manderscheid in Odendorph, den späteren Kartäuserhof. Das Kloster St. Alban lag vor den Toren der Stadt Trier am Fuß des Heiligkreuzberges nahe den Kaiserthermen. Im 17. Jahrhundert versuchte Frankreich sein Reich nach Osten bis an die Rheingrenze auszudehnen. Auch gegen Trier rückte eine französische Armee vor. Als Folge dieser kriegerischen Auseinandersetzung wurde das Kloster 1674 zerstört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen Trier und Merzlich (heute Konz-Karthaus) besaß der Kartäuserorden ein Hofgut mit Ländereien. Dort begann er 1680 mit dem Aufbau eines neuen Klosters mit Kirche und weiteren Bauten. Es erhielt den Namen St. Bruno.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1810 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wurde als Folge der Säkularisation der Klöster auch der Kartäuserhof in Odendorf samt Zehnthaus öffentlich versteigert. Erwerber war Bartel Brabender aus Essig, seinerzeit Gerichtsschreiber auf dem Friedensgericht in Rheinbach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Güter bestehen aus einem Bauernhof (Gutshof) mit einem Haus, einer Scheune, Ställen, und einer Scheune, genannt Zehndhaus, mit einem Garten von ungefähr einem halben Morgen“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ablauf der Versteigerung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           „Es sind hintereinander 5 Feuer angezündet worden. Während der Dauer derselben wurde die Summe von 26 300 Francs geboten. Nachdem das letzte Feuer erloschen war, ohne daß ein weiteres Angebot abgegeben wurde,, haben wir, Präfekt vom Departement Rhein und Mosel, den Zuschlag erteilt an den Herrn Bartholomäus Brabender, Gutsherr, wohnhaft in der Gemeinde Essig, Bezirk Bonn, Departement Rhein und Mosel als letztem Bieter die bezeichneten Güter nach vorliegendem Protokoll für die Summe von 26 300 Francs […].“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Übersetzung aus der Original-Urkunde über das Verkaufs (Versteigerungs)-Protokoll des Kartäuserhofes vom 29. November 1810).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1842
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erhielt Brabenders Tochter das zum Wohnhaus umgebaute und mit neuen Nebengebäuden zu einem Hof erweiterte Zehnthaus als Mitgift. 1879 etwa erwarb der Ackerer Wilhelm Hubert Sturm das Zehnthaus und den Hof. Er baute das Gebäude weiter aus und setzte den Treppengiebel auf. Nach Einbau eines Zugangs von der Straße aus war dort von 1880 bis 1932 die Postagentur mit Fernsprechstelle untergebracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letzte Besitzer waren Anna Mouchard, geb. Sturm, und der Lehrer Heinrich Mouchard mit Tochter Edith.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1971 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           kaufte die Gemeinde Swisttal das Zehnthaus mit Hofgelände und Garten zur Gestaltung eines Dorfplatzes in Odendorf. Das Zehnthaus stand leer und verfiel zusehends. Der Landeskonservator verhinderte letztlich den Abriss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1974 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           gründeten 46 Bürger aus Odendorf und Essig am 22. März einen Verein zur Rettung des Zehnthauses. Initiator der Vereinsgründung, erster Vorsitzender und engagierter Förderer war der Odendorfer Arzt Dr. med. Johann Bayer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 12.5.21 in Blick Aktuell, Ausgabe 19/2021
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 12 May 2021 17:12:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-3-das-zehnthaus-und-seine-geschichte-teil-1</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 2: Der Kartäuserorden – Die Klöster St. Alban und St. Bruno</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/der-kartaeuserorden-die-kloester-st-alban-und-st-bruno</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/Folge-2_Kart-C3-A4userorden_Plakette-am-Zehtnhaus.JPG"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Der Bau des Zehnthauses in Odendorf ist eng mit dem Orden der Kartäuser verbunden. Deshalb stellen wir heute die Entwicklung dieses Ordens vor. Zunächst geht es um zwei Persönlichkeiten, die die Geschichte mitbestimmt haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Gründung des katholischen Ordens geht auf den deutschen Heiligen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sankt Bruno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            zurück. Er entstammte der Überlieferung zufolge einer niederrheinischen Patrizierfamilie. Geboren um 1031 in Köln studierte an der dortigen Domschule, wurde Stiftsherr an St. Kunibert und kam dann nach Reims, wo er einen Lehrauftrag erhielt und 1057 zum Leiter der Domschule ernannt wurde. 1075 stieg er zum Kanzler des Erzbischofs von Reims auf. Später trat er als Ankläger gegen kirchliche Missstände auf, musste Reims verlassen und entschloss sich, als Einsiedler zu leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So gründete er 1084 mit sechs Gleichgesinnten in der abgeschiedenen Gebirgsgegend von Chartreuse bei Grenoble eine Einsiedelei. Der Ort sollte später dem Orden seinen Namen geben (Chartreuse – latinisiert Cartusia). Davon leitete die Bewegung den Namen Kartäuser bzw. für das Kloster und die zugehörigen Gebäude die Bezeichnung Kartause ab. Das mönchische Leben verband Eremitendasein und Askese mit Formen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Im Mittelpunkt standen Gebet und Gottesdienst. Sein weiterer Weg führte ihn als Berater zum Papst nach Rom und schließlich wieder zurück ins Einsiedlerleben in eine Kartause in Kalabrien. Nach Brunos Tod 1101 übernahmen andere Gemeinschaften die Lebensweise von La Chartreuse. Erst später wurden die Gebräuche der Mönche aufgeschrieben und erhielten durch päpstliches Dekret 1140 den Ordensstatus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Namensgeber für das Kartäuserkloster in Trier war 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           St. Alban
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , ein Priester, Missionar und Märtyrer. Albanus kämpfte im Frühchristentum gegen eine theologische Position, die die Einheit von Gott Vater und Sohn infrage stellte. Er wurde von Rom nach Gallien entsandt, kam über Augsburg nach Mainz und unterstützte den dortigen Bischof. St. Alban soll 406 bei einem Angriff der Vandalen in Mainz getötet worden sein. Ein dortiges spätrömisches Grab hat man ihm zugeordnet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kartause St. Alban zu Trier (1330-1674)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Trierer Erzbischof gründete 1330 vor den Toren Triers nahe den Kaiserthermen die Kartause St. Alban. Später wurde sie in den Kartäuserorden integriert. 1673 rückte eine französische Armee gegen Trier vor. Bereits bei den Kämpfen um die Stadt fielen die Umfassungsmauern der Kartause, ein Jahr später wurde sie dem Erdboden gleichgemacht. Die Geschichte des Klosters St. Alban, wie es über 300 Jahre vor den Toren der Stadt Trier stand, ging zu Ende. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In seiner Blütezeit hatte St. Alban 1481 den Blankenheimer Hof in Odendorf erworben und in Kartäuserhof umbenannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kartause St. Bruno zu Merzlich (1680-1802)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit der Zerstörung der Trierer Klosteranlage lebten die Kartäusermönche zerstreut auf ihren Höfen zwischen Trier und Merzlich. Dort besaßen sie ein Hofgut mit Ländereien, wenige Kilometer von Trier entfernt. An dieser Stelle begann der Orden 1680 mit dem Aufbau eines neuen Klosters mit Kirche und weiteren Bauten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            In diesem Zeitabschnitt entschied der Orden 1726 über den Bau und die Fertigstellung des Zehnthauses in Odendorf.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter den Ereignissen der folgenden deutsch-französischen Kriege mussten die Mönche zeitweise die Kartause verlassen. Als Kriegsfolge wurden die linksrheinischen Gebiete der französischen Verwaltung unterstellt. 1802 verfügte der Säkularisationsbeschluss die Aufhebung aller Ordenskonvente, die Kartause von Merzlich verlor alle Rechte, das Kloster war weitgehend zerstört. Ab 1855 erfolgte der Wiederaufbau unter der Leitung der Franziskanerinnen. Der Personalnotstand im Schwesternkonvent führte 1962 zu Schließung.
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist das Kloster im Besitz der Stadt Konz (vormals Merzlich) und dient als Bürgerhaus und Kulturzentrum. Die Geschichte des Zehnthauses beginnt im Kloster St. Bruno mit der Gründungsinitiative 1726, sie lebt weiter im Verein Zehnthaus e.V. in Odendorf.
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           Quellen: Sammlung Zehnthaus; www.chartreux.org; Rudolf Molter, Die Kartause. Chronik und Festschrift zum Abschluss der Renovierungsarbeiten an der ehemaligen Klosteranlage St. Bruno (Konz 1987)
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erschienen am 1.5.21 in Blick Aktuell, Ausgabe 17/2021
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 01 May 2021 17:12:35 GMT</pubDate>
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      <title>Folge 1: Zur Geschichte unserer Heimat</title>
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Verein Zehnthaus e.V. wurde 1974 in Odendorf gegründet. In nahezu fünf Jahrzehnten hat sich eine Fülle von Dokumenten, Berichten, Protokollen und Büchern angesammelt, die 2019 in eine geordnete Sammlung überführt wurden. Darin verbirgt sich ein Stück Zeitgeschichte, die sich in engerem Sinne mit der Entwicklung der Menschen in unserer Region befasst. Wir wollen Teile des Informationsgehalts über die Kolumne wieder öffentlich machen. Thematisch werden wir sehr offen sein. Allgemeines wird sich mit speziellen Themen ablösen. Geografischer Schwerpunkt ist unsere heimatliche Umgebung.
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           Der Begriff „Heimat“ mag altmodisch klingen und irgendwie unpassend in unsere globalisierte Welt. „Heimat“ hat in jüngster Zeit jedoch eine inhaltliche und emotionale Aufwertung erfahren, gerade wegen der Globalisierung.
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           Die Länder Europas besinnen sich auf ihre kulturellen Wurzeln und pflegen alte Gebräuche. Nicht nur der Rucksack ist wieder in Mode gekommen, auch der Volkstanz, der Chorgesang, die Pflege von Dialekten und mehr. “Dahoam is Dahoam“ sagt man in Bayern, „Bi mi to Hus“ ist Plattdütsch oder „Dat es Heimat, dat es Kölle“ singen die „Räuber“. Ein Heimatgefühl hat vielfältige Wurzeln, z. B. die Herkunft, die Sprache und Gebräuche, die Geborgenheit, die Sicherheit der Familie oder die Natur. Es sind vor allem individuelle Werte, die Menschen dazu bewegen, ihren Lebensraum als Heimat zu beschreiben. Wir haben neuerdings sogar ein Heimatministerium – und – auch in „Blick aktuell“ finden wir auf der Titelseite im Logo die Formulierung “Aus Liebe zur Heimat“!
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           Wir wollen also in unserer Region, in unserer Heimat, Rückschau halten auf das, was wir heute wertschätzen. Der Begriff Denkmal wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Es ist naheliegend, dass Odendof und Essig zunächst im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Wir hoffen auf eine Leserschaft, die unsere regelmäßig erscheinende Kolumne mit Interesse verfolgt.
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           Erschienen am 17.4.21 in Blick Aktuell, Ausgabe 15/2021
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 17 Apr 2021 17:12:37 GMT</pubDate>
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