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    <title>Zehnthaus-Kolumne</title>
    <link>https://www.verein-zehnthaus.de</link>
    <description>Der Verein Zehnthaus e.V. hat über die Jahre zeitgeschichtliche Informationen und Bilder gesammelt und 2019 in der "Sammlung Zehnthaus" geordnet.
Um diese einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, erscheint seit April 2021 in der Heimatzeitung "Blick aktuell" regelmäßig die Zehnthaus-Kolumne. Die Beiträge werden auch hier in diesem Blog  veröffentlicht.</description>
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    <item>
      <title>Folge 100: Auszüge aus der Schulchronik: Die Fátima-Madonna in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-100-auszuge-aus-der-schulchronik-die-fatima-madonna-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_100+Fatima-Basilika.jpg" alt="" title="Basilika der Heiligen Dreifaltigkeit in Fátima, der Stadt der Heiligen Marienerscheinung in Portugal. (Bildquelle: Reis Quarteu, Wikimedia Commons, lizenziert unter CC BY SA 4.0, Original: Foto)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Basilika der Heiligen Dreifaltigkeit in Fátima, der Stadt der Heiligen Marienerscheinung in Portugal.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (Bildquelle: Reis Quarteu, Wikimedia Commons, lizenziert unter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           CC BY‑SA 4.0
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , Original:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bas%C3%ADlica_de_Nossa_Senhora_do_Ros%C3%A1rio_de_F%C3%A1tima_-_05.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Foto
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Undatierte handschriftliche Notizen von Hauptlehrer Johann Lutterbeck:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Als 1917 die Nachricht von den Muttergotteserscheinungen bei Fatima in die Welt ging, wurde der kleine portugiesischer Ort bald zu einem Mittelpunkt der Marienverehrung, zumal seitdem zahllose Heilungen und Bekehrungen dort geschahen. Während die Bischöfe Portugals ihr Land „Unserer lieben Frau von Fatima“ weihten, setzte die Verehrung der Gottesmutter von Fatima in Deutschland erst vor kurzem und nur allmählich ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die einzige Statue der Madonna von Fatima in ganz Westdeutschland befindet sich seit einigen Wochen in Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorf: Festliches Glockengeläute kündete am Pfingstmontag 1951 ein besonderes Ereignis an: Es galt der Madonna Unserer lieben Frau von Fatima, ein wertvolles Geschenk aus Spanien, in der Pfarrkirche ein Ehrenplatz zu geben. Die Anteilnahme der Bevölkerung an beiden Pfingsttagen bewies nicht nur die Freude der Odendorfer über dieses bedeutsame Geschenk, sondern auch, wie sehr die Marienverehrung gerade in der Bevölkerung unserer Heimat verwurzelt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon am frühen Morgen der ersten Pfingsttages hatten sich die katholischen Odendorfer wie auch viele Gläubige aus der näheren und weiteren Umgebung vor dem Odendorfer Kloster versammelt. Auf einer Trage von Schwestern des Klosters getragen, wurde die Statue unter den Klängen einer Musikkapelle und den Gesängen der Gemeinde durch die Straßen des Ortes zur Kirche getragen, wo sie auf dem linken Seitenalter ihren Platz erhielt. Zur Ehre der Gottesmutter und aus Dankbarkeit sang man, begleitet von der Geistlichkeit und den 16 Chorknaben, den marianischen Lobgesang. Dann verlas Pfarrer Lukas die Geschenkurkunde und dankte der Pfarrgemeinde für ihre große Anteilnahme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anschließend war ein Levitenhochamt, indem der Odendorfer Kirchenchor unter Leitung seines Dirigenten Hoven, die Männerchormesse „Zum heiligsten Herzen Jesu“ von Schäfer sang. Die Festpredigt hielt Franziskanerpater Domulus, der besonders an die Huldigungsworte des Heiligen Vaters vom 13. Mai 1942 erinnerte, mit denen der Papst am Tage der 25-jährigen Wiederkehr der Erscheinungen von Fatima allen Katholiken zu noch. eifrigerer Verehrung des Herzens Maria aufrief und die Welt dem heiligsten Herzen Mariä weihte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Andacht am Nachmittag, die noch stärker besucht war als die Feierlichkeiten am Morgen, predigte Kamillianerpater Reinhartz über die Geschehnisse von Fatima. Eine erhabene Feier war auch am Abend die Weihe der Pfarrgemeinde Odendorf an die Muttergottes. Die Lichterprozession musste wegen des Regens in der Kirche stattfinden. Mit einem feierlichen Hochamt, in dem die Chorknaben die Pfingstchoralmesse sangen und einer erhabenen Schlussfeier, in der Pater Domulus wiederum die Festpredigt hielt, wurden die festlichen Marientage von Odendorf am Pfingstmontag würdig beschlossen“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Quelle: Schulchronik "Schule am Zehnthof"
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_100+Fatima-Madonna+Odendorf.jpg" alt="" title="Die Fátima-Madonna in der Odendorfer Kirche St. Petrus und Paulus (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 16:07:37 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 99: Auszüge aus der Schulchronik: Schulumbau 1958</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/my-post71c72b88</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_99+Schule+1958.jpg" alt="" title="Das neue Gesicht unserer Odendorfer Schule. Bezogen wurde sie am 1. Februar 1958. (Foto: Schulchronik)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Undatierte handschriftliche Notizen von Hauptlehrer Johann Lutterbeck:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Unsere gute alte Schule - 1891 nach einem preußischen Einheitstyp erbaut, genügte seit langem den Anforderungen nicht mehr. Sie war dunkel und unfreundlich, denn nur die Nordseite trug Fenster. Große, ewig qualmende Ofen standen in allen Klassen und erwärmten sie nur unzureichend. Seit langem war ein Umbau beziehungsweise Neubau geplant, aber es fehlten die erforderlichen Mittel. Endlich war es aber soweit. Land, Kreis und Gemeinde beteiligten sich finanziell, die Gemeinde unter großen Opfern und unter Zurückstellung anderer wichtiger Vorhaben – so daß mit Beginn der Sommerferien 1957 die ersten Bauarbeiten begonnen werden konnten. Das erste war die Anbringung eines neuen Dachstuhls mit neuer Beziegelung. Die alten Balken waren an vielen Stellen morsch und wurmzerfressen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So groß die Freude über den Beginn der Umbauarbeiten auch war, so nachteilig und unzureichend war nun der Unterricht, der in dem ermieteten Saale (auch Kegelbahn) der bisherigen Gaststätte Esser durchgeführt werden musste. Der Umzug dorthin wurde mit Pferdewagen und Traktoren, die kostenlos von Einwohnern gestellt wurden, vollzogen, denn Bänke, Tische, Tafeln, Schränke, alles musste mitwandern. Es war Winterzeit geworden, und die Kinder wie Lehrpersonen brachten die Zeit vom 9.9.1957 bis zum 31.1.1958 in der vorgenannten Notbleibe zu. Kalt und zugig waren Tanzsaal und Kegelbahn, aber es ging recht und schlecht, wenngleich Kinder und Lehrpersonen oft im Mantel dort zubringen mussten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mittlerweile hatte unsere Schule ein modernes und lichtes Aussehen erhalten. Die vorhandenen Fenster wurden größer gebrochen die Südseite erhielt ebenfalls Fenster und ein neues, steinernes Treppenhaus wurde geschaffen. Vom Altbau blieben nur noch die Außenmauern stehen. Sie wurden mit neuen Betondecken versehen. Alle Klassen erhielten freudige Wandfarben, moderne Beleuchtung und Wasserbecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugleich bekam der ewig steinige Schulhof eine feste Decke. Dazu ist eine schöne Toilettenanlage mit Pausenhalle und ein Trinkbrunnen erstellt worden. Erfreulich war, daß wir nun eine feine Ölheizung bekamen und 3 der Klassen mit neuen, modernen Schulmöbeln ausgestattet wurden. Manches finanzielle Opfer haben sich die Gemeindeväter auferlegt, aber überall begegnete man der Meinung, daß für unsere Schulkinder das Beste gut genug sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem nun die Klassen rohe Zementböden hatten – Kunststoffplatten sollten noch folgen – zog es die Schulleitung vor, schon jetzt im Neubau zu unterrichten – und es ging ganz gut, wir waren wieder zuhause. Zwei Monate später war alles fertig und unser Heimatort um ein schönes Gebäude reicher. Kinder und Lehrpersonen waren es recht zufrieden, und dankens-werterweise ließen die Gemeindeväter außer neuer Wandschiebetafeln auch noch bunte, moderne Vorhänge zu Wohnlichkeitmachung aller Räume beschaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verschwunden sind nun die alten Öfen, 3-, 4- und 5-Sitzbänke sowie die alten Möbel und neuer freudiger Lerngeist konnte einziehen. Die Schule erhielt ein neues Gesicht.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Schulchronik Odendorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Anmerkungen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zum preußischen Schuleinheitstyp, der im 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitet war: Es ging dabei weniger um ein einziges festes Design, sondern um typische architektonische und funktionale Merkmale. Dazu gehörte eine klare, rechteckige Bauweise, meist zwei bis drei Stockwerke, mit einer strengen, oft symmetrischen Fassade mit gleichmäßigen Fensterreihen, die nach Süden oder Osten ausgerichtet waren. Alle Klassenräume hatten hohe Decken zur besseren Luftzirkulation und gingen von einem Hauptflur ab. Die Schuleingänge und die Klassenzusammensetzung waren nach Geschlechtern getrennt, häufig gab es sogar getrennte Gebäude für Jungen und Mädchen. Dekoration in irgendeiner Form war nicht üblich. Das pädagogische Denken war auf Frontalunterricht, Übersicht und Kontrolle angelegt. Alle Schüler arbeiteten in starren Sitzreihen am gleichen Thema zur gleichen Zeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_99+KI+preussischer+Schuleinheitstyp.jpg" alt="" title="Beispiel für den preußischen Schuleinheitstyp (Abbildung KI-generiert)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 09 May 2026 15:49:42 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 98: Auszüge aus der Schulchronik "Schule am Zehnthof"</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-98-auszuge-aus-der-schulchronik-schule-am-zehnthof</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_98+Schulchronik_Titel.jpg" alt="" title="Einband der Odendorf Schulchronik (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Undatierte handschriftliche Notizen von Hauptlehrer Johann Lutterbeck:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „1914 bei der Mobilmachung wurde Hauptlehrer Schumacher als Landstürmer zur Bewachung des hiesigen Bahn-Brückenübergangs (Orbachstraße) einberufen. Dies war nur daher möglich, dass die Amtsverwaltung keinen Antrag auf Zurückstellung beziehungsweise Unabkömmlichkeit gestellt hatte. Nach kurzer Zeit kehrte Schumacher wieder in den Schuldienst zurück.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           A
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           m 2./3. Dezember 1914 kam hier der erste Lazarettzug an. Unser Krankenhaus wurde Lazarett. Der damalige Pfarrer Welter bat um Wäsche, Betten und Nahrungsmittel für die Verwundeten. Reichlich wurde gespendet. Vor Weihnachten zog der Lehrer Hans Jonen mit einigen Schulkindern durch alle Orte der Bürgermeisterei, um Liebesgaben für die Verwundeten zu sammeln. Die Sammler führten einen großen Erntewagen mit und kehrten hoch beladen zurück. Mehrere 100 Mark, viele Zentner Kartoffeln, Gemüse, Fleisch, Brot, zahlreiche Flaschen Wein, Geflügel, Zigarren und Zigaretten kamen zusammen. Bei einer Saalfeier am 20.12. 14 für die Verwundeten trug die Schule durch passende Deklamation und Lieder zur Verschönerung bei. Auch eine Bescherung der Kinder der Verwundeten wurde durchgeführt. Außerdem konnten die Schulkinder vor Weihnachten diesen Kindern durch viele Päckchen eine Freude bereiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im März 1916 wurden für die 4. Kriegsanleihe in unserer Schule durch die Schulkinder 1100 Reichsmark gezeichnet. Vom Anfang des Rückmarsches unserer Truppen war das Schulgelände ständig belegt, so dass kein Unterricht stattfinden konnte. Die Besatzungstruppen folgten der deutschen Wehrmacht, räumten aber nach kurzer Zeit wieder die Schule. Den 4. Schulsaal benutzen die Besatzungstruppen als Unterrichtsraum. Sie machte sich kaum bemerkbar und störten in keiner Weise den Unterricht der Kinder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Jahr 1933 (30. Januar) sah in unserem Vaterlande die Machtübernahme durch die N.S.D.A.P. -Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Am 1. Mai 1933 wurde der neu gewählte Ortsbürgermeister Josef von Sturm eingeführt. Abends vorher traten Hauptlehrer Johann Lutterbeck und Lehrer Johannes Golla der Partei bei. Die Lehrerin Fräulein Pfeiffer weigerte sich und hatte infolgedessen manch unruhige Tage und Stunden verlebt, bis sie gezwungenermaßen die Kükenschar (Hitler Küken) = Mädchengruppe bis 10 Jahre übernahm. Bei einer Werbung für die Hitlerjugend, die als öffentliche Versammlung durchgeführt wurde, fehlte die Lehrerschaft. Der Redner des Tages sagte nach einem Zeitungsbericht, „wenn die Lehrerschaft abseits stehen wolle, habe es für sie 12 geschlagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1937 kam der Bruch seitens der Partei mit der Kirche. Aus der Schule wurde das Kreuz entfernt. Wer hatte es getan? Eines Morgens waren alle Kreuze aus den Schulsälen verschwunden.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier endet der Auszug.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Johann Lutterbeck schrieb in seinen Aufzeichnungen: „Unser Krankenhaus wurde Lazarett“. Dazu möchten wir anmerken: Die alte kath. Pfarrkirche St. Petrus u. Paulus wurde bereits 1912 zweckentfremdet und als Krankenhaus umgebaut. Die Krankenpflege übernahmen zunächst Augustinerinnen. Außerdem leiteten die Schwestern einen Kindergarten und eine Nähschule für Mädchen. Der Chor der Kirche diente als Hauskapelle. Das abgetrennte Mittelschiff war mit einer Zwischendecke geteilt worden, das nördliche Seitenschiff neu überbaut. In den geschaffenen Zimmern wohnten die Nonnen, das Erdgeschoss beherbergte den Kindergarten und die Nähschule.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während des Ersten Weltkrieges diente das Krankenhaus wie erwähnt als Spital für verwundete Soldaten.1920 übernahmen Franziskanerinnen die Verantwortung und überführten die Nutzung in Altenpflege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Schulchronik Odendorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 15:04:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 97: Odendorfer Schullandschaft im Wandel</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-97-odendorfer-schullandschaft-im-wandel</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_97+Schulchronik_Auszug.jpg" alt="" title="Auszug aus der Odendorf Schulchronik (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs ging die erste Schulchronik der Schule am Zehnthof verloren. Nun ist dieser Schulname zumindest vorübergehend nicht mehr ganz aktuell, denn die Kinder werden im Containerblock „In der Freiheit“ in einem Ausweichquartier unterrichtet. Die alte Schule erwartet der Abriss, und der Neubau steht bevor. Noch ist einmal Zeit für einen Rückblick in die bestehende Chronik, die von Hauptlehrer Johann Lutterbeck mit undatierten Aufzeichnungen aus früherer Zeit begonnen wurde und die mit der Pensionierung von Rektor Heinrich Olzem zum Schuljahr 1989/1990 endet. Der nachstehende Auszug stammt aus den handschriftlichen Aufzeichnungen von Johann Lutterbeck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Im 18. Jahrhundert, in dem Zeitalter, von dem uns die Odendorfer Schulchronik, die 1929 von dem Hauptlehrer Johann Lutterbeck angelegt, aber von der Besatzungstruppen 1945 vernichtet wurde, erzählt, sorgten die wenigsten Staaten für die Errichtung von Schulen und Unterrichtung der Jugend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch der Herzog von Jülich, zu dessen kleinem Staat Odendorf angehört, bezog Bau und Unterhaltung von Schulen, Unterrichtung und Erziehung der Knaben und Mädchen nicht in sein Aufgabengebiet ein, sondern überließ dies den Gemeinden und Kirchen. Die „Gemeindemänner“ von Odendorf, so nannte man die heutigen Gemeinderäte, wandten sich daher mit allen Kräften und größter Sorgfalt dem Schulverein zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts besaß Odendorf ein Schulgebäude. Höchstwahrscheinlich wurden die Kinder in dem Gebäude bei der Kirche unterrichtet, das heute noch als „Alte Schule“ bezeichnet wird und das gleichzeitig die Wohnung der Lehrer enthielt. Der Lehrer führte zugleich das Küster-Geschäft aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1776 war das Schulgebäude reparaturbedürftig. Es musste ein neuer Dachstuhl gebaut und neue Türen mussten hergestellt werden. Die Ausführung dieser Arbeiten übertrug man im Akkord dem Meister Christian Decker aus Oberdrees. Am 18.6.1776 waren die Arbeiten beendet. Der Statthalter Heinrich Bütgenbach, der zugleich Magister (Lehrer) und Küster von Odendorf war, rief durch Glockengeläut die Bürger zusammen und legte die Rechnung über die Bauarbeiten vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dieser Rechnung wurden die Baumaterialien Lehm und Weidenholz zur Herstellung des Mauerwerks verwandt. Zwischen dem aus kräftigen Eichenstämmen errichteten Fachwerk des Schulgebäudes wurden aufrechtstehende Stücke befestigt, die man „Stückstecken“ nannte. Zwischen diesen Stecken befand sich dünne Stöcke und Reisig, und zwar aus biegsamem Weidengehölz geflochten. Dieses geflochtene Gehölz nannte man „Riffelsgerten“. Der Maurermeister stellt nun aus Lehm, dem geschnittenen Stroh beigemischt war, einen dicken Brei her, bewarf damit das Flechtwerk, und führte die Putzarbeiten aus. Das Dach des Odendorfer Schulgebäudes wurde mit Stroh gedeckt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jede Familie, soweit Hauseigentümer, musste kostenlos ein Quantum Stroh hergeben. Aus dem nahen sehr kleinen Dorf Essig, damals „Klosteressig“ und auch „auffem Essig“ genannt, besuchten auch die Kinder die hiesige Schule.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich mussten daher auch die Hauseigentümer von Essig zu den Baukosten beisteuern. Man stellte fest, dass unser Dorf sechsmal mehr Häuser hatte als Essig. Die Baukosten wurden nun einfach so verteilt, dass die Odendorfer 6/7 und Essig 1/7 der Kosten zu tragen hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Drei Familien, die auf dem sogenannten „Rappelslehn“ wohnten und als Freiheit u.a. an die Gemeinde Odendorf weder Steuern noch Abgaben zu entrichten brauchten, mussten mit je 2 Gulden zu den Baukosten ihren Obolus entrichten. Die Kinder dieser Familie besuchten ebenfalls die Odendorfer Schule.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 11. September 1791 stiftete der „Gemeinsmann“ Johann Mömerzheim aus Odendorf 240 Reichstaler zu einer „freyen Schul“ für die Odendorfer Kinder, sowohl reiche als arme. Die Zinsen dieses Kapitals flossen dem Lehrer von Odendorf zu, damit er mit gleicher Liebe und Sorgfalt die Kinder unterrichtete, ob reich oder arm.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Schulchronik Odendorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 14:55:46 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 96: Zur Geschichte des Karnevals (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-96-zur-geschichte-des-karnevals-2</link>
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Suche nach dem Karnevalsursprung führt uns auch tief in die deutsche Geschichte. Die früheste bekannte Erwähnung der „Fasnaht“ findet sich in Wolfram von Eschenbachs Epos „Parzival“ aus dem Jahr 1206. Er beschreibt Spiele, Tänze und Verkleidung in Dollnstein, Bayern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiteres wichtiges Dokument ist die Speyerer Chronik von 1612. Sie berichtet von Fastnachtsunruhen im Jahr 1296. Dies bestätigt, dass Karnevalsbräuche schon im 13. Jahrhundert fest verankert waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Karnevalsgeschichte zeigt eine enge Verflechtung mit kirchlichen Traditionen. Im Mittelalter wurde die Fastnacht als Gegenpol zur christlichen Fastenzeit gesehen. Die Kirche duldete die ausgelassenen Fastnachtstradition. Sie sah darin eine Darstellung der „civitas diaboli“, des Teufel-Staats. Mit dem Aschermittwoch musste die närrische Zeit enden, um die Rückkehr Gottes zu symbolisieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Reformation stellte die Fastenzeit in Frage, was in protestantischen Regionen zum Verschwinden vieler Fastnachtstradition führte. Erst in den 1990er Jahren erlebte der Karneval dort eine Renaissance. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Karnevalskultur zu einer strukturierteren Form. Inspiriert vom venezianischen Karneval entstanden die sogenannten „Redouten“ - exklusive Masken und Kostümbälle für Adel und wohlhabendes Bürgertum. Diese Veranstaltungen markierten den Beginn einer neuen Ära der Karnevalsfeier.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Meilenstein war die Gründung des „Festordnenden Komitees“ in Köln im Jahre 1823. Dieses Komitee organisierte den ersten Rosenmontagszug und legte damit den Grundstein für die heutige Form des rheinischen Karnevals. Die Gründung dieser ersten organisierten Karnevalsgesellschaft war ein exklusives Ereignis. Der Mitgliedsbeitrag von 3 Talern war für die damalige Zeit beachtlich hoch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Köln ist das Herz der Karnevalskultur in Deutschland. Die Stadt begeht jährlich eine der größten Karnevalsfeiern weltweit. Im Eidbruch der Stadt Köln taucht 1341 erstmals das Wort „Fastelovend“ auf. Interessanterweise beschloss der Stadtrat im selben Jahr kein Geld mehr für das Fest auszugeben. Trotzdem entwickelte sich der Karneval weiter. Zur Entstehung des Dreigestirns sei gesagt, dass 1422 erstmals der Kölner Bauer erwähnt wird und 1570 die Kölner Jungfrau. Seit 1823 führt der „Held Karneval“, später Prinz Karneval genannt, den Kölner Karneval an. Das Dreigestirn tritt seit 1883 als Einheit auf und erhielt 1937 seinen offiziellen Namen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kölner Jungfrau ist eine Besonderheit des Dreigestirns. Traditionell wird diese Rolle von einem Mann verkörpert, was die humorvolle Natur des Karnevals unterstreicht. Heute gibt es in Köln etwa 160 Karnevalsgesellschaften, die jährlich rund 500 Sitzungen, Bälle und Umzüge gestalten. In Deutschland gibt es ca. 5300 Vereine dieser Art.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schnapszahl Elf gilt historisch und nach altem Brauchtum als Narrenzahl und steht für Jux und Tollerei. Im Christentum wird die Zahl auch mit Sünde verbunden, da sie zwischen den biblisch bedeutsamen Zahlen Zehn (zehn Gebote) und Zwölf (zwölf Apostel) steht. Außerdem umfassten im 19. Jahrhundert viele Stadt- und Kommunalgremien in Deutschland zehn oder zwölf Mitglieder. Der "Elferrat" im Karneval gilt daher als ein ironischer Angriff auf diese politische Ordnung. Im Stadtwappen der Karnevalshochburg Köln erinnern zudem elf symbolische Tränen an die 11.000 Jungfrauen, die einer Legende nach die Stadtpatronin Ursula nach Köln begleiteten und tragisch zu Tode kamen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Eine andere Erklärung ist, dass die Elf für die Gleichheit aller Narren stehen soll. Denn bei zwei Einsen nebeneinander hat keine Zahl einen höheren Wert als die andere. Wieder andere vermuten, die Elf im Karneval lehne sich an die Französische Revolution an. Deren Botschaft „Egalitär, Legalität, Fraternité“ – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – kann ebenfalls mit ELF abgekürzt werden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lexicanum.de
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 13:31:15 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 95: Zur Geschichte des Karnevals (1)</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_95+Karneval.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus dem Gemälde „Kampf zwischen Karneval und Fasten“ nach Hieronymus Bosch. © KIK-IRPA, Brussels, Lizenz CC BY 4.0 "/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während der Karnevalszeit galten im Mittelalter die normalen gesellschaftlichen Regeln nicht.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Abbildung: Ausschnitt aus dem Gemälde „Kampf zwischen Karneval und Fasten“ nach Hieronymus Bosch.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://balat.kikirpa.be/object/150487" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           © KIK-IRPA, Brussels
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , Lizenz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           CC BY 4.0
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wurzeln der Karnevalskultur reichen weit in die Geschichte zurück. Vor etwa 5000 Jahren entstand in Mesopotamien - als sich die ersten Städte entwickelten - eine frühe Form der Narrenzeit. In Babylon feierte man nach Neujahr ein ausgelassenes Fest, das sieben Tage andauerte. Die Menschen verkleideten sich als Dämonen und machten Lärm mit Trommeln und Schellen, um böse Geister zu vertreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei diesen frühen Feiern galt das Gleichheitsprinzip. Für kurze Zeit wurden soziale Unterschiede aufgehoben. Sklaven und Herren feierten gemeinsam und tauschten dabei mitunter ihre Rollen. Dieser Gleichheitsgrundsatz ist auch heute ein wichtiger Bestandteil der Karnevalskultur. Die Narrenzeit breitete sich im Laufe der Zeit im gesamten Mittelmeerraum aus. In Ägypten feierte man zu Ehren der Göttin Isis, während in Griechenland dem Gott Dionysos gehuldigt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Römer feierten die Saturnalien zu Ehren ihres Gottes Saturn (lat. Saturnus). Diese Feste waren geprägt von öffentlichen Gelagen und farbenprächtigen Umzügen. Bei den römischen Umzügen wurden geschmückte Schiffswagen durch die Straßen gezogen. Das Werfen von Rosen könnte der Ursprung der heutigen Konfetti-Tradition sein. Ein besonderes Merkmal der Saturnalien war der Rollentausch zwischen Sklaven und Herren. Für kurze Zeit wurden soziale Normen auf den Kopf gestellt. Dieser Brauch spiegelt sich noch heute wider, wenn Menschen in andere Rollen schlüpfen und Hierarchien vorübergehend aufgehoben werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Mittelalter erlebten die Fastnachtstraditionen eine bemerkenswerte Entfaltung. Vom 12. bis zum 16. Jahrhundert entstanden die sogenannten „Narrenfeste“, die rund um den Epiphaniastag am 6. Januar gefeiert wurden. Diese Feiern fanden ihren Weg in die Kirchen, waren aber nicht kirchlich sanktioniert. Auch hier wurden zeitweilig die Rollen getauscht: Niedere Kleriker schlüpften in die Rollen höherer Geistlicher, was zu einer Umkehrung der üblichen Hierarchie führte. Kirchliche Rituale wurden parodiert, was den Geist des Karnevals widerspiegelte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stadtbevölkerung wurde durch bunte Prozessionen in die Feierlichkeiten miteinbezogen. Diese Umzüge waren Vorläufer der heutigen Karnevalsumzüge und trugen zur Verbreitung der Fastnachtstraditionen bei. Karnevalsmasken spielten dabei eine zentrale Rolle, sie ermöglichten den Teilnehmern, in andere Rollen zu schlüpfen und soziale Normen zu hinterfragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein bemerkenswertes Beispiel für die mittelalterlichen Fastnachtstraditionen war der Nürnberger Schembartlauf. Erstmals 1449 schriftlich erwähnt, entwickelte er sich zu einer beliebten Maskentanz-Tradition. Die Teilnehmer zogen durch die Stadt, verspotteten Bürger und spiegelten gesellschaftliche Zustände wider.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese mittelalterlichen Bräuche legten den Grundstein für viele der Karnevalstraditionen, die wir heute kennen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lexicanum.de
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 15:04:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-95-zur-geschichte-des-karnevals-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Karneval</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 94: Bonner Krippenweg (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-94-bonner-krippenweg-2</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_94+Bonner+Stadtkrippe.jpg" alt="" title="Bonner Stadtkrippe im Münster (Foto: Stadtdekanat Bonn)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab den 1970er Jahren trat eine umfassende Rückbesinnung und Abkehr von der Kunst des 19. Jahrhunderts ein. Traditionelle Krippendarstellungen wurden durch modern gekleidete, bewegliche Künstlerfiguren ersetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glücklicherweise blieben viele alte Kirchenschätze in den Gotteshäusern im Stadtdekanat Bonn erhalten, sodass sie zusammen mit moderner Kunst bis heute einen unschätzbaren Reichtum bilden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen dieser Entwicklung möchten wir die neue Stadtkrippe im Bonner Münster St. Martin vorstellen. Seit 2013 gibt es dort eine Wandelkrippe in zeitgenössischer Gestaltung. Die Umsetzung der anspruchsvollen Designidee war eine große Herausforderung – selbst für die Holzschnitzer aus Oberammergau. Die Krippe besteht aus zwölf beweglichen Gliederfiguren, die etwa 40 Zentimeter hoch sind. Der Körper ist als bewegliches Holzgestell gestaltet, während die Gliedmaßen aus Metall bestehen und mit Stoff umwickelt sind. Dargestellt werden Maria, Josef sowie zehn weitere Figuren, die in unterschiedlichen Szenen auftreten. Über die Advents- und Weihnachtszeit hinweg, oft bis Maria Lichtmess am 2. Februar, werden verschiedene biblische Szenen immer wieder neu zusammengestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese neue Stadtkrippe verortet die uralten Ereignisse rund um die Geburt Jesu in das heutige Bonner Stadtbild. In der Darstellung erscheinen keine Hirten, Ochs, Esel oder Schafe – vielmehr sind es moderne Menschen, die vor einem mit Computertechnik gestalteten Stadtpanorama ihren gewohnten Beschäftigungen nachgehen. Das städtische Alltagsleben wird hier mit den weihnachtlichen Geschehnissen verschmolzen. Selbst das Aussehen der 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           biblischen Figuren, etwa die Bekleidung und Frisur von Maria und Josef, ist eher modern gehalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kulisse zeigt markante Bonner Bauwerke, darunter das Rathaus, die Hauptpost und die Universität. Hoch aufragend erscheinen im Hintergrund das Münster und der Post Tower vor einem nachtblauen Himmel. In diesem beeindruckenden Arrangement spielt sich das tägliche Stadtleben ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Detailbild der Herbergssuche zeigt Maria und Josef bei ihrer Ankunft im nächtlichen Bonn am Busbahnhof, wo sie offenbar eine Unterkunft suchen. In weiteren Szenen werden ankommende Asylsuchende sowie Obdachlose und gesellschaftlich ausgegrenzte Menschen dargestellt, die oft an diesem Ort verweilen. Die Geburtsszene ist in ein einfaches Zelt integriert, und staunende Bonner kommen herbei, um sich zu vergewissern, dass der Erlöser der Menschheit geboren wurde. Am 6. Januar haben schließlich auch die Heiligen Drei Könige ihren Weg zur Krippe gefunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die neue Bonner Stadtkrippe ist somit sehr ungewohnt und als solche einzigartig im Vergleich zu den übrigen 63 Bonner Krippen. Die Darstellung bietet eine vielfältige Mischung aus Religion und Theologie, Geschichte und Kunst, Freude und Ruhe - und vielleicht auch die Möglichkeit, sich selbst wiederzufinden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Katholisches Bildungswerk Bonn, Weihnachtskrippen
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 06 Jan 2026 14:41:15 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 93: Bonner Krippenweg (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-93-bonner-krippenweg-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_93+Krippe.jpg" alt="" title="Krippe in klassischer Darstellung (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Katholische Bildungswerk Bonn hat eine Broschüre mit dem Thema „Weihnachtskrippen in 63 Bonner Kirchen und Kapellen“ herausgegeben. Sie beschreibt nicht nur die Krippen, sondern auch die Kirchen in den Dekanaten Bonn Mitte/Süd (14), Bonn Nord (18), Bonn Bad Godesberg (17) und Bonn Beuel (14). Die Vielzahl der Kirchen und Kapellen ist dabei bereits beeindruckend. Im Folgenden eine kurze Einführung in dieses Thema.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Krippen, meist in katholischen Kirchen aufgestellt, üben seit jeher eine große Anziehungskraft auf Kinder aus. Doch auch viele Erwachsene fühlen sich von ihnen besonders in der Weihnachtszeit magisch angezogen an und finden so den Weg in die Kirchen - und zum Kind in der Krippe. Dieses Krippenbrauchtum ist weit mehr als Sentimentalität oder Kitsch. Wer sich mit diesem Brauch näher auseinandersetzt, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt in der Darstellung der Menschwerdung Jesu Christi. Krippen verleihen dem Weihnachtsevangeliums ein Gesicht und machen die biblische Botschaft auf eindrucksvolle Weise anschaulich. Text und figürliche Darstellung ergänzen sich in ihrer Ausdruckskraft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt keinen festen Maßstab für die Bewertung von Kirchenkrippen. Ob kunstvoll gestaltet oder mit viel Liebe von Laien gefertigt – jede Krippe hat ihren eigenen Wert. Wichtig ist, dass sie Ehrfurcht vor dem Glaubensgeheimnis wecken, das sie symbolisieren. Und: man darf, ja man soll sogar lächeln, wenn man sie betrachtet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die frühesten Krippendarstellungen gehen auf das Lukasevangelium zurück: „Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in der Krippe liegt“ (Lk2,12). Der Legende nach ließ Franz von Assisi im 13. Jahrhundert das weihnachtliche Geschehen in einer Grotte in Umbrien durch Figuren in Menschengestalt nachstellen, um den Glauben zu stärken. Im 17. Jahrhundert brachten Jesuitenmissionare die Krippentradition sogar bis nach Asien und Amerika. Im Barockzeitalter des 18. Jahrhunderts wurden prachtvolle Krippen in Fürstenhäusern als Repräsentationsobjekte genutzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu Beginn des 19. Jahrhunderts untersagte die damalige französische Besatzungsmacht im Rheinland das Aufstellen von Krippen in Kirchen. Als Reaktion darauf fanden Krippen zunehmend ihren Platz in Privathäuser. Auch Puppenbühnen griffen das biblische Thema auf – etwa das Hänneschen Theater und Millowitsch Theater in Köln. 1854 wurde in Bonn mit Stockpuppen das Stück „Drei Weisen aus dem Morgenland“ aufgeführt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele neue Kirchenkrippen neu angeschafft. In der Zeit des Kulturkampfes galten sie für die katholischen Rheinländer als Zeichen des Widerstandes gegen die überwiegend evangelisch geprägte preußische Regierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Produktion von Krippenfiguren aus Terrakotta oder Gips in Serienfertigung führte zu erschwinglichen Preisen. Die damals günstigen Gipsfiguren sind heute begehrte Sammlerstücke. Die Tradition der Krippenbetrachtung reicht weit zurück. Schon Goethe besuchte im 18. Jahrhundert die berühmten neapolitanischen Krippen und berichtete darüber. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren in der Köln-Bonner Region „Krippchensgänge“ weit verbreitet - eine Tradition, die seit den 1990er Jahren wieder auflebt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Katholisches Bildungswerk Bonn, Weihnachtskrippen
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Dec 2025 13:10:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-93-bonner-krippenweg-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Krippe,Feiertag,Bonner_Krippenweg,Weihnachten,Weihnachtskrippe</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 92: Wie Ludwig van Beethoven nach Odendorf kam</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-92-beethoven-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_92+Beethoven.jpg" alt="" title="Porträt des Ludwig van Beethoven von Willibrord Joseph Mähler, 1815 (Wien Museum)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Bonner Orchestermusiker Johann van Beethoven hatte schon länger vor, seinen talentierten Sohn Ludwig bei Musikliebhabern in der Region zu präsentieren. Dazu bot sich die Möglichkeit, als sich Kurfürst Maximilian Friedrich im Sommer 1781 als Fürstbischof in Münster aufhielt und erst am 11. September nach Bonn zurückkehrte. In dieser Zeit hatten die in Bonn zurückgebliebenen Orchestermusiker nur einen reduzierten Dienst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der 41-jährige Johann van Beethoven nutzte diese Gelegenheit und begab sich mit dem zehnjährigen Ludwig und seinem Orchesterkollegen, Mitbewohner und Verwandten seiner Frau, Franz Georg Rovantini (24), auf eine kleine Rundreise. Darüber wissen wir aus den Erinnerungen des Bäckermeisters Fischer Bescheid. Sein Vater war der damalige Vermieter für die Familie Beethoven in der Bonner Rheingasse.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach Fischer kommentierte Johanns Frau Maria Magdalena, also die Mutter von Ludwig van Beethoven, die Reise mit der trockenen Bemerkung: „Dan mann ist mal gern von der große unruhe der Mannsbilder befreit, so kann mann sich dan getz im stille sich wieder was erhohle, das mir sehr angenehm ist.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stationen der zunächst links- und dann rechtsrheinischen Besuche rund um Bonn wählte Johann van Beethoven danach aus, dass die besuchten Musikliebhaber ein Klavier besaßen. Schließlich sollte der zehnjährige Ludwig sein Talent auf den Tasten zeigen. Die Beethovens wollten mit ihren Besuchen ausdrücklich kein Geld verdienen, sondern denen die Reverenz erweisen, die auch öfter nach Bonn kamen, um dort am Musikleben teilzunehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste der besuchten Musikfreunde war der 1719 geborene Burgherr in Flamersheim (heute ein Ortsteil von Euskirchen) Friedrich Wilhelm Freiherr von Dalwigk, der am Bonner Hof ein und aus ging. Von Flamersheim ging es zum „Pastor Olef“ in Euskirchen, einem Jugendfreund von Johann van Beethoven.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Erinnerungen von Bäckermeister Fischer heißt es dann: „Von da aus ginnge sie bey Herr Pastor Deck in der Pfarr O[d]endorf, der war der Haußfrau Fischer ihr Herr Schwager, Musickfreünd war, wo sie auch Ehr empfinnge.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hilger Joseph Dick war in Odendorf 1767–1810 Pfarrer. Seine Schwester Anna Gudula hatte 1763 Carl Joseph Rheindorf geheiratet, den Bruder von Susanna Fischer geb. Rheindorf, der Ehefrau von Theodor Fischer, Beethovens Vermieter in der Bonner Rheingasse. Ein Bruder des Pfarrers war Wilhelm Heinrich Dick, Gutsbesitzer und Schultheiß im benachbarten Oberdrees. Dorthin – das Gut gehörte damals wohl noch dem Vater der Geschwister, Jodokus Dick, – reiste die kleine Musikergruppe als nächstes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Oberdrees ging es dann weiter nach Ahrweiler und von dort weiter nach Ersdorf zu einem weiteren (entfernten) Verwandten von Susanna Fischer. Nach Bonn kehrte die kleine Reisegruppe dann über Stationen in Röttgen und Poppelsdorf zurück. Beide waren damals selbstständige Dörfer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser linksrheinischen Rundreise schloss sich einige Tage später ein rechtsrheinischer Teil an, der über Oberkassel nach Hennef und dann nach Bensberg und Siegburg führte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie lange die kleine Rundreise zu den Musikfreunden in der Region genau gedauert hat, ist nicht festzustellen. Sie muss aber sehr erfolgreich gewesen sein. Die Musiker wurden überall mit „viell Ehr“ empfangen und berichteten nach den Erinnerungen von Bäckermeister Fischer: „wier haben ville vergnügen gehabt, sind wider auf das künftige Jahr, wenn es uns Gott es uns noch erlebe laße, wider hänndig, trinngent [flink, behende, dringend] eingeladen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Weitere Informationen zur Rundreise finden sich in: Stephan Eisel, Beethoven – Die 22 Bonner Jahre, Bonn 2020. Aus diesem Buch stammt auch die hier wiedergegebene Karte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_92+Beethoven_Karte.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 10:12:36 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_92+Beethoven.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_92+Beethoven.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 91: Volkstrauertag</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-91-volkstrauertag</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_91_Friedhof.jpg" alt="" title="Kriegsgräber auf dem Frankfurter Friedhof (Foto: Götz Hartmann, Volksbund Hessen)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einführung des Volkstrauertages in Deutschland geht im Wesentlichen auf Initiativen aus dem gesellschaftlichen Raum zurück, insbesondere auf den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Der Volksbund ist eine humanitäre Organisation, die sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe widmet, Kriegstote im Ausland zu suchen und zu bergen, sie würdig zu bestatten und ihre Gräber zu pflegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Gedenktag erinnert nicht nur an die gefallenen Soldatinnen und Soldaten, sondern auch an die zivilen Opfer von Kriegshandlungen, Vertreibung und Unterdrückung. Zugleich mahnt er uns, Verantwortung für Frieden, Demokratie und Menschlichkeit in der Gegenwart zu übernehmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Volksbund betreut Angehörige und berät öffentliche und private Stellen in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, auch international. Er engagiert sich in der Erinnerungskultur, fördert die Begegnung und Bildung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten. Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Bereits vor der Verabschiedung der Weimarer Verfassung 1919 gab es Bemühungen, einen Tag der nationalen Trauer zum Gedenken an die Kriegsopfer einzuführen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotz wiederholter Anläufe gelang es auch in der Weimarer Republik zunächst nicht, hierfür eine gesetzliche Regelung zu schaffen. 1922 forderte der Volksbund mit Unterstützung zahlreicher kirchlicher und gesellschaftlicher Organisationen erneut die Einführung eines Volkstrauertages. Da eine gesetzliche Regelung auch diesmal nicht zustande kam, veranstaltete der Volksbund im gleichen Jahr im Reichstagsgebäude in Berlin erstmals eine Gedenkstunde zur Versöhnung und Verständigung zwischen den Völkern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1925 nahm der Reichstag formal den Antrag an, den Sonntag vor Beginn der Fastenzeit (Invokavit) zum Volkstrauertag für die Gefallenen der Weltkriege gesetzlich festzulegen. Ein Jahr später wurde der Volkstrauertag regelmäßig am fünften Sonntag vor Ostern (Reminiscere) in fast allen Ländern des Deutschen Reiches begangen. Bis 1932 fanden die Zentralveranstaltungen im Sitzungssaal des Reichstagsgebäudes statt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_91_Grabplatte.jpg" alt="" title="Grabplatte auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Halbe/Brandenburg (Foto: Uwe Zucchi)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Reichstagsbrand 1933 verlegte man die Feier in die Berliner Staatsoper. Ein Jahr später wurde mit dem Feiertagsgesetz der Volkstrauertag zu einem staatlichen Feiertag erklärt und in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Heldengedenktag
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            umbenannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tag stand fortan vor allem im Zeichen der aggressiv-nationalistischen Propaganda der neuen Machthaber und sollte nicht nur an die Gefallenen des Krieges erinnern, sondern auch an die bis zur Machtübernahme Hitlers getöteten Nationalsozialisten. Rechtsverordnungen zum Schutz dieses Tages sahen vor, dass für die Dauer des Tages ruhestörende Arbeiten und öffentliche Veranstaltungen, denen der ernste Charakter des Tages fehlte, verboten wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Erst 1948 wurde der Volkstrauertag auf Initiative des Volksbundes wieder auf regionaler Ebene begangen. Es gab allerdings noch keine bundeseinheitliche Regelung. Erst 1952 übernahmen die Länder die Empfehlungen des Bundesinnenministeriums und erklärten den zweiten Sonntag vor dem ersten Advent einheitlich zum gesetzlichen Trauertag. An diesem Tag werden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          Aus unterschiedlichen Gründen fanden die Gedenkveranstaltungen bisher an verschiedenen Orten statt, u.a. im Deutschen Bundestag in Bonn, in der Stadthalle Bad Godesberg, in der Bonner Beethovenhalle. Seit 1993 ist der Plenarsaal des umgebauten Reichstagsgebäudes in Berlin der Austragungsort unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die traditionellen Kranzniederlegungen erfolgt seit 1993 unter Beteiligung der fünf Verfassungsorgane in der umgestalteten Neuen Wache in Berlin.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 18:13:35 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 90: Christliche Feste - Allerheiligen und Allerseelen</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/my-post</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_90_Allerheiligen.jpg" alt="" title="(Foto: Pixabay.com)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Monat November ist in vielerlei Hinsicht ein Monat des Gedenkens. Er beginnt am 1. November mit einem Hochfest der katholischen Kirche: Allerheiligen. Hochfeste sind die höchsten Feste der katholischen Kirche. Sie rücken zentrale Glaubensinhalte oder bedeutende Heilige in den Mittelpunkt und haben Vorrang vor allen anderen kirchlichen Festen oder Gedenktagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heilige sind entweder Märtyrer, die wegen ihres Glaubens den Tod erlitten oder Menschen, die ein besonders überzeugtes christliches Leben führten oder als Wundertäter verehrt wurden. Bereits seit dem ersten Jahrtausend gibt es die förmlichen Heiligsprechungs-verfahren, - Kanonisation -, durch die Personen zu „Ehren der Altäre“ erhoben werden. Das bedeutet, dass ihre sterblichen Überreste in oder unter Altären in Kirchen aufbewahrt und verehrt werden. Insgesamt kennt die katholische Kirche über 7.000 Märtyrer und fast ebenso viele Heilige und Selige. Für sie alle wird das Fest Allerheiligen gefeiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Heiligenverehrung ist ein typisch katholisches Merkmal. Nur wenige Heilige sind allgemein bekannt oder besonders populär, etwa der heilige Sankt Martin, der heilige Nikolaus oder der heilige Franziskus. Die meisten hingegen kennt man weniger, und wer mehr über sie erfahren möchte sollte ein Heiligenlexikon zur Hand nehmen oder sie im Internet suchen. Dabei stößt man auf oft außergewöhnliche und mitunter auch befremdliche Lebensgeschichten, erfährt von besonderen Tugenden und erfährt von den Patronaten, die diese Heiligen übernehmen. In fast jeder katholischen Kirche finden sich Figuren von Heiligen, oft mit Heiligenschein und symbolischen Attributen dargestellt, eine Einladung zum Rätselraten. Heilige werden oft an ihrem Todestag verehrt. Ihre Verehrung bedeutet jedoch keine Anbetung, sondern die Würdigung ihres Lebens, die Anerkennung ihres vorbildlichen Handelns sowie die Bitte um ihre Fürsprache und ihren Beistand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der geschichtliche Ursprung des Allerheiligenfestes liegt in der Weihe eines ehemaligen heidnischen Tempels in Rom. Das Pantheon, ein Bauwerk aus dem 2. Jahrhundert war früher allen Göttern des Heidentums geweiht. Im Jahr 609 ließ Papst Bonifatius IV. das Gebäude in eine Kirche umwandeln und einweihen - mit einem jährlichen Gedenktag am Freitag nach Ostern. Über ein Jahrhundert später weihte Papst Gregor III. eine Kapelle in der Petersbasilika allen Heiligen und legte das Fest auf den 1. November fest. Die Wahl dieses Datums hatte praktische Gründe: Nach der Ernte und Weinlesezeit standen ausreichend Lebensmittel zur Verfügung, um ein festliches Mahl auszurichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist Allerheiligen auch ein Anlass, jener Menschen zu gedenken, die ein vorbildliches Leben führten, aber nicht offiziell als Heilige anerkannt wurden. Obwohl Allerheiligen ein christlicher Feiertag ist, wird er in Deutschland nicht in allen Bundesländern als Feiertag begangen. Nur in den überwiegend katholisch geprägten Ländern wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland ist er gesetzlich geschützt. Allerheiligen gilt zudem als „stiller Feiertag“, um dem religiösen Charakter gerecht zu werden. Öffentliche Musik und Tanzveranstaltungen sind an diesem Tag untersagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur einen Tag später, am 2. November, begehen katholischen Christen den Gedenktag Allerseelen, ein kirchlicher Feiertag, der dem Gedenken der Verstorbenen gewidmet ist. Mit ihm verbunden ist der Brauch der Gräbersegnung. Viele Menschen besuchen an diesem Tag die Ruhestätten ihrer Angehörigen. Allerheiligen und Allerseelen stehen somit in enger Beziehung zueinander, als Tage des Erinnerns, des Gedenkens und des stillen Gebets.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/my-post</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 89: NRW – Natur Heimat Kultur - Die NRW-Stiftung</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-89-nrw-stiftung</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Steinkauz.jpg" alt="" title="Rund die Hälfte aller Steinkauz-Paare in Nordrhein-Westfalen zieht inzwischen ihren Nachwuchs in Nistkästen auf. (Foto: Alois Grunewald, Magazin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Ausgabe 1/2025)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schönheit und den unverwechselbaren Charakter des Bundeslandes zu erhalten, das ist seit 1986 Aufgabe der NRW-Stiftung. Die Gründung erfolgte durch die Landesregierung. Vorsitzender im Stiftungsrat heute ist Ministerpräsident Hendrik Wüst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natur, Heimat, Kultur: Diesen Dreiklang zu bewahren, dafür setzt sich die Stiftung ein. Sie erwirbt deshalb schutzwürdige Flächen inmitten einzigartiger Landschaften. Wälder, Flussauen oder Berggipfel sollen auch künftig Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten sein. Auch von Menschen geschaffene Orte sind erhaltenswert. Was frühere Generationen erdachten, soll auch heute und morgen als Denkmal erlebbar bleiben. Geschichte wird greifbar – auf alten Zechenanlagen, auf prachtvollen Schlössern und traditionsreichen Bauernhöfen, aber auch inmitten sehenswerter Industriekultur, in restaurierten Bahnhofsgebäuden und Museen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um all die historischen Orte kümmert sich die Stiftung nicht allein – sie lebt vom Engagement der Menschen in NRW. In Vereinen, Verbänden und Organisationen setzen sie sich seit jeher für die Natur und Kultur in ihrer Heimat ein. Sie stoßen Projekte an, die dann von der NRW-Stiftung gefördert werden. Finanziert wird die Arbeit durch zweckgebundene Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen Spenden und Mitgliedsbeiträge des Fördervereins der NRW-Stiftung mit mehr als 8.500 Mitgliedern. Das Magazin der Stiftung informiert regelmäßig über neue Projekte und Ausflugsziele. Aus der Mitgliedschaft resultieren viele Vorteile, z.B. freien oder ermäßigten Eintritt in über 400 Museen. Hunderte Denkmäler, Landschaften und Gebäude sind äußerst sehenswert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von den Zuwendungen der Stiftung profitierten seit ihrer Gründung bereits mehr als 3.700 Projekte im Naturschutz und in der Heimat- und Kulturpflege. Jede Entscheidung ist für die zuständigen Gremien eine schwierige Abwägung, denn mit ihren begrenzten Mitteln kann sie längst nicht jedes Vorhaben unterstützen. Sie muss Prioritäten setzen. Dennoch schüttete sie seit 1986 mehr als 300 Millionen Euro aus und hat so an vielen Orten in NRW nachhaltig Spuren hinterlassen. Dieses Engagement ist bundesweit einmalig. Nur in Nordrhein-Westfalen gibt es diesen ganzheitlichen Einsatz für Landschaften, Denkmäler und kulturelle Vielfalt gleichermaßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Spanische+Flagge.jpg" title="Blühender Wasserdost (Eupatorium cannabinum) wirkt auf die Spanische Flagge wie ein Magnet. (Foto: Blickwinkel/W. Willner, Magazin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Ausgabe 1/2025)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt noch Rückzugsorte, in denen sich die Natur ungestört entwickeln kann und wo seltenen Arten ein Zuhause finden. Gerade früher militärisch genutzte Flächen sind heute wahre Paradiese und als Nationales Naturerbe geschützt. Acht dieser Flächen in Nordrhein-Westfalen sind in der Obhut der NRW-Stiftung, beispielsweise die Dover Heide im Kreis Düren, der Billiger Wald bei Euskirchen, die Steinheide im Rhein-Erft-Kreis oder die Buchenwälder am Petersberg. Die Stiftung veranstaltet Wanderungen, Fahrten zu Museen, Heimattouren als eintägige Ausflüge für Schulklassen, präsentiert sich im Internet und ist mit ihren Inhalten natürlich auch über eine App erlebbar.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Sammlung Zehnthaus /
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.nrw-stiftung.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           NRW-Stiftung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-89-nrw-stiftung</guid>
      <g-custom:tags type="string">NRW-Stiftung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Steinkauz.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_89_Steinkauz.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 88: Römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-88-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_87_Kalkbrennerei_Zugang.jpg" alt="" title="Blick über den Bahndamm zum Schutzbau über den römischen Kalkbrennöfen (Foto: Walter Sölter)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schauen wir zurück auf die zeitliche Einordnung der Ereignisse. Von 135 bis 235 n.Chr. sind Inschriften zu verschiedenen Arbeitskommandos römischer Legionen bekannt. Die im Legationslager „Bonna“ stationierte 1. Legion mit dem Beinamen „Minerva“ war immer wieder in Iversheim eingesetzt. Am häufigsten war die 30. Legion mit den Beinamen „Ulpia Victrix“ beteiligt. Weiterhin ist bezeugt, dass die „Legion III „Cyrenaika“ hier von 260 bis 286 n.Chr. im Arbeitseinsatz war. Die Forschung geht davon aus, dass etwa 150 Jahre lang Kalk in verschiedenen Formen von Iversheim aus bis zu 200 Kilometer in alle Richtungen hin vertrieben wurde. Es ist davon auszugehen, dass im engeren Bereich der Fundstelle weitere Brennofenbatterien aufzufinden sind. Ab 300 n.Chr. ist eine weitere Kalkproduktion nicht mehr belegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von welchem Personaleinsatz muss man ausgehen? Gefundene Inschriften erwähnen einen „Architectus“ und einen „Magister Calcariorum“. Ersterer war wohl der Spezialist für die Herstellung der Produktionsstätten bei der Legion und nur bei technischen Problemen im Einsatz. Letzterer war der technische Leiter der Kalkbrennerei. Die „Calcari“ waren besonders geschulte Soldaten des „Vexillatio, des Arbeitskommandos. Der „Signifer“ leitete als Vertreter des Kommandanten die Durchführung der unterschiedlichsten Aufgaben des Kommandos. Die Legionäre lebten in der Produktionsstätte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_88_Kalkbrennerei_Weihestein.jpg" title="Weihestein eines Magister Calcariorum (Quelle: Eifel Tourismus GmbH – shapefruit)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach neueren Forschungen betrug die Stärke des Kommandos in der Regel 60 Mann. Diese waren in 4 Gruppen gegliedert: Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Steinschläger
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im Steinbruch, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Steinbrecher
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            für die Vorbereitung des Brenngutes, Beschickung und Leerung der Öfen und die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Brenner
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , d.h. Ofenheizer. In der vierten Gruppe arbeiteten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Handwerker
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wie Schmiede, Stellmacher, Schreiner, Küfer, Ofenbauer, Versorgungspersonal, Schreiber, Transportarbeiter und Sanitäter. Die Produktion erfolgte im Schichtdienst, da die Öfen ganztägig zu versorgen waren. Sicherlich kam weitere Hilfskräfte für das Heranschaffen der großen Holzmengen und die Versorgung der Transportgespanne hinzu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Anlage befindet sich im Eigentum der Stadt Bad Münstereifel. Der Dorfverschönerungs-Verein Iversheim (DVI) betreibt das Museum ehrenamtlich und arbeitet dabei eng mit der Tourist Information der Stadt Bad Münstereifel, dem VR-Landes Museum Bonn und der Nordeifel Tourismus GmbH zusammen. Das Denkmal finanziert sich ausschließlich über Spenden, u.a. von der Kalkindustrie. Die Anlage ist von Mai bis Oktober jeden Samstag von 13 – 16 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 11 – 16 Uhr.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Broschüre Dorf-Verschönerungsverein Iversheim e.V. “Die römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel Iversheim
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Zusammenfassung Walter Sölter
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 08:38:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-88-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 87: Römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-87-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_87_Kalkbrennerei_Zugang.jpg" alt="" title="Blick auf die museale Kalkbrennerei (Foto: Eifel Tourismus GmbH – shapefruit)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chemie des Kalks und der Kalkkreislauf werden thematisch in der siebten Schulklasse behandelt. Bei einem Ausflug in die Römische Kalkbrennerei in Iversheim, dem musealen Ausbau einer antiken Kalkfabrik, kann man sein Wissen erweitern und den Produktionsprozess bestens kennenlernen. Das Bauwerk ist hervorragend erforscht und eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten aus der Römerzeit nördlich der Alpen. Als eingetragenes Bodendenkmal ist die Anlage seit 2021 Teil des UNESCO Welterbes Niedergermanischer Limes und damit auch ein Alleinstellungsmerkmal für den Kreis Euskirchen. Die Manufaktur ist nach Art und Größe eine europäische Rarität und in ihrer Bedeutung wohl nicht so ganz in das Bewusstsein der Bevölkerung gedrungen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1966 entdeckte man die Stätte beim Bau einer modernen Wasserleitung eher zufällig am Westhang der Erft unterhalb des Steinbruchs Hohe Ley. Die noch heute sichtbaren Dolomit-Vorkommen gehören erdgeschichtlich ins Mitteldevon und sind vor ca. 390 Millionen Jahren entstanden. Insgesamt wurden 6 Brennöfen ausgegraben sowie Fragmente einer Kantine und Grundmauern eines Arbeitsgebäudes. Die Öfen sind als Batterieblock angelegt in Reichweite zum höher gelegenen Kalksandsteinbruch. Die Hanglage war gewählt worden, damit der Materialtransport aus dem Steinbruch kräftesparend auf die oberhalb der Öfen liegende Einfüllgalerie erfolgen konnte. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_87_Kalkbrennerei_Brenn%C3%B6fen.jpg" title="Blick auf die Brennöfen (Foto: Eifel Tourismus GmbH – shapefruit)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Römer waren die ersten, die im heutigen Rheinland Bauten aus Bruchsteinen oder Mauerziegeln errichteten. Für die Mörtelherstellung brauchten sie große Mengen an Baukalk, der aus Kalkstein oder Dolomitkalk gebrannt werden musste. Die nördlichen Ausläufer der Kalkeifel bei Iversheim waren das nächstgelegene ergiebige Abbaugebiet im näheren Umfeld und im Einzugsbereich zahlreicher römischer Niederlassungen in Xanten, Neuss, Köln und Bonn. In diesen römischen Stätten und Militärlagern bestand ein hoher Bedarf an gebranntem Kalk.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Größere Mengen von ehemaligem Branntkalk und Aschereste, die in einem Ofen gefunden wurden, erlaubten der Wissenschaft Rückschlüsse auf Brennqualität und verwendete Holzarten. Ein Brennversuch in einem Original-Brennofen lieferte wissenschaftliche Erkenntnisse zu Brennstoffverbrauch und Brenndauer. Der geschätzte Brennholzverbrauch bei 16 Bränden pro Monat lag bei ca. 960 Raummetern an Weiden- und Pappelholz. Die Einfüllmenge an Dolomitkalkstein pro Ofen wurde mit ca. 25 Tonnen rekonstruiert. Das bedeutet pro Monat den Abbau von ca. 368 Tonnen Kalksandstein, die zerkleinert werden mussten und abzufüllen waren. Dazu bedurfte es kräftiger Legionärshände, denn hier war Handarbeit angesagt. Die über mehrere Tage konstant zu haltende Brenntemperatur lag bei ca. 1100 Grad Celsius. Die monatliche Produktion entsprach ca. 200 Tonnen. Über die Erft transportierte man das Baumaterial an den Rhein und von dort konnte die gesamte Provinz versorgt werden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Broschüre Dorf-Verschönerungsverein Iversheim e.V. “Die römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel Iversheim
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Zusammenfassung Walter Sölter
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 12 Aug 2025 10:17:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-87-roemische-kalkbrennerei-in-bad-muenstereifel-iversheim-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Römer,Handwerk,Iversheim,Kalkbrennöfen</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 86: Astropeiler Stockert (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-86-astropeiler-stockert-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_86_Astropeiler+Stockert_2.jpg" alt="" title="  Im Vordergrund 10-m-Radioteleskop Astropeiler Stockert (Foto: pixabay)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1972 nahm nahe dem 10 Kilometer entfernten Effelsberg in einer Talsohle eine Nachfolgeanlage des Astropeilers ihren Betrieb auf. Mit einem Spiegeldurchmesser von 100 Metern war dies fast 30 Jahre lang das größte bewegliche Radioteleskop der Welt. Damit wurde die Forschungsstätte auf dem Stockert zunehmend unattraktiv, zumal nahegelegene Radarstationen die Messungen immer stärker beeinflussten. Dennoch nutzten die Universität Bonn und das Max-Planck-Institut für Radioastronomie die Station weiter für die praktische Ausbildung von Studenten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1998 erfolgte der Verkauf der Anlage an einen privaten Investor, der u.a. das „Woodstockert“ Musikfestival durchführte. Nach Insolvenz des Unternehmens übernahm 2005 die Nordrhein-Westfalen-Stiftung als Eigentümer die lange vernachlässigte Anlage. Die Restaurierung wurde mit Mitteln der NRW-Stiftung energisch vorangetrieben, auch die Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat einen Beitrag geleistet, denn seit 1999 steht die Anlage als Industriedenkmal unter Denkmalschutz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Übernahme durch die NRW-Stiftung hatte der 1995 gegründete Förderverein Astropeiler Stockert e.V. initiiert. Zielsetzung des Vereins ist es, die Radioastronomieanlage auf ehrenamtlicher Basis zu erhalten und weiterzuentwickeln, nach Möglichkeit Beiträge zu aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen zu liefern und der Öffentlichkeit die Bedeutung der Astronomie nahezubringen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Zusammenarbeit mit Hochschullehrern bietet der Verein Ganztagsveranstaltungen an, die den Studenten der Physik die Grundlagen der Radioastronomie nahebringen sollen, insbesondere im Zusammenhang mit Vorlesungen zur Astronomie. Auch als außerschulischer Lernort ist die Anlage von Bedeutung. So werden Praktika für Schüler der Sekundarstufe I und II angeboten. Zentrale Punkte sind dabei die Durchführung von Messungen und von physikalischen Experimenten. Die Teilnehmer sollen die Faszination von Forschung, Astronomie und Physik durch eigenständige Beobachtungen erfahren und lernen, dass es elementare Fragestellungen der Physik gibt, die noch durch zukünftige Forschung zu klären sind. Wissenschaftlich tätige Astronomen, Hobby-Astronomen und Funkamateure unterstützen die Schüler während der Praktika.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von Mai bis Oktober bietet der Verein jeden Sonntag um 14.00 Uhr eine Führung durch den Campus an, bei der Besucher auch die weiteren Teleskope der Gesamtanlage kennenlernen. Demonstriert wird die Funktion des 25-m Teleskops, dabei werden radioastronomische Messungen durchgeführt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Astropeiler ist als astronomische Sehenswürdigkeit ein authentischer Ort großer Technikgeschichte und ein Denkmal, das durch das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder immer wieder mit Leben erfüllt wird. Die Geschichte des Astropeilers wird weitergeschrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 10:05:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-86-astropeiler-stockert-2</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 85: Astropeiler Stockert (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-85-astropeiler-stockert-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_85_Astropeiler+Stockert_1.jpg" alt="" title="25 m Radioteleskop Astropeiler Stockert (Foto: pixabay)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade zugezogen ins Rheinland möchte man sich doch möglichst bald mit den Sehenswürdigkeiten der Eifel bekannt machen und so plant die Familie einen Ausflug zum Radioteleskop Effelsberg, grobe Karte genügt, Navigationssysteme sind noch unbekannt, wird schon werden. Wir verlassen Odendorf auf der Landstraße 11 Richtung Kirchheim und fahren am Kesselsberg (287 m) südlich der Hardtburg leicht bergan. Gäbe es auf dem Scheitelpunkt der Bergkuppe eine Parkmöglichkeit, so möchte man verweilen, um eine der großartigen Panoramaszenen in der Eifel zu genießen, den Blick in das weite Erfttal um Bad Münstereifel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der anderen Seite des Tals in etwa 10 Kilometer Luftlinie erkennen wir sogleich das Radioteleskop, deutlich abgehoben gegen den Horizont auf der Bergkette. Einen besseren Navigationspunkt kann man sich nicht wünschen, also wird Peilung genommen und die Fahrt geht weiter. Wir passieren Iversheim und dann ist die Landmarke aufgrund der topografischen Verhältnisse nicht mehr sichtbar. Wir fahren im Blindflug, passieren den Schlangenberg und die Kalkkuppen bei Eschweiler, umkurven das Naturschutzgebiet Graumücke, müssen mehrfach umkehren, weil stabile Zäune den Weg versperren, das Radioteleskop kommt nicht in Sicht. Wir geben schließlich auf und bei der Rückfahrt sehen wir auf dem Kesselsberg im Rückspiegel wiederum auf der anderen Talseite das Teleskop am Horizont als Zeichen eines nicht nur gefühlten navigatorischen Missgeschicks.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es sind kenntnisreiche Nachbarn, die uns aufklären. Es handelte sich mitnichten um das Radioteleskop Effelsberg, sondern um den Astropeiler auf dem 435 Meter hohen Stockert, ein idealer Standort zur Beobachtung des Weltraums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Radioastronomie als ein Teil der Astronomie ist eine noch recht junge Wissenschaft. Erst 1933 wurde der Nachweis erbracht, dass wir auf der Erde Radiowellen aus der Milchstraße empfangen können. Wenige Jahre später baute ein Nachrichteningenieur einen allseitig schwenkbaren Parabolspiegel mit einem Empfänger im Brennpunkt. Es war das erste universelle Radioteleskop im heutigen Sinne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Beschluss zum Bau des Astropeilers wurde von der Universität Bonn gefasst und 1956 umgesetzt. Dieses erste frei bewegliche in Deutschland gebaute Radioteleskop gehörte mit einem Antennendurchmesser von 25 Metern und einem Gewicht von 90 Tonnen zu den größten seiner Art weltweit. Ein gigantisches Kugellager ermöglichte die Drehung nach allen Seiten. Das Sockelgebäude ist pyramidenförmig und steht auf einem Achteck als Grundriss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darin fanden Antriebstechnik und Messräume ihren Platz. Mit dieser Anlage präsentierte sich die junge Bundesrepublik, der die Alliierten derartige Messungen zunächst untersagt hatten, wieder konkurrenzfähig auf dem internationalen Sektor der Radio-Astronomie bzw. Astrophysik. Bis 1964 wechselten sich zivile und militärischer Forscher bei der wissenschaftlichen Arbeit ab.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 May 2025 10:00:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-85-astropeiler-stockert-1</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 84: Bauernmarktcafé und Swisttaler Bauernmarkt (3)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-84-bauernmarktcafe-und-swisttaler-bauernmarkt-3</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_84_Bauernmarkt+%283%29_Erntedank.jpg" alt="" title="Erntedankfest auf dem Bauernmarkt (Foto: Dr. Maria Burger)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zeitgleich mit der Eröffnung des Bauernmarktes hat sich im unteren Saal des Zehnthauses das Bauernmarktcafé – auch Landfrauencafé genannt – mit großem Erfolg etabliert.  Die Damen des Organisationsteams, Monika Heck, Hannelore Kluge und Alice Stahl unter der Leitung von der Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel sind allesamt Mitglieder im Landfrauenverein, aus dieser Beziehung hatte sich die Idee für das Café entwickelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist ein beliebter Treffpunkt. Unter dem Motto „Klatsch und Sahnetorte“ treffen sich jeden Donnerstag vor allem ältere Menschen, Alt-Odendorfer, Neubürger und weitere Zufallsgäste finden zusammen. Man trifft sich nicht nur für eine Schwätzchen, sondern auch zu zeitlich ausgedehnten „Sitzungen“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für den Verkauf wird eine spezielle Theke gebaut. Das phänomenale Torten- und Kuchenangebot hat sich in der Region schnell herumgesprochen. Saisonale Backwaren zur Erdbeer- oder Pflaumenzeit und vererbte Hausrezepte sind die Basis für z.B. Stachelbeer-Baiser, Donauwellen, Sahne-Nuss oder gedeckten Apfel. Es gibt auch viele Variationen selbst gekochter Marmeladen und auf Wunsch auch Hochprozentiges – eine Rumbombe oder beschwipste Mokkatorte, mit einem roten Punkt gekennzeichnet, damit die Gäste Bescheid wissen. Gebacken wird in der Küche des Odendorfer Dorfsaals. Die Kombination von Markt und Café ist für beide Seiten vorteilhaft.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir springen einige Jahre vor. Beide Projekte – Bauernmarkt und Café - hatten rosige Aussichten und temporär großen Erfolg. Dennoch ist es kein Ausgang wie im Märchen geworden. Das Einkaufsverhalten der Menschen in Odendorf blieb über die Zeit leider nicht konstant. So nahm die Präsenz der Anbieter stetig ab, das Angebot verringerte sich entsprechend und spätestens mit einem fliegenden Händler für Gebrauchsmoden deutete sich das Ende an. So stellte der Bauernmarkt im August 2010 seinen Betrieb ein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Weiterführung des Cafés musste ein neuer Vertrag mit dem Verein Zehnthaus geschlossen werden. Das Angebot wurde weiter gut angenommen. Allerdings war für die Betreiberinnen des Cafés im Laufe der Zeit die Arbeitsbelastung zu groß, einige Mitstreiterinnen hatten das Team verlassen, bürokratische Hürden des Finanzamts mussten überwunden werden, und auch der Zuspruch ließ etwas nach. So wurde das Café im November 2014 geschlossen. Frau Dr. Burger verabschiedete die Damen als Vorsitzende des Vereins Zehnthaus mit einem Blumenstrauß und einem Restaurant-Gutschein als Dank für achteinhalb Jahre Engagement für die Gemeinschaft. Was bis heute bleibt, sind gute Erinnerungen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_84_Bauernmarkt+%283%29_Verabschiedung.jpg" title="Dr. Maria Burger verabschiedet das Team Landfrauencafé, von links: Elisabeth Kümpel, Monika Heck, Hannelore Kluge und Dr. Maria Burger (Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es geht weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit März 2015 gibt es mit Unterstützung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im katholischen Pfarrzentrum in Odendorf ein neues Café (Café für Dich), geöffnet an jedem 3. Donnerstag im Monat. Mittlerweile hat die katholische Kirche die Weiterführung als Kath. Gemeinde Café übernommen. Bekannte Namen bilden die Leitung: Elisabeth Kümpel und Monika Heck mit Ihren Helferinnen. Die Arbeit ist ehrenamtlich, Spenden aus Überschüssen gehen an lokale Vereine. Gut für Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Apr 2025 09:30:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-84-bauernmarktcafe-und-swisttaler-bauernmarkt-3</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 83: Rheinischer Bauernmarkt (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-83-rheinischer-bauernmarkt-2</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_83_Bauernmarkt--282-29_Kuchentheke.jpg" alt="" title="Das Team vom Bauernmarktcafé, von links: Alice Stahl, Monika Heck, Hannelore Kluge und Elisabeth Kümpel (Foto Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Vorbereitungsphase zur Gründung des Rheinischen Bauernmarktes Swisttal gab es bei den Initiatoren keinen Zweifel über die Rolle des Zehnthauses bei diesem Vorhaben, war doch die Gemeinde Eigentümer des Denkmals und damit schien alles geklärt. Wie wurde das Projekt von Seiten des Vereins Zehnthaus betrachtet, der nach einem Nutzungsvertrag mit der Gemeinde die „Hoheitsrechte“ über das Gebäude besaß? Der Plan der Gemeinde kam für den Vorstand ohne jegliche Vorwarnung. Der 1. Vorsitzende, Dr. Eckart Stiehl, gerade wenige Wochen im Amt, war bei der ersten Einladung im März 2006 von einem eher symbolischen Zusammentreffen ausgegangen und somit im Hinblick auf die Thematik, deren mögliche Konsequenzen für den Verein und dem Fortschritt der Planung völlig überrascht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn auch die Grundidee positiv zu bewerten war, so musste zu diesem Zeitpunkt fairerweise doch drauf hingewiesen werden, dass die direkte Einbindung des Zehnthauses in das Projekt mit Blick auf die Vereinssatzung nicht unproblematisch war. Der Verein hatte die Gemeinnützigkeit erhalten, weil er ein Kulturerbe pflegt und Kulturarbeit leistet. Zu bewerten waren also die Themen Gemeinnützigkeit versus Kommerz, Denkmalschutz versus Dauernutzung, ideelles und materielles Engagement des Vereins versus Kooperation mit einem auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Projekt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde machte sich Dr. Stiehl auf den Weg nach Hamminkeln, um sich bei den für den Rheinischen Bauernmarkt Verantwortlichen einen persönlichen Eindruck von der Einrichtung zu verschaffen. Es folgten intensive Beratungen im Zehnthaus-Vorstand, die im Ergebnis alsbald zu einer Zustimmung zu dem beabsichtigten Projekt führten. Die Bereitstellung der Sanitäranlagen und die Vermietung des unteren Saals an das Bauerncafé standen der Vereinssatzung nicht entgegen und damit war die Gemeinnützigkeit nicht gefährdet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und so nahm der Bauernmarkt seinen positiven Verlauf. Da der Rheinische Bauernmarkt ein geschützter Begriff war und die Erzeugnisse nur aus einem Umkreis von 80 km kommen durften, musste der beliebte Fischhändler aus Bremerhaven seinen mobilen Stand am Zehnthofplatz aufgeben, sehr zum Bedauern der Odendorfer Bevölkerung. Nach zahlreichen Einwänden wurde der Rheinische Bauernmarkt in Swisttaler Bauernmarkt umbenannt. Damit war die strenge regionale Produktbeschränkung aufgehoben und zur Freude aller durfte der Fischhändler an seinen angestammten Platz zurückkehren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bereichert wurde der Markt in den Folgejahren durch zahlreiche Attraktionen. Großen Raum nahmen die Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen der „Treckerfreunde Rheinbach“ ein, zu denen auch die Odendorfer Familie Cramer gehörte. So waren u.a. ein Trecker „Eiche E 16“ aus dem Jahr 1950 mit 16 Pferdestärken zu bewundern, eine historische Dreschmaschine und andere landwirtschaftliche Geräte. Viel Aufmerksamkeit bekam die schwerste Mutterkuh Swisttals mit einem Schätzgewicht von ca. 14 Zentnern, dabei ihr vier Monate altes Kalb. Auch eine Tierschau mit handzahmem Federvieh war zu bewundern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einmal fand zum Auftakt des Erntedankfestes ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt, die „Hellije Mess op Platt“, gehalten von Pfarrer Michael Eschweiler und musikalisch gestaltet vom Fanfarenkorps Essig-Odendorf. Im Herbst gab es Wein und Zwiebelkuchen und zur Jahreszeit einen kleinen Weihnachtsmarkt. Alles war von einer wohlwollenden Grundstimmung getragen. Das Bauernmarktcafé entwickelte sich zu einem Zentrum dörflicher Kommunikation. Über das weitere Schicksal wird zu berichten sein.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 19:19:34 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Folge 82: Rheinischer Bauernmarkt (1)</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt--281-29_Hinweis.jpg" alt="" title="Hinweis auf den Bauernmarkt am Ortseingang von Odendorf (Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geschah im Jahre 2006. Die Gemeinde Swisttal hatte sich ein ehrgeiziges Projekt auf die Fahnen geschrieben. Ideengeber war Bürgermeister Eckhard Maack, unterstützt durch seinen Büroleiter Bernd Kreuer. Einmal wöchentlich sollte über das ganze Jahr hinweg im Ortsteil Odendorf ein Bauernmarkt stattfinden. Im März des Jahres stellten beide gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft und der Odendorfer Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel das Projekt im Rathaus vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorbild für das Konzept war der Rheinische Bauernmarkt in Hamminkeln-Loikum. Maack und Kreuer hatten den Markt besucht und entsprechende Informationen gesammelt, z.B. über Vermarktungsstrategie und Produktlisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im April lud die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung ins Odendorfer Zehnthaus ein. Tagesordnungspunkt: Der „Rheinische Bauernmarkt“ in Swisttal.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Aufruf war ein Erfolg. Mehr als 30 Interessierte aus Swisttal, Meckenheim, Rheinbach, Bornheim, Bonn und Euskirchen waren gekommen. 24 Personen hatten sich in eine Liste für die weitere Entwicklung der Idee eingetragen.  Die Zuversicht war groß, allerdings fehlte auch nicht der Hinweis, dass der Markt am Ende für die Aussteller auch wirtschaftlich interessant sein müsse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun ging es Schlag auf Schlag. Von April 2006 bis Februar 2007 fanden auf Einladung der Gemeinde sechs Sitzung zunächst im Zehnthaus und danach im Ratssaal der Gemeinde statt. Themen waren: Produktabstimmung, Marktbeschickung, Abstimmung mit den Kooperationspartnern, Marktordnung, Satzung, Vertragsentwurf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Angebot sollte eine reichhaltige Palette von regionalen landwirtschaftlichen Produkten von frischer, hochwertiger Qualität umfassen und durch regionale Spezialitäten wie zum Beispiel Backwaren und Konfitüre ergänzt werden. Ziel war eine festere Bindung zwischen den Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte und den Verbrauchern und damit gleichzeitig eine Stärkung der wirtschaftlichen Seite der traditionellen heimischen Landwirtschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zielgruppe für den Markt war der qualitätsbewusste Verbraucher, der sich mit der ländlichen Umgebung identifizieren will, der den Wunsch nach einer individuellen Bedienung hat und der auch gerne soziale Kontakte beim Einkauf sucht. Der Kunde sollte dem trauen, was in seinem Einkaufskorb landete. Für Odendorf sprach der Zehnthausplatz mit seinem besonderen Ambiente, auch wegen der guten Verkehrsanbindung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so gründete sich am 8. März 2007 der Verein Rheinischer Bauernmarkt Swisttal unter dem Vorsitzenden Karl-Josef Heck mit zwölf ordentlichen Mitgliedern. Bereits am 3. Mai folgte dann die offizielle Eröffnung des Marktes mit sieben Ständen. Als Öffnungszeiten wurden Donnerstag von 14 bis 18:30 Uhr festgelegt. Zeitgleich eröffneten die Landfrauen unter der Leitung von Elisabeth Kümpel im Zehnthaus das Bauerncafé als Kommunikations- und Anlaufstelle für die Marktbesucher.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt+%281%29_Eroeffnung_1.jpg" alt="" title="Bürgermeister Eckard Maack bei der Markteröffnung, rechts neben ihm Hans-Josef Heck, 1. Vorsitzender Rheinischer Bauernmarkt, links Johannes Brünker, Vorsitzender Bauernverband. ( Foto: Konrad Biewald)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 16 Feb 2025 12:03:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-82-rheinischer-bauernmarkt-1</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_82_Bauernmarkt+%281%29_Hinweis.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 81: Die Weihnachtskrippe</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-81-die-weihnachtskrippe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_81_Weihnachtskrippe_1.jpg" alt="" title="Darstellung der Heiligen Nacht in einer morgenländischen Landschaft (Bild: Pixabay, garten-gg)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Zeit vor Weihnachten werden vielerorts kunstvolle Krippen aufgestellt, die sich in der Anzahl der Figuren und auch im Material voneinander unterscheiden. Vielfach beginnt man damit bereits nach Totensonntag oder am ersten Advent. In diesem Fall startet das Krippenbild oftmals mit der Herbergssuche oder es stehen am Anfang nur die Hirten und Schafe in der Weihnachtskrippe. Das Bild ändert sich dann häufig bis Weihnachten. Es werden Mägde und Handwerker dazu gestellt, kurz vor dem Fest kommen ein Ochs und ein Esel hinzu, bevor schließlich am Heiligen Abend Maria und Josef im Krippenstall zu sehen sind. Kurz vor der Bescherung wird dann das Christuskind in die Wiege gelegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Weihnachten treten dann noch die heiligen drei Weisen aus dem Morgenland auf. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Aufstellung. Manche Familien beginnen bereits am ersten Weihnachtstag damit, andere wiederum stellen die heiligen drei Könige erst am 6. Januar aus, dem Tag des Besuchs der drei Weisen an der Krippe des neugeborenen Jesu in Bethlehem, so wie es das Evangelium erzählt. Es gib also viele gewachsene Traditionen innerhalb von Familien und bei der Entwicklung des Brauchtums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als eigentlicher Vater der Weihnachtskrippe gilt der Gründer des Franziskaner Ordens, der Heilige Franz von Assisi. Verbunden damit ist das Kloster Greccio, eine Einsiedelei im Rieti-Tal in der Region Lazio in Mittelitalien. Franziskus wollte im Jahre 1223 dort das Weihnachtsfest feiern. Er ließ für ein historisches Krippenspiel in einer Felsgrotte einen Stall aufbauen mit einem lebendigen Ochsen und Esel sowie einer mit Stroh gefüllten Krippe. Damit wollte er die Geburtsgeschichte Jesu vermitteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An diesem Ort wird heute auf mannigfache Weise an dieses Ereignis erinnert. Besonders eindrucksvoll ist die Mariengrotte, die Stelle, an dem Franziskus das Krippenspiel lebendig werden ließ. Diese neue Art, die Weihnachtsbotschaft zu verkünden, berührt die Menschen bis in unsere Tage. Die zahlreichen Krippendarstellungen geben davon ein beredtes Zeugnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 16. Jahrhundert fand die Weihnachtskrippe durch die Jesuiten eine europaweite Verbreitung. Als es später zur Zeit der Aufklärung in einigen Ländern zu Krippenverboten kam, bauten die Menschen insgeheim ihre Krippen in ihren Häusern und legten damit den Grundstein für die Entwicklung der Hauskrippe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Darstellung der Heiligen Nacht wurde bis ins späte 19. Jahrhundert in eine morgenländische Landschaft eingebettet. In der weiteren Entwicklung bildeten sich verschiedene neue Formen aus. Krippenbauer verlegten die Weihnachtsgeschichte in ihre Heimat. Die Geburt Christi fand zum Beispiel in einer Tiroler Berghütte inmitten der Alpen statt und nicht in exotischer Umgebung mit Sand und Palmen. Die Figuren kleidete man in der jeweiligen regionalen Tracht. Dahinter stand der Gedanke, die Geburt Christi in die Lebenswirklichkeit der Gläubigen zu übertragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Frohe Weihnachten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne_81_Weihnachtskrippe+2.png" alt="" title="Bildquelle: pixabay, jeffjacobs1990"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 22 Dec 2024 17:25:10 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Krippe,Weihnachten,Weihnachtskrippe</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_81_Weihnachtskrippe_1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_81_Weihnachtskrippe_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 80: Am Wegesrand - Gedenkstein für einen Zwangsarbeiter (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-80-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_80_Einweihung+Gedenkstein.jpg" alt="" title="Einweihung des Gedenksteins für Anton Wujciakowski am 9. 8. 2014  (Foto Gemeindearchiv Swisttal)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vernehmungen der zu Unrecht beschuldigten jungen Frau dauerte drei Tage und endeten ohne ein für die Gestapo zufriedenstellendes Ergebnis. Bei der Haftentlassung hieß es nur lapidar: „Da hast du ja noch einmal Glück gehabt“. An dem inhaftierten polnischen Zwangsarbeiter Anton Wujciakowski jedoch wurde ein Exempel statuiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Exekution, der kein Gerichtsverfahren vorausgegangen war, wurde durch die Staatspolizei, Außenstelle Bonn auf Anordnung des Reichssicherheitshauptamtes nach exakten Vorgaben durchgeführt. Nach der Exekution mussten die an der Hinrichtungsstätte zusammengeführten polnischen Zwangsarbeiter sämtlicher Gemeinden des Amtes Ollheim und Rheinbachs an dem Leichnam vorbeigehen und ihn berühren. Die sterblichen Überreste wurden zum Anatomischen Institut nach Bonn gebracht und anschließend auf dem Bonner Nordfriedhof beigesetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die strafrechtliche Aufarbeitung dieses Verbrechens kam erst in den 1960er-Jahren ins Rollen. 1959 ging beim Regierungspräsidenten in Köln eine Beschwerde zweier Ludendorfer Landwirte ein, die in einer strittigen Bauangelegenheit bei der Amtsverwaltung Ludendorf kein Gehör fanden und deswegen bei den Aufsichtsbehörden auf die vermeintlichen Missstände in der Amtsverwaltung aufmerksam machen wollten. Mit der im Beschwerdebrief gemachten Feststellung, dass während des Krieges in Miel ein polnischer Kriegsgefangener ermordet worden sei und die Verantwortlichen gerichtlich noch nicht belangt worden seien, wollten sie die Untätigkeit der Behörden unterstreichen. Ob sie mit ihrem eigentlichen Anliegen erfolgreich waren, ist nicht überliefert. Ihnen ist jedoch zu verdanken, dass das Landeskriminalamt NRW und die Bonner Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Unbekannt einleiteten, die sich über mehrere Jahre erstreckten. Ehemalige Bonner Gestapobeamte wurden vernommen, die jedoch jede Verantwortung von sich wiesen. Zu einer Anklageerhebung kam es letztlich nicht, weil die Verdächtigen aus Krankheitsgründen nicht mehr vernehmungsfähig waren oder während der Ermittlungen verstorben sind. Wer die Akten und Zeugenaussagen über diesen Fall liest, empfindet Scham und Abscheu über das, was in der damaligen Mieler Kiesgrube geschah.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sind zahlreiche weitere Fälle von Exekutionen ausländischer Zwangsarbeiter wegen des im Krieg verhängten Umgangsverbots mit deutschen Frauen im Raum Bonn/Rhein-Sieg bekannt geworden. Für das Gebiet der heutigen Gemeinde Swisttal stellt die Exekution von Anton Wujciakowskis nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes jedoch einen Einzelfall dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gedenkstele für Anton Wujciakowski wurde 2014 auf Initiative des Buschhovener Heimatforschers, Dr. Benno Willers, aufgestellt, der im Rahmen der Recherchen zu seinem Buch „Damals in Buschhoven 1939-1948“ auf das Schicksal des polnischen Zwangsarbeiters Anton Wujciakowski aufmerksam wurde und „ein Bollwerk gegen das Verdrängen und Vergessen“ schaffen wollte. Der Rheinbacher Historiker, Dr. Horst-Pierre Bothien hatte bereits 2007 über die Hinrichtungen von Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen im Raum Rheinbach-Euskirchen-Mechernich intensiv geforscht und angeregt, ein dauerhaftes Zeichen für die in der Region gewaltsam zu Tode gekommenen Zwangsarbeiter zu setzen. Die Gemeinde Swisttal folgte dieser Anregung mit einstimmigem Beschluss 2013.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am 09.08.2014 wurde im Rahmen einer feierlichen Gedenkveranstaltung in der Nähe des Exekutionsortes der Gedenkstein enthüllt. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Privatpersonen waren anwesend. Der polnische Vizekonsul erinnerte daran, dass im Zweiten Weltkrieg mehr als 12 Millionen Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt wurden, darunter ca. 2,8 Millionen aus Polen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letztlich sei es unser „aller Auftrag, die Lehren aus der Geschichte zu ziehen und sie nicht zu vergessen“. Auch Dr. Willers rief die unbegreiflichen Vorgänge jener Tage noch einmal in Erinnerung. Pfarrer Ernst Edelmann charakterisierte diesen Stein als ein Zeichen der Wachsamkeit und rief zum Engagement für Gerechtigkeit und zum friedlichen Miteinander auf. Mit einem Gebet des aus Polen stammenden Kaplans Pater Marek endete die Gedenk- und Einweihungsfeier. Die aus Spenden finanzierte Stele aus Anröchter Dolomit gestaltete der Swisttaler Steinmetz, Horst Bürvenich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Dr. Benno Willers „Damals in Buschhoven 1939 – 1948
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            NRW-Archiv v. 13. 8. 2014/Gemeindearchiv
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 07 Dec 2024 08:45:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-80-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Zwangsarbeiter,Gedenken,Gedenkstein,Miel,Buschhoven</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_80_Einweihung+Gedenkstein.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 79: Am Wegesrand - Gedenkstein für einen Zwangsarbeiter (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-79-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Naturschutzgebiet SU-058 – Swistniederung bei Miel – erstreckt sich von Lützermiel aus an der Swist nach Süden Richtung Morenhoven auf rund 40 Hektar. Das Gebiet wurde 1998 unter Naturschutz gestellt. Ein Wander- und Fahrradweg durchquert das Gebiet. Wenn ein Wanderer oder Radfahrer an der B 56 gegenüber dem historischen Swistübergang Lützermiel und der RSAG-Entsorgungsanlage in Swisttal-Miel startet, findet er nach wenigen hundert Metern auf der linken Seite eine Gedenkstele. Darauf ist zu lesen:
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Zum Gedenken / Anton Wujciakowski / Zwangsarbeiter aus Polen / wurde hier vor den Augen vieler anderer Zwangsarbeiter von der Gestapo / am 9. August 1941 im Alter von 32 Jahren erhängt / ihm wurde zu Unrecht vorgeworfen / einer deutschen Frau zu nahe gekommen zu sein“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Besetzung Polens durch die Nationalsozialisten wurden hunderttausende polnische Volksangehörige als Kriegsgefangene oder als
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="null" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Zivilarbeiterinnen und -arbeiter“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ins De
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           utsche Reich verbracht, beinahe ausnahmslos Zwangsverschleppte. Hier wurden sie vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt. Eine Vielzahl von Anordnungen regelte ihre Lebensführung. Für eine „unsittliche“ Annährung zu einer deutschen Frau oder zu einem deutschen Mann, drohte ihnen die Todesstrafe. Das Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren hatten sie nicht, da in der nationalsozialistischen Rassenideologie die slawischen Völker als minderwertig galten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber, was am frühen Morgen des 09.08.1941 in der Nähe des damaligen Reichsarbeitsdienstlagers in der Kiesgrube bei Miel geschah, geben die im Landesarchiv NRW verwahrten Archivakten der Staatsanwaltschaft Bonn über ein 1964 eingeleitetes „Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Ermordung eines polnischen Kriegsgefangenen im Raume Miel im Frühjahr 1941“ Aufschluss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anton Wujciakowski, am 03.04.1909 in Tremessen (Kreis Mogilno im Regierungsbezirk Bromberg der Provinz Posen) geboren, war seit 1940 dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Abel in Hohn als „Fremdarbeiter“ zugewiesen. Zu diesem Zeitpunkt verlor er seinen Status als Kriegsgefangener und unterstand nun der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Von einem Zeitzeugen wurde er als zuverlässig, fleißig und ordentlich beschrieben. Zur gleichen Zeit arbeitete auf dem Gut Hohn eine junge Deutsche als Haushaltshilfe, die durch ihre Arbeit zwangsläufig auch mit den dort eingesetzten Zwangsarbeitern in Kontakt kam, da sie u. a. dafür zuständig war, ihnen Essen und Kaffee aufs Feld zu bringen. Eines Tages wurde Anton Wujciakowski ohne Wissen der Familie Abel von der Staatspolizei Bonn abgeholt und verhört, wenig später auch die junge Frau. Vermutlich aufgrund einer anonymen Anzeige wurde Wujciakowski beschuldigt, „verbotenen Umgang“ mit der deutschen Haushaltshilfe gehabt zu haben. Obwohl sich der erhobene Verdacht durch medizinische Untersuchung der in Verdacht geratenen Frau nicht erhärten ließ und beide die Anschuldigungen bestritten, wurde Anton Wujciakowski nach ca. vier Monaten Haft am 09.08.1941 in der Kiesgrube bei Miel durch Erhängen getötet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dr. Benno Willers „Damals in Buschhoven 1939 – 1948
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           NRW-Archiv v. 13.8.2014 / Gemeindearchiv
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 06 Dec 2024 08:47:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-79-am-wegesrand-gedenkstein-fuer-einen-zwangsarbeiter</guid>
      <g-custom:tags type="string">Zwangsarbeiter,Gedenken,Gedenkstein,Miel</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_79_Gedenkstein+f%C3%BCr+Anton+Wujciakowski_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 78: Die Chorfenster der Odendorfer Pfarrkirche (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-78-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chorfenster der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Odendorf sind nicht nur Kunstwerke der Glasmalerei mit biblischen Themen, sondern senden auch verborgene weltliche Signale.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Detail zeigen die Chorfenster Auszüge aus der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), dem letzten Buch des Neuen Testaments.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Bei der Planung der Fenster hatte der damalige Pfarrer Emil Lukas großen Einfluss auf die Gestaltung der Motive. Er bat den Künstler, einen Fußballspieler darzustellen, da er die Männer mit dieser Darstellung tadeln wollte, gingen diese doch statt zur Heilige Messe am Sonntag lieber auf den Sportplatz, um Fußball zu spielen. Eine andere Erklärung zu dem „Fußballspieler“ besagt, dass es sich um einen Sünder handele und der „Fußball“ ein Zahnrad darstelle. Dieses treibe das Räderwerk der Hölle an und ziehe jeden Sünder in den Höllenschlund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Darstellung der Hure Babylon mit brennender Zigarette wurde auf Wunsch des Pfarrers in die Chorfenster eingebaut. Für den Priester war es eine Sünde, dass in seiner Pfarrgemeinde Frauen (in der Öffentlichkeit) rauchten. Diese Sünde wollte er durch dieses Bild den Gläubigen vor Augen führen. Er hatte aber durchaus noch Hoffnung auf Umkehr, trägt doch die Bardame mit Netzhandschuhen und langen Fingernägeln eine Kette mit Kreuz um den Hals. Der Klerus hat auch Humor.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Martin Effelsberg
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Sammlung Zehnthaus
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 09 Nov 2024 22:25:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-78-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-2</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+_78_Odendorf+Pfarrkirche_rechtes+Chorfenster.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 77: Die Chorfenster der Odendorfer Pfarrkirche (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-77-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_77_Chorfenster_Odendorf_gesamt.jpg" alt="" title="Die Chorfenster der neuen Odendorfer Kirche St. Petrus und Paulus (Foto: Martin Effelsberg)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu der zerstörten Infrastruktur nach dem Zweiten Weltkrieges gehörten auch zahlreiche Kirchen. Die Chorfenster der neuen Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Odendorf waren ebenfalls beschädigt und mussten ersetzt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die künstlerische Gestaltung wurde der international bekannte Glasmaler Paul Weigmann gewonnen. Der Künstler (1923 – 2009) lebte in Leverkusen. Seine Werke mit apokalyptischen Themen finden sich vor allem in Sakralbauten, aber auch in profanen Gebäuden. Insgesamt gestaltete er über 300 Kirchenfensterzyklen. Allein in Leverkusen sind seine Buntglasbilder in 14 Kirchen zu finden, in Köln sind es fünf Gotteshäuser. Weitere Beispiele sind das Bonner Münster, die Dome von Worms, Mainz, Speyer und vielen weitere Städte. Auch in den Nachbargemeinden Oberdress und Straßfeld ist Weigmann vertreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst wurden 1952 die drei Chorfenster und 1973 die Seitenfenster ersetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hergestellt wurden diese Fenster durch die Firma Glasmalerei Oidtmann in Linnich. Es ist die älteste Werkstatt dieser Art in Deutschland, die bereits in der fünften Generation betrieben wird. Internationale Künstler, Architekten und Konservatoren schätzen die über 150jährige Fachkompetenz dieser Glasmalerei. Glaskunstobjekte aus diesem Unternehmen sind in der Sammlung des Vatikans und im Victoria &amp;amp; Albert Museum in London zu bewundern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt noch weitere große Werkstätten im Rheinland und Westfalen. Damit wurde die Glasmalerei zu einem historisch gewachsenen regionalen Kulturgut. Nordrhein-Westfalen nimmt damit bei der Geschichte und Entwicklung der modernen Glasmalerei eine Schlüsselstellung mit internationalem Einfluss ein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So entstand folgerichtig aufgrund einer Bürgerinitiative in Linnich in einer ehemaligen Getreidemühle das Deutsche Glasmalerei-Museum, eine deutschlandweit einzigartige Sammlung. Den Grundstock für die Dauerausstellung legten über 1200 Glasmalereien der Nachkriegszeit und eine Bibliothek als Schenkung aus dem Bestand der Firma Oidtmann. Die Besucher erwartet ein repräsentativer Überblick zur Geschichte der Glasmalerei vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chorfenster der Odendorfer Pfarrkirche sind folglich künstlerisch bedeutsam. Heute zeigen wir die Gesamtansicht der Chorfenster, Detailberichte folgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 19 Oct 2024 19:44:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-77-die-chorfenster-der-odendorfer-pfarrkirche-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Chorfenster,Oidtmann,Pfarrkirche,Kirchenfenster,Glasmalerei</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_77_Chorfenster_Odendorf_gesamt.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne_77_Chorfenster_Odendorf_gesamt.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 76: Am Wegesrand - Heiligenhäuschen an der Swist (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-76-am-wegesrand-heiligenhaeuschen-an-der-swist-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+76_Heiligenh%C3%A4uschen+2_Heimerzheim.jpg" alt="" title="Ein Platz der Besinnung – das Heiligenhäuschen (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Familie von Boeselager ließ von der Figurengruppe eine kleine Kopie fertigen, jedoch auch diese Gruppe hatte keine lange Verweildauer in diesem Kapellchen. Sie wurde aus Sicherheitsgründen nach Gut Capellen gebracht. Die neuen Figuren stammen aus dem Nachlass der Siegburger Abtei Michelsberg.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einwohner aus Heimerzheim hatten sich als Paten Jahrzehnte um die Erhaltung des Heiligenhäuschen gekümmert. 1991 wurde es in die Denkmalliste der Gemeinde -Swisttal eingetragen. Schon damals war die Bausubstanz durch eindringendes Regenwasser stark gefährdet und in der Folgezeit verschlechterte sich der bauliche Zustand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2018 übernahm Rainer Schmitz aus Heimerzheim die Initiative und gab diesem Bilderstock und dem Umfeld in einem mehrwöchigen Einsatz ein neues Gesicht. Unterstützung fand er beim Bauhof der Gemeinde Swisttal. Sach- und Geldspenden von Firmen halfen bei der Beschaffung der Bänke und bei der Gestaltung der Außenanlagen, engagierte Privatpersonen beteiligten sich an weiteren Kosten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine Herz-Jesu-Gruppe aus Gips bildete in den letzten Jahrzehnten das Herzstück der Kapelle. Als Wetterschutz brachte Schmitz deshalb hinter dem Gitter eine Plexiglasscheibe an. Die Figuren Jesus und Josef der Herz-Jesu-Gruppe aus dem Nachlass der Abtei Michelsberg tauschte er aus. Den Tafeltext hat Schmitz entziffert und übersetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bilderstock und Angebot für ein Gebet (Fotos: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch am Ausgang von Schillingskapellen befindet sich ein Heiligenhäuschen. Das Vieh, das über die heutige L 163 auf die Weide geführt wurde, sollte gesegnet und behütet sein und gesund wieder zurückkommen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Felder neben dem Heiligenhäuschen waren früher Weideflächen von Schillingskapellen und Gut Vershoven, das sich auf der anderen Seite der Swist befindet. Dort erkennt man noch die Furt, die über die Swist von Vershoven zum Dünstekovener Feld führte und durch die das Vieh getrieben wurde. In der Karte Nr. 101 Heimerzheim von Tranchot und Müffling (um1820) ist diese Furt bereits verzeichnet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist das Denkmal mit Bilderstock Teil einer kleinen gepflegten Parkanlage, ein Ort der Ruhe und Besinnung für Wanderer und Radfahrer. Und so mancher gläubige Christ sieht in dem Besuch auch eine kleine Pilgerreise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Broschüre Heiligenhäuschen von Rainer Schmitz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 27 Sep 2024 12:39:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-76-am-wegesrand-heiligenhaeuschen-an-der-swist-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+76_Heiligenh%C3%A4uschen+2_Heimerzheim.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 75: Am Wegesrand - Heiligenhäuschen an der Swist (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-75-am-wegesrand-heiligenhaeuschen-an-der-swist-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+75_Heiligenh%C3%A4uschen+1_Oase.jpg" alt="" title="Eine Oase an Swist – das Heiligenhäuschen (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo die B 56 an der Einfahrt zur Entsorgungsanlage der RSAG die Swist überquert, befindet sich der historische Swistübergang Lützermiel. Hier sind Reste eines Straßendamms zu finden, dessen unterste Schichten nach archäologischen Befunden zu einem römischen Straßendamm gehörten. Die historische Straßentrasse führte vermutlich über den Kottenforst bis nach Bonn und war eine wichtige Transportstrecke. Heute informiert dort der Ortsausschuss Morenhoven über historische Landkarten und weist die ideale Fahrradstrecke der Rheinischen Apfelroute aus.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer hier mit dem Fahrrad ankommt und Richtung Norden nach Heimerzheim weiterfährt, sieht nach wenigen Metern wie der Jungbach in die Swist mündet und entdeckt kurz darauf direkt am Bach gegenüber von Gut Vershoven eine gepflegte Denkmalstätte, die zum Verweilen einlädt: Das Heiligenhäuschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1823 wurde das Heiligenhäuschen von Ferdinand Trimborn und Franziska Scheiff erbaut. Eine Tafel auf dem alten Friedhof in Bonn erinnert an die beiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Steintafel am Bilderstock in Latein weist auf den Zeitpunkt der Erbauung des Denkmals hin. Auf einer weiteren Tafel steht der von Rainer Schmitz übersetzte Text:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Zur Ehre Gottes und der seligsten Jungfrau Maria haben dieses Denkmal aus den Steinen der Kirche zu Capellen die Bürger Ferdinand Trimborn und Franziska Scheiff im Jahre 1823 gebaut“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von dem Übersetzer wird später noch die Rede sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lateinische Inschrift am Heiligenhäuschen und Tafel mit der deutschen Übersetzung  (Fotos: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trimborn war Rentmeister des Grafen Belderbusch und später auch von Freiherr von Boeselager. Von Heimerzheim aus verwaltete er die Güter seiner Herrn.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dieses Heiligenhäuschen ließ Trimborn eine 106 cm große barocke Anna Selbdritt Gruppe aus dem ehemaligen Damenstift Schillingskapellen stellen. Die Gruppe zeigt Jesus zwischen Anna und Maria auf einer Bank sitzend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Ausdruck „Selbdritt“ ist ein altes Wort für „als Teil einer Dreiergruppe“ oder auch „zu dritt“ und bezeichnet in der christlichen Ikonographie die Darstellung der hl. Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. Der Bildtyp gehört zu den Andachtsbildern, die sich im späten Mittelalter im Rahmen von Heiligenlegenden besonders häufig und vielgestaltig entwickelt haben. Die heilige Anna spielt in der Heiligenverehrung des Mittelalters als Großmutter Jesu eine bedeutende Rolle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Figurengruppe, bei der Jesus zwischen Anna und Maria auf einer Bank sitzt, stand 134 Jahre in diesem Bilderstock und bot vielen Christen Gelegenheit zu einer stillen Andacht. Der Zeitverlauf hatte seine Spuren  hinterlassen und so übernahm das Rheinische Amt für Denkmalpflege 1957 die Aufgabe, das Kunstwerk grundlegend restaurieren lassen. Es bekam danach einen sicheren Platz in der Hauskapelle von Burg Heimerzheim. Die Steine dieses Heiligenhäuschens stammen von der ehemaligen Klosterkirche Schillingskapellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Broschüre Heiligenhäuschen von Rainer Schmitz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 13 Sep 2024 12:31:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-75-am-wegesrand-heiligenhaeuschen-an-der-swist-1</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+75_Heiligenh%C3%A4uschen+1_Oase.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 74: Archäologie - Sondengänger</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-74-archaeologie-sondengaenger</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg" alt="" title="Römische Schnalle mit Darstellung des Kampf von Herakles mit dem nemeischen Löwen,  3.-4. Jh. n. Chr., Fundort: Hilden, Kreis Mettmann (LVR-LandesMuseum, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In NRW gibt es Zehntausende von archäologischen Fundstellen. Tausende Bodendenkmale sind in den Denkmallisten eingetragen. Der Boden birgt jedoch noch weit mehr Zeugnisse der Vergangenheit, die auch von privater Seite auf Interesse stoßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zusammenarbeit zwischen amtlicher Bodendenkmalerpflege und privaten Suchern unter Einhaltung der Regeln ist durchaus erlaubt. Wer Sondengänger werden und die Denkmalpflege unterstützen will, für den sind einige Formalitäten bei der zuständigen Oberen Denkmalbehörde (Kreis) zu erledigen. In einem Informationsgespräch mit den Archäologen des Landschaftsverbandes wird sichergestellt, dass bestimmte Standards eingehalten werden und Bodendenkmäler keinen Schaden nehmen. Diejenigen, die sich wirklich für Archäologie und den Erhalt unseres kulturellen Erbes interessieren, erhalten dann nach Paragraf 15 Denkmalschutzgesetz NRW eine Grabungserlaubnis. Die Genehmigung gilt zeitlich begrenzt für ein festgelegtes Suchgebiet. Sie ist stets mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wachsender, zum großen Teil illegaler Markt für Antiken bietet finanzielle Anreize. Zudem ist die Suche mit Metalldetektoren in den vergangenen Jahren zu einer Freizeitbeschäftigung  geworden. Nur ein Bruchteil dieser Personen verfügt über das notwendige Fachwissen oder arbeitet mit der Denkmalbehörde zusammen. Bis heute werden Raubgrabungen häufig als „Schatzsuche“ bagatellisiert und als Kavaliersdelikt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was viele nicht wissen: Wer auf eigene Faust als Sondengänger mit Detektoren auf die Suche geht, kann Bodendenkmäler oder auch Fundstellen zerstören, damit geht wertvolles Wissen verloren. So geschehen in folgendem Fall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1999 entdeckten Raubgräber eine Bronzescheibe in der Nähe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt. Dieses einzigartige Artefakt ist 4000 Jahre alt und zeigt den Sternenhimmel mit Mondabbildungen sowie Angaben zum Stand der Sonne. Es ist die älteste bisher bekannte Himmelsdarstellung. Vermutlich diente die Scheibe astronomischen und religiösen Zwecken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der illegale Fund wurde für 700.00 DM an Hehler verkauft. Als der Schatz 2002 verschiedenen Museen angeboten wurde, stellte die Basler Polizei gemeinsam mit dem geständigen Finder das Objekt sicher. Räuber und Hehler wurden zu Haftstrafen auf Bewährung und Geldstrafen verurteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fund an sich war die positive Nachricht. Leider konnten Wissenschaftler den Fundort erst nachträglich untersuchen. Trotz Nachgrabungen im Rahmen eines Forschungsprojektes konnten die Deponierungsumstände der Scheibe und der Beigaben nicht zweifelsfrei offengelegt werden. Der Befundzusammenhang wurde durch die Raubgräber zerstört. Damit gingen wertvolle Erkenntnisse über die frühe Bronzezeit verloren. Die Originale gehören seitdem zur Schatzkammer des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+74_Sondeng%C3%A4nger_Schnurkeramischer+Becher-1976fcc1.jpg" alt="" title="Schnurkeramischer Becher und Silexklinge, 2.800 – 2.500  v. Chr., Fundort: Euskirchen-Großbüllesheim (LVR-LandesMuseum Bonn, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer also mit Hilfe der Suchgeräte ohne Genehmigung Artefakte aus dem Boden birgt und nicht meldet, macht sich strafbar. Das gilt ebenso für die Suche nach archäologischen Funden im Wasser. Es greifen zahlreiche Gesetze, die zu empfindlichen Strafen führen können. Auch das Magnetangeln in Gewässern ist genehmigungspflichtig. Hier gelten dieselben Regelungen wie für Sondengänger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wald und Wiese sind für Sondengänger in der Regel tabu. Entdeckte Funde sind zu kartieren und den LVR-Archäologen (Landschaftsverband) vorzulegen und gehen in das Eigentum des Landes über. Das gilt auch für zufällige Funde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Metalldetektoren (Magnetometer) spielen z.B. bei der Überprüfung von Fluggästen beim Einchecken, aber auch beim Suchen nach Lawinenopfern eine wichtige Rolle oder auch im Handwerk bei der Suche nach verborgenen Rohrleitungen und Stromkabeln. Alle Detektoren arbeiten nach einem Grundprinzip. Über eine Spule wird ein Magnetfeld generiert, das Reaktionen in metallenen Gegenständen hervorruft. So entsteht die Ortung. Je größer das Magnetfeld, desto größer ist der erfasste Radius.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 03 Aug 2024 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-74-archaeologie-sondengaenger</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 73: Archäologie - Raubgrabung (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-73-archaeologie-raubgrabung-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg" alt="" title="Bronzebüste einer Venus, frühes 2. Jh. n. Chr., Fundort: Bonn (LVR-LandesMuseum, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer über Denkmalschutz spricht, denkt bei Bodendenkmälern und Bodenfunden auch an Grabräuber. Der Begriff trifft auch dann zu, wenn diese Personen nur nach Scherben oder Münzen suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Form des Grabraubes ist ein altes Phänomen. Wir kennen es schon seit der Vorgeschichte. Ziel der Suche waren die wertvollen Beigaben in Gräbern. Dies war in allen alten Kulturen der Fall.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten Funde kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ans Tageslicht. Durch den Landausbau entstanden neue Felder und Siedlungen. In der Folge haben die Bauern auf ihren neu angelegten Flächen bis heute zahlreiche vergrabene Wertgegenstände „ausgeackert“, es waren Zufallsprodukte. Seit einigen Jahrzehnten erleben wir hier eine Renaissance und damit auch einen Anstieg von illegalen Grabungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tatsächlich entstehen durch Raubgrabungen erhebliche Schäden am Kulturgut. Das fachfremde Graben ohne Dokumentation zerstört kulturhistorische archäologische Zusammenhänge. Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse werden verhindert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgrabungen in Deutschland sind von den Denkmalschutzbehörden der Länder streng reglementiert. So benötigt man überall eine Genehmigung für Grabungen, teilweise bereits für Nachforschungen. Alle Funde sind zu melden und gehen fast immer in Landeseigentum über, manchmal wird der Finder auch beteiligt. Auch bei Zufallsfunden besteht eine Meldepflicht. Dennoch sind Raubgrabungen auch in Deutschland an der Tagesordnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Pferdegeschirranh%C3%A4nger.jpg" alt="" title="Keltischer Pferdegeschirranhänger, 1. Jh. v. Chr., Fundort: Inden, Kreis Düren (LVR-LandesMuseum Bonn, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Höhepunkt in der Chronik der Grabräuberei war 2003 in Weilerswist zu verzeichnen. Auf einem Baugrundstück legten Archäologen mit einem Bagger Sondierungsstreifen an und fanden Relikte aus spätrömischer Zeit und die Fundamente eines römischen Gutshofes. Bei weiteren Grabungen stießen sie auf drei Steinsarkophage aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., sicherten die Fundstelle und bedeckten die Särge wieder mit Erde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tage danach musste man feststellen, dass Unbekannte über einen Tunnel die Steinsärge geöffnet, dabei massiv beschädigt und danach ausgeraubt hatten. Über den Wert der Beigaben wurde zunächst spekuliert, eine spätere Analyse ergab, dass die Sarkophage schon vor Jahrhunderten geplündert worden waren. Die neuzeitlichen Grabräuber hatten vermutlich nur Beutereste vorgefunden. Der Vorgang zeigt, mit welcher kriminellen Energie Banden sich Information beschaffen und rücksichtslos zu Werke gehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Jul 2024 16:08:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-73-archaeologie-raubgrabung-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Raubgräber,Raubgrabung,Bodendkmalpflege,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+73_Raubgrabung_2_Bronzeb%C3%BCste+Venus.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 72: Archäologie - Raubgrabung (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-72-archaeologie-raubgrabung-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+72_Arch%C3%83-ologie+4_T%C3%83-rknauf.jpg" alt="" title="Prunk am Portal: römischer Türknauf, vor 69 n.Chr.. Fundort: Xanten, Legionslager Vetera I (LVR-Landesmuseum, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weltweit ist Kulturgut durch Raubgrabungen und Plünderungen gefährdet. Raubgrabungen sind in allen Kontinenten ein Phänomen. Das gilt auch für den illegalen Handel und den Erwerb von illegal ausgegrabenem und ausgeführtem Kulturgut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gesamtvolumen des internationalen illegalen Handels mit Kulturgut beträgt nach Schätzungen der UNESCO mehrere Milliarden Dollar jährlich. Damit stehe der illegale Handel mit Kulturgut nach dem internationalen Handel mit Waffen und Drogen an dritter Stelle der internationalen Kriminalität.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Militärische und politische Konflikte haben verheerende Folgen für Kulturgüter. In Syrien im Irak und Afghanistan sind bereits über einhundert archäologische Stätten beschädigt worden, darunter sechs, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählten, beispielsweise Palmyra und Aleppo.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verantwortlich sind dafür zum einen die ISIS-Terroristen, die aus ideologischen Gründen bewusst Kulturerbe vernichteten und zur Terrorfinanzierung Kulturstätten plündern. Zum anderen machten sich kriminelle Banden die unsichere Lage zunutze und plünderten mit hunderten angeworbenen Helfern und teils schwerem Gerät, wie Baggern und Bulldozern, in großem Stil archäologische Stätten und Museen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber auch militärische Einheiten sind aufgrund ihrer Einsatzdoktrin an der Zerstörung beteiligt. So ist auch US-Militär auf dem Gebiet des antiken Babylons stationiert gewesen und hat Teile der Ruine zerstört sowie achtlos archäologische Fundstücke zur Befestigung benutzt. Weniger bekannt aber ebenso bedrohlich sind Raubgrabungen in Afrika, Latein-Amerika und Südost-Europa.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wegen unzureichender gesetzlicher Bestimmungen war die „Kulturnation“ Deutschland bisher ein beliebter Umschlagplatz für antike Schätzen. „Die ‚UNESCO-Konvention zum Kulturschutz“ von 1970 wurde hierzulande erst 2007 ratifiziert. Erst nach dieser Resolution haben sich die Museen verpflichtet, keine Stücke unklarer Provenienz zu erwerben. Bei einem Kunstwerk oder Kulturgut sind im idealen Fall alle früheren Besitzverhältnisse bekannt und können offengelegt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine effektivere Strafverfolgung der Banden ist zwar wünschenswert, aber sehr aufwendig. Der bessere Weg ist es deshalb, bei möglichen Abnehmern anzusetzen. Experten, Museen, Auktionshäuser, Sammler und Händler müssten durch Bewusstseinsbildung und die bestehenden gesetzlichen Regelungen dazu gebracht werden, strenge Sorgfaltspflichten beim Erwerb von Kulturgut einzuhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die oft unrühmliche Vergangenheit der Archäologie der Anfangsjahre wirft jedoch lange Schatten. In Deutschland bestehen durch Kunstraub und Enteignung während des NS-Regimes besondere Herausforderungen bei der sogenannten Beutekunst bzw. Raubkunst. Erst in den vergangenen 10 Jahren hat eine Bewegung zur Rückgabe unrechtmäßig erlangter ausländischer Funde politisch an Einfluss gewonnen und führte zur Gründung einer jungen wissenschaftlichen Disziplin, der Provenienzforschung. Gegenstand der Forschung ist die Geschichte eines musealen Objektes, ein Teildisziplin der Kunstgeschichte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-72_Arch-C3-83-ologie-4_G-C3-83-rtelhaken.jpg" alt="" title="Keltischer Gürtelhaken, ca. 475 -350 v.Chr.. Fundort: Niederkassel, Rhein-Sieg-Kreis (LVR-Landesmuseum Bonn, Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 18:40:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-72-archaeologie-raubgrabung-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Raubgräber,Raubgrabung,Bodendkmalpflege,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+72_Arch%C3%83-ologie+4_T%C3%83-rknauf.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+72_Arch%C3%83-ologie+4_T%C3%83-rknauf.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 71: Archäologie - Bodendenkmalpflege</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-71-archaeologie-bodendenkmalpflege</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_Arzt-Stempel.jpg" alt="" title="Stempel eines Augenarztes (2. Jh. n. Chr.). Fundort: Elsdorf-Heppendorf. LVR-Landesmuseum (Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist eine Aufgabe der Archäologie, die Spuren unserer Geschichte sichtbar zu machen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland schützt und pflegt die archäologischen und paläontologischen Denkmäler im öffentlichen Auftrag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Typische Bodendenkmäler sind Siedlungen, Gräberfelder, Heiligtümer unterschiedlicher Epochen, Befestigungsanlagen und Technische Bodendenkmäler, wie z. B. die römische Wasserleitung nach Köln. Versteinerte Pflanzen und Tiere sind paläontologische Denkmäler. Funde – wie Gefäße, Werkzeuge, Waffen, Schmuck, Bauteile oder Skelettreste haben ebenfalls Denkmalcharakter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Karten, Luftbilder und Oberflächenfunde auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sind einige der Quellen, die zu neuen Fundplätzen oder zu neuem Wissen über Bodendenkmäler führen. Sie sind die Basis für die traditionelle archäologische Denkmalpflege. Bodendenkmäler sind oft die einzigen Zeugen unserer Vergangenheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten archäologischen Ausgrabungen sind Notgrabungen bei Zufallsfunden. Ist ein Bodendenkmal zum Beispiel durch Bauarbeiten in seinem Bestand bedroht, dann erforschen, dokumentieren und bewahren die Archäologen die Spuren der Vergangenheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die wissenschaftliche Auswertung ist es wichtig, genau zu dokumentieren, wie die Fundstelle in allen Einzelheiten ausgesehen hat. Dafür wird die untersuchte Fläche abgesteckt und der Boden gleichmäßig abgetragen. Jeder frühere Eingriff in den Boden wie Pfosten oder Gruben hinterließ sichtbare Spuren, die als Befunde bezeichnet werden. Die genaue Lage und Beschaffenheit von Befunden und Funden dokumentieren die Grabungstechniker mit Hilfe von GPS-Daten-, Höhen- und Tiefenangaben, Zeichnungen und Fotografien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die geborgenen Gegenstände werden vorläufig konserviert, vorsichtig verpackt und nummeriert, um sie auch später ihrer Fundstelle genau zuordnen zu können. Die eigentliche Arbeit beginnt erst nach der Ausgrabung. Die Funde werden je nach Zustand in einem Zentralmagazin inventarisiert und aufbewahrt oder in den Werkstätten von Restauratoren konserviert, um den weiteren Verfall aufzuhalten. Restauratoren bewahren nicht nur die Zeugnisse unserer Vergangenheit vor dem Verfall. Sie sind auch als Spurenleser und Detektive auf der Suche nach Informationen: Sie lesen die Funde. Die aussagekräftigsten Funde werden gezeichnet und fotografiert.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt beginnt die eigentliche Auswertung. Auf der Grundlage der dokumentierten Daten werden beispielsweise Funde mit vergleichbaren Entdeckungen an anderen Orten abgeglichen, die Lage in den Schichten des Bodens wird analysiert, das Alter der entdeckten Artefakte wird anhand der wissenschaftlichen Literatur oder mit naturwissenschaftlichen Methoden bestimmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Funde, die Dokumentation und die wissenschaftliche Auswertung sind schließlich Gedächtnis und Archiv für das Bodendenkmal. Die gesammelten Informationen werden in Datenbanken erfasst. Inzwischen gibt es in NRW ca. 50 000 Fundstellen.  Mit Hilfe elektronischer Fundpunktverwaltung können Verbreitungskarten erstellt und Recherchen betrieben werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse erhalten andere Forscher und alle Interessierten Zugang zu den Erkenntnissen. Die wichtigsten Funde vermitteln in Museen einen Einblick in das neu erschlossene Wissen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der LVR veröffentlichte als Fund des Monats Juni 2024 eine Terrakotta-Statuette, die bei Grabungen im Vorfeld des Braunkohleabbaus in der Verfüllung eines Brunnens gefunden wurde. Sie stammt aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. und war damals eine modelgeformte Massenware. Heute sind nur noch eine Handvoll Exemplare überliefert.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_T%C3%83-llenkanne.jpg" alt="" title="Tüllenkanne mit 'wilden Männern', 12. / 13. Jh. n. Chr., Fundort: Brühl-Kierberg (LVR-Landesmuseum, Foto: M. Thuns)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 22 Jun 2024 10:19:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-71-archaeologie-bodendenkmalpflege</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Bodendkmalpflege,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_Arzt-Stempel.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+71_Arch%C3%83-ologie+3_Arzt-Stempel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 70: Archäologie (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-70-archaeologie-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Knopfsichel.jpg" alt="" title="Knopfsichel und Ring aus Bronze. Späte Bronzezeit, um 1.000 v.Chr., Fundort: Odenthal-Erberich (LVR-Landesmuseum Bonn – Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Archäologie verbindet unterschiedliche Gebiete der Natur- und Kulturwissenschaften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neue Analysemethoden helfen den Archäologen, das Alltagsleben genauer zu rekonstruieren. Was früher kaum beachtet wurde – verbrannte Samen, menschliche Fäkalien oder die Reste am Boden eines Kochtopfes sind die neuen Schätze. Sie verraten den Forschern, was die Menschen aßen, mit wem sie Handel trieben und wo sie aufwuchsen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Radiokarbonmethode ermöglicht eine zuverlässige Zeitmessung zur Datierung von Funden. Satellitenbilder und Röntgenfluoreszenz erlauben es der Wissenschaft, Fundstätten und Artefakte zu untersuchen, ohne einen Spaten in die Erde zu stechen oder eine Probe aus einem wertvollen Museumsobjekt herauszuschneiden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch Luftbildprospektion können neue Fundstellen entdeckt werden. Mauern im Boden beeinflussen den Wuchs von Getreide. Solche und andere Veränderungen in der Landschaft, die durch verborgene Relikte der Vergangenheit beeinflusst werden, sind aus der Luft oftmals klar zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist auch das Airborne Laser Scanning zu erwähnen. Es dient zur Vermessung von Landschaftsoberflächen und Strukturen und lässt Rückschlüsse auf Veränderungen zu. Ein Beispiel dafür sind die römischen Übungslager im Kottenforst. Diese waren mit „traditionellen“ Methoden nicht zu erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch geophysikalische Prospektion kann man Strukturen wie Mauern und Gräben ohne Ausgrabung tief im Boden erkennen. Die Archäozoologie und Archäobotanik erforscht die Tierwelten und Pflanzen, die es einstmals gab. Anthropologen erforschen die menschlichen Überreste, können Aussagen etwa über Alter oder Ernährung treffen. Materialanalysen erlauben Rückschlüsse zur Herkunft von verwendeten Rohstoffen wie Metallen oder Gesteinen, Numismatiker können entdeckte Münzen zeitlich und regional einordnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schliemann gilt als Vater der Spatenarchäologie. Trotz aller Technik ist auch die Prospektion „zu Fuß“ wichtig, d.h. über den Acker laufen und kartieren. Feldbegehungen sind oft ein erster Schritt, um eine neue Fundstelle zu ermitteln oder von einem bekannten Platz detailliertere Informationen zu gewinnen. So wird heute Archäologie immer noch vor Ort betrieben, aber der Schwerpunkt liegt bei der Arbeit am Schreibtisch und im Labor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die revolutionärste Entwicklung der letzten Jahre ist sicher die Fähigkeit, genetisches Material aus alten Knochen zu gewinnen. Das bisher eher archäologisch begründete Bild der Geschichte der Menschheit wird dadurch auf eine genetische Grundlage gestellt und wir erhalten neue Informationen über die Beziehung zu unseren Vorfahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Moderne Archäologie ist hochspezialisiert. Experten aus verschiedenen Disziplinen arbeiten vor, während und besonders nach der Grabung zusammen. Archäologie ist Teamarbeit.  Aufgabe der Archäologie ist es nicht, vergrabene Schätze zu finden, sondern das Leben und Wirken von Verstorbenen in ihrer Zeit zu erklären.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Silberblechfibeln.jpg" alt="" title="Ostgotische Silberblechfibeln,  1. Hälfte 5. Jahrhundert n. Chr., Fundort: Bonn, Kölnstraße (LVR-Landesmuseum Bonn – Foto: J. Vogel)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Jun 2024 06:15:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-70-archaeologie-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Schliemann,Archäologie</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+70_Arch%C3%83-ologie_2_Knopfsichel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 69: Archäologie (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-69-archaeologie-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-68_Arch-C3-83-ologie_1_Mithras-Altar.jpg" alt="" title="Terrakotta - Altar für den Mithraskult - Im ganzen Römischen Reich verbreiteter Mysterienkult 1./Anfang 2. Jahrhundert n. Chr. – Fundort: Bonn, Hatschiergasse Quelle: LVR-Landesmuseum Foto: Jürgen Vogel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Vortrag im Zehnthaus über archäologische Grabungen in Odendorf gibt Anlass, das Thema weiterzuführen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Suche nach verborgenen Kostbarkeiten hat viele Forscher lebenslang begleitet. Seit mehr als 2500 Jahren sammeln Reiche und Mächtige Altertümer, um sich im Glanz und Ruhm vergangener Zeiten zu sonnen. Römische Kaiser ließen ägyptische Obelisken über das Mittelmeer transportieren, um ihre Hauptstadt zu schmücken. Die Maya-Städte, die Terrakotta Armee, Pompeji oder die spektakulären Schätze aus dem Grab des Pharao Tutanchamun machten weltweit Schlagzeilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Europäische Ausgräber schwärmten bereits im 18. Jahrhundert über den ganzen Globus aus. Nur wenige waren ernste Wissenschaftler. Die meisten eher Diplomaten oder Geschäftsleute, die eng mit der kolonialen Expansionspolitik verbunden waren. Sie ließen ägyptische Mumien, assyrische Statuen, griechische Friese und vieles mehr in ihre Staatsmuseen oder Privatsammlungen schaffen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bleiben wir in Deutschland. Johann Winkelmann (1717 - 1768) schuf die Grundlagen für die Klassische Archäologie und die moderne Kunstgeschichte. Als Schriftsteller hat er dem breiten Publikum die antike griechische Kunst nahegebracht. Er gilt unter Archäologen als Stammvater dieser Wissenschaft. Außerhalb von Fachkreisen jedoch ist Winckelmann eher unbekannt. Als sich Anfang des 19. Jahrhunderts die Archäologie als neue Wissenschaft etablierte, läutete diese Disziplin eine beispiellose Ära an Entdeckungen ein, die das Verständnis für die Entwicklung der Menschheit revolutionierte.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Es war Heinrich Schliemann, der 1871 an der kleinasiatischen Küste auf dem Hügel Hisarlik mit seinen Ausgrabungen begann, um Troja zu finden. Er hatte einen märchenhaften Aufstieg vom Ladenburschen zum Multi-Millionär vollzogen und setzte enorme Summen für die Ausgrabungen ein. Schliemann hat immer behauptet, Troja gefunden zu haben. Ein archäologischer Beweis dafür ist bislang weder von ihm noch von seinen Nachfolgern erbracht worden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er fand nicht das, was er suchte. Er entdeckte eine bronzezeitliche Siedlung mit einer bis dahin völlig unbekannter Keramik. Bei den äußerst intensiven Grabungen durch verschiedene Siedlungsschichten kam schließlich ein Goldfund zu tage. Schliemann glaubte den Schatz des Priamos mit annähernd 8000 Gegenständen gefunden zu haben, den er vertragswidrig aus dem Osmanischen Reich nach Griechenland und später nach Deutschland schaffen ließ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach heutigem, allgemein anerkanntem Forschungsstand ist die Bezeichnung „Schatz des Priamos“ nicht korrekt, denn der Goldschmuck ist rund 1250 Jahre älter als das von Homer beschriebene Troja aus der Herrscherzeit von Priamos, dem letzten trojanischen König.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Schatz wurde 1885 im Völkerkundemuseum Berlin ausgestellt und nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst in die Sowjetunion gebracht. Der Aufenthaltsort blieb zunächst geheim, seit 1996 ist er im Moskauer Puschkin-Museum ausgestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schliemann war sehr auf Erfolgsmeldungen und auf Anerkennung aus, was ihm von wissenschaftlicher Seite viel Kritik einbrachte. Er hat sich nach heutiger Begriffswelt sehr gut vermarktet, auch weil er die Macht der Presse erkannte und als Mittel der Dokumentation die Photographie einsetzte. So ist Schliemann heute im Gegensatz zu Winckelmann der Öffentlichkeit unter den Stichworten Troja und Priamos ein Begriff. Sein Grabmal steht in Athen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausstellungskatalog: Dr. Heinrich Schliemann. Ausstellung im Akademischen Kunstmuseum der Universität Bonn (Bonn 1991)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Arch%C3%83-ologie_1_Muenzen.jpg" alt="" title="Solidus Constantins des Großen zu einem Anhänger umgearbeitet um 335 in Trier – Fundort: Niederrhein. Quelle: LVR-Landesmuseum Bonn, Foto: Jürgen Vogel"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 25 May 2024 06:45:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-69-archaeologie-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,Schliemann,Archäologie,Troja</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Arch%C3%83-ologie_1_Mithras-Altar.jpg">
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Arch%C3%83-ologie_1_Mithras-Altar.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 68: Matronenheiligtum und merowingerzeitliche Gräber in Odendorf. Entdeckungen bei Lehrgrabungen der Universität Bonn – Teil 2</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-68-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf-entdeckungen-bei-lehrgrabungen-der-universitaet-bonn-teil-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_1.jpg" alt="" title="&amp;quot;Heidentempel&amp;quot; bei Nöthen (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Heiligtum wurden den Matronen beschriftete und mit figürlichen Reliefs versehene Weihaltäre und vielleicht auch andere Kleinmonumente meist aus Kalk-, seltener aus Sandstein aufgestellt. Wie die Arten der aus regionaler Produktion stammenden Tongefäße zeigen, wurde im Heiligtum, wie es für viele antike Kulte bekannt ist, im Rahmen von Kultfeiern Essen zubereitet und verzehrt, außerdem gemeinsam getrunken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem das Heiligtum irgendwann nach dem ausgehenden 4. Jahrhundert – der Zeit, als die christlichen Kulte im Römischen Reich verboten wurden – aufgegeben worden war, trug man die Basilika bis in den Fundamentbereich hinein ab. Ähnlich wird es den anderen drei Bauten ergangen sein. Es ist aber nicht zu sagen, ob dies alles gleichzeitig in einer großen Aktion geschah oder über längere Zeit hinweg immer wieder brauchbares Steinmaterial – zumindest teilweise nach einer Überarbeitung vor Ort – sowie höchstwahrscheinlich auch Dachziegel und Holz abtransportiert wurden. Befund und Füllung des nördlichen, tieferen Grabens sprechen dafür, dass dort zwischen der Entnahme vermutlich von Palisadenhölzern und der Verfüllung mit scharfkantigem, also frisch zerschlagenem römischen Bau- und Votivdenkmälerschutt nur kurze Zeit verging.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Merowingerzeit, genauer gesagt von der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts bis ins späte 8. Jahrhundert, nutzte man die Ruinenstätte, wohl weil sie schlecht zu beackern war, als Bestattungsplatz für wahrscheinlich deutlich mehr als sechs Menschen. Sie waren wohl schon Christen, wie die Ausrichtung zweier Skelette und das Kreuzmotiv auf der einzigen gefundenen Beigabe vermuten lassen. Während von den mindestens vier Individuen innerhalb des Bereiches der ehemaligen Basilika jedenfalls zwei – eine Frau und ein Kind – ordentlich begraben worden waren, kann man bei den beiden wohl männlichen Skeletten, die außerhalb in tieferen Gruben angetroffen wurden, nicht von regulären Bestattungen sprechen. Dies und die abweichende Ernährung dieser beiden Individuen sprechen dafür, dass sie nicht derselben Gruppe angehörten wie diejenigen, die innerhalb der Basilika bestattet waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt also zwei wichtige Neuigkeiten: Erstens bestand beim heutigen Odendorf gut drei Jahrhunderte lang ein römisches Matronen-Heiligtum, das sich nach Baubestand und Größe zwischen die bekannten Matronenheiligtümer bei Nettersheim (sog. Görresburg) und Nöthen (sog. Heidentempel) einreiht. Zweitens sind die frühmittelalterlichen Gräber, die später auf dem Gelände angelegt wurden, für Odendorf die ersten nachgewiesenen merowingerzeitlichen Befunde.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_3.jpg" alt="" title="&amp;quot;Heidentempel&amp;quot; bei Nöthen - Ansicht und Grundriss der Basilika (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 May 2024 19:31:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-68-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf-entdeckungen-bei-lehrgrabungen-der-universitaet-bonn-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,#odendorf,Römer,Matronensteine,Matronenheiligtum,Basilika,Archäologie,Nöthen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_3.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+68_Ausgrabungen_Odendorf_Noethen_3.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 67: Matronenheiligtum und merowingerzeitliche Gräber in Odendorf. Entdeckungen bei Lehrgrabungen der Universität Bonn – Teil 1</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-67-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+67_Ausgrabungen_Odendorf_Basilika.jpg" alt="" title="Odendorf, Basilika Eingangsseite mit Ansatz einer Innenstütze (Foto: F. Rumscheid)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf einem Feld am östlichen Ortsrand von Odendorf fanden 2015 und 2019 mit zehn bzw. 15 Studierenden zwei vierwöchige Lehrgrabungen der Universität Bonn statt, die in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) durchgeführt wurden. Der Platz schien uns interessant, weil auf einem älteren LVR-Luftbild Grundriss-Strukturen zu erkennen und zudem bei Begehungen durch Dirk Tomalak, einen ehrenamtlichen Mitarbeiter des LVR, auffällig viele Scherben römischer Gefäße gefunden worden waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ich im Rahmen eines vom Verein Zehnthaus organisierten Vortrages am 10. April 2024 in Odendorf ausführlicher berichtet habe, wurden in mehreren unterschiedlich großen Grabungsschnitten vier römische Bauten sowie zwei Gräben und einige Bestattungen aus dem frühen Mittelalter nachgewiesen. Nachdem nun außer den Bodenbefunden auch die entdeckten Münzen, lateinischen Inschriften, skulptierten Steinfragmente sowie die Gefäßkeramik ausgewertet und die menschlichen Knochen durch Prof. Wolf-Rüdiger Teegen (LMU München) analysiert sind, lässt sich die Nutzungsgeschichte des Platzes wie folgt rekonstruieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frühestens irgendwann in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde der Platz als Heiligtum der Matronen eingerichtet, einer Dreiheit von Muttergottheiten, die in der Provinz Niedergermanien von Römern und Ubiern gemeinsam verehrt wurde. Mit dem Platz sind nun auch zwei Altarsteine zu verbinden, die den Matronae mit dem germanischen Beinamen Aserecinehae geweiht sind. Abgüsse der Steine, die bereits im späten 19. Jahrhundert bei Odendorf gefunden wurden, sind in der Nähe des dortigen Zehnthauses zu sehen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-27_Matronenstein_1-2dd24d4a.jpg" alt="" title="Replik eines Weihealtars gestiftet von Gaius Severinius Candidus, römischer Bürger. Eingelassen in die Mauer vor der alten Pfarrkirche St. Peter und Paul in Odendorf (Foto: Verein Zehnthaus)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann und gegebenenfalls in welcher Reihenfolge die vier Bauten errichtet wurden, ist nicht sicher zu sagen. Das dreischiffige, mit einem Obergaden versehene Gebäude 1 hatte einen quadratischen Grundriss von etwa 50 römischen Fuß (knapp 15 m) Seitenlänge. Diese Basilika, deren Innenwände in wohl einfacher Weise, aber immerhin mehrfarbig dekoriert waren, diente einer engen Parallele im Matronenheiligtum von Nöthen zufolge wohl als Versammlungsbau. Zusammen mit dem kleinen Rechteckbau 2 daneben – vielleicht einer Art Aedicula (Tempelchen) zur Behausung einer Kultbildgruppe – stand Gebäude 1 im rechten Winkel zum Versorgungsbau 3 und gegenüber von Baustruktur 4. Die vier Bauten säumten also denselben Platz, so dass sie zumindest eine Zeitlang gemeinsam  gestanden haben werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Im Heiligtum wurden den Matronen beschriftete und mit figürlichen Reliefs versehene Weihaltäre und vielleicht auch andere Kleinmonumente meist aus Kalk-, seltener aus Sandstein aufgestellt. Wie die Arten der aus regionaler Produktion stammenden Tongefäße zeigen, wurde im Heiligtum, wie es für viele antike Kulte bekannt ist, im Rahmen von Kultfeiern Essen zubereitet und verzehrt, außerdem gemeinsam getrunken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Apr 2024 07:30:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-67-matronenheiligtum-und-merowingerzeitliche-graeber-in-odendorf</guid>
      <g-custom:tags type="string">Ausgrabung,#odendorf,Römer,Matronensteine,Matronenheiligtum,Basilika,Archäologie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+67_Ausgrabungen_Odendorf_Basilika.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+67_Ausgrabungen_Odendorf_Basilika.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 66: Ein Haus geht auf Reisen (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-66-ein-haus-geht-auf-reisen-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kerner-Haus, links in Odendorf (Foto Käthe Kerner), rechts wiederaufgebaut in der Eifel (Foto Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Interview mit Frau Käthe Kerner - geführt von Klaus Peter Scholz, Teil 2
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zeit nach Kriegsende und Neubeginn für meine Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Kriegsende waren die Folgen im Dorf unübersehbar, um das Haus herum lagen Trümmer. Mein Vater Josef Kümpel kam 1945 mit einem Augenleiden aus dem Krieg zurück und arbeitete als Selbständiger im Bereich Elektroinstallation. Kundschaft gab es in der Eifel. Meine Mutter Anna Kümpel arbeitet mit auf dem Felde und teilweise in der Kundenberatung. Elektroherde waren damals etwas Hochtechnisches. Der Großvater starb 1951, damit hörte die Landwirtschaft auf. Der Stall wurde aufgegeben und in eine Werkstatt umgewandelt. Im Garten der Eltern errichteten mein Mann und ich 1961 für meine Familie einen Bungalow, der heute noch von der Familie meiner Tochter bewohnt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Haus auf Reisen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Elternhaus gehörte inzwischen meinem Bruder, der sich von dem „Altertümchen“ trennen wollte. Wobei dieser Begriff etwas schmeichelhaft ist, denn das Haus war wirklich in die Jahre gekommen. Unmittelbar daneben wurde ein neues Haus gebaut mit einem Abstand von 1,5 Metern. Beide Häuser standen eine Weile nebeneinander.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Hilfe eines Architekten kam es 1973 zu der Vereinbarung, das Haus abzubauen und das Ständerwerk an neuer Stelle in der Eifel wieder zu errichten. Das Traggerüst aus Holz wies keinerlei Schäden auf. Die Gefache bestanden aus einem Holz-Stroh-Lehmgemisch, das einfach rausgeschlagen wurde. Das Balkengerüst bekam vor dem Abtransport eine sorgfältige Nummerierung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Architekt hatte am neuen Standort einen Aushub für einen neuen Keller veranlasst. Darauf wurde das Balkenwerk im Original wieder errichtet und mit denkmalgerechtem Fachwerk versehen. Dort steht es noch heute. Es sind kleinere Veränderungen im Inneren des Hauses vorgenommen worden, seitlich wurde ein moderner Anbau angefügt, aber in der Grundsubstanz steht das Original unverändert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Besuch in der Eifel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Haus steht in Schmithof in der Nähe von Roetgen in der Eifel an markanter Stelle umgeben von Grün und Baumbestand. Inzwischen bewohnt die dritte Familie das Schmuckstück. Bei einem Besuch im Februar wurden wir sehr freundlich empfangen und waren von der Außen- und Innenwirkung des Hauses und dem baulichen Zustand stark beeindruckt. Es könnte wieder auf eine Reise gehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was bewegt Sie heute, wenn sie an jene Zeit denken?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit in Odendorf, an die ich sehr gerne zurückdenke Wir sind barfuß gelaufen und spielten am Orbach. Dort gab es damals einen großen Bestand von Akazienbäumen. Die Hühner und Gänse liefen einfach über die Straße, die Erwachsenen trafen sich vor dem Haus zum Plaudern. Andere Ablenkungen gab es kaum. Damals läuteten die Kirchenglocken morgens um 11 Uhr. Das war das Zeichen für die Bauern bei der Feldarbeit ins Dorf zurückzukehren zum Mittagessen. Es war eine völlig andere Zeit. Wir fühlten uns sehr frei und dennoch behütet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich freue mich sehr darüber, dass das von Hans Peter Sahs gebastelte Modell des „wandernden Hauses“ noch existiert. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+66_Kerner_Haus_Modell.jpg" alt="" title="Modell des Kerner-Haus, gebaut von Hr. Sahs  (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Modell des Kerner-Haus, gebaut von Hans Peter Sahs (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           P.S. Das Modell befindet sich im Zehnthaus. Es wird nach dem Interview an Frau Kerner übergeben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Apr 2024 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-66-ein-haus-geht-auf-reisen-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Fachwerkhaus,Dorfgeschichte,Translozierung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+66_Kerner_Haus_Eifel_1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+66_Kerner_Haus_Eifel_1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 65: Ein Haus geht auf Reisen (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-65-ein-haus-geht-auf-reisen-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+65_Kerner_Haus_Arzdorf.jpg" title="Das Kerner-Haus, Zeichnung von R. Arzdorf"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kerner-Haus, Zeichnung von R. Arzdorf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Interview mit Frau Käthe Kerner - geführt von Klaus Peter Scholz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war einmal ein Haus in Odendorf, das sich auf eine Wanderung begab... So könnte die Erzählung anfangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Ja, aber anders als im Märchen gab es dieses Haus wirklich! Und es existiert immer noch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über meine Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Geboren wurde ich in Lübeck. Mein Vater war Elektroinstallateur und arbeitete damals bei der Firma Dornier in Lübeck. Diese norddeutsche Episode währte nur kurz. Ich war ein Jahr alt, als meinen Eltern nach Odendorf zurückkehrten, wir zogen in das Haus meiner Großeltern Wilhelm und Elisabeth Kümpel, In der Freiheit 5.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Großvater war Landwirt. Neben dem Haus gab es Stallungen für Kühe, Schweine und das Federvieh. Über der Haustür stand die Inschrift ANNO 1686 28. May C*N*W*P*V XOR. Es war das älteste Haus in Odendorf. Hier bin ich aufgewachsen. Der Maler R. Arzdorf hat das Haus gezeichnet. Das Bild bekam ich zu meinem 60. Geburtstag geschenkt. Es ist noch heute im Besitz meiner Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+65_Kerner_Haus_Inschrift.jpg" alt="" title="Kerner-Haus Inschrift (Foto: Klaus Peter Scholz)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kerner-Haus Inschrift (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was kann man zur Ortslage sagen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Weg führte vom Orbach aus in einer leichten Steigung durch kräftigen Baumbestand nach oben zum Haus in Hanglage. Durch ein Tor gelangte man in den Innenhof zum Hauseingang. Hinter dem Haus war ein riesiger Garten für die Selbstversorgung. Danach war freie Sicht auf die Eifel, es war landwirtschaftlich genutztes Gelände. Die Felder gehörten meinem Großvater Wilhelm Kümpel, die Grundstücke wurden nach und nach verkauft. Heute ist alles bebaut bis zur Steinbachstraße. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie muss man sich die Hausaufteilung und das Familienleben vorstellen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Dachboden des Hauses wurde das Getreide gelagert. Das „Plumpsklo“ befand sich draußen beim Stall in der Nähe des Misthaufens. Das Wohnzimmer war eine Art Heiligtum, lediglich zu den großen Kirchen- und Familienfesten war die Familie dort versammelt. In diesem Raum gab es in der Mitte eine Luke die zum kleinen Keller führte. Bei der Kartoffelernte wurde diese geöffnet und der Erntesegen in den darunter liegenden Keller befördert. Danach war Großreinemachen angesagt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die große Küche mit dem Herd und Backofen war der zentrale Sammelpunkt der Familien. Hier wurde gekocht, gemeinsam gegessen, Geschichten erzählt, Handarbeiten gemacht und hier hielt ich mich auch mit meiner Tochter auf. Zur Ausstattung gehörte eine große Holzmulde für die Zubereitung der verschiedenen Teigwaren. Gebacken wurde in Steintöpfen. In einer Zentrifuge wurde die Milch zu Butter geschlagen. Das Getreide wurde in Kuchenheim gemahlen, von dort kam das Mehl zurück. Neben der Küche und der Räucherkammer hatte das Haus noch vier Schlafzimmer. Insgesamt lebten im Haus zeitweise elf Personen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teil 2 folgt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-65_Kerner_Haus_Foto.jpg" alt="" title="Aufgang zum Kerner-Haus (Foto: K. Kerner)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2024 07:43:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-65-ein-haus-geht-auf-reisen-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Fachwerkhaus,Dorfgeschichte,Translozierung</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 64: Der Brunnen auf dem Zehnthofplatz (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-64-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-2</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_GA_neuer_Brunnen_Protest.jpg" title="Protest gegen den neuen Brunnen auf dem Odendorfer Zehnthofplatz: links: Leserbrief von Hans Lutterbeck im General-Anzeiger Bonn vom 08.08.2002, rechts Foto im General-Anzeiger Bonn vom 10.09.2002 (Foto: Volker Lannert)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Protest gegen den neuen Brunnen auf dem Odendorfer Zehnthofplatz: links: Leserbrief von Hans Lutterbeck im General-Anzeiger Bonn vom 08.08.2002, rechts Foto im General-Anzeiger Bonn vom 10.09.2002 (Foto: Volker Lannert)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits im Juli 2002 schrieb Herr Lutterbeck einen Brief an die Gemeinde Swisttal, in dem er sich gegen eine neue, größere Brunnenanlage aussprach:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wir, die „großen Deutschen“ neigen immer zu Größerem und Prächtigerem. Nicht nur die Hauptstadt Berlin steht kurz vor dem Ruin, auch die Länder und Kommunen klagen über leere Kassen und die Gemeinde Swisttal macht da keine Ausnahme. Da hat es mich schon gewundert, dass unser Brunnen auf dem Zehnthofplatz gegen eine größere Brunnenanlage ausgetauscht werden soll.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Er argumentiert schließlich für eine Restaurierung des alten Brunnens. Seine Meinung zum neuen Brunnen hat Herr Lutterbeck später auch in einem Leserbrief im General-Anzeiger am 8. August 2002 kundgetan.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich schlugen die Wellen auch bis zu den Mauern des Zehnthauses und damit zum Verein. Herr Spiegelhauer hatte bei dem Brunnenprojekt bildhaft gesprochen drei Hüte auf. Er war beruflich wissenschaftlicher Mitarbeiter im Amt für Denkmalpflege, er war Angehöriger der Auswahlkommission und er war Mitglied und Kulturwart im Verein Zehnthaus e.V.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr Lutterbeck hat das Verhalten von Herrn Spiegelhauer, der sich für einen neuen Brunnen eingesetzt hat, kritisiert und Unverständnis für seine Auffassung geäußert. Dadurch geriet der Verein Zehnthaus als Ganzes in die missliche Lage, scheinbar ebenfalls für einen neuen Brunnen zu votieren. Dazu hatte es vom Verein aber keine offizielle Verlautbarung gegeben. Herr Lutterbeck zog seine persönliche Konsequenz, in dem er seinen Austritt aus dem Verein Zehnthaus erklärte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die Brunnenplanung wurde umgesetzt. Die Gemüter hatten sich beruhigt. Den richtigen Rahmen für die Inbetriebnahme des neuen Dorfbrunnens auf dem Zehnthof-Platz bot das Dorffest 2002. Per Knopfdruck lief das Wasser über 4,8 Tonnen Basaltgestein, die Zuschauer applaudierten. Herr Lutterbeck demonstrierte mit Protest-Plakat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ist die Finanzierung gelaufen? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Heinrich Vornhagen hatte anlässlich seines 80. Geburtstags um Geldspenden gebeten. Dabei war eine Summe von 5.000 € zusammengekommen. Diesen Betrag stellte er für das Projekt zur Verfügung. Dazu kamen länger bewilligte Gemeindemittel für Dorferneuerungsmaßnahmen. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 20.000 bis 25.000 €.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute erzählt der Brunnen keine Geschichten mehr. Bei geeigneter Wetterlage plätschert sein Wasser und erfreut Klein und Groß. Die Sichtachse von der Straße aus und auch innerhalb des Zehnthofplatzes wird allerdings fast immer von parkenden Autos eingeschränkt. Schade. Vielleicht Zeit für einen neuen Protest?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_neuer_Brunnen.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der neue Brunnen auf dem Odendorfer Zehnthofplatz (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 09 Mar 2024 07:30:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-64-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+64_neuer_Brunnen_Protest.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 63: Der Brunnen auf dem Zehnthofplatz (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-63-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_alter_Brunnen.jpg" title="Der alte Brunnen auf dem Zehnthofplatz (Foto: Meike Böschemeyer)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der alte Brunnen auf dem Zehnthofplatz, im Hintergrund das Zehnthaus (Foro: Meike Böschemeyer)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beschaffung und Aufbau des Brunnens haben eine lange planerische und teilweise auch kontroverse Vorgeschichte. Wir blicken zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits 1991 behandelte der Bau- und Vergabeausschuss der Gemeinde Swisttal das Thema im Zuge der vorgesehenen Umgestaltung des Ortskerns in Odendorf. Eine weitere Beratung folgte ein Jahr später mit dem Ergebnis, dass aufgrund der allgemeinen Haushaltssituation der Gemeinde das Vorhaben verschoben werden muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umgestaltung des Ortskerns in Odendorf gehörte 2001 erneut zu den Tagesordnungspunkten des Bau- und Vergabeausschusses. Nach Beratung in den Fraktionen gab der Ausschuss in seiner Sitzung am 5. Juni 2002 grünes Licht für den Neubau eines Dorfbrunnens und benannte die Mitglieder für eine Kommission, die den „Basaltlava Block mit Durchbohrungen für die Brunnenanlage“ aussuchen sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der alte, eher unscheinbare Brunnen mit dem Pumpenschwengel war in die Jahre gekommen. Der Pump-mechanismus war bereits seit fünf Jahren defekt und hätte 15.000 DM Reparaturkosten verursacht, auch weil der Brunnen mehrfach angefahren worden war. Gleichwohl hat er sich, wenn auch bescheiden, harmonisch in das Bild zwischen Kloster, alter Kirche und Zehnthaus eingefügt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Stein-Auswahlkommission mit Vertretern der Fraktionen, Ortsvorsteher Willi Kümpel und Dieter Spiegelhauer vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege sowie Vertretern der Verwaltung nahm nun ihre Arbeit auf. Ein Blickfang sollte es schon werden, mit einer Mindesthöhe von 1,50 Meter bis 1,80 Meter, damit er auch schon von der Straße aus optisch wahrgenommen werden könnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reparatur oder Installation eines neuen Brunnes? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Hinter dem Ratsbeschluss für die Neubeschaffung stand als treibende Kraft der frühere Ortsvorsteher Heinrich Vornhagen. Dieser musste sich von Teilen der Bevölkerung den Vorwurf gefallen lassen, er wolle sich mit dem Projekt ein Denkmal setzen, was Vornhagen allerdings dementierte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das neue Oldendorfer „Schmuckstück“ wurde also bereits im Vorfeld zum Zankapfel. Eine Odendorfer Bürgerinitiative, hauptsächlich in Person des Odendorfer Bürgers Hans Lutterbeck, argumentierte, das Geld könne beispielsweise sinnvoller für einen Wetterschutz an der Friedhofshalle verwendet werden, und man habe doch bereits einen schönen Brunnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einem Flugblatt, das Lutterbeck auf dem Zehnthofplatz an die Odendorfer Bürger verteilte, führte er unter anderem an:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Dieser Dorfbrunnen, ein Steinkoloss, ist keine Verschönerung. NEIN, das ist eine Verschwendung von Steuergeldern, die anderswo dringend und sinnvoller benötigt werden“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Flugblatt von Hans und Paula Lutterbeck von 2002:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_Flugblatt_Brunnen.jpg" alt="" title="Flugblatt von Hans und Paula Lutterbeck von 2002"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 24 Feb 2024 07:15:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-63-der-brunnen-auf-dem-zehnthofplatz-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Zehnthofplatz,Brunnen,Zehnthof,Dorfgeschichte,Lokalpolitik</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_alter_Brunnen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+63_alter_Brunnen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 62: Dorfgeschichte - Lehrerkorrespondenz (3)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-62-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-3</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+62_GA_Geleit_Golla_Juli+1965.jpg" title="Letztes Geleit für Lehrer Golla (Quelle: General-Anzeiger Bonn, Juli 1965)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letztes Geleit für Lehrer Golla (Quelle: General-Anzeiger Bonn, Juli 1965)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fortsetzung der Korrespondenz zwischen Lehrer Schuhmacher und dem avisierten Neuzugang, Lehrer Golla.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Odendorf, den 3. 8. 21.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geehrter Herr Golla!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entschuldigen Sie, daß ich Ihr Schreiben erst heute beantwortet. Hier waren die 14-tägigen Sommerferien, die ich zu einer Rheinhöhenwanderung benutzte. Ich kam erst dieser Tage an. Aufrichtig gesagt, an Sie hatte ich schon nicht mehr gedacht; glaubte, Sie säßen an einer Stelle, die Ihnen mehr zusagte. Seitens der Regierung ist auch schon seit dem 1.4. ein Lehrer auftragsweise hier angestellt, ein Rheinländer und Kriegsbeschädigter dazu. Der hatte schon geglaubt, er bekäme die Stelle. Wenn nun Berlin entscheidet, daß Sie hierher müssen, so ist eben nichts zu machen. Sie werden sich dann mit den hiesigen Verhältnissen vertraut machen müssen. Es mag für einen Ostländer ja schwierig sein, sich in unserer Art einzugewöhnen, aber mit etwas gutem Willen geht es doch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube übrigens, daß ich Ihnen damals so ziemlich alles schrieb, was Sie interessieren dürfte. Ihr Vertreter wohnt bei den 2 Damen u. ist sehr zufrieden mit seinem Quartier. Nur ist der Übelstand dabei, daß er mittags und abends dort nicht essen kann. Er hat nun die 2 Mahlzeiten bei mir eingenommen. Meiner Frau ist das nun auf die Dauer zu viel Arbeit. Sie müssen sich also nach etwas Anderem umsehen, was aber nicht schwer sein dürfte. Wohnen können sie jedenfalls auch bei den Fräuleins. Die Einreiseerlaubnis muss jedenfalls ihre vorgesetzte Behörde bei der Interrall. Kommission für Sie beantragen. Einen Pass bekommen Sie dann hier ausgestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier gibts gegen den 20. September herum noch einmal 25 Tage Ferien. Am besten fangen Sie dann den Unterricht hier nach den Ferien an, gegen den 20.10. herum. Ihr Befürchtnis, daß nichtrheinische Beamte ausgewiesen würden, scheint nicht zutreffend zu sein, denn hier hört man nichts mehr davon. Das gebe auch einen netten Wirrwarr. Denn wieviel nichtrheinische Beamte mögen wohl in unserem Rheinland sein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ob unser Klima hier milder ist wie auf Rügen, weiß ich nicht, möglich wäre es schon. Es stehen in unserem Bezirk eine ganze Menge ausgewiesener Lehrer, die sich an die hiesigen Verhältnisse ganz gut schicken. Unsere Schuljugend ist allerdings, wie sie alle sagen, viel lebhafter; das ist eben rheinischer Art. Sie brauchen also keine großen Befürchtnisse zu hegen. Nun, es wird sich alles finden, wenn Sie hier sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit bestem Gruß
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                                                                                                         Schumacher“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit endet die Darlegung der Korrespondenz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrer Johannes Golla, vorher Lehrer auf Rügen, trat seinen Dienst an der Odendorfer Schule im Oktober 1921 an. 1957 wird er nach 36 Jahren Schuldienst in Odendorf feierlich verabschiedet. Bis zu dieser Pensionierung unterrichtete er mehrere Generationen in Odendorf. Entsprechend würdevoll war die Feierstunde zu seiner Verabschiedung im Beisein von Prominenz aus Politik, Verwaltung, Kirche. Seine Schüler sorgten mit Gesangs- und Gedichtvorträgen für den festlichen Rahmen. Lehrer Golla verstarb 1965 in Odendorf.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 10 Feb 2024 12:50:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-62-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-3</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schule,#odendorf,Dorfgeschichte,Schulgeschichte</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+62_GA_Golla_Juli+1965.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+62_GA_Golla_Juli+1965.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 61: Dorfgeschichte - Lehrerkorrespondenz (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-61-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+61_Urkataster+mit+Schule.jpg" title="Lage der alten Schule (Quelle: Urkataster 1823, rekonstruiert 1984 Dieter Spiegelhauer)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lage der alten Schule (Quelle: Urkataster 1823, rekonstruiert 1984 Dieter Spiegelhauer)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dieser Ausgabe setzen wir die Korrespondenz des Odendorfer Lehrers J. Schumacher mit einem Antwortbrief fort. Er ist an Herrn Golla gerichtet, den zukünftigen Lehrer in Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Odendorf, den 29.3.21
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geehrter Herr Kollege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute morgen erhielt ich Ihr Schreiben, darauf möchte ich Ihnen folgendes erwidern: Für eine Wohnung ist schon gesorgt, wenigstens insoweit, daß ich mit einigen Dorfinsassen Rücksprache genommen habe. Zwei ältere Damen sind erbötig, Ihnen ein, auch, wenn Sie es wünschen, zwei Zimmer abzutreten. Die Mahlzeiten können Sie hier im Krankenhause
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bekommen. Dann sind aber auch noch andere Leute hier, die sie vielleicht in volle Pension nehmen. Da habe ich allerdings einige Bedenken, die ich Ihnen schriftlich nicht gern mitteilen möchte. Jedenfalls braucht die Wohnungsfrage sie nicht abzuhalten, zu uns in den Westen zu kommen. Was ich fürchte, ist etwas anderes. Vielleicht ging auch durch ihre Blätter die Nachricht, die Entente wolle alle nichtrheinischen Beamten aus dem besetzten Gebiete entfernen. Das wäre ja dann ein böses Ding. Bestimmtes weiß man nicht. Vielleicht ist es auch nur Zeitungsgeschwätz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hiesige 2. Stelle ist mit dem 1.4. freigeworden. Bis 1. Juli brauchen Sie nicht zu warten. Eine Einreiseerlaubnis müssen sie nicht haben, desgl. Paß. Im Übrigen wird die Passkontrolle kaum gehandhabt. So ganz billig wie auf Ihrem Rügen ist das Leben hier ja nicht. Alles aber ist zu haben. Die Lebensmittelpreise sind schon merklich gesunken. Vielleicht gefällt es Ihnen bei uns ganz gut. Wenn Sie hierherkommen, finden Sie eine Wohnung, und es wird Ihnen unser schönes Rheinland noch zu einer zweiten Heimat. Also keine zu großen Befürchtnisse. Wir fühlen uns hier ganz wohl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit bestem Gruß
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihr J. Schumacher."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lehrer J. Schumacher war von 1901 bis 1922 Lehrer und Küster in Odendorf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 26 Jan 2024 09:57:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-61-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+61_Urkataster+mit+Schule.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 60: Dorfgeschichte - Lehrerkorrespondenz (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-60-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+60_Odendorf_alte+Schule+mit+Orbach.jpg" title="Die alten Odendorfer Schulgebäude in der Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die alte Schule und Brücke am Orbach (Quelle: Chronik Schule am Zehnthof)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Waffenstillstandsabkommen im November 1918 wurde das links-rheinische Gebiet durch das Militär der Siegermächte besetzt. In diese Zeit fiel 1921 die Korrespondenz von J. Schumacher, von 1901 bis 1922 Lehrer und Küster in Odendorf, mit Herrn Johannes Golla aus Rügen, der auf eine Lehrerstelle in Odendorf abgeordnet war und diese am 20. Oktober 1921 auch antrat. Die nächsten Kolumnen enthalten den Schriftverkehr von Herrn Schumacher. Die Briefe von Herr Golla befinden sich leider nicht in der Sammlung Zehnthaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Odendorf. 21.3. 1921.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Werter Herr Kollege!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Habe heute Ihr Schreiben erhalten u. möchte Ihnen Nachfolgendes darauf mitteilen!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Unser Ort zählt rund 1000 Seelen (katholisch), die Schule ist 3-kl., 2 Lehrer und eine Lehrerin, Klassenzahl durchschn. 60 Kinder. Eine Wohnung werden Sie hier wohl bekommen können, zumal ein Zimmer Ihnen genügt. Hier ist ein Krankenhaus, das von Schwestern geleitet wird. Da können Sie auch essen. Im allgemeinen ist hier auch Wohnungsnot. Unser Bezirk hat französische Besatzung. Der Ort, wie überhaupt das flache Land sind davon frei. Die Lebens- u. Teuerungsverhältnisse sind nicht am günstigsten, aber das wird wohl überall sein. Wir sind in der niedrigsten Teuerungsklasse, doch besteht die Aussicht, dass wir höher kommen. Wir erhalten ja auch erhalten ja auch Besatzungszulage, 1080 M.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorf ist Bahnstation, Strecke, Bonn - Düren. Zwölf Minuten fahren Sie bis Euskirchen, eine Stunde bis Bonn und Cöln. Wir liegen im Verkehrszentrum. Hier sind auch viele Fabrikarbeiter, doch ist die Bevölkerung so übel nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das wäre in Kürze die Beantwortung Ihrer Fragen. Verschiedene Kollegen aus dem Osten sind in der Nähe. Ich kann mir ja lebhaft vorstellen, daß die Entfernung aus den ihnen vertrauten Verhältnissen Sie etwas schreckt. Land u. Sitte hiesigenorts sind ja etwas anders als die Ihren, aber gut Deutsch sind wir hier auch. Was ja die Zukunft bringt, so lässt sich da wenig sagen. Wir liegen auf der linken Rheinseite, also nicht gerade angenehm. Aber wir hoffen, dass wir Deutsch bleiben, trotzalledem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nehme an, daß Sie katholisch sind, nicht weil ich eine andere Konfession geringer einschätzte, aber es wäre doch peinlich, wenn ein Andersgläubiger hierher käme. Wir Rheinländer sind friedlicher Art, vielleicht etwas lebhafter wie im Osten, aber wie ich schon oben beschrieb, gut deutsch, wenn wir vielleicht auch nicht so preußisch fühlen. Wie Sie sich nun zur Sache stellen, muß ich Ihnen überlassen; schlimm ist es bei uns jedenfalls nicht. Ich bin schon 20 Jahre am hiesigen Ort. Fortbildungsmöglichkeiten stehen Ihnen auch genügend zu Gebote, da Bonn und Köln mit ihren Universitäten bequem erreichbar sind. Ihr Rügen mag landschaftlich sicher herrlich sein, aber unser Rhein ist auch wundervoll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Wie sie sich auch entschließen mögen, schreiben Sie bitte Bescheid; die 2. Stelle soll ja nach Ostern besetzt werden. Vielleicht kann ich Sie dann hier begrüßen. Ich bin verheiratet. Wir Lehrpersonen halten treu zusammen. Wenn sie ihre Fahrt hierher nehmen, müssen Sie bis Cöln fahren, dann auf Euskirchen u. von da nach Odendorf. Ich denke, daß Sie jetzt genügend orientiert sind. Weitere Aufschlüsse gebe ich jederzeit gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit bestem koll. Gruß.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
                                                                                                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                    Ihr. J. Schumacher“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 16:15:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-60-dorfgeschichte-lehrerkorrespondenz-1</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+60_Odendorf_alte+Schule+mit+Orbach.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+60_Odendorf_alte+Schule+mit+Orbach.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 59: Dorfgeschichte - Schule am Zehnthof (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-59-dorfgeschichte-schule-am-zehnthof-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-59_Schule_Kunstausstellung_2-6957fcfb-3de95337.jpg" title="Die alten Odendorfer Schulgebäude in der Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Bunte Katzen" aus der Kunstausstellung Schule am Zehnthaus (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1889 führt der lokale Schulinspektor Breuer erneut Beschwerde über die Beengtheit und den Zustand der Schule, den fehlenden Schulbrunnen und über das undichte Dach in der Wohnung der Lehrerin. In dem alten Schulgebäude erhalten zu der Zeit in der Oberklasse 66 und in dem Anbau in der Unterklasse 76 Kinder Unterricht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die königliche Regierung in Köln drängt den Amtsbürgermeister zum Bau einer neuen Schule. 1891 akzeptierte Bürgermeister Esser die Pläne, den ersten Teil der zweigeschossigen Schule an der heutigen Flamersheim Straße als Backsteinbau mit zwei Klassenzimmern zu errichten. Die Unterklasse bestand aus dem 1. bis 4. Schuljahr, die Oberklasse aus dem 5. bis 8. Schuljahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um 1900 wurde bereits eine dritte Lehrerstelle genehmigt. Bei inzwischen 170 bis 180 schulpflichtigen Kindern drängte die königliche Regierung 1903 auf den Bau eines dritten Schulzimmers. 1904 beschließt der Bürgermeisterrat Odendorf-Essig den Erweiterungsbau für zwei weitere Klassen Richtung Flamersheimer Straße.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zahl der Einwohner lag bei der Errichtung der dritten Lehrerstelle bei 801, erreichte um 1924 die Grenze von 1041 und stieg bis 1942 auf 1121 Bewohner. Von 1900 bis 1947 blieb die Zahl der Lehrer konstant. Nun ließ der Flüchtlingsstrom die Schülerzahl ansteigen und eine vierte Lehrerstelle wurde eingerichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1957/1958 wurde das Backsteinschulgebäude bei der Renovierung verändert, erhielt eine Zentralheizung, neue vergrößerte Fenster, eine neue Toilettenanlage und den hellfarbenen Putz. Viel Lob fanden damals das neue Gestühl sowie erstmals bewegliche Tische und Stühle statt der starren Dreier- und Viererbänke. Mitte der 60er Jahre wird der neue Mittelbau mit 4 Klassen und Gymnastikhalle erstellt. Zehn Jahre später erfolgt erneut eine Erweiterung mit Mehrzweckraum, Verwaltungstrakt, zwei Klassen und zwei Gruppenräume für den Schulkindergarten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+59_Schule_Kunstausstellung_1.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Aquarium" aus der Kunstausstellung Schule am Zehnthaus (Foto: Klaus Peter Scholz)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die rege Bautätigkeit ab 1972 und die damit verbundene Zunahme der Bevölkerung führte zu beengten Verhältnissen an der Schule. Eine Klasse sollte im Jugendheim der katholischen Kirche Platz finden, eine weitere Klasse musste im Gymnastikraum untergebracht werden. 1973 setze die Planung für einen Erweiterungsbau ein, bereits 1976 fand die feierliche Einweihung statt. Folgende Räumlichkeiten konnten übergeben werden: Eine überdachte Pausenhalle mit Mehrzweckraum, der Verwaltungstrakt aus Lehrer-, Rektor- und Konrektorzimmer bestehend, zwei Stammklassen, zwei Gruppenräume für den Schulkindergarten, sowie zwei Fachräume im Kellergeschoss. Der Schulerweiterungsbau fand viel Lob und Bewunderung. Zwischen 1957 und 1978 steigt die Zahl der Lehrkräfte von vier auf dreizehn und die Odendorfer Einwohnerzahl erhöhte sich auf über 3000.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit März 1993 trägt die Gemeinschaftsgrundschule Swisttal-Odendorf den Namen „Schule am Zehnthof“. Mitentscheidend für diese Namensgebung war auch die Einbeziehung der Schulkinder in das Kulturprogramm des Zehnthaus Vereins. Unter Leitung von Ria Borgmann (seinerzeit 1. Vorsitzende des Vereins) fanden ab 1991 zwei Malwettbewerbe statt unter dem Motto „Das Zehnthaus in Odendorf“ und „Bäume und Pflanzen in Odendorf“. 1997 folgte eine archäologische Ausstellung „Odendorf vor den Römern“ mit Führungen für Schulklassen und Vorführung der Experimentellen Archäologie von Dirk Tomalak. 1999 folgte eine weitere Aktion “Odendorf zur Zeit der Römer“. Seit 2006 werden jährlich die dritten Klassen ins Zehnthaus eingeladen und erhalten eine kindgerechte Präsentation zur Geschichte des Zehnthauses und eine Führung vom Dachboden bis zum „Verlies“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zurzeit sind an der Schule 11 Lehrkräfte für 220 Schüler beschäftigt sowie zwei pädagogische und eine sozialpädagogische Fachkraft. Über den Schulbetrieb hinaus können Kinder in zwei Betreuungseinrichtungen angemeldet werden. Entweder in der Schule von „8 bis 1“ (hier können Schüler bis 13:45 Uhr in der Schule bleiben) oder in der OGS (Offene Ganztagsschule), die um 16:15 Uhr schließt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Odendorf leben rund 4100 Bürger. Am jetzigen Standort ist ein Neubau der Schule mit integriertem Dorfsaal in der Planung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Dec 2023 16:05:11 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 58: Dorfgeschichte - Schule am Zehnthof</title>
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-58_Odendorf_alte-Schule.jpg" title="Die alten Odendorfer Schulgebäude in der Orbachstraße"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das alte Schulgebäude von Odendorf, Orbachstraße 3, auf dem Foto das weiße Gebäude rechts neben dem Fachwerkhaus, das später als Lehrerwohnung diente. Steht heute unter Denkmalschutz, Swisttal, Lfd.Nr 10 v. 30. April 2001 (Foto: odendorf.org)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Kirchspiel und Gerichtsbezirk Odendorf, zu dem auch Essig und Ludendorf gehörten, hatten die Pfarrer bis ins 19. Jahrhundert die Lehre in den Schulen selbst inne. Zu ihrer Entlastung zogen sie Vikare und Küster heran. Seit dem 18. Jahrhundert nahmen sich Kirche und Gemeinde der Unterrichtung und der Erziehung an und übernahmen die Zuständigkeit für den Bau und den Unterhalt der Schule.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis 1874 blieb die Lehrerstelle noch mit dem Küsteramt verbunden. Das Gehalt bestand aus einer Garbenrente. Jeder Bauer musste dem Lehrer als sogenannte „Jura“ eine festgesetzte Zahl von Korn- oder Weizengarben als Brotgetreide liefern. Ab 1819 wurde das Gehalt durch einen von der Gemeinde zu erbringenden festen Geldbetrag ersetzt. Als erster überlieferter Küster, Statthalter („statt“ des Pfarrers) wird 1774 im Pfarrarchiv Heinrich Büttgenbach (Böttgenbach) genannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Verlauf des 18. Jahrhunderts hat es in Odendorf mit Essig angeblich bereits ein Schulgebäude gegeben, das auf der Stelle des späteren, bis heute erhaltenen Schulgebäudes in der Orbachstraße 3 entstanden sein könnte. Ein Nachweis findet sich in der topografischen Landesaufnahme durch Tranchot und von Müffling aus den Jahren 1808 und 1809. In dieser Karte ist in Odendorf am Orbach ein Gebäude an der Stelle zu erkennen, wo in dem 1823 mit der Hand aufgenommenen Urkataster von Odendorf ein Gebäude mit der Bezeichnung „Schule“ eingemessen ist, das heutige Haus in der Orbachstraße 3.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1771 stiftete der „Gemeinsmann“ (Mitglied des Gemeinderats) Jonas Mömerzheim
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „…240 Rheintaler zu einer freyen Schul für die Odendorfer Kinder, sowohl Reiche als Arme. Davon soll ein zeitlicher Magister jährlich die Pension genießen unter folgenden Bedingungen: Daß er auch den Sommer hindurch, Juli und August ausgenommen, zum wenigsten alle Tage eine Stunde morgens um 6 Uhr nach der Messe, nachmittags von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr, die Kinder im Lesen und Schreiben unterrichten soll, 2. soll er täglich mit den Kindern beten fünf Pater und Ave zu Ehren der Heiligen fünf Wunden Jesu Christi […] damit er Fleiß und Eifer in Unterweisung der Jugend haben möge“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1776 wird auf Veranlassung von Statthalter Büttgenbach das Schulgebäude am Orbach einschließlich der Erneuerung des Dachstuhls instandgesetzt. Die Materialkosten werden auf die beiden Ortschaften Essig und Odendorf im Verhältnis der Bevölkerungszahl beziehungsweise Häuser 1:6 umverteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bis heute immer wieder verputzte Fachwerkgebäude entspricht in seiner Bauweise dem am Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich und Preußen entwickelten Bautypus der ländlichen Schule. Er wurde nach 1800 verstärkt auch im Rheinland als einheitlicher Schulbau verwendet. Das bis heute erhaltene Schulgebäude in Odendorf ist also vor 1808/ 1809 entstanden. Es handelt sich damit um das älteste als Schule errichtete und erhaltene Gebäude im Rhein Sieg Kreis. In diesem ersten Schulbau Odendorfs war von 1803 bis 1831(?) der Küster, Magister und Kirchenrechner (Rendant) Johann Peter Büttgenbach tätig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1867 genehmigte die Königliche Regierung in Köln „…dem Beschluss der zuständigen Gemeindevertretung und des Schulvorstands von Odendorf entsprechend die Errichtung einer Mädchenklasse zu Odendorf sowie die Berufung einer Lehrerin…“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis 1869 ist auch der eingeschossige Erweiterungsbau fertig, der für den weiteren Klassenraum nach Süden anstelle des vorherigen Schulgartens angefügt wird (heute Orbachstraße 1). Im alten Schulhaus wurden zuletzt 120 Kinder unterrichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Nov 2023 06:41:49 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 57: Dorfgeschichte - Sankt Martin historisch</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_Willi+K%C3%BCmpel.jpg" alt="" title="St. Martin Willi Kümpel vor seinem ersten Ritt als Martin (Quelle: Schulchronik der Grundschule Odendorf)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heinrich Olzem war von 1972 bis 1990 Rektor an der Grundschule in Odendorf. Er hat in dieser Zeit handschriftlich die Schulchronik seines Vorgängers Fritz Trost weitergeführt, seine ganz persönlichen Schwerpunkte gesetzt und als Chronist über das Schul- und Dorfgeschehen berichtet. Am 11. November wird wieder der Martinstag begangen. Aus diesem Anlass schauen wir auf die Notizen, die Herr Olzem 1989 in der Chronik hinterlassen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Träger und Organisator des Martinsbrauchtums ist nominell der Sankt Martinsausschuss Odendorf-Essig. Die praktische Arbeit liegt fast ausnahmslos in den Händen der Schule. Die Zugordnung ist: Sankt Martin - Tambourkorps - erstes und zweites Schuljahr - Musikkapelle - drittes und viertes Schuljahr – Fanfarenzug - Eltern mit Kleinkindern. Aus praktischen Gründen ist in den letzten Jahren der gleiche Zugweg genommen worden. Er beginnt an der Schule, dann Raiffeisenstraße – Bendenweg - Odinstraße – Frankenstraße – Germanenstraße – Schornbusch – Steinbachstraße – Feuer am Sportplatz – Orbachstraße - Ende an der Schule.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Persönliche Anmerkungen zum Martinszug:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Jahrelange intensive Bemühungen der Schulleitung und der Lehrkräfte einen in etwa geordneten Schülerzug durch die Straßen ziehen zu lassen, ist von Jahr zu Jahr unmöglich geworden. Unmittelbar nach dem Start des Zuges drängen Erwachsene, teils Eltern, teils Freunde mit und ohne Kinder, Mütter mit Kinderwagen einfach in den Schulzug hinein. Nach einigen hundert Metern schwillt der Martinszug zu einem massiven Menschenstrom an. Von einem geordneten Schülerzug, von Klassen mit bestimmten Fackelmotiven, ist nichts mehr zu erkennen. Der Schreiber dieser Zeilen ist nach Jahren vergeblichen Bemühens zu dem einfachen Schluss gekommen: Was soll's? Sehen wir das Verhalten so vieler Mitbürger schlicht als Begeisterung zur Sache an. Denn, Begeisterung ist doch auch eine schöne Sache!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_1947.jpg" title="Sankt Martinszug 1947 (Foto: Kethe Kerner)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits sollte man die Beteiligung so vieler hundert Menschen, eine solche Anteilnahme von Jung und Alt am Martinszug sowie an der folgenden Weck-Verteilung und der Verlosung im Saal doch auch als etwas Positives ansehen. Für mich als Hauptverantwortlicher des Martinszuges ist es stets ein erhebendes Gefühl, wenn sich hunderte Menschen, Kinder und Erwachsene um das brennende Martinsfeuer sammeln und der Ansprache Sankt Martins lauschen und begeistert ein paar Martinslieder singen. Also doch: Begeisterung auf der ganzen Linie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Weckverteilung erfolgt nach dem Zug in drei Gruppen auf dem Schulgelände. Den Kleinkindern händigt der Sankt Martin die ein Pfunds schweren Wecken persönlich aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein letzter Höhepunkt am Martinsabend steigt im restlos über
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           füllten Dorfsaal am Bendenweg. Man kann den Eindruck gewinnen, ohne größere Anstrengungen über die versammelte Menschenmenge hinweggehen zu können. Trotzdem gelingt es beherzten jüngeren Feuerwehrleuten, die ausgelosten Preise schnell an die Gewinner zu bringen. Angesichts solcher Preise lohnt es sich schon, tüchtig Martinslose zu erwerben. Man könnte ja auch einmal gewinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+57_St+Martin_Preise.jpg" alt="" title="Preise bei der Verlosung zu Sankt Martin (Quelle: Schulchronik Grundschule Odendorf)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein letztes zum Martinsfest. Gemäß Beschluss des Martinsausschusses sollten mit Ausnahme eines soliden Polsters keine zu hohen Beträge angesammelt werden. Überschüsse, die in etwa 7000 DM übersteigen, sollten der Grundschule, als dem praktischen Träger und Ausrichter des Martinsbrauchtums, zugutekommen. In den letzten Jahren flossen der Grundschule Odendorf auf diese Weise rund 1500 DM pro Jahr als Spende zu. Ein Teil dieses Geldes konnte zur Unterstützung der sozial schwachen Schüler bei der Schulbuchbeschaffung oder bei Klassenveranstaltungen verwandt werden. Darüber hinaus wurde unsere Schule in die Lage versetzt, zusätzliche größere Beschaffungsmaßnahmen durchzuführen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 04 Nov 2023 11:39:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-57-dorfgeschichte-sankt-martin-historisch</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 56: Dorfgeschichte - Post (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-56-dorfgeschichte-post-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+56_Briefmarke_Dampferpost.jpg" alt="" title="Briefmarke zum Tag der Briefmarke 2006: Deutscher und Österreichischer Philatelistentag"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einrichtung der ersten Odendorfer Postagentur konnte bisher nicht genau ermittelt werden. Sie kann jedoch mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Bonn-Euskirchen 1880 in Zusammenhang stehen, denn nach der Fertigstellung der Strecke benutzte die Post sie von Anfang an zur Beförderung ihrer Sendungen, je viermal in ankommender und in abgehender Richtung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1880 erhielt Odendorf auch die erste Fernsprechstelle im Verbund mit der Postexpedition Kuchenheim, die 1877 eine Telegrafen-(Morse-)Stelle und 1878 die damals modernste Einrichtung der Post, eine Fernsprechstelle, erhalten hatte. Für 1892 ist ein Reichspoststempel Odendorf nachgewiesen, der eine „Agentur“ voraussetzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Postzustellungsurkunde von 1903 ist (Hermann) Metzmacher „...in meiner Eigenschaft als Postbote zu Odendorf ...“ genannt. 1894 wird sein Bruder Peter Josef Metzmacher in Kuchenheim für den Postdienst eingestellt. Der Enkel gleichen Vornamens, Hermann Metzmacher aus Odendorf, berichtet über seinen 1870 geborenen Großvater Hermann Metzmacher, dass er 1902 von Köln, wo er in der Postlehre gewesen sei, nach Odendorf gekommen sei und als Postillion oder Postbote bis 1920 in einem einspännigen „Cariol-Postwagen“ mit Kutschbock die Post und teilweise Personen mehrmals am Tag von Odendorf über Essig – (Dom-) Esch - Ollheim - Miel – Ludendorf befördert habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frau Margarethe Schmitz aus Odendorf erinnert sich, dass sie als Kind um 1910/14 nach der Schule die Post im Zehnthaus in einem Raum links neben der Haustür zur Straße abgeholt habe und dass dort auch der Telegrafenapparat gewesen sei. Zu dieser Zeit führte bereits Maria Sturm (geboren 1888, gestorben 1932) die Postagentur von Odendorf im Hause der Eltern Wilhelm Hubert und Anna Christina Sturm. Wilhelm Hubert Sturm hatte das Zehnthaus um 1879 erworben, es umgebaut und dabei das Haus mit der Tür zur Straße hin geöffnet. Er war vor und nach 1900 auch Ortsvorsteher in Odendorf und soll die Postagentur in seinem Wohnhaus, dem Zehnthaus, eingerichtet haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon vor 1932 half Margarete Hoven, die in Euskirchen bei der Post gelernt hatte, auf der Poststelle Odendorf im Zehnthaus aus. Sie übernahm dann auch nach ihrer Hochzeit im Jahr 1928 mit Johannes Hoven die Postagentur und führte sie in der gemeinsam betriebenen “Gemischtwarenhandlung und Drogenschrank“ in der heutigen Flamersheimer Straße 36 bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus. Als Johannes Hoven aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, gaben sie die Postagentur an die Familie Engels ab, die sie dann lange in dem früheren Haus Arentz in der Burgstraße, heute das Fachwerkhaus Orbachstraße 23, führte. Später wurde die Post zunächst in die Odinstraße verlegt, dann in der Frankenstraße noch einmal neu eingerichtet, bevor sie nach einer Zeit im fahrbaren Postwagen im sogenannten alten „Kloster/ Krankenhaus/Altenheim“ in der Orbachstraße 9 ein letztes Mal als selbständige Poststelle bestand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit 1998 wird die Postagentur in der Flamersheim Straße 12 geführt, zunächst im linken Hausteil (Schreibwarengeschäft Lexa) und ab 2005 im rechten Hausteil in der Raumausstattung Aussem.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 20 Oct 2023 06:35:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-56-dorfgeschichte-post-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 55: Dorfgeschichte - Post (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-55-dorfgeschichte-post-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+55_Briefmarke+100+Jahre+Kraftpost.jpg" title="Briefmarke zum Tag der Briefmarke 2005: 100 Jahre Deutsche Kraftpost"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit dem 17. Jahrhundert wurden die Postverbindungen zwischen größeren Städten wie Köln oder Bonn durch die „Original General Cöllnische Post Ordinantz“ oder durch ein „Thurn- und Taxis’sches Postamt“ durchgeführt. Das galt sowohl für die Personenpost als auch für die Briefpost.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Lande und abseits der nur begrenzt befahrbaren Straßen erfolgte die Beförderung von schriftlichen Dokumenten bis ins 19. Jahrhundert durch Landboten. Das waren vertrauenswürdige Personen, die in der Besoldung von Unterherrschaften oder Pächtern standen. Sie bestritten ihren Unterhalt aus einem zugewiesenen Stück Land, wie z.B. das vom Kloster Marienstern in Essig „Auf dem Pesch“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit der Einrichtung der preußischen Verwaltung ab 1815 wurden die Personen-, Brief- und Paketpost durch die „Königlich-Preußische Post“ organisiert, ab Januar 1828 auch für die Bewohner „auf dem platten Land“. In der Voreifel waren das für 11 Orte, darunter Rheinbach, Euskirchen und Flamersheim, sogenannte nach Klassen unterschiedene Postexpeditionen, Postämter kleinster Art. Sie wurden durch die Bonner „Cariol Post“ versorgt. Das war ein meist zweirädriger, einspänniger Wagen mit einem Kasten zur Beförderung der Post und einem Bocksitz für ein bis zwei Passagiere. Nach dem Ausbau der Bezirksstraße Bonn-Essig-Kuchenheim-Euskirchen wurde die Cariol Post ab 1838 durch eine Personenpost abgelöst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach der Verfügung der „Königlich Hochlöblichen Regierung“ vom 18.5.1846 sollten nach und nach Landbriefbestellungen für königlich Rechnung eingerichtet werden, um
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „... den Bewohnern des platten Landes im Umkreis der Postanstalten die Vorteile einer regelmäßigen und sicheren Briefbestellung zu verschaffen...“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne-55_Odendorfer-Paketpostwagen-1939.jpg" title="Odendorfer Paketpostwagen 1939. Foto: W. Rüssel, Odendorf"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Landboten der Postanstalt Flamersheim bereisten verschiedene Ortschaften, ab 1847 unter anderem auch Odendorf. Die Briefzustellungen erfolgten am Montag, Mittwoch und Freitag. Sowohl die Laufzeiten als auch die Organisation der Postannahme und Verteilung änderten sich entscheidend mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Euskirchen-Bonn im Juli 1880. Die Zuständigkeit für Odendorf lag nun bei der Postexpedition I. Klasse in Kuchenheim.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kuchenheim und Euskirchen boten in dieser Zeit aufgrund der gewerblich-industriellen Entwicklung gute Arbeitsplätze. Das kam den Landbewohnern zugute, die nicht mehr von der Landwirtschaft leben konnten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 07 Oct 2023 12:50:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-55-dorfgeschichte-post-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Post,Dorfgeschichte</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+55_Briefmarke+100+Jahre+Kraftpost.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 54: Dorfgeschichte - Wasserversorgung (2)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-54-dorfgeschichte-wasserversorgung-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+54_Wasserwerk_Ludendorf_1.jpg" title="Das Wasserwerk in Ludendorf. Foto: e-regio GmbH, www.wasser-eu-sw.com"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 gründete sich der Wasserversorgungs-verband Euskirchen-Swisttal (WES). Zum Zuständigkeitsbereich der WES gehören die Flächen der Gemeinde Swisttal mit zehn Ortsteilen und die der Stadt Euskirchen mit 18 Ortsteilen. Versorgt werden ca. 76.000 Einwohner. Die wichtigsten Wassergewinnungs- anlagen stehen in Heimerzheim, Ludendorf und Nöthen. Das Wasser wird aus 15 eigenen Brunnen aus einer Tiefe von bis zu 250 Metern zu Tage gefördert. Es handelt sich überwiegend um Vertikalfilterbrunnen mit Tauchmotorpumpen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das zu Tage geförderte Rohwasser wird in Trinkwasseraufbereitungsanlagen (Wasserwerke) physikalisch aufbereitet. Diese befinden sich in Arloff, Heimerzheim und Ludendorf. Das gewonnene Grundwasser enthält aufgrund seiner geologischen Herkunft gelöstes Eisen und Mangan, natürliche Bestandteile der Erdkruste. Über Filteranlagen mit Quarzkies und Quarzsand können diese Stoffe entfernt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alle natürlich vorkommenden Wasser enthalten freies Kohlenstoffdioxid (CO2), das Wasser ist sauer. Die Entsäuerung erfolgt über Kreuzstrombelüfter. Hierbei wird das unerwünschte CO2 durch gleichmäßiges Einblasen von Luft aus dem Wasser entfernt. Im regulären Betrieb erfolgt eine prophylaktische Desinfektion in den Wasseraufbereitungsanlagen durch die Zugabe von Chlordioxid. Schließlich werden noch natriumbasierte Aufbereitungsstoffe zugesetzt, die korrosionshemmend wirken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein anderes Lebensmittel in Deutschland wird so engmaschig kontrolliert wie Trinkwasser. Unabhängige Labore überprüfend laufend die Qualität des Wassers aus den Brunnen. Die Untersuchung des Trinkwassers erfolgt bei der WES durch ein unabhängiges akkreditiertes Institut, das über eine entsprechende staatliche Zulassung verfügt. Unabhängig davon überwachen auch die Gesundheitsämter die Einhaltung der Qualitätsvorschriften.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wasserwerk Ludendorf, Blick in den Pumpenraum (links) und die Filterhalle (rechts).
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Fotos: e-regio GmbH,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.wasser-eu-sw.com/ueber_uns/wasserwerke/"&gt;&#xD;
      
           www.wasser-eu-sw.com
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Versorgungsgebiet der WES werden monatlich an über 30 mit den Genehmigungsbehörden abgestimmten repräsentativen Entnahmestellen Proben entnommen. Zusätzlich erfolgt quartalsmäßig eine Trinkwasser-Beprobung an den Wasserwerken. Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen hat der Trinkwasserschutz eine besondere Bedeutung. Im Rahmen von landwirtschaftlichen Kooperationen werden die beteiligten Landwirte durch qualifizierte Berater bei einer optimalen und gewässerschonenden Düngung fachgerecht unterstützt. Pro Jahr werden über 1000 Bodenproben untersucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig für die angepasste Dosierung der Waschmittel und die Einstellung technischer Geräte ist die Berücksichtigung des Härtebereichs von Trinkwasser. Die Wasserhärte wird in die Bereich 1 (weich), 2 (mittel = 8 bis 14 Grad Deutsche Härte) und 3 (hart) eingeteilt. Aufgrund der unterschiedlichen Herkünfte des Wassers unterscheidet sich der Härtegrad in den verschiedenen Ortslagen analog zur Zuordnung der Ortschaften zum Wasserwerk. Ludendorf liegt im Härtebereich 2 (mittel).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der durchschnittliche Tagesverbrauch an Trinkwasser pro Person beläuft sich in Deutschland auf 127 Liter pro Tag, das sind 46.000 Liter pro Jahr. Das Wasserwerk Ludendorf beliefert die Ortschaften Odendorf und Palmersheim über zwei Brunnen in einer Tiefe von 30 und 90 Metern. Ludendorf wird von Heimerzheim bedient.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Betriebsführung aller Anlagen liegt seit 2014 bei der e-regio GmbH in Kuchenheim.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 30 Sep 2023 11:18:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-54-dorfgeschichte-wasserversorgung-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 53: Dorfgeschichte - Wasserversorgung (1)</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-53-dorfgeschichte-wasserversorgung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Aquaedukt.jpg" title="Aquädukt (Quelle: pixabay.com)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die römische Wasserleitung von der Eifel nach Köln ist das bedeutendste technische Denkmal der Antike nördlich der Alpen. Die Gesamtlänge betrug 95 Kilometer. Der „Römerkanal“ lieferte täglich bis zu 20 Millionen Liter Wasser in die Provinzhauptstadt. Diese großartige Errungenschaft verfiel leider im Verlauf der Geschichte. Gemessen an dieser brillanten Ingenieurleistung der Römer waren die Wasserversorgung und damit hygienischen Verhältnisse bis ins Mittelalter eher als katastrophal zu bezeichnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts versorgte sich eine Straßengemeinschaft mit Trinkwasser über öffentliche Schöpf- und Ziehbrunnen. Später wurden aber auch kleinere Brunnen für den individuellen Bedarf auf den Grundstücken genutzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Bürgermeisterei Ollheim befindet sich die Nachweisung über Wasserentnahmestellen von 1905. Darin sind in Odendorf für 801 Einwohner und 168 Häuser/Höfe sechs öffentliche Brunnen und 48 Privatbrunnen aufgeführt. Sie waren teilweise schon mit Pumpen versehen, hatten eine Tiefe bis zu 15 Meter und führten eine gute Wasserqualität. An sonstigen Wasserentnahmestellen wird ein Teich, der das ganze Jahr Wasser enthält, und der Orbach angegeben, der aber monatelang trocken sein kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachdem Bonn bereits 1874 und Euskirchen 1887 mit dem Ausbau der zentralen Wasserversorgung begonnen hatten, versuchte der Landrat des Kreises Rheinbach im Frühjahr 1905 den Widerstand der Fabrikanten, Gewerbetreibenden und der einzelnen Gemeinden gegen den Bau einer Verbandswasserleitung zu überwinden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Herbst 1905 verhandelte der Bürgermeisterrat der Bürgermeisterei Ollheim in der Schule in Ludendorf und beschloss mit Stimmenmehrheit,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „...unter Zuziehung eines Technikers zu einer Prüfung der Frage einzutreten, ob für die Bürgermeisterei Ollheim eine zentrale Wasserversorgung mit Aussicht auf Rentabilität angelegt werden kann...“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Bürgermeister Esser nahm Verbindung zu dem Zivilingenieur Hermann Ehlert in Düsseldorf auf, der im Sommer 1906 einen „allgemeinen Entwurf eines Wasserwerks für die Bürgermeisterei Ollheim“ vorlegte. Zur Wasserentnahme wies er auf eine großes unteres und ein “oberes“ unterirdisches Staubecken zwischen Odendorf und Miel nahe Ludendorf hin.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Brunnen-90791556.jpg" alt="" title="DBrunnen im Mittelalter (Quelle: forum.rising-world.net)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das obere Staubecken würde teils durch Niederschläge, teils durch Wasser des Orbachs gefüllt, welches bei der Lappermühle versickert und unterirdisch durch die Sand- und Kieslager in das obere Staubecken bei Ludendorf fließt. Weiterhin empfahl er, einen 25 Meter hohen Wasserturm bei Odendorf an der höchsten bebauten Stelle der Gemeinde auf 175 Meter zu errichten. Dadurch sollte der für die Straßenhydranten notwendige Druck in den Leitungen erzeugt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1910 aber beschloss der Bürgermeisterrat Ollheim einen anderen Plan. Dadurch sollte die Versorgung der elf Gemeinden mit 5800 Einwohnern aus dem Rohrnetz der Bürgermeisterei Kuchenheim sichergestellt werden. Dieses Netz bezieht sein Wasser aus den Iversheimer Quellen und liefert es bei natürlichem Gefälle an die Hochbehälter auf 277 Meter am Watzenberg und 237 Meter an der Hardt. Nachdem im Januar 1911 der Bau des druckfesten Rohrnetzes in der Bürgermeisterei Ollheim begann, erhielten ab November dieses Jahres auch die Haushalte in Odendorf sauberes Wasser und die Feuerwehr konnte den Straßenhydranten ausreichend Löschwasser entnehmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1929 erfolgte der Zusammenschluss zum Zweckverband „Wasserwerksverband Kuchenheim-Ollheim“. Das war notwendig geworden, weil der Wassermangel in den unteren Druckzonen nur durch den gemeinsamen Bau des Pumpwerks in Ludendorf im gleichen Jahr behoben werden konnte. Dort wurde in einer Tiefe von 26 Metern das von Ehlert bereits 1905 aufgefundene umfangreiche Grundwasservorkommen im Orbachtal erschlossen, das schon beim ersten Versuch 4000 Kubikmeter Wasser pro Tag lieferte und unabhängig von der jahreszeitlichen Witterung war. 1956 bis 1966 wurde neben den Erneuerungen des Rohrnetzes weitere Wasservorkommen im Nöthener Tal genutzt. Nöthen liegt westlich von Bad Münstereifel auf 355 m Höhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 17 Sep 2023 06:55:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-53-dorfgeschichte-wasserversorgung</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Brunnen,Dorfgeschichte,wasserversorgung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Brunnen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne+53_Wasserversorgung_Brunnen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 52: Dorfgeschichte - Voreifelbahn</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-52-dorfgeschichte-voreifelbahn</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+52_N%C3%BCrnberg_Ludwigseisenbahn_Kupferstich_Wiessner_1835.jpg" title="Nürnberg - Eröffnung der Ludwigseisenbahn, Kupferstich von Conrad Wießner (1835)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die erste deutsche Eisenbahnstrecke wurde 1835 eröffnet. Sie führte von Nürnberg nach Fürth auf einer Länge von sechs Kilometern. Bereits 10 Jahre nach dieser Jungfernfahrt wurden ersten Überlegungen für den Bau der Strecke von Euskirchen nach Rheinbach angestellt. Zunächst aber baute die Rheinischen Eisenbahngesellschaft zu Cöln in den 1860er die Linie Euskirchen – Düren. Erst ab 1870 wurden wieder konkrete Planungen für die Strecke Euskirchen-Bonn betrieben. Die Concessions-Urkunde für die „Wiederaufnahme“ der Aachen-Frankfurter Heerwegverbindung als Bahnstrecke wurde 1873 veröffentlicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Planfeststellung für den Bereich der Gemeinde „Cuchenheim“ erfolgte 1878. Zuvor war ein heftiger Streit zwischen dem Gemeinde-Vorsteher Pick von „Cuchenheim“ und der „Direction zu Cöln“ entbrannt. Es ging um den Verlauf der Strecke und die Lage des Bahnhofs, niedergelegt in seitenlangen Schreiben. Die bis 1880 private Rheinische Eisenbahn Gesellschaft wollte die Strecke südlich von Kuchenheim verlaufen lassen und den Bahnhof bei Palmersheim bauen. Der Gemeinde-Vorsteher Pick aus Kuchenheim plante die Streckentrasse und den Bahnhof Kuchenheim an der heutigen Stelle. Er erreichte sein Ziel durch einen finanziellen Beitrag für das Projekt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1879 erfolgte die Ausschreibung der Erdarbeiten für den Bau der eingleisigen Eisenbahnlinie. Im Januar 1880 verkehrten die ersten Arbeiterzüge, und die erste Bahnfahrt fand am 7. Juni 1880 zwischen Euskirchen und Bonn statt. Die Empfangsgebäude für Kuchenheim, Odendorf, Rheinbach und Meckenheim wurden als nahezu identische Typenbauten viergeschossig in Backstein errichtet. Die Entwürfe stammten von der Königlichen Eisenbahndirektion zu Köln. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH-Kolumne-52_Voreifebahn-1_Paketpostwagen.jpg" alt="" title="Odendorfer Paketpostwagen 1939 (Foto: H. Hoven, Odendorf)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Odendorfer Paketpostwagen 1939 (Foto: H. Hoven, Odendorf)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den größten Ausbau erreichte die Strecke zwischen 1930 und 1940, teilweise schon zweigleisig. Als Verkehrsweg war die Bahn im Zweiten Weltkrieg auch Ziel der alliierten Luftverbände. In den Nachkriegsjahren wurde das zweite Gleis dann wegen zu geringer Nachfrage in immer mehr Abschnitten entfernt und der Fahrplan ausgedünnt. Mittelfristig drohte sogar die Stilllegung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab 1979 stieg die Nachfrage wieder, das Angebot wurde deutlich verdichtet und der Halbstundentakt tagsüber eingeführt. Die Fahrgastzahlen stiegen sprunghaft. Schließlich gab es ab 1995 bis Rheinbach einen Viertelstundentakt. Nach der Erweiterung um vier Haltepunkte 2013/2014 zwischen Bonn und Euskirchen gibt es 12 Stationen. Die Linienlänge beträgt 34 km.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sparmaßnahmen, Rationalisierung und Personalabbau führten 1975 zum Abbruch des Odendorfer Bahnhofs, der Kuchenheimer folgte 1977. Erhalten sind die beiden identischen Bahnhöfe in Rheinbach und Meckenheim. Sie stehen seit 1989 auf Anordnung des Regierungspräsidenten Köln als zuständige Untere Denkmalbehörde für Bundes- und Landesbauten unter Denkmalschutz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Ausblick: 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nach der Hochwasserkatastrophe im Juni 2021 ist seit Mai 2022 auch der letzte Streckenabschnitt der Voreifelbahn (S 23) zwischen Odendorf und Euskirchen wieder in Betrieb. Vor allem in Odendorf hatte der reißende Orbach die Bahninfrastruktur in Mitleidenschaft gezogen. Etwa ein Kilometer Gleise waren stark beschädigt sowie Bahndämme und Weichen vollständig unterspült. Der gänzlich zerstörte Bahnübergang „Orbachstraße“ wurde komplett erneuert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie der General-Anzeiger 2022 berichtete, soll die Strecke bis 2026 elektrifiziert werden. Dieser Zeitplan gilt als sehr ambitioniert. Bislang war etwa für die Voreifelbahn als Zieljahr zur Elektrifizierung das Jahr 2033 angepeilt worden. Dass es nun deutlich schneller gehen könnte, liegt am Aufbauhilfegesetz des Bundes, das nach der Hochwasserkatastrophe in Kraft trat. Mit diesem Gesetz soll u.a. die Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken schneller möglich sein, da die Umweltverträglichkeitsprüfung entfällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kosten für die Elektrifizierung der Voreifelbahn werden mit ca. 100 Millionen Euro beziffert. In diesem Betrag ist der zweigleisige Ausbau allerdings nicht enthalten, dafür sind weitere Planungen notwendig. Die Zweigleisigkeit soll bei den Arbeiten zur Elektrifizierung aber bereits berücksichtigt werden. Nach dem geplanten Ausbau der Strecke wird Mitte der 30er Jahre zwischen Bonn und Euskirchen ein 20-Minuten-Takt entstehen, der in der Hauptverkehrszeit auf 10 Minuten verdichtet werden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Aug 2023 14:29:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-52-dorfgeschichte-voreifelbahn</guid>
      <g-custom:tags type="string">#odendorf,Voreifelbahn</g-custom:tags>
    </item>
    <item>
      <title>Folge 51: Das Trostpflaster in Odendorf</title>
      <link>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-51-das-trostpflaster-in-odendorf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+51_Plakette.jpg" title="Informationstafel am Trostpflaster"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen der alten kath. Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Odendorf und dem Zehnthaus finden wir eine freistehende Stele. Es ist ein Gedenkstein. Hier ist seine Geschichte von der Idee bis zur Umsetzung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es begann im November 2005. Barbara Hölscher war die damalige Sprecherin des Leitungsteam der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) St. Petrus und Paulus Odendorf/Essig. Die Zeitschrift „Rundgang“ des Bundesverbandes der kfd berichtete über einen Gedenkstein für verlorene Schwangerschaften und Totgeburten, der in Köln errichtet worden war. Für Barbara Hölscher war diese Information der erste Impuls auch eine solche Gedenkstätte für „verlorene Kinder“ in Odendorf zu errichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Information: Totgeburten und Fehlgeburten, auch Sternen-, Engels- oder Schmetterlingskinder genannt, wurden bis in die 1970er Jahre mit dem Krankenhausmüll entsorgt oder anonym zu einem toten Erwachsenen in den Sarg gelegt. Das Bestattungsgesetz erlaubte bis dahin keine Beerdigung, wenn das Menschlein weniger als 500 Gramm wog. Die Eltern hatten keinen Ort zum Trauern.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das damalige Leitungsteam stieß bei den Mitgliedern auf positive Resonanz und erweiterte das Anliegen auch auf im Krieg und auf der Flucht verloren gegangene Kinder. Schließlich bezog man noch die lebenden Kinder mit ein, mit denen man auch seine Not haben kann.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem der Beschluss feststand und Pater Antoni Trojak (†2019) als geistlicher Begleiter und der Kirchenvorstand am 10. April 2006 das Einverständnis dazu gaben, fand man in dem Siegburger Steinmetzmeister Markus Weisheit einen sensiblen Ansprechpartner für die Umsetzung. Mit ihm erarbeitete das Team die Gestaltung des Steines. Dieser sollte ein Sinnbild für Zuwendung und Trost werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wahl fiel auf einen bunten Sandstein aus dem Kylltal, der durch seine Maserung sehr lebendig wirkt. Den Standort an der alten Kirche wählte man deshalb aus, weil er jederzeit frei zugänglich ist und im Mittelpunkt des Dorfes liegt. Dieser Platz ist außerdem geweihte Erde, da hier früher der Dorffriedhof war. Aus bekannten Gründen sind die Kirchen nur zeitweise geöffnet. Das Trostpflaster dagegen ist rund um die Uhr zugängig, liegt zwischen den Kirchen, dem Zehnthaus, der Schule und den Kindergärten, also ein Ort, der ständig Leben um sich hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9b10f935e244488eba4ee3b9b40a6175/dms3rep/multi/ZH_Kolumne+51_Stele.jpg" alt="" title="Die Stele zwischen Zehnthaus und alter Pfarrkirche"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachdem auch die denkmalrechtliche Genehmigung vorlag, erledigte der Bauhof der Gemeinde Swisttal kostenlos die Erdarbeiten und stellte die Sitzbank auf. Die Firma Krüger aus Odendorf übernahm die Pflasterarbeiten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach sorgfältiger Überlegung einigte man sich auf den Namen „Trostpflaster“. Ein passender Name mit vielschichtiger Bedeutung. Die umgebende Pflasterung führt in Spiralform, bildhaft für den Kreislauf des Lebens, zur Mitte der Stele hin. In die Fugen wurden Worte geschrieben wie – Trost, Liebe, Segen, Halt, Vertrauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Fundament unter der Stele ist ein „Engel des Trostes“ eingelassen, im Pflaster ein Olivenholzkreuz aus Jerusalem. Die zweiteilige Form des farbenfrohen Steins, der sich gut in die Umgebung der historischen Gebäude einfügt, lässt bewusst mehrere Deutungen zu. Die einen sehen darin zwei geöffnete Hände, die etwas nicht Sichtbares umschließen. Die sehen anderen ein Paar, das einander umarmt, tröstet und hält. Dazwischen befindet sich ein Hohlraum, eine leere Stelle für das verlorene Kind, das fehlt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Ort lebt davon, dass man ihn nutzt. Im Stein sind Nischen eingelassen. Man kann etwas hineinlegen, z.B. einen schönen Stein, eine Feder, eine Muschel. Es ist auch möglich ein Teelicht darin zu entzünden. Ebenso kann man ein „Trostpflaster“ entnehmen. Dies ist ein kleiner aufbauender Spruch, der in einem Fach in der Stele für Jeden hinterlegt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die feierliche Einsegnung der Stele mit anschließendem Gottesdienst fand durch Pater Antoni Trojak und Pfarrer Ernst Edelmann am 21.10.2006 statt. Das Trostpflaster wurde nach der Einweihung zu einer Schenkung der kfd an die Pfarrgemeinde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 11 Aug 2023 19:40:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.verein-zehnthaus.de/folge-51-das-trostpflaster-in-odendorf</guid>
      <g-custom:tags type="string">trostpflaster,#odendorf,Zehnthofplatz</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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      <title>Folgen 1 - 50: Zur Geschichte unserer Heimat</title>
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           Das Zehnthaus in Swisttal-Odendorf
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           (Foto: Verein Zehnthaus e.V.)
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           Der Verein Zehnthaus e.V. wurde 1974 in Odendorf gegründet. In nahezu fünf Jahrzehnten hat sich eine Fülle von Dokumenten, Berichten, Protokollen und Büchern angesammelt, die 2019 in eine geordnete Sammlung überführt wurden. Darin verbirgt sich ein Stück Zeitgeschichte, die sich in engerem Sinne mit der Entwicklung der Menschen in unserer Region befasst. Wir wollen Teile des Informationsgehalts über die Kolumne wieder öffentlich machen. Thematisch werden wir sehr offen sein. Allgemeines wird sich mit speziellen Themen ablösen. Geografischer Schwerpunkt ist unsere heimatliche Umgebung.
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           Der Begriff „Heimat“ mag altmodisch klingen und irgendwie unpassend in unsere globalisierte Welt. „Heimat“ hat in jüngster Zeit jedoch eine inhaltliche und emotionale Aufwertung erfahren, gerade wegen der Globalisierung.
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           Die Länder Europas besinnen sich auf ihre kulturellen Wurzeln und pflegen alte Gebräuche. Nicht nur der Rucksack ist wieder in Mode gekommen, auch der Volkstanz, der Chorgesang, die Pflege von Dialekten und mehr. “Dahoam is Dahoam“ sagt man in Bayern, „Bi mi to Hus“ ist Plattdütsch oder „Dat es Heimat, dat es Kölle“ singen die „Räuber“. Ein Heimatgefühl hat vielfältige Wurzeln, z. B. die Herkunft, die Sprache und Gebräuche, die Geborgenheit, die Sicherheit der Familie oder die Natur. Es sind vor allem individuelle Werte, die Menschen dazu bewegen, ihren Lebensraum als Heimat zu beschreiben. Wir haben neuerdings sogar ein Heimatministerium – und – auch in „Blick aktuell“ finden wir auf der Titelseite im Logo die Formulierung “Aus Liebe zur Heimat“!
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           Wir wollen also in unserer Region, in unserer Heimat, Rückschau halten auf das, was wir heute wertschätzen. Der Begriff Denkmal wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Es ist naheliegend, dass Odendof und Essig zunächst im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Wir hoffen auf eine Leserschaft, die unsere regelmäßig erscheinende Kolumne mit Interesse verfolgt.
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           Die Folgen 1 - 50 der Zehnthaus-Kolumne finden Sie in gesammelter Form hier:
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  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 17 Apr 2021 17:12:37 GMT</pubDate>
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